Sauberkeit in Rödermark. Mal eine ganz andere Idee.

Piaggio Pritsche für den "Müllentsorgungsverein Rödermark"
Piaggio Pritsche für den „Müllentsorgungsverein Rödermark“

Sauberkeit in Rödermark.

Sauberkeit in den Ortschaften/Städten. Müll, ein Thema schon seit Generationen. Seit Generationen versucht man es mit gutem Zureden und Aufklärung. Es scheint aber, dass wir den Kampf gegen die Müllsünder mit Aufklärung gewinnen können, verloren haben. Erinnern Sie sich noch an das Stadtgespräch in 2017? Hat sich nach dem Stadtgespräch zu Ordnung und Sauberkeit etwas getan? Nach dem Stadtgespräch dieser Fund. Oder Partytime am Badehaus. Diese beiden Fälle sind KEINE Einzelfälle.

Dass ein „Müllbeauftrager auf Streife“ von 21.00h bis ??h die bekannten Ecken in der Hoffnung aufsucht, einen Müllsünder zu erwischen, wird eine Hoffnung bleiben.
Man wird die Probleme der Vermüllung Parkplatz an der B45 und z.B. Freizeitgelände am Badehaus nicht lösen können. Es wird so bleiben wie es zurzeit ist. Die Stadt wird den Müll entsorgen müssen. Basta.

Rödermark bietet sehr gute Möglichkeiten, den Müll ordentlich zu entsorgen.
Hausmüll und Biotonnen werden abgeholt. Gelbe Säcke werden abgeholt. Gelbe Säcke, Papier, Glas, Gartenabfälle und Elektroschrott kann man gebührenfrei im Wertstoffhof Kapellenstraße entsorgen. Bauschutt gegen Gebühr. Es gab den Lobstebbel. Gleiches Ziel. Anderer Name. Grünpate. Wir haben den Mängelmelder. Mängelmelder, ein gute Sache aber ….mir fällt allerdings wenig nettes dazu ein. 🙁 Angebote gibt es genügend. Seit März 2019 haben wir in Rödermark Frau Jessica Löbl. Eine neue Fachkraft für mehr Sauberkeit. Was könnte man noch zusätzlich anbieten?

Man sollte einen Verein gründen. Haftungsgründe.
Da es nicht funktionieren wird, einen Mitarbeiter der Stadt für solche Aufgaben einzusetzen/einzustellen, muss man sich andere Wege überlegen. In Dietzenbach gibt es z.B. einen Mitbürger (Florian Fruechel), der tagein tagaus mit seinem Fahrrad (neuerdings mit einem gesponserten Hänger) den Wald durchstreift und Müll aufsammelt. Warum also nicht versuchen, einen kleinen Teil der Aufgabe für Sauberkeit im Ort zu sorgen, den Bürgern zu überlassen. Die Stadt muss selbstverstämdlich ihren Aufgaben, für Sauberkeit in der Stadt zu sorgen, wie bisher nachkommen.
Damit die Stadt bei dem Verein ganz aus dem Spiel ist, wird dem neu zu gründenden Verein „Müllentsorgungsverein Rödermark. Wir halten die Stadt sauber“ eine Piaggio Pritsche gespendet. Die Stadt zahlt dem Verein eine Vereinsförderung, die der kompletten Fahrzeugunterhaltung entspricht. Damit hat sich die Stadt aus der Haftung freigekauft. Die auf die Mitgliederzahl gesehene hohe Vereinsförderung lässt sich damit argumentieren: „Der Verein verfolgt Ziele, die unabhängig von den Zielen eines Sportverein, Gesangverein, Schützenverein …., allen Bürgern zugute kommen. Und was riskiert die Stadt? Sehr wenig. Selbst dann, wenn der Verein nicht funktionieren würde, kann man die Rückgabe des Fahrzeugs vertraglich regeln.

Die Gegenargumente höre ich jetzt schon: Damit wird der bisherige Müllsünder animiert noch mehr Müll zu hinterlassen. „´Es kommt ja bald einer.“ Weiter mit den Gegenargumenten: „Es werden sich keine Bürger finden lassen, die sich mit der Piaggio Pritsche durch die Stadt, Feld und Flur fahren und den Müll aufsammeln.“
Das beste Argument wäre: „Kalle dann mach mal.“ OK. Vor dem „Kalle mach mal“, müsste über einen Anfrage einer Fraktion von der Stadt das OK kommen. Ein Anfrage ist deshalb notwendig, weil die Antwort der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird.

Schritte
Schritt 1) Stadt nach der Bereitschaft fragen, dem Verein ein Fahrzeug zu spenden sowie die gesamten Fahrzeugkosten übernimmt.
Schritt 2) Mit dieser Zusage die Bürger (Quartiersgruppen/Vereine) ansprechen, die sich schon im Vorfeld positiv geäußert haben, ob sie diesen Weg mit beschreiten wollen.
Schritt 3) Dann mal los.

  Haftpflicht im Ehrenamt. Siehe
 

Weiterführende Informationen
» Zusammenfassung ab 1.8.2019 zum Thema Müll

[..]Wenn Sicherheit ebenso wie Sauberkeit wesentliche Faktoren der Bürgerzufriedenheit und der Standortqualität bleiben sollen, sind dafür Investitionen in die Zukunft erforderlich. Trotz aktueller Finanzkrise der Städte müssen an dieser Stelle Schwerpunkte gesetzt, Ziele definiert und geeignete kommunale Strategien entwickelt werden[..] Quelle. Deutscher Städtetag.

[..]Erfolgversprechend und ist modellhaft belegt, auch planerisch in- und außerhalb von Gebäuden des Wohnumfeldes der Betroffenen Einrichtungen zur Verfügung zu stel-len, in denen sie sich sozialverträglich aufhalten können. Als Träger dieser Einrichtungen und Anlagen können Vereine oder separate Träger (AWO etc.) in Be-tracht kommen. Bezüglich der Partyszene muss es Ziel sein, dieselben Standards durchzusetzen, die bei jeder Außenwirtschaft oder Freiluftveranstaltung einzuhalten sind. 2. Sauberkeit als Vorstufe von Sicherheit Die „Broken windows-Theorie“, die auch durch eine Studie der Universität Groningen aus dem Jahr 2008 bestätigt wurde („The Spreading of Disorder“), bedeutet für die Städte, dass schon den Anfängen von Zerstörung und Unsauberkeit begegnet wer-den muss, denn Schmutz, Schmierereien und Vandalismus sind herausragende Indikatoren beginnender Verwahrlosung. Die Aufrechterhaltung der öffentlichen Ord-nung bringt Sicherheit. Es ist deshalb für die Städte unverzichtbar, auch die öffentliche Ordnung als Aufgabe darzustellen, die mit den Bürgern zu kommunizieren ist und bei deren Erfüllung möglichst viel Kreativität entfaltet werden sollte. Indem sich die Städte für die Gestaltung eines sauberen und freundlichen Lebens-umfeldes der Bürgerinnen und Bürger einsetzen, wirken sie zugleich der Entstehung kriminovalenter Faktoren entgegen. Der unmittelbare Zusammenhang zwischen Sauberkeit und Sicherheit, subjektiv zwischen Bedürfnis nach Sauberkeit und Si-cherheitsempfinden, ist heute ein wichtiges Element kommunaler Sicherheitspolitik. Auch die Polizei sollte sich in vermehrtem Umfang wieder für „bloße“ Verschmut-zungsdelikte interessieren.[..] Quelle. Deutscher Städtetag.

[..]Auch in diesem Jahr ist ein Schwerpunkt der Bürgerinitiative das Thema Ordnung, Sicherheit und Sauberkeit. „Es wäre einfach toll, wenn immer mehr Bürger selbst aktiv werden und ihr Augenmerk darauflegen, dass es im Lennépark, in ihrem Wohnumfeld, oder in öffentlichen Bereichen und Stadtgrün wieder ein Stück sauberer und lebenswerter wird“, betont Sonja Gudlowski.[..] Quelle: Frankfurt, Oder

Lesen Sie bitte das Konzept der Stadt Hannover.
Das ist teuer.

» Der Wald-Putzer

8 Replies to “Sauberkeit in Rödermark. Mal eine ganz andere Idee.”

  1. Super Idee. Und wenn man in dieser Sache weiter denkt, ergeben sich unendlich viele Möglichkeiten.
    Eines muss sichergestellt sein. Der eingesammelte Müll muss am Bauhof oder Kapellenstraße angenommen werden.

  2. Das wird nicht klappen. Man wird bei der Stadt googeln und feststellen, sowas gibt es noch nicht. Dann ist es auch nichts. Die Stadt hat auch kein Geld. Für die Stadtkasse würde auch rein rechnerisch sich das Konzept lohnen.

  3. In Bezug auf leere Stadtkasse: auch wenn’s unpopulär ist, die Lösung wäre
    – Abgabenhöhe erheblich mindern,
    – ein Paar der Leistungen, die die Stadt anbietet, wie etwa die Kommunalen Betriebe und das Bad in Urberach, privatisieren,
    – Verkleinerung der Verwaltung.

    Allerdings müßten auch Steuern wie Umsatzsteuer, Einkommenssteuer, Gewerbesteuer und Klimasteuern wie die auf Benzin gesenkt werden, um der Bevölkerung mehr Kaufkraft und damit auch wieder mehr Unabhängigkeit von staatlichen Transferleistungen zu ermöglichen. Nicht zu vergessen, dass dann auch wieder mehr Leute unternehmerisch tätig werden können und mehr Waren und mehr Service anbieten, die die Menschen auch wirklich wollen.

  4. Richtig. Die Schwätzerei die schon Generationen vor uns ohne Erfolg geführt haben, muss ein Ende haben. Der Vorschlag wäre zumindest der Beginn einer Diskussion, die anpacken zum Ziel hat und nicht schwätzen.

  5. Wäre schön. Wird nie klappen. Wer macht schon den Müll von anderen weg.

  6. Heute bekam ich einige Kommentare zu diesem Artikel. Da diese Kommentare recht kurz gefasst sind und auch wenig konstruktives bieten, habe ich mich entschlossen, solche Kommentare ab sofort nicht mehr freizuschalten.
    Kommentare in etwa so: „Kann nicht klappen“ oder „Gut“.

    Da alle Fraktionen vor anstehenden Wahlen die Losung ausgeben „Wir hören zu“, können die ja mal was aus diesem Artikel machen.
    Dass noch kein Bürger einen Stadtverordneten zu dem Thema „Sauberkeit“ angesprochen hat, kann ich mir nicht vorstellen.

    Ich habe die Hoffnung, dass sich eine Fraktion mal mit einer Anfrage vorwagt.

  7. Damit könnte man auch die Jugendlichen (16+, 18+) erreichen. Es macht denen bestimmt Spaß mit der Pritsche durch die Gegend zu fahren und dabei den Müll einzusammeln. Der Lerneffekt ist unbezahlbar.

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