Ist Rödermark ein Drecksloch? Oder nur leicht angestaubt?

Nach dem Müll urteilen. Hauptnahrungsmittel einiger Ober-Röder.
Nach dem Müll urteilen. Hauptnahrungsmittel einiger Ober-Röder.

Bitte nicht auf die Verwaltung schimpfen, dass die nicht für ein besenreines Rödermark sorgt. Das dürfte mit den finanziellen Mitteln der Stadt schlichtweg nicht zu schaffen sein. Auch dann nicht, wenn man die allseits beliebten Stadtfeste streichen wird. Stadtfest. Was wird das Stadtfest in 2020 kosten? Was hat das „Fest der Kulturen“ in 2019 den Bürgern gekostet? Hat das Fest durch Zuschüsse und Spenden dem Bürger letztendlich keinen Cent gekostet? Oder könnte man von den Kosten einen Mitarbeiter (ein Jahr) für die Müllbeseitigung bezahlen? Ob man das jemals erfahren wird?
Stadtfest deshalb hier erwähnt, weil heute beim Müllsammeln in einem Gespräch die von der Stadt organisierten Stadtfeste den Titel – Humbug und rausgeworfenes Geld, welches man besser in die Stadtreinigung investieren sollte – bekommen haben.

Zurück zum „besenreinen Rödermark“. Ganz offensichtlich ist, dass der Müll an Straßenrad und Feld zu entfernen ist. Dazu benötigt man einerseits städt. Mitarbeiter, die über die Grundsteuer zu bezahlen sind oder Bürger, die den Müll nicht in die Landschaft werfen. Letzteres ist die preiswerteste und anzustrebende Lösung. Aber wohl nicht zu realisieren.

Eine Anhäufung der gefundenen (oben abgebildeten) Verpackungen gibt einen Hinweis auf die Hauptnahrungsmittel einiger Ober-Röder. Weißwein, Schnaps und Coffee To Go.

Also, was tun?

Siehe auch
» Seit dem 11.01.2020 mache ich Fotos
» Umweltfreunde Rödermark

4 Replies to “Ist Rödermark ein Drecksloch? Oder nur leicht angestaubt?”

  1. Als Drecksloch würde ich Rödermark nicht bezeichnen. Aber es gibt viel zu tun.

  2. Die Stadt schafft so vieles nicht, weil die finanziellen Mittel fehlen. Aber die Stadt erwirtschaftet ja auch nichts, zumindest nicht wie ein privatwirtschaftlich geführter Betrieb. Aber ich schätze mal, dass auch privatwirtschaftliche Betriebe nichts gegen Gleichgültigkeit oder Unwissenheit oder etwaige mentale Probleme tun können, oder was auch immer irgendwen dazu bringt, den Müll einfach irgendwo hinzuschmeißen. Die Bezeichnung „Drecksloch“ würde wohl besser zu Bezirken in Berlin passen, immerhin kackt noch niemand einfach irgendwo in’s Treppenhaus wenn der Drogenrausch sämtliche Reste an Zivilisation aus den Adern schießt.

  3. Aus den deftigen Ausdrücken, die mir bei meinen Sammelaktionen genannt wurden, habe ich den harmlosesten gewählt. „Drecksloch“. Nicht unbedingt meine Meinung.
    Betrachte man die Ablagerungen am Wegesrand im Vorbeifahren, ist das etwas völlig anderes, als wenn man direkt vor dem Müll steht.
    Die teilweise eingewachsenen Flaschen, Plastiktüten, Plastikverpackungen, Zeitungen …. sieht man erst dann, wenn man mit der Nase davor steht.
    Richtig viel Müll liegt nicht unbedingt direkt am Wegesrand, sondern einige Meter weiter im Gebüsch, in den Entwässerungsgräben oder in der Rodau.
    Auch an Wegen, die ein Autofahrer nicht zu sehen bekommt. Einige hundert kleine Schnapsflaschen (viele davon an der Triftbrücke) und ca. 50 Tüten Weißwein, die an der Triftbrücke, sprechen Bände.
    So nebenbei. Abseits der Waldwege wird viel geschissen. Nicht nur Tiere, die benutzen kein Tempo.

    Ob die Stadt mit dem vorhandenen Personal mehr für die Stadtreinigung tun kann, kann ich nicht beurteilen. Sicher ist aber, von einem Drecksloch sind wir, auch Dank der vielen freiwilligen Müllsammler (siehe z.B. Umweltfreunde Rödermark) im Ort, noch ein gutes Stück entfernt.
    Und wenn man die Dame auf dem Breidertring noch dazu bewegen könnte, den Müll nicht mit einem Fußtritt in die Büsche zu befördern, sondern aufzuheben, dann wäre schon einiges besser.

  4. Bei denen, die Schnapsflaschen und Weißweintüten zurücklassen, ist es vermutlich Gleichgültigkeit und Verwahrlosung durch Alkoholismus. Dagegen kann wohl auch die Stadt nichts tun. Man könnte ja mal einen Streetworker einsetzen. Kann ja mal wer gegenrechnen: Zusatzkosten für Müllabfuhr, eventuelle Schäden an der Umwelt gegen die Kosten für den Einsatz eines Streetworkers.

    Sie haben wohl recht, dass Rödermark kein Drecksloch ist. Ich schätze, je deftiger der Ausdruck, desto größer der Frust darüber, dass so vieles schief zu laufen scheint. Daran ist ja auch nicht immer die Stadt schuld. Die Stadt ist kein allmächtiger Gott, oder sowas. Es ist immer leicht, Eigenverantwortlichkeit an andere abzugeben. Und die Typen, die ihr Leben ertränken sind vielleicht einfach nur noch frustrierter, und schießen sich mit Alkohol weg. Leider.

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