Prozess LG Frankfurt.
M. Burat, Katharina D.

1. Verhandlungstag. Prozess LG Frankfurt. M. Burat, Katharina D. Es geht um Abzocker. Erster Verhandlungstag. Prozess Michael Burat. Firma aus dem Rodgau.08.05.2012 – ( KOD )
 
Vorweg
Ich werde in diesem Artikel keine Namen nennen, die nicht auf dem Schild vor der Eingangstür zum Verhandlungsraum aufgeführt sind. Aus den Lebensläufen heraus wäre sicherlich auch Interessantes zu berichten. Aber bedingt durch die Tonqualität im Zuschauerraum könnte etwas Falsches wiedergegeben werden.
 

1. Verhandlungstag vor dem Landgericht (LG) Frankfurt. Direkt aus dem Gericht.
 

1. Verhandlungstag. Prozessbeginn Burat
Prozessbeginn Burat

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Weitere Termine werden benötigt.
4.6.2012 11.30 h (Neu)
6.6.2012 9.30 h
13.6.2012 9.30 h Termin gestrichen.
18.6.2012 9.30 h (Neu. Anfangszeit unter Vorbehalt)
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Auf der Bank Michael Burat und Frau Katarina D.
Presse 2 Kamerateams (Stern TV und SAT1). Bei SAT1 Regional. Heute um 17.30
6 Besucher 🙁

Verlesen der Anklageschrift
Verlesen der Zeugen. Jeweils für die betreffende Webseite
Zurzeit sind wir bei ca. 700.

Ich zähle nicht mehr mit. Es sind bestimmt mehr als 2.500 geworden
Es geht um die Jahre 2006, 2007 und 2008

Sitzungsunterbrechung 11.40
Fortsetzung 11.55

Ich bekomme ein ungutes Gefühl.
Der Vortrag des Richters wird durch häufiges, zustimmendes Kopfnicken der Verteidiger begleitet.

M. Burat zu seiner Person und zur Sache.
M. Burat erwähnt mehrfach – seine Webauftritte wurden von anerkannten Anwälten begutachtet und als unbedenklich eingestuft.
 
Um zu beurteilen, welchen Wert man diesen Attesten zukommen lässt, muss man diese lesen. Die Frage ist: „Wurden die Webseiten auch so geprüft wie ein Endanwender diese zu sehen bekommt?“ Thema Landing-Page. Alles was man dazu schreiben könnte wäre Spekulation.
 
Auch die Inkassotätigkeiten durch K.G. wurde durch ein Gutachten als rechtlich vollkommen in Ordnung befunden.
 
Es wurden auch die Namen der Gutachter genannt. Laut Herrn Burat alles anerkannte Kapazitäten auf ihrem Gebiet. Namen kann ich keine nennen. Wie oben erwähnt „Die im Zuschauerraum befindliche Lautsprecheranlage hat keinen guten Klang.“
 
Insgesamt ein sehr guter Vortrag von M. Burat. Ob Herr Burat den vorgetragenen Text selber geschrieben hat? Oder hatte da ein Anwalt die Finger im Spiel?
 
..Guter Vortrag…Wieso ich das schreibe? Der Vortrag war auch gut. Ob man allerdings seinen Ausführungen Glauben schenken kann? Zurzeit kann das weder Staatsanwalt, Richter, Verteidiger oder ein kleiner Blogger sagen.
Ich habe da meinen Zweifel (…seinen Ausführungen Glauben schenken…).
 
Seine Behauptungen (die Unbedenklichkeit seiner Webseiten) kann er wahrscheinlich durch entsprechende Atteste belegen
Michael Burat als Fazit
Ich habe keinen betrogen und das lag auch nicht in meiner Absicht.

Katarina D. (Geschäftsführerin)
zur eigenen Person.
Zur Sache.
Ende 12.45

Nach der Sitzung aufgefangenen.
Staatsanwalt: Was hier verhandelt wird kann mit einer Höchststrafe von 4 Jahren bestraft werden.
Verteidiger: Es kann nur einen Freispruch geben.

Im Zusammenhang auf die von H. Burat in Auftrag gegebene Gutachten wurde „unverschuldeter Verbotsirrtum“ erwähnt.
§ 17 StGB lautet:

„Fehlt dem Täter bei Begehung der Tat die Einsicht, Unrecht zu tun, so handelt er ohne Schuld, wenn er diesen Irrtum nicht vermeiden konnte. Konnte der Täter den Irrtum vermeiden, so kann die Strafe nach § 49 Abs. 1 StGB gemildert werden.“ Quelle: Wikipedia

 
Am 10.05.2011 werden die betroffenen Webseiten im Gerichtssaal präsentiert. Ich hoffe innigst darauf, dass die Richter die Methodik der Abzockfallen erkennen und diese als Betrug würdigen.
 
Lesen Sie: Betrug: Vorliegen einer konkludenten Täuschung durch Webseitenbetreiber über die Entgeltlichkeit seines Angebots
 
fr-online
Nichts Wertvolles. Nur Populismus. Ein Link zu einem Artikel bei fr-online.
 

2. Verhandlungstag Prozess LG Frankfurt. Burat, Katharina D.
3. Verhandlungstag Prozess LG Frankfurt. Burat, Katharina D.
5. Verhandlungstag Prozess LG Frankfurt. Burat, Katharina D.
6. Verhandlungstag Prozess LG Frankfurt. Burat, Katharina D.
7. Verhandlungstag Prozess LG Frankfurt. Burat, Katharina D.
8. Verhandlungstag Prozess LG Frankfurt. Burat, Katharina D.
9. Verhandlungstag Prozess LG Frankfurt. Burat
10. Verhandlungstag Prozess LG Frankfurt. Burat
11. Verhandlungstag URTEILProzess LG Frankfurt. Burat
Interview mit Michael Burat.

 
Zum Prozess vor dem LG Etwas zur Bildschirmauflösung und scrollen
Weiteres zur Verschleierung von Informationen Bildschimauflösung & Co
 
Filmbericht von SAT1
Den Filmbericht von SAT1 hat Konsumer.info auf seiner Webseite bereitgestellt.
 
 
OLG Frankfurt. 1. Strafsenat
 

8 Replies to “
Prozess LG Frankfurt.
M. Burat, Katharina D.”

  1. Natürlich haben RAe die Seiten, ebenso wie die Inkassotätigkeit auf die juristische Machbarkeit überprüft. Ist ja logisch, dass sie es in der Hinsicht getan haben, wie lange es gerade noch strafrechtlich nicht relevant ist, die Kostenpflicht zu verschleiern. Hier wurde ja jede Arithmetik vom Angebot bis zum Kundenwunsch einen Vertrag abschließen zu wollen, auf den Kopf gestellt.

  2. „Am 10.05.2011 werden die betroffenen Webseiten im Gerichtssaal präsentiert.“

    Ob man auch routenplaner.de zeigt und wie sich der kostenlose von ViaMichelin öffnet(e), was Burat in einem TV-Bericht selber „vorgeführt“ hatte?

    Video: http://www.youtube.com/watch?v=nyETs259oOw

    admin
    Zum Routenplaner hat Michael Burat gesagt:
    (Aus dem Gedächtnis)
    …unsere Webseiten wedrtvolle Inhalte angeboten. Darunter ein Routenplaner. Der Beste den es seinerzeit gab….
    Verschwiegen wurde, es gab nur einen Link dorthin. Es war KEIN eigener Routenplaner.

  3. zusätzlich gibt es Beweise, dass die im versteckten Kleingedruckten aufgelistete Zahlungsverpflichtung, stundenweise und vor allem nachts ABGESCHALTET wurde! Davon gibt es screenshots und Filmaufnahmen!!

  4. Naja, das mit den Gutachten ist sicherlich interessant. Wenn mich Herr Burat damit beauftragt hätte, seine WEBSITE auf eine Strafbarkeit hin zu überprüfen, wäre ich vllt. auch zu dem Ergebnis gekommen, dass die nicht strafbar ist. Es geht aber nicht nur um die Seite, sondern um das gesamte Verhalten! Die wahre (und für einen Betrug notwendige) Täuschung liegt doch nicht in der Website sondern in der bewußt wahrheitswidrigen Behauptung, es bestünde eine Forderung gegenüber den Kunden und die Durchsetzung derselben mittels Inkasso etc. obwohl H.Burat WUSSTE, dass er diese Forderungen rechtlich keinen Bestand haben. Und genau DAS ist es, was die Staatsanwaltschaft (auch) beweisen muss und nicht nur die Aufmachung der Website. Das Zusammenspiel dieser beiden Punkte Website+Verhalten gibt für mich die Strafbarkeit her. Ist für ein Gericht nicht leicht zu begründen, aber möglich und geboten!

    nanoc

    Admin
    >> Das Zusammenspiel dieser beiden Punkte Website+Verhalten

    Exact! Das ist der Punkt!
    Morgen gibt es da evtl. mehr zu. Da wird die Staatsanwaltschaft wohl etwas über den Aufbau und das Zusammenspiel zu sagen haben. Und das dürfte dann auch die weiteren Verhandlungstage maßgeblich bestimmen. Zum Staatsanwalt dann morgen mehr.

  5. Ich möchte das Geschriebene nicht weiter kommentieren. Damit jeder sich jeder persönlich von den hochwertigen Prämienprodukten wie zB. bei outlets.de überzeugen kann gebe ich die Zugangsdaten bekannt:
    Outlets.de
    Benutzername: mburat@trash-mail.com
    Passwort: GVTPTKdY

    Admin
    Den Kommentar habe ich zunächst bei beluga9.org abgegeben.
    Ich bin jetzt davon überzeugt es ist NICHT Michael Burat.
    Michael Burat würde nicht Prämienprodukten schreiben. Er würde schreiben Premiumprodukte.

    Wenn das wirklich Michael Burat war dazu folgendes.

    Die Webseiten an sich will ich ja nicht kritisieren. Wie schon Staatsanwältin Becker-Toussaint sagte: “Ob die Seiten wertvoll sind oder nicht ist egal. ”

    Sie sind sehr stolz auf Ihre Premiumprodukte.
    Warum, warum haben Sie Herr Burat nicht ganz einfach die Kostenpflicht in den Anmeldebutton geschrieben? Sie haben doch durch die vielen Strafanzeigen mitbekommen müssen das viele Nutzer Ihren geschickt angebrachten Preishinweis nicht sehen.

    Sie Herr Burat haben doch betont KEINEN betrügen zu wollen.
    Warum hat es Jahre gedauert bis der Preishinweis an eine andere Stelle gewandert ist und danach die Bildschirmauflösung eine untergeordnete Rolle spielt.

    Preisangabe evtl. zusätzlich (zum Button) mit dem Häkchen wie bei den AGBs. Wenn dann einer sagt er hat den Preishinweis nicht gesehen, dann ist er wirklich selber schuld.

    Sie hätten sich einerseits sehr viel Ärger erspart aber auf der anderen Seite wohl sehr wenig Geld verdient. Das war Ihnen doch KLAR. Oder?

    Herr Burat sind Sie doch einmal ehrlich. Wenn Sie nicht mit diesen Seiten Geld verdienen würden, würden Sie sich bei einem Ihrer Dienste anmelden?

    Natürlich kann keiner darauf eine Antwort erwarten.

  6. Den Artikel von fr-online.de hat Burat anscheinend löschen lassen. Hast Du diesen eventuell im Ganzen?

    Admin
    Ich habe den Artikel gelesen und fand den ganz scheußlich. Ich habe den nicht für Wertvoll gehalten. Jetzt wäre ich allerdings froh den nochmal lesen zu können. Evtl. könnte man dann erkennen warum dieser verschwunden ist.

  7. Wichtig ist auch, dass Burat ja schonmal von Frankfurt abgemahnt wurde, für die alte Version der Website outlets.de. Danach aber trotzdem für diese alte Version (versteckte Preisangabe), noch über die „Deutsche Zentral Inkasso Geld“ forderte!

    Das ist ganz wichtig!