7. Verhandlungstag. 24.05.2012
M. Burat, Katharina D.

7. Verhandlungstag 24.05.2012 Prozess LG Frankfurt. M. Burat, Katharina D. Es geht um Abofallen. Michael Burat vor Gericht. Firma aus dem Rodgau24.05.2012 – ( KOD )
Beginn: 10.55
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Heute wurden keine Zeugen vernommen. Es waren scheinbar Zeugen geladen, die sind aber nicht erschienen.
 
Zu erzählen gibt es viel von diesem Verhandlungstag. Zu schreiben allerdings sehr wenig.
 
Fragen durch den Richter an Hern Burat wurden nicht beantwortet. Herr Burat brauchte auch nicht zu antworten.
 
Zu den Gutachtern. Vom Rechtsanwalt des Angeklagten wurde immer wieder (sinngemäß) betont: „Die Gutachten sind von anerkannten Kapazitäten für das jeweiligen Sachgebiet erstellt worden.“
 
Bildschirmauflösung war wieder ein Thema. Es wurden dazu Gutachten zitiert, die für den zur Verhandlung stehenden Zeitraum die Standardauflösung mit 1024 x 768 definieren.
 
» War jetzt der Preishinweis zu sehen?
» Musste der Nutzer scrollen?
» Scrollen ist für die Verteidigung kein Nachteil.
 
Es sind evtl. nicht alle Angaben auf dem Bildschirm zu sehen. Evtl. auch nicht der Registrierungsbutton. Der Anwender muss dann scrollen. Dieser wird es wohl kaum schaffen, so genau zu scrollen, um den Preishinweis nicht zu sehen. So die Verteidigung.
 
Da man es nicht schaffen wird, die Browsereinstellung der Nutzer als Webseitenersteller zu erkennen, wird es auch nicht möglich sein (auch bei gebotener Sorgfalt) alle Informationen (in diesem Fall die Preisinformation) auf einer Seite darzustellen. Die Verteidigung beschrieb das so: „Wenn das in Papierform wäre, müssten sie um alles zu sehen, auch umblättern.“
 
Dadurch wird ein scrollen erforderlich und dann kommt auch, wenn weit genug gescrollt wird, der Preishinweis.
 
Der Bildschirm-Bereich, der die Webseiten anzeigen soll, wird noch durch andere Umstände verkleinert. Oberhalb der eigentlich angeforderten Webseite sind (viele) Zeilen (Statuszeileen etc.) der Browsereinstellung des Nutzers untergebracht. Evtl. auch zusätzlich unten.
 
Aus den Gutachten konnte man erkennen, dass bei der gängigen Auflösung und den vorgenannten Umständen der Preishinweis nicht (nicht unbedingt) ohne scrollen sichtbar ist. Und ob man mit scrollen auf den Preishinweis kommt? Das ist fast ein Glücksspiel.
 
Warum die Beklagten die Preise nicht oben auf der Webseite angebracht haben, müssen Sie diese fragen. Scheinbar ist das für den Prozess nicht von Interesse.
 
Der Richter hat dann angefangen Kontoverbindungen vorzulesen. Geschäftlich und Privat. Geschäftlich für die verschiedensten Firmen von H. Burat. Hätte ich vorher gewusst, was da jetzt kommen wird, hätte ich den Startzeitpunkt festgehalten. Es wurde für mich eine gefühlte Stunde. (§256 StPO)
 
Morgen wird der Richter bekannt geben, wie es weiter geht.
 
Ende: ca. 14.30
 
Siehe: Routenplaner der Firma Webtains GF. Michael Burat
 

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