Hessen belohnt Kommunen, die keine Kassenkredite in Anspruch genommen haben.

Es gab einmal Zeiten, da nannten einige Rödermark auch:
„Eine griechische Kommune in Hessen.“

Rödermark hat alles richtig gemacht. Wir haben alles richtig gemacht
Stimmt das wirklich?

Das Investitionsprogramm der Hessenkasse ist bundesweit eine Ausnahme – und ein großes Erfolgsmodell. Kommunen, die in der Vergangenheit ohne Kassenkredite auskamen, werden gezielt belohnt. Sie haben nicht selten auf Investitionen verzichtet, um neue Schulden zu vermeiden. Daher erhalten sie von uns entsprechende Unterstützung.

https://hessen.de/presse/weitere-12-neue-projekte-werden-durch-investitionsprogramm-gefoerdert

Rödermark gehört nicht zu diesen Kommunen.
Rödermark gehört zu den Kommunen, die über die Hessenkasse erheblich von Kassenkrediten entlastet wurden.
Rund 27,9 Millionen Euro Kassenkredite wurden über die Hessenkasse abgelöst.

Im Gegenzug muss Rödermark einen Teil davon selbst
zurückzahlen. Ca. 13,9 Millionen Euro, die Hälfte der Entlastung durch die Hessenkasse, über einen Zeitraum von gut 20 Jahren. Wegen Stundung wahrscheinlich länger. Jährlich ca. 750.000 €
Das ist kein Geschenk ohne Gegenleistung.
Also in etwa 75 Prozentpunkten Grundsteuer B.

Erst werden hohe Kassenkredite aufgenommen.
Dann übernimmt das Land einen erheblichen Teil davon. Und wenige Jahre später reichen die finanziellen Mittel offenbar nicht einmal mehr aus, um die vereinbarten jährlichen Beiträge zuverlässig zu leisten.

Im HaushaltsPLANENTWURF 2026 wird eine Stundung
der Hessenkassenrate thematisiert.
Die Stundung der Hessenkassenbeiträge bleibt auch für 2026 unbürokratisch gestaltet und schafft Entlastung.
Quelle
Was ist in 2027? Wird man 2027 wieder rund 750.000,00 € zahlen müssen?

Demgegenüber wirkt die oben
erwähnte Belohnung für besonders sparsame Kommunen, rund 1,9 Millionen Euro für zwölf Projekte, geradezu wie Kleingeld.

Alles unter Schwarz/Grün. Alles richtig gemacht?
Oder vielleicht doch nicht?
Im vorliegenden, aber noch nicht beschlossenen Haushaltssicherungskonzept wird eine Entwicklung der Verschuldung beschrieben, die bis 2030 in Richtung 90 bis 100 Millionen Euro gehen könnte.
Ich lasse mich aber gerne belehren.

Eines ist sicher:
Die Hessenkasse und auch der Schutzschirm 2013 haben Rödermark erheblich entlastet. Aber eine dauerhafte Lösung für strukturell unausgeglichene Haushalte ist sie nicht. Daran muss der Bürgermeister und Städrätin noch intensiv arbeiten.
Evtl. auch einmal die Bürger informierten, wie es weitergeht mit Rödermark.
Aber bitte nicht auf einer Sofatour.

Entschuldung. Rödermark ist dabei.
2013 12,2 Mio. || 2019 27,9 Mio.
Und trotzdem stehen wir heute wieder vor erheblichen finanziellen Problemen.
Wir haben alles richtig gemacht.
Oder vielleicht sollte man genau darüber noch einmal reden.

Übrigens,
Mir ist nicht bekannt, dass eine der im o.g. Artikel genannten sparsamen Kommunen daran denkt, das Land zu verklagen.

Siehe auch
» Aufgaben des Präsidenten der Konnexitätskommission

6 Antworten auf „Hessen belohnt Kommunen, die keine Kassenkredite in Anspruch genommen haben.“

  1. Vielleicht ist es einfach so, dass der Herr Bürgermeister nicht in der Lage ist, Fehler einzusehen, und sie dann wenigstens zu beheben, wenn schon nicht öffentlich zuzugeben. Gute Führungskräfte haben ein offenes Ohr für die Klagen anderer und lassen sich beraten. Ist ja nicht so, dass die Unzufriedenheit mit der Politik in Rödermark nicht seit bereits mindestens 10 Jahren stetig anwächst. Da war genug Zeit gewesen, zuzuhören, alle Interessen abzuwägen, sich beraten zu lassen, und dann ein Konzept zu erstellen, wie Rödermarks Wirtschaftslage verbessert werden kann, so dass sich Ansiedlung von Gewerbe und Leistung lohnt. Wie andere Kommentatoren in diesem Blog ja schon bereits gefordert haben: es braucht ein neues, ein gutes Management für die Stadt Rödermark.


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  2. Der Kommentar wurde vom @admin bearbeitet.
    Sollte diese Überarbeitung dem Kommentator nicht gefallen, dann eine kurze Nachricht und ich werde das hier entfernen.

    ####### Kommentar ################
    Alles richtig, was Marvin Falz schreibt. Allerdings halte ich die Maßstäbe, die er an den Hauptakteur anlegt, für zu hoch.

    Meiner Meinung nach ist Überforderung das größte Problem unseres Bürgermeisters. Aus meiner Sicht fehlen ihm die notwendigen Managementfähigkeiten. Nach dem, was ich bisher erlebt habe, habe ich zudem Zweifel daran, ob betriebswirtschaftliche Grundlagen ausreichend vorhanden sind.


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  3. Bürgermeisterin und Stadträtin völlig kritikunfähig.


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  4. Weiß eigentlich jemand warum alle Blitzer weg sind ?
    An Admin, wissen Sie da was ?
    Hier wird gebrettert ohne Ende


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  5. Auf Weisung der zuständigen HöMS (Hessische Hochschule für öffentliches Management und Sicherheit) wurden veraltete und nicht mehr in Betrieb befindliche stationäre Blitzeranlagen an insgesamt acht Standorten abgebaut.
    Ersatz in Form moderner Tempo-Messgeräte wird etappenweise Einzug halten. Eine Reaktivierung des Messpunktes an der Hauptstraße in Waldacker ist bereits beschlossene Sache. Weitere fest installierte Blitzer sollen folgen, um Verkehrsdisziplin letztendlich nicht nur einzufordern, sondern Verstöße auch mit Bußgeldstrafen zu sanktionieren.
    So teilt die Stadt in einer Pressemitteilung vom 4. August mit.

    Schon sehr interessant dieses Statement, denn was bisher mit, Zitat „hoher Regeltreue“ stets verneint wurde, soll auf einmal notwendig sein, um die von uns seit Jahren geforderte Verkehrsdisziplin einzufordern; von bisher stets in den Vordergrund geschobenen rechtlichen Hürden ist plötzlich keine Rede mehr – na ja, schau’n wir mal.


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  6. Wenn das stimmt mit den Blitzern, dann wäre das ja mal eine Verbesserung. 🙂


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