Leserbrief. Nicht kneifen (nicht nur) bei Hitze…

Nicht kneifen (nicht nur) bei Hitze…

Werter „anonymer Orwischer“, urlaubsbedingt kommt meine Antwort zu Ihrem Soloauftritt beim Bürgermeister-Dialog in der Kelterscheune Mitte Juli leider etwas später. Wie in der PM der Stadt und im Heimatblatt vom 17. Juli zu lesen war, stellten Sie dort die berechtigte Frage, warum in der Rodaustraße kein Tempo-30 angeordnet wird.

Die seit Jahren bekannten, ablehnenden Argumente des Bürgermeisters, warum dies als, Zitat „rechtlich nicht wasserdicht“, verworfen worden sei, brauche ich nicht zu wiederholen.

Wie bereits vielfach beschrieben, obliegt es der städtischen Straßenverkehrsbehörde („Ordnungsamt“) seit Änderung der StVO in 2024 (!), innerörtlich Geschwindigkeitsbeschränkungen, so z.B. Tempo-30, unter bestimmten Voraussetzungen selbständig auf Orts- , aber auch Landstraßen anzuordnen (§ 45 Abs. 9 StVO).

Entlang der Rodaustraße existieren mit den Spielplätzen Bruchwiesenstraße, Spielplatz am Stadtpark/Entenweiher, dem Johanniter-Mini-Kiga und der Sozialeinrichtung Seniorenhilfe Im Mühlengrund allein vier Objekte, die explizit als Örtlichkeiten für mögliches Tempo-30 genannt sind.

Der geforderte unmittelbare Bereich ist m.E. genauso erfüllt, wie die Tatsache, das in den Nahbereichen dieser Einrichtungen ein „….starker Ziel- und Quellverkehr aller Verkehrsarten mit seinen kritischen Begleiterscheinungen“ gegeben ist. Sogenannte qualifizierte Gefahrenlagen oder eine bestimmte Unfallhäufigkeit sind nicht erforderlich; auch die vorhandene Fußgängerampel spricht grundsätzlich nicht dagegen.

Bei zig tausend Fahrzeugen am Tag, darunter ca. 200 Schwer-LKW, wären infolge der erheblichen Straßenschäden u.a. auch über Begründungen aus dem Bereich Lärmschutz für die geplagten Anwohner nachzudenken, wie das z.B. in der Nieder-Röder-Str. der Fall war.

Werter „anonymer Orwischer“, in der PM der Stadt steht ferner zu lesen, dass eine Stellungnahme der Stadt dazu wenige Tage später per Mail verschickt werde. Ich wäre Ihnen sehr verbunden, wenn Sie mir diese zukommen lassen könnten (e-mail: L3097@t-online.de). Letztendlich würde es bestimmt viele interessieren, was plötzlich auf der Ober-Rodener-Str. geht, was auf der Rodaustr. nicht gehen soll. Vielen Dank dafür.

Norbert Kern
BIVER – OG Ober-Roden

2 Antworten auf „Leserbrief. Nicht kneifen (nicht nur) bei Hitze…“

  1. Frage:
    Gefühlt widerspricht sich doch unser BM wiederholt. Fehlt Ihm doch meiner Meinung nach, wie bei der Vielzahl der Themen, eine fachliche Qualifikation. Von fachspezifischer Ausbildung, die es zur Bewertung benötigt, kann man garnicht reden.
    Die Stadt verfügt ja mittlerweile, mit
    Herrn A. Wahlich, Leiter des Ordnungsamtes über einen wirklichen Spezialisten.
    Ist es nicht vernünftig, wenn er ausschließlich die Kommunikation zu Verkehrsspezifischen Themen übernimmt?
    Zumal, Herr Wahlich könnte sich mit BiVer auf Augenhöhe unterhalten.
    Sicher könnte unser BM ebenfalls von diesen Dialogen partizipieren, sofern er sich mal nicht einmischt und die Spezialisten ihre Arbeit machen lässt.
    Man merkt doch schon die ersten Fußspuren der Arbeit durch Herrn Wahlich, in fachlicher als auch kommunikativer Hinsicht. Bürgernah eben.


    Hinweis: Kommentare spiegeln die Meinung der Verfasser wider. Bitte respektvoll und themenbezogen schreiben. Tatsachenbehauptungen sollten überprüfbar sein; Unbestätigtes bitte als Spekulation kennzeichnen. Beleidigungen, Diskriminierung, Spam oder Verstöße gegen Urheberrechte werden gelöscht. Problematische Inhalte melden an: Info@rm-news.de

  2. Mich nervt vor allem, dass man uns im Rathaus zunächst erzählt, man sei für ein neues Tempolimit und anschließend plötzlich behauptet, dieses sei rechtlich nicht „wasserdicht“ umsetzbar.

    Natürlich geben die gesetzlichen Regelungen entsprechende Möglichkeiten her. Gerade nachts besteht im Rahmen des vorhandenen Ermessensspielraums Handlungsmöglichkeit. Es geht schließlich um Gefahrenabwehr und Verkehrssicherheit – nicht um irgendwelche Wunschmaßnahmen.

    Wir haben es deshalb nicht nötig, uns eine Woche vor der Bürgermeisterwahl mit Versprechungen abspeisen zu lassen, die anschließend offenbar nichts mehr wert sind.

    Für die Mainzer Straße, Hanauer Straße und Nieder-Röder-Straße wurde in unserem Beisein ein neues Tempolimit angeordnet. Bis heute ist davon vor Ort nichts umgesetzt. Warum eigentlich?

    Und dann sind da noch die Blitzer: Seit über sieben Jahren hören wir, dass neue Anlagen „bald“ kommen. Wo stecken die eigentlich? Und vor allem: Wo wird jetzt abends regelmäßig kontrolliert, nachdem die bisherigen festen Blitzer abgebaut werden mussten?

    Auch beim versetzten Parken sehen wir kaum Fortschritte. Was in den Nachbarstädten möglich ist, scheint nur in Rödermark plötzlich nicht umsetzbar zu sein. Gerade der neue Schulwegeplan in für Dieburger und Frankfurter Straße sollte dafür sorgen, dass Gehwege nicht mehr mit parkenden Fahrzeugen zugestellt sind. Es ist genügend Platz, um Parkplätze auf der Fahrbahn zu markieren.
    Wir brauchen hier keine abendlichen Rennstrecken.

    So entsteht kein Vertrauen. Verkehrssicherheit darf nicht von Wahlterminen, Ausreden oder ständig neuen Verzögerungen abhängen. Wir erwarten endlich konkrete Maßnahmen – und zwar nicht irgendwann, sondern jetzt.


    Hinweis: Kommentare spiegeln die Meinung der Verfasser wider. Bitte respektvoll und themenbezogen schreiben. Tatsachenbehauptungen sollten überprüfbar sein; Unbestätigtes bitte als Spekulation kennzeichnen. Beleidigungen, Diskriminierung, Spam oder Verstöße gegen Urheberrechte werden gelöscht. Problematische Inhalte melden an: Info@rm-news.de

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert