Populismus. Vielfach dann genutzt, wenn man keine Argumente mehr hat aber etwas intelligentes sagen will.

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Rödermark. EDEKA, Max-Planck-Straße11.05.2018 – ( KOD )

 

EDEKA auf der Max-Planck-Straße
Populismus. Ein meiner Meinung stark überstrapaziertes Wort. Wird gerne gebraucht, wenn man mit Argumenten nicht mehr weiterkommt.
Was ist verkehrt daran, wenn sich eine Fraktion mit aller Kraft dafür einsetzt, dass ein wohl subjektiver empfundener Wille vieler Bürger (wohl auch der Mehrzahl) „wir wollen einen EDEKA-Markt in Ober-Roden haben“, umgesetzt werden soll. Ein solcher Einsatz für die Bürger hat bestimmt nicht das Prädikat „Populismus“ verdient. So kann man es aber dem Neuen Heimatblatt entnehmen. „.. laut erstem Stadtrat Jörg Rotter eine populistische Forderung“ und weiter „denn man müsste wissen, dass dies dort nicht möglich ist„. Dies fiel auf der Stadtverordnetenversammlung am 2.09.2018 und nachzulesen im Heimatblatt. Diese Aussage von Herrn Rotter ist kein Dogma.
Bei der gleichen Sitzung wurde von der SPD eine Tiefgarage gefordert und der dann nicht benötigte Parkplatz soll für Wohnbebauung zur Verfügung gestellt werden. Da kam von Herrn Rotter nichts. Obwohl es weitaus schwieriger bis unmöglich sein dürfte, in einem Gewerbegebiet Wohnbebauung (SPD) zu ermöglichen als einen Gewerbetrieb (EDEKA) die Ansiedlung zu erlauben (FDP).

Der SPD-Antrag wurde von der Koalition wohlwollend aufgenommen. Warum wohl? Weil genau dieser Antrag der SPD eine Ansiedlung eines EDKA-Marktes in das Reich der Utopie verschiebt. Wie will man eine Wohnbebauung hinbekommen, wenn man schon Schwierigkeiten sieht, in einem Gewerbegebiet einen Gewerbebetrieb zu ermöglichen? Dürfte evtl. mal ein weiteres und starkes Argument gegen einen EDEKA-Markt werden und der Koalition, dem Bürgermeister und Ersten Stadtrat gefallen.

Einzelhandelskonzept die Zweite.
[..] schließlich habe man für das Einzelhandelskonzept zigtausende Euro ausgegeben[..]
Das von der SPD erwähnte teure Einzelhandelskonzept ist eine Fortschreibung. Hier die erste Fassung. Einfach einmal durchlesen und abprüfen, was von dem Konzept 2009 zur Rettung der Innenstadt und des Einzelhandels umgesetzt wurde. Dann schätzen Sie einmal ab, wie man die Aussagen vom neuen Einzelhandelskonzept zum EDEKA werten muss. Für einen EDEKA, genau an diesem Standort, ist genug Futter vorhanden. Auch wenn sich in Ober-Roden noch ein REWE ansiedeln wird. Kapellenstraße wäre der Wunsch vieler Bürger oder der von der Koalition bevorzugte Standort Mainzer Straße.
Ein vernünftiges Einzelhandelskonzept finden Sie hier.

Was war mit Rossmann? Die Koalition und auch der Bürgermeister haben sich vehement versucht, eine Ansiedlung vom Rossmann in Ober-Roden zu verhindern. Jetzt ist der da. War das Populismus der pro Rossmann getakteten Fraktionen? Nein zuerst knickte auf Druck der Öffentlichkeit die CDU ein und dann auch der Bürgermeister. Nix Populismus Herr Rotter. Das nennt man „sich für den (subjektiv entstandenen) Bürgerwillen einsetzen.“

Und dann zu dem „dass dies dort nicht möglich ist (EDEKA, Max-Planck-Straüe)“. Was wurde nicht alles möglich? Wohnunterkünfte in einem Gewerbegebiet. Firmen wurden kurzfristige Kündigungen ausgesprochen und ausgelagert. Geschehen auf der Maybachstraße. Da sieht man was alles geht. Man muss nur wollen.

Zitate in kursiv. Quelle Heimatblatt
 

Max-Planck-Straße 09.05.2018 12_45h
Max-Planck-Straße 09.05.2018 12:45h

 
Siehe auch
» Pressemeldung der SPD
» Verkehrschaos auf der Max-Plank-Straße
» Pers. Meinung zur Diskussion um einen Edeka-Markt in Rödermark
» CDU zum EDEKA
» Die Grünen zum EDEKA. Komplizierte Situationen!
 
Zusammenfassung ALDI, Rossmann, REWE, EDEKA in Ober-Roden. Einzelhandelskonzepte
 

Die ganze Diskussion erübrigt sich, wenn im geheimen Kämmerlein ein Plan geschmiedet werden sollte, der da heißt: „Kapellenstraße und Mainzer Straße jeweils ein neuer Verbrauchermarkt“. Auch dieses Gerücht wird durch den Ort getrieben.

One Reply to “
Populismus. Vielfach dann genutzt, wenn man keine Argumente mehr hat aber etwas intelligentes sagen will.”

  1. Dem Heimatblatt vom 10.05. entnehme ich, dass Edeka aufgenommen werden soll mit der Auflage Wohnungen drüber und eine Tiefgarage darunter zu bauen. Gleiche oder ähnliche Konzepte sind in einigen deutschen Großstädten geplant. Okay.

    Ich finde aber das Argument, dass eingeschossige Supermärkte vor allem verschwendeter Platz seien irgendwie schwachsinnig. Was soll man denn dann von einem Wochenmarkt halten, für den extra der Verkehr umgeleitet wird? Müßte dann nicht eigentlich eine Tiefgarage unter den Rathausplatz gebaut werden und Wohnungen oben drüber?

    Im Allgemeinen dürfte ein Vollsortimenter, der sechs Tage die Woche geöffnet hat vor allem eines schaffen, nämlich die Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln und mehr. Das zu Preisen, die auch für die sozial Schwachen (darunter auch die Flüchtlinge) erschwinglich sind. Ein Wochenmarkt, der aus preislicher Sicht wohl eher Luxus ist, und der nur einen Bruchteil der Waren des täglichen Lebens anbietet, der schafft das nicht.

    Im Speziellen ist der Platz, auf den der Edeka hin soll, momentan eher verschwendet, weil seine Fläche nicht komplett genutzt wird.

    Naja, vielleicht ist „eingeschossige Supermärkte sind vor allem verschwendeter Platz“ auch einfach nur eine schlechte Formulierung des Argumentes, dass man mit einer Kombination aus Supermarkt, Tiefgarage und Wohnungen auf drei übereinanderliegenden Ebenen Platz sparen kann.

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