3 Replies to “Urban Gardening. Essbare Stadt.”

  1. Ich habe von Urban Gardening/Farming nur gelesen. Gibt man die Suchbegriffe „stadt zukunft urban anbau vertikal“ in eine Bildersuche ein, kommen dabei imposante Bilder von Zukunftsstädten heraus, in denen sowohl öffentliche Plätze, wie auch die Hochhäuser überall begrünt sind. (Einzelfamilienhäuser scheint es in solchen Zukunftsvisionen nicht mehr zu geben.) Ein Schlüsselargument ist, dass zuwenig Platz außerhalb von Städten ist, um genug Anbau leisten zu können. Wie kann das sein, wenn man Berechnungen zugrundelegt, die besagen, dass die gesamte Menschheit (Stand: 6,9 Milliarden) bei einer Siedlungsdichte wie in Paris bequem in den US-Bundesstaat Texas passen würde? Da bliebe doch eigentlich eine riesige Fläche an Land übrig, die nicht Wald ist und die bebaut werden könnte. Ich glaube, der Grund liegt in Vorhaben wie die des Wildland Networks in den Staaten. Die wollen das Wildleben erhalten, in dem Mensch und Natur voneinander abgegrenzt werden. Das soll so aussehen, dass Wildreservate von Urbanen Zonen unterschieden werden. Die Menschen sollen keinen Zugang zu den Wildreservaten haben, sondern bekommen einen Platz in den Urbanen Zonen, den Megaregionen (bei uns z.B. das Rhein-Main-Gebiet), in denen vor allem Hochhäuser stehen sollen. Ungefähr so wie der EDEKA, der „vor allem Platz verschwendet“ (Samuel Diekmann) und deshalb unter dem Verkaufsraum die Parkplätze haben soll und darüber Wohnraum, nur eben ins Gigantische vergrößert.

    Meine Vermutung ist nicht an den Haaren herbeigezogen, denn natürlich handelt es sich bei diesen Vorhaben um Agenda 21/2030-Visionen und das heißt, dass es ein deutsches und/oder ein europäisches Äquivalent geben muß, neben den Naturschutzbehörden versteht sich. Übrigens, da „Nachhaltigkeit“ nun als Staatsziel in die Hessische Verfassung aufgenommen worden ist, ist der rechtliche Hebel, die Agenda 21/2030-Visionen umzusetzen länger geworden. Interessanter Zufall, dass genau jetzt die Stadt Rodgau ein Naturschutzgebiet einrichten will und Herr Diekmann das Urban Gardening/Farming im Rahmen des BUSE vorstellt.

  2. Interessant. Das Konzept Wildreservate einzurichten und von den menschlichen Habitaten abzugrenzen ist auch schon mal in der Print-FAZ von einem Umweltaktivisten gefordert worden. Das ist auch schon ein paar Jahre her. Blöderweise finde ich den Artikel nicht mehr.

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