Rödermark sucht 200 Gastgeber

Rödermark sucht 200 Gastgeber
Rödermark sucht 200 Gastgeber

„Das ist eine Riesenaufgabe, die wir uns da vorgenommen haben“, leitet Bürgermeister Roland Kern ein, als er über das Festival „Kultur ohne Grenzen – Frieden und Freiheit in Europa“ spricht, das im nächsten Jahr vom 8. bis 10. März und vom 13. bis 16. Juni in Rödermark stattfinden wird. „Alle Partner- und Kooperationsstädte haben ihr Kommen und Mitwirken mittlerweile zugesagt. Wir sind überwältigt!“, ergänzen Koordinatorin Sylvia Baumer und Thomas Mörsdorf, Leiter des Bürgermeisterbüros. Konkret heißt das: Vom 8. bis 10. März kommen Gäste aus Bourgoin-Jallieu (Frankreich), Hekimhan (Türkei) und Saalfelden (Österreich) mit insgesamt 50 Personen. An dem verlängerten Juni-Wochenende werden gut 130 Bürgerinnen und Bürger aus Bodajk (Ungarn), Pleśna (Polen) Tramin (Italien) und Saalfelden erwartet. Weiter bei Rödermark.de

Feier im Palastzelt. Die Monsterfeier im letzten Amtsjahr von Bürgermeister Kern.
Alles korrekt?

Rödermark feiert im Palastzelt

Kann sich Rödermark überhaut eine derartige Feier leisten?
Kann sich Rödermark überhaut eine derartige Feier leisten?

Vorweg. Ich bin ein Freund von großartigen Feiern. Es mal so richtig krachen lassen mag ich. Man sollte aber nicht versuchen, mit den großen Hunden pissen zu gehen, wenn man das Bein nicht hochbekommt.

Es ist schon merkwürdig, was es da für Vorgänge in Rödermark gibt,
wenn es ums Geldausgeben geht. Geht es z.B darum, eine Kürzung der Vereinsförderung wieder zurückzunehmen, wird dieser Fall in der Stadtverordnetenversammlung ausführlich diskutiert. Es ging seinerzeit um einen Gesamtbetrag von 50.000,00 €, der ALLEN Vereinen der Stadt nach der Kürzung wieder zur Verfügung gestellt werden sollte. Über diese sinnvolle Rücknahme der Zuschusskürzung für Vereine wurde in der Stadtverordnetenversammlung diskutiert, beraten, abgestimmt und anschl. Pressemitteilungen erstellt.
Anm. man hat die Vereinsförderung im Haushalt 2017/2018 um 50.000,00 € gekürzt, weil man sparen musste.

Kommen wir zu den zwei Stadtfesten im letzten Amtsjahr von Bürgermeister Kern.
Ich habe im Bürgerinformationssystem der Stadt Rödermark vergeblich nach einem Stadtverordnetenbeschluss gesucht. Ist ein Stadtverordnetenbeschluss, der für die Bürger Ausgaben von über 100.000,00 € bedeuten könnten, nicht erforderlich? Kann der Magistrat, der in der Mehrzahl aus CDU/Grünen besteht, im Alleingang Ausgaben in Höhe von mehr als 100.000,00 (man spricht von 150.000,00 bis 200.000,00 € sogar vereinzelt bis 250.000,00€[nicht belastbar]) so einfach beschließen?

Genügt eine Erwähnung der – Feste im letzten Amtsjahr
von Bürgermeister Kern – in einem Stavo-Beschluss? Ist der Vorgang, so mit dem den Bürgern der Stadt anvertrauten Geld umzugehen, rechtlich haltbar? Haben die Stadtverordneten nicht die Verwaltung zu überwachen? Müssen die Stadtverordneten nicht genaue Informationen über Kosten und Risiken einer solch hohen Ausgabe erhalten und ihre Zustimmung erteilen? Kann man sich auf im Konjunktiv gehaltene Hinweise auf Fördergelder verlassen (man hofft Fördergelder zu erhalten)? Da wird ein Vorgang losgetreten, der im letzten Amtsjahr von Bürgermeister Kern dem Steuerzahler in Rödermark so richtig Geld kosten wird/kann.

Denken Sie daran, wenn wir ab 2019 höhere Grundsteuer B zahlen müssen.
Denken Sie daran, dass Rödermark wegen finanziellen Schwierigkeiten, schon über zwei Rettungsschirme auf die Hilfe von Dritten angewiesen sind, die helfen unsere Schulden zu bezahlen. Denken Sie bei der kommenden Bürgermeisterwahl daran, ob ein BM-Kandidat im Magistrat sitzt und evtl. dieser Monsterfeier fröhlich zugestimmt hat.

Es werden schon im Namen der Stadt Einladungen an Partnerstädte (und solche in Wartestellung) für die Feiern in zwei Ortsteilen der Stadt Rödermark im letzten Amtsjahr von Bürgermeister Kern ausgesprochen. Einladungen für eine Feier, die der Bürger in Rödermark zu zahlen hat und die Stadtverordnetenversammlung anscheinend nicht dazu gefragt wurde. Ist das so korrekt?

Stavo Beschluss vom 27.06.2017. Erwähnung eines Magistratsbeschluss.
Es werden weder Kosten genehmigt oder erwähnt. Interessant wäre es auch zu erfahren, was im Protokoll der Magistratssitzung zu den Kosten aufgeführt wird. Weiterhin wäre das Abstimmergebnis von herausragendem Bürgerinteresse.

[..]Die bestehenden Städtepartnerschaften werden ausgebaut und intensiviert. Hierzu wird auch Bezug genommen auf das Projekt „Kultur ohne #Grenzen – Internationales Fest der Kulturen“, wie es der Magistrat mit Beschluss vom 3. April 2017 befürwortet hat. Quelle: Bürgerinformationssystem
…. wie es der Magistrat befürwortet hat …..
 
Siehe auch
» Haushalt 2019. Ansehen – Nachdenken – Bewerten


Rödermark steht vollumfänglich zu seinen Städtepartnerschaften……

Rödermark. Städtepartnerschaft, Abschiedsfest12.05.2018 – ( KOD )

 

Rödermark steht vollumfänglich zu seinen Städtepartnerschaften…..
Bekräftigt wird dies durch ein repräsentatives Schild am Ortseingang. Das Schild zeigt voller Stolz den Menschen aus nah und fern, mit welchen europäischen Nachbarländern Rödermark enge Kontakte pflegt.

Rödermark und die Staedtepartnerschaft
Rödermark und die Staedtepartnerschaft

Nun ja, der Wille ist da. Man sollte die Farben der Länderflaggen ein wenig kräftiger darstellen. Auch Orts- und Ländernamen wären als weiterführender Hinweis nicht schlecht.

Es gibt einen kleinen Hoffnungsschimmer, dass das Hinweisschild zu unseren Städtepartnern bald ein Aussehen bekommen wird, welches dem Sinn eines solchen Schildes entspricht. Man hängt ja auch keine verrotzte Deutschlandfahne auf.

Am 27. Juni 2017 beschloss die Stadtverordnetenversammlung: „Die bestehenden Städtepartnerschaften werden ausgebaut und intensiviert. Hierzu wird auch Bezug genommen auf das Projekt „Kultur ohne Grenzen – Internationales Fest der Kulturen“, wie es der Magistrat mit Beschluss vom 3. April 2017 befürwortet hat.“ Quelle: Stadt Rödermark

Zu dem im Jahr 2019 stattfindenden Fest „„Kultur ohne Grenzen – Frieden und Freiheit in Europa“ wird man auch bestimmt dieses Schild herausgeputzt haben. Man will sich ja nicht blamieren.

Wenn man allerdings das Schild so belässt, sollte man auch die Partnerschaften einstampfen.

Bei Hinweisen auf die E-Tanke im Ort hat man es besser gemacht. Erst wenn das aufwendig zu erstellende Hinweisschild fertiggestellt ist, wird man es dann wohl aufstellen und in einer kleiner Feierstunde freigeben.