Kelterei.
Für mich ein Antrag für die Mülltonne.

Kelterei für Rödermark. Ein Antrag für die Mülltonne28.09.2014 – ( KOD )

Rödermark. Für mich ein Antrag für die Mülltonne.

Im Gegensatz zu den in der Stadtverordnetenversammlung sitzenden Fraktionen habe ich nicht die Möglichkeit, mich vor dem „Publizieren“ eines Artikels großartig auszutauschen.

So ging es mir auch bei dem Artikel zum Antrag der CDU, AL die Grünen :

Die Wirtschaftsförderung soll aus Gründen der Traditionellen Apfelweinherstellung (Kelterei) in Rödermark (!sic) Bestrebungen, eine Kelterei für Apfelwein in Rödermark aufzubauen, unterstützen.“ Genauer Text hier beim 23. Dann ‚AM‘ anklicken.

Für mich ist dieser Antrag dazu geeignet, den direkten Weg in die Mülltonne anzutreten. Deshalb hatte ich in einem Artikel versucht, diesen Antrag in die aus meiner Sicht richtige Ecke zu stellen.

Man soll aus Gründen der Tradition auch dem Heuhandel gleiche Aufmerksamkeit schenken und den Heuhandel in der „Hinnergasse“ neu aufbauen und fördern.

Am Donnerstag, 25.09.2014, musste ich erfahren, wie einsam ich mit meiner persönlichen Meinung bin. ALLE Fraktionen haben dem Antrag zugestimmt. Na, da lag ich ja völlig daneben. Aber mangels gedanklicher Austauschmöglichkeiten muss ich so etwas in Kauf nehmen und immer damit rechnen.

Jetzt kommt die Offenbach-Post am Samstag.

Was schreib da ein gelernter Journalist und Kenner der Szene in Rödermark im „Notizbuch der Woche“.

[..]Sind die schwarz-grünen Koalitionäre denn von allen guten Weingeistern verlassen?[..]

[..]Also ab in den Papierkorb mit dem Äppler-Antrag! Zumal es in Urberach schon lange mutige Streuobstwiesenbesitzer gibt, die sich hervorragend auf die Vermarktung selbst gekelterter Apfelweine versteht.[…] Quelle Offenbach-Post vom 27.09.2014. Notizbuch der Woche von Michael Löw

Da bin ich doch ich so ganz alleine mit meiner Meinung.

Wird der Antrag NICHT in der Versenkung verschwinden, wünsche ich diesem Antrag den gleichen Erfolg wie dem Antrag mit den Tontäfelchen.

So werden in Rödermark sinnlos Ressourcen und Steuergeldet verschwendet.
 


Rödermark. Große Aufgaben
für die Wirtschaftsförderung.

Rödermark Große Aufgaben für die Wirtschaftsförderung. Kelterei und Heuhandel in Ober-Roden, Rödermark18.09.2014 – ( KOD )

Rödermark. Große Aufgaben für die Wirtschaftsförderung.
Die letzte Kelterei in Rödermark wird geschlossen. Die Wirtschaftsförderung der Stadt Rödermark soll helfen.

[..]Die Wirtschaftsförderung der Stadt wird Bestrebungen, eine Kelterei für Apfelwein in Rödermark aufzubauen, unterstützen. Dies bezieht sich insbesondere auf die das Marketing und den Vertrieb von in Rödermark hergestellten Apfelwein..[..] Auszug aus dem Antrag der CDU AL/Die Grünen. Siehe Sitzungskalender unter dem 23.09.2014 bei AM „Aktenmappe“

In diesem Zusammenhang sollte auch mal an folgendes gedacht werden. In Ober-Roden wurde früher ein sehr reger Handel mit Heu betrieben. Man sollte die Wirtschaftsförderung auffordern, aus Gründen alter Tradition, auch hier aktiv zu werden und den Heuhandel neu zu positionieren.

Große Aufgaben für die Wirtschaftsförderung

De Haahannelertrick (Heuhändlertrick)

S’Oweräirer Gemarkungsfeld woar joa noch nie es Beste zum Ouplanze von hochwertigem Getreide orrer anner gewinnbringende Ouplanzunge. Außer Spaschel, äwwer do druff is merr eerscht speerer kumme. Un mit denne poar Schwenz, die die Bauern im allgemeune hann, konnte se sich kaum iwwer Wasser haale. Also woarn se gezunge, äbbes nääweher se verdiene.

In Orwisch seun veel mit eedern Gescherr iwwer Feld gefoorn un seun sou 8 Tog un länger in Orewald, Vogelsberg un in die Palz kumme.

Die Oweräirer Bauern hann sich mäi uffen Kartoffel-, Haa- un Strohhannel verläit. Wann’s hie erim nit genunk gäwwe hott, seunse bis in de Orewald un sogar bis in die Gäjend von Waldeern gefohrn. Ach die Gestüteställ von de Reirerveeune seun beliewert woarn. Un alles, meer stelle sich des heit emol vor, alles mit Geilsfuhrwerke. Nun hots nateerlich Joarn gäwwe, wous werrerbedingt s’Haa nitt des beste woar un nit ser gut geroche hott. Dodorch woarsch nateerlich schläächt an Mann beziehungsweise an de Gaul se brenge. Doo wußte sich äwwer die pfiffische Haahenneler se helfe. Sie häwwe an ere bestimmt Stell vom vollbeloarene Woache e Gawwel voll gut duftendes Haa gesteckt un in Fankfort dem Käufer unner die Noase gehaale. Deß hott dann aach meistens geklappt, dann nochem Verkaaf mußtens joa die Gail un nit die Käufer fresse. Wenn deß de Fröhlichs Adam verzehlt, lacht der heit noch debei.

In schaine Drick han ach die Miethscher. Die houn in de Hinnergass, de heitige Ringstroß gewohnt. Un wall die Howerte de hinne all ser kloa un eng woan, hann die er voll geloarene Haawäje immer am Marktplatz, wie der noch bebaut woar, hinner de Scheier noochem Schmidte Jochhannche zu, stäi. Dort woar in gräißere Platz, un veel Ältere werren sich noch erinnern, daß dort ach als die Reitschul an Kerb gestanne hott. Aach häwwe dort oft die Zischeuner geloagert. Ansunst häwwe dort immer die vollgeloarene Haawäje gestanne. Un dort häww se ach immrer gemenkelt, deß hääßt sie häwwe schläächt Haa, wou veräjert woar un nit ser gut geroche hott, unner in Woache voll Gures vermischt.

No, de Deiwel macht ser Speel, un de Parre kimmt emol dazu. Er hott joa nit weit devou gewohnt, un wie er sou aßem Parrhaus eraus uff die grouß stoaner Treppe trett, bleib er stäi un guckt de Menkeler e zeitlang zu. Gäit langsam die Tepp erunner un zu deene hee, guckt wirrer Zeitlang zu un frogt, was se do dann mache. De säit de oa: „Ach wissese, Herr Parre, merr häwwe do in Woache voll schläächt Haa, de mische merr gures drunner.“ De Parre wackelt e poar mol bedenklich mimm Kopp und säit dann, er hot joa aach die Sprooch gekennt: „Noja, deß gait joa noch, wann der äwwer deß schläächte unner s’gure gemischt het, weers Beschiß.“ Grinst vor sich hee un gäit mit „Grüß Gott“ weirer…

Mit freundlicher Genehmigung des Heimat- und Geschichtsverein Rödermark.
Die wunderschönen Hefte aus Ober-Roden und Urberach können sie hier käuflicherwerben.
 
Siehe auch
Wörterbuch, Oweräierich -> Deutsch