Kindertagesstätten- Bedarfsplan 2019

Kindertagesstätte
Kindertagesstätte

Strukturdaten, Berichte, Perspektiven Tagespflege / Krabbelgruppen / Kindertagesstätten / Hort- und Schulkinderbetreuung

Da es sich seitens der Stadt vermutlich um eine unbeabsichtigte Freischaltung der Informationen zu Bedarfsplan bzw. Belegungsplan handelt, habe ich die Zugriffe auf die Dokumente entfernt.

Rodgau. Es fehlen hunderte Kita-Plätze

Kindertagesstätte
Kindertagesstätte

In Rodgau wächst die Nachfrage nach Kita-Plätzen schneller, als gebaut werden kann. Und eine eigentlich gute Nachricht macht Probleme. Quelle OP-Online.de

Fast alles, was es dazu zu sagen gibt, steht in den Kommentaren. Hoffentlich folgt in 10 Jahren nicht der Leerstand der Kitas.
 
Siehe auch
» FDP Rödermark will „den Bauwahn nicht mittragen“

Gratis-Betreuung verschärft Personalmangel

Betreuung der Kinder
Betreuung der Kinder

Rödermärker Eltern müssen auch künftig für die Betreuung ihrer Kinder bezahlen. Ein SPD-Antrag zur vollständigen Gebührenbefreiung scheiterte im Parlament am „Nein“ aller übrigen Parteien. Lesen Sie den Artikel bei OP-Online.

Siehe auch
» 25.11.2019 SPD fordert Gebührenfreiheit für Kindergärten

SPD fordert Gebührenfreiheit für Kindergärten

Betreuung der Kinder
Betreuung der Kinder

Presseinformation SPD Rödermark
SPD fordert Gebührenfreiheit für Kindergärten

Die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Rödermark soll auf Antrag der SPD-Fraktion in seiner Dezembersitzung die Gebührenfreiheit für den Besuch der Kitas/ Ü3 in Rödermark beschließen. Die SPD möchte den Magistrat damit beauftragen entsprechende Maßnahmen einzuleiten, damit der Beginn einer Regelung ab dem 1.8.2020 sichergestellt werden kann.

„Die Arbeit in den Kitas hat einen sozialen, pädagogischen und bildungsmäßigen Anspruch. Dieser Anspruch wird ganz besonders in einem Ganztagesangebot für alle Kinder verwirklicht. Daraus ergibt sich, dass der Besuch der Kindergärten wie der Besuch der allgemeinbildenden Schulen gebührenfrei sein sollte“, so Hidir Karademir, SPD-Fraktionsmitglied, zur Begründung des Antrags.

Mit der Übernahme von Kosten für einen Zeitraum von 6 Stunden durch das Land Hessen pro in der Gemeinde gemeldeten Kind ab 2018 sind aus Sicht der SPD Finanzierungsspielräume für die Kommunen entstanden, die von mehreren Gemeinden im Kreis Offenbach zu einer Gebührenbefreiung für Ganztagsplätze genutzt worden sind. Da Rödermark laut ihrem Leitbild eine kinderfreundliche Stadt sein will und diesen Anspruch auch in weiten Teilen ganz sicher erfüllt, sollte nach Ansicht der SPD dem Beispiel anderer Kommunen gefolgt und allen Kindern die Nutzung eines barrierefreien, altersgemäß umfassenden Bildungsangebotes ermöglicht werden.

Nachtrag. Siehe auch
» 14.12.2019 Gratis-Betreuung verschärft Personalmangel

Kein Kindergartenwechsel nach Eingewöhnung des Kindes

Kindertagesstätte
Kindertagesstätte

Streit um Kindergartenwahl: Kein Kindergartenwechsel nach Eingewöhnung des Kindes

Hat sich ein Kind bereits in einem Kindergarten ( Kita ) eingewöhnt, kommt allein deshalb kein Kindergartenwechsel in Betracht. Denn dies würde nicht dem Kindeswohl entsprechen. Dies hat das Oberlandesgericht Hamm entschieden.[..] Siehe kostenlose Urteile

Qualität der Kitas und Ausbildung zum Erzieher. Linksammlung

Kindergarten
Kindergarten

Linksammlung.

Wie lange hält eine Kita?

Der Kindergarten Motzenbruch stand kurz vor dem Abriss. Eine Renovierung sei sehr teuer hieß es zunächst. Kita Lessingstraße soll abgerissen werden. Die Bausubstanz ist miserabel. Hat man seinerzeit sehr schlecht gebaut oder investiert man aus Kostengründen (wie bei den Straßen) nicht genug in die Instandhaltung? Ein Hausbesitzer reißt sein Haus auch nicht nach 60 Jahren ab, nur weil z.B. die Fenster undicht sind.
Zu –ist ein wahrer Energiefresser– Oh je! Hoffentlich müssen wir nicht die Halle Urberach abreißen. Da wird geheizt und die Tür ist offen. Siehe „Gelebter Klimaschutz in Rödermark“

Lessingstraße:
Die Tage des jetzt endgültig leer stehenden Provisoriums sind gezählt: Die Bausubstanz ist miserabel, das Haus ist ein wahrer Energiefresser. Deshalb wird es abgerissen. Der Magistrat verhandelt nach Auskunft von Sozialdezernent Rotter mit drei potenziellen Trägern.[..] Quelle: OP-Online

Tabubruch in den Kitas

Die Stadt Gießen setzt bei der Kleinkindbetreuung nicht mehr allein auf Erzieherinnen und Erzieher. Künftig sollen auch Hilfskräfte eingesetzt werden. Quelle: www.giessener-allgemeine.de

Hilfskraft ersetzt Erzieherin nie
Vor diesem Hintergrund plant die Stadt Gießen einen Tabubruch: Sie will – wie berichtet – Hilfskräfte in der Kleinkinderbetreuung einsetzen. Diese dürften nie die Aufsichtspflicht anstelle einer Erzieherin oder eines Erziehers übernehmen. Das stellte Bürgermeisterin Gerda Weigel-Greilich im Stadtparlament klar.[..] Auch auf den Personalschlüssel sollen die Zusatzmitarbeiter nicht angerechnet werden. Das Hessische Kinderförderungsgesetz Kifög sieht eine ausgebildete Fachkraft pro sechs Kinder vor. Die Stadt Gießen schreibt ein noch besseres Verhältnis von 1:5 vor. Quelle: https://www.wetterauer-zeitung.de

Zurzeit eine recht komfortable Position für die Erzieher.
Auch deshalb, weil man keine qualifizierten Hilfskräfte einstellen kann, die auch auf den Personalschlüssel angerechnet werden können.
Es wird langsam Zeit, dass in einem vernünftigen Anteil (?1:4(5)?) -Hilfskräfte- erlaubt sind. .
Dazu müssen die Bürgermeister mal den Aufstand proben. Wie z.B. beim „Alsfelder Urteil“ Da ging es zwar nicht um die Erzieher sondern um die finanzielle Ausstattung der Kommunen.
[..]Wie von Bürgermeister Ralf A. Becker begründet, könne die hoch verschuldete Stadt ihre Aufgaben durch die Mittelkürzung nicht länger leisten. Alsfeld fehlten rund 400 000 Euro im Haushalt. Der jeweilige Finanzbedarf der Kommunen sei vor der Streichung nicht ermittelt worden. Den Städten und Kreisen waren durch die Gesetzesänderung 340 Millionen Euro gestrichen worden. [..] Quelle: osthessen-news.de

Alsfelder Urteil. Die Rettung auch für Rödermärker Haushalte. In der Haushaltsrede von BM Roland Kern wurde diesem, für die Kommune erfreuliches Ergebnis, große Aufmerksamkeit geschenkt.
[..] In der Logik dieses Urteils erkenne ich, dass unsere Stadt – wäre sie denn in den vergangenen Jahren wenigstens in der Kinderbetreuung ausreichend mit finanziellen Mitteln ausgestattet worden – nicht zu einem Rettungsschirm hätte greifen müssen!
Da diese Entscheidung vom 21. Mai 2013 grundlegend ist – der HSGB spricht von einem „Paukenschlag“ -, möchte ich einige zentrale Passagen daraus wiedergeben
:[..] Hier weiter

Bei den Erziehern geht mehr als nur ums Geld.
Landauf, landab hört man die gleiche Töne. Wir bekommen keine Erzieher! Die Kosten für die Kinderbetreuung laufen uns davon!
Von Gegenmaßnahmen, wie z.B. Zulassen von geeigneten Hilfskräften hört man (zumindest ich) nichts.
Und das Geschwätz, die Qualität würde leiden, kann ich selbst bei einem Verhältnis von 1:4 nicht erkennen. Rumjammern und sich auf den Status quo berufen ist zu wenig. Da muss mal der Aufstand geprobt werden.

Erzieher bekommen während der Ausbildung kein Geld. War es so? Ist es so?

PiA. Praxisintegrierte Ausbildung.

Bezahlte Ausbildung zur Erzieherin/zum Erzieher ab dem Schuljahr 2019/2020 möglich
Ab dem kommenden Schuljahr bieten die Beruflichen Schulen Berta Jourdan in Zusammenarbeit mit Trägern von Kindertageseinrichtungen im Stadtgebiet Frankfurt a. M. eine bezahlte (vergütete) Form der Ausbildung zur Staatlich anerkannten Erzieherin/zum Staatlich anerkannten Erzieher an. Unsere Partner sind: Kita Frankfurt, Diakonie, AWO und Mainkrokodile e.V. Quelle: berta-jourdan.de

Ausbildung zur Erzieherin / zum Erzieher
Die erfolgreich abgeschlossene Ausbildung berechtigt zur Berufsbezeichnung „Staatlich anerkannte Erzieherin“ bzw. „Staatlich anerkannter Erzieher Quelle: berta-jourdan.de

Volker Buffier
[..] Bei PiA werden das Anerkennungsjahr und die zweijährige vollschulische Erzieher*innen-Ausbildung so aufgeteilt und miteinander verzahnt, dass eine Art duale Ausbildung entsteht, die auch vergütet wird.[..] Quelle: www.gew-hessen.de

Erzieher/innen-Ausbildung – (berufs-)praxisintegriert (PiA)
Mit dem Beginn des Schuljahres 2019/2020 werden wir zusätzlich zur vollschulischen und der berufsbegleitenden Ausbildung auch eine praxisintegrierte Ausbildung anbieten. Bei der an unserer Fachschule angebotenen Form ist das Berufspraktikum in die zweite Hälfte der Ausbildung integriert (berufspraxisintegrierte Ausbildung). Die Ausbildung dauert so, inklusive des Berufspraktikums, drei Jahre. Die Verkürzung im Vergleich zur berufsbegleitenden Ausbildung ist möglich, da es zu einer noch engeren Verzahnung zwischen dem schulischen Anteil der Ausbildung und der Tätigkeit in der Praxis kommt. Die Arbeitsbelastung ist in dieser komprimierten Form nochmals höher als in der berufsbegleitenden Ausbildung: Der Fachunterricht findet unter der Woche an zwei Schultagen von 8:00 bis ca. 17:30 Uhr statt, zusätzlich gibt es regelmäßigen Samstagsunterricht und einen Anteil an Blended Learning von ca. 10%. Parallel muss eine Anstellung bei einem Träger im sozialpädagogischen Bereich im Umfang von 20 Wochenstunden erfolgen. Diese Anstellung als „Fachkraft in Ausbildung“ wird vergütet, die Konditionen sind Gegenstand Ihrer Vereinbarung mit dem Einrichtungsträger. Wir können aber auf eine Reihe von Kooperationspartnern zurückgreifen und vermitteln gerne. Quelle: www.pae-elisabethenstift.de

Soll ich PiA machen oder lieber die klassische Ausbildung?
In Baden-Württemberg gibt es zwei staatlich anerkannte Ausbildungswege zum Erzieherberuf:
Klassische Ausbildung (seit mehr als 150 Jahren) drei Jahre Schule (Berufskolleg, Unterkurs, Oberkurs), ein Jahr Berufspraktikum (bezahlt)

PiA = Praxisintegrierte Ausbildung (seit 2012)
„duales System“: drei Tage Schule, zwei Tage Praxis – drei Jahre lang mit bezahltem Vertrag. Lesen Sie weiter bei www.fachschule-stuttgart.de

FDP möchte attraktive Ausbildungskapazitäten (staatliche Fachschule) für Erzieher/-innen an zentraler Stelle im Kreis Offenbach realisieren.
Ein massiver Mangel an Erziehern/-innen zeichnet sich nicht nur ab, sondern ist in nahezu allen kreisangehörigen Kommunen bereits greifbar und weiter steigend. Der Kreis Offenbach stellt hierzu im Rahmen einer eigenen Pressemitteilung vom 26.02.2019 („Erzieherin oder Erzieher – ein Beruf für Sie?“) fest: „[…] Laut dem Nationalen Bildungsbericht von 2018 fehlen in Deutschland bis zum Jahr 2015 mehr als 300.000 Erzieherinnen und Erzieher. Insbesondere das bevölkerungsreiche Rhein-Main-Gebiet ist von diesem Mangel an pädagogischen Fachkräften betroffen […]“. Siehe FDP-Antrag (Kreis Offenbach)

Anerkennungspraktikanten/innen können angerechnet werden.

Weiterhin werden die Anerkennungspraktikanten/innen mit 50% auf die Fachkräftestunden angerechnet, sodass für die bisher in den Kindertagesstätten eingesetzten möglichen 15 Anerkennungspraktikanten/innen 7,5 Planstellen nachrichtlich im Stellenplan mit ausgewiesen werden. Personalkosten sind entsprechend der tatsächlichen Besetzung bereits etatisiert. Quelle: Haushaltsplan 2019 Stadt Rodgau Seite 635

Giffey sagt Millionen für Kita-Fachkräfte zu

[..] Das Geld soll dem Bericht zufolge unter anderem dazu verwendet werden, die Erzieherausbildung künftig zu vergüten. Derzeit werden die ersten beiden Ausbildungsjahre im Erzieherberuf, die an einer Fachschule stattfinden, nicht bezahlt. „Es gibt Interesse an diesem Beruf, aber für zu viele ist er nicht attraktiv genug“, sagte Giffey. „Solange wir keine bessere Bezahlung und Anerkennung erreichen, dürfte sich daran auch nichts ändern.“[..] Quelle: N-TV

Wie komme ich beim tippen auf die BA in Rödermark?
 
Siehe auch
» 07.05.2019 Kreis Offenbach. Erzieher Ausbildung und Bezahlung
» 25.04.2019 Es fehlen Erzieher!
» 10.04.2019 Bis Ende 2020 fehlen 450 Erzieher.
» 09.04.2019 Antworten mit denen man arbeiten kann.
» 07.03.2019 Anfrage Bündnis 90. Es fehlen Erzieher.
 
» 16.05.2017 Anfrage der FDP zu Kita Motzenbruch
» KiföG-Rechner Hessen
 
 
Zusammenfassung Kindergarten/KiTa KiGa

Mein Rödermark 2030. Dr. Karsten Falk.

Bürgermeisterwahl
Bürgermeisterwahl

Mein Rödermark 2030. Gefunden auf der Webseite von Dr. Karsten Falk.

Mein Rödermark 2030. So lautet die die Ansage an die Wähler von Rödermark, die Bürgermeisterkandidat Karsten Falk vorlegt. Kein übliches Wahlprogramm mit Projekten, die kaum zu verwirklichen sind. Ganz im Gegenteil. Dem aufmerksamen Leser wird auffallen, dass es keine Aussagen gibt, wo durch drehen an wenigen Stellschrauben Rödermark sich zum schönsten Ort im Kreis Offenbach entwickelt.

Seine Ziele sind eng verzahnt mit den finanziellen Möglichkeiten der Stadt.

Die Zeit, die er sich nehmen will um seine Ziele zu realisieren, kann zunächst keine Begeisterung hervorrufen. Es stehen realistische Vorstellungen in seinem Papier. Frei von den sonst üblichen Wahlkampfgetöse bei dem mit unausgegorenen Versprechungen um Wähler gebuhlt wird. »Man kann nur das Geld ausgeben welches man auch eingenommen hat.«
Der Prozess, um dringendst notwendige Einnahmequellen aufzubauen, benötigt seine Zeit. Er wird keine bereits voll erschlossene Flächen mit notwendiger Infrastruktur vorfinden, auf den man mit den Bauarbeiten beginnen kann.
Mein Rödermark 2030. Ich finde, realistische Vorstellungen zu Rödermark und frei von jeglichen Spinnereien.

Die Aussagen zur Bürgermeisterwahl von Dr. Karsten Falk hier auch als .PDF

Mein Rödermark 2030 – Warum dieser Titel?

Die meisten Menschen würden an dieser Stelle wahrscheinlich den Titel ‚Wahlprogramm‘ erwarten. Ich habe mich aber dagegen entschieden und schreibe stattdessen ‚Mein Rödermark 2030‘.
Denn es geht in meinen Augen nicht in erster Linie um kurzfristige Versprechungen oder plakative Themen, die in ein oder zwei Jahren niemanden mehr interessieren, weil die Welt sich eben schnell weitergedreht hat. Es geht um wesentlich mehr! Es geht um eine nachhaltige und langfristige gute Entwicklung unserer Stadt. Dazu gehören natürlich Maßnahmen oder Tätigkeiten, die man sofort angehen und einleiten muss. Aber es gehört natürlich auch eine Idee dazu, wo wir eigentlich hinwollen. In welche Richtung wollen wir unsere Stadt weiterentwickeln? Meine Ideen dazu möchte ich Ihnen gerne hier vorstellen.

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Wer bin ich?

Aber zuerst ein paar Informationen über mich:
Mein Name ist Karsten Falk. Geboren bin ich in Frankfurt/Main und nach diversen
Stationen in Frankfurt und im Kreis Offenbach 1976 mit meinen Eltern und meinem Bruder nach Rödermark bzw. damals noch Ober-Roden, gezogen. Hier habe ich den Kindergarten am Motzenbruch besucht und in der Trinkborn- sowie der Breidertschule meine Grundschulzeit verbracht.
Bei der TS Ober-Roden habe ich meine ersten sportlichen Vereinserfahrungen gesammelt. Zuerst im Turnen und anschließend von der E-Jugend bis zu den Senioren im Fußball. Meistens habe ich hier das Tor gehütet.
Die weiterführende Schule hat sich mir in Heusenstamm geboten. Hier habe ich 1990 mein Abitur gemacht. Neben der Schule gab es natürlich auch noch genügend Möglichkeiten, andere Dinge zu machen. Und so habe ich mich z.B. in der Jugendarbeit der evangelischen Kirche in Ober-Roden engagiert. Teilnahme an Sommerfreizeiten, Leitung von Jugendgruppen, Begleitung von Konfirmandenfreizeiten waren die Dinge, bei denen ich mich gerne eingebracht habe. Das alles mündete konsequenterweise dann auch in einer Mitarbeit im Kirchenvorstand der Gemeinde für eine Legislaturperiode in den 90er Jahren.

In der Schulzeit bin ich zum Volleyball gestoßen, was ich dann während meines Wehrdienstes auch zu meiner Hauptsportart gemacht habe. Seit dieser Zeit bin ich Mitglied im Volleyballclub Ober-Roden, auch wenn ich momentan nicht mehr aktiv spiele.

Während meines Wehrdienstes bin ich zum Sanitäter ausgebildet worden und über Freunde in dieser Zeit zu den Johannitern gekommen, bei denen ich seit 1990 ehrenamtlich aktiv bin.

Nach Absolvierung der Bundeswehr-Zeit und einer Wehrübung habe ich mein Studium der Chemie an der TU Darmstadt begonnen, das ich im Januar 1997 als Dipl.-Ing. abgeschlossen habe.

Die Möglichkeit zur Promotion in Physikalischer Chemie am gleichen Ort habe ich beim Schopf gepackt und meine Arbeit in Darmstadt mit einigen internationalen Kooperationen, beispielsweise mit Wissenschaftlern in Frankreich, Spanien, Polen, der Slowakei, Russland und den USA, fortgeführt. 2002 habe ich meine Dissertation zum Dr.-Ing. der Chemie an der TU Darmstadt abgeschlossen und dort bis 2003 noch in der Forschung gearbeitet, bevor ich in die Industrie gewechselt bin.
Hier habe ich leitende Positionen im Bereich Bauchemie und Kunststoffindustrie wahrgenommen, immer auch mit einem Schwerpunkt auf dem Bereich Qualitätsmanagement inkl. Personalführung.

Bei den Johannitern habe ich mich ehrenamtlich parallel zum Rettungssanitäter und zum Zug- und Verbandführer ausbilden lassen. Für lange Jahre hatte ich die Bereitschaftsleitung für die ehrenamtlichen Helfer im Kreis Offenbach inne. Für mein Engagement dort bin ich 2003 vom damaligen Ministerpräsidenten Roland Koch und Innenminister Volker Bouffier mit dem hessischen Ehrenamtspreis ausgezeichnet worden.

2006 bot sich mir die einmalige Gelegenheit, hauptberuflich zu den Johannitern zu wechseln. Auf Landesebene war ich für die Bereiche Ehrenamt, Ausbildung Katastrophenschutz und Einsatzdienste verantwortlich. Von 2007 bis 2015 habe ich die Arbeit der Johanniter in Stadt und Kreis Offenbach bzw. Hanau und dem Main-Kinzig-Kreis verantwortet. Zu den Tätigkeiten eines hauptamtlichen Regionalvorstands gehört natürlich die Personalverantwortung für die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter (rd. 150 hauptamtliche und ca. 250 ehrenamtliche Mitarbeiter), aber natürlich auch die operative wirtschaftliche und finanzielle Planung sowie Leitung der Tätigkeiten. In diese Zeit fällt auch die Gründung und Etablierung
der beiden Johanniter-Kindergärten in Rödermark, der Sonnenburg in Ober-Roden und der Sternenburg in Urberach, sowie meine Tätigkeit als einer von zwei bestellten Geschäftsführern der Sozialstation Rodgau gGmbH.

Seit 2015 bin ich für die Flüchtlings- und Integrationsarbeit sowie den Bereich Betreutes Wohnen – oder auch „Wohnen mit Service“ – im Landesverband der Johanniter verantwortlich. Dazu gehört auch die komplette Entwicklung, Planung, Konzeption, Durchführung und Leitung des Johanniter-Quartieres in Rodgau. Seit etwas über einem Jahr ist nun die Wohnanlage mit Service in Betrieb. Sie verfügt über 46 Wohnungen und zwei therapeutischen Praxen für Ergotherapie und Logopädie.

Für den Kreis Offenbach bin ich Mitglied im Gefahrenabwehrstab und für die Feuerwehren des Kreises als Fachberater bei chemischen Gefahrenlagen aktiv. Auf europäischer Ebene gehöre ich zu den Experten für das europäische Gemeinschaftsverfahren im Bereich Katastrophenschutz. Zielsetzung für den sogenannten High Level Coordinator ist die Durchführung eines Hilfseinsatzes im internationalen Umfeld im Auftrag der EU mit diplomatischen Kontakten. Hier habe ich gute Kontakte zu Kollegen der EU-Kooperationsländer vor allem aus Österreich, Finnland, Großbritannien und Belgien aufbauen können.

2009 bin ich mit meiner Frau auf die Suche nach einem geeigneten Haus gegangen und leider damals in Rödermark nicht fündig geworden. Daher wohnen wir nun mit unseren 2 Kindern in Nieder-Roden. Den Kontakt zu Rödermark habe ich dabei natürlich nie verloren und immer aufrecht erhalten. Meine Eltern und mein Bruder wohnen nach wie vor hier. Meine Tochter hat den Johanniter-Mini-Kindergarten Sonnenburg in Ober-Roden besucht. Ein Teil meines Freundeskreises ist dort beheimatet und das Kultur- und Vereinsleben führen mich auch immer wieder nach Hause in meine Heimatstadt. Hier sollen nur exemplarisch die Weingasse, Kerb, Rathaussturm aber natürlich auch der Volleyball genannt sein. Meine Frau hat beim MTV Urberach Volleyball gespielt und ist jetzt aktiv beim VC Ober-Roden, bei dem wir uns damals auch kennengelernt haben.

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Warum bin ich der geeignete Bürgermeister?

Einige Menschen haben mich schon gefragt, warum ich mir das Amt des Bürgermeisters zutraue. Ein Argument, das ich dabei immer höre, lautet: ‚Du bist doch gar nicht in einer Partei aktiv.‘

Ja, das ist korrekt. Ich habe kein Parteibuch und das soll und wird auch weiterhin so bleiben. Das bedeutet aber nicht, dass ich unpolitisch bin. Beruflich und ehrenamtlich habe ich mich auf den unterschiedlichsten Ebenen mit „der Politik und ihren Vertretern“ auseinandersetzen, diskutieren und einigen müssen. Durch mein Johanniter-Engagement habe ich häufig mit Landes-, Regierungsbezirks- und kommunalen Behörden zu tun, sei es beispielsweise in Katastrophenschutz und Gefahrenabwehr, der Integrationsarbeit, bei Bauvorhaben oder der Kinder-, Senioren- und Jugendarbeit. Mit den behördlichen Vertretern und Amtsträgern auf Augenhöhe im guten Dialog, aber manchmal auch im Streitgespräch zu sein, gehört seit Jahren zu meinen Tätigkeiten.
Die Leitung einer Verwaltung mit der entsprechenden Personalverantwortung, gerade auch unter Berücksichtigung von wirtschaftlichen Aspekten, sowie die operative Jahresplanung, aber auch die strategische Planung für einen längeren Zeitraum sind Teil meines beruflichen Lebens.

Meine Erfahrungen in Industrie und Wohlfahrtswesen bilden nun ein gutes und solides Fundament, mit dem ich auch eine öffentliche Verwaltung führen kann. Das strategische Erarbeiten von Zielen und deren operative Umsetzung und Erreichung sind Teil meiner gesamten beruflichen Erfahrung.

Als Verwaltungsspitze sollte der Bürgermeister parteipolitisch neutral sein und das Wohl der Stadt im Auge haben. Das ist für einen parteilosen Bürgermeister natürlich einfacher als für einen parteigebundenen. Nicht ohne Grund gibt es etliche Städte und Gemeinden, die aktuell von parteilosen Bürgermeistern angeführt werden. Als Beispiel seien hier aus unserer Region nur Dieburg, Dreieich, Neu-Isenburg, Dietzenbach und Gründau genannt. Dazu kommen einige Bürgermeister, die zwar einer Partei angehören, aber als unabhängige Kandidaten angetreten sind und ihr Amt auch so führen wie in Obertshausen und Seligenstadt. Der unvoreingenommene Blick von außen und keine alten Verpflichtungen oder Versprechungen werden es mir ermöglichen, den notwendigen frischen Wind in die Rathäuser zu bringen. Ein „weiter so wie bisher“ kann es mit mir als Bürgermeister gar nicht geben.

Das bedeutet natürlich, dass ich bei Bedarf für meine Projekte immer für die notwendigen Mehrheiten bei den Stadtverordneten werben muss. Da ich aber keinem Parteizwang unterliege, könnten es hier auch durchaus wechselnde Mehrheiten durch die im Stadtparlament vertretenen Fraktionen sein, was bei parteigebundenen Bürgermeistern in der Regel nicht vorkommt.

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Meine Ideen für Rödermark 2030

Ich weiß, dass Helmut Schmidt gesagt hat, ‚Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen.‘
Nichtsdestotrotz bin ich der Meinung, dass man wissen muss, was man erreichen will. Was das große nachhaltige Ziel ist. Sonst läuft man nicht nur Gefahr, sich zu verzetteln. Es lässt sich fast gar nicht vermeiden, dass man sich in Einzelfällen verrennt und eigentlich nur noch an einem Flickenteppich arbeitet.
Schaut man sich die politische Arbeit von Helmut Schmidt an, dann sieht man klar, dass er sich auch – trotz seines oben genannten Zitates – an dieser Philosophie orientiert hat.

Man darf dabei auch nicht aus den Augen verlieren, dass die Gemeinschaft ‚Stadt‘ dann am besten funktioniert, wenn man alle oder zumindest möglichst viele Bürger mit ihren Wünschen und Vorstellungen auf dem Weg mitnimmt.
Daher habe ich mich vor der Erstellung meiner Ideen mit vielen Bürgerinnen und Bürgern, Vertretern von Initiativen, Vereinen und Verbänden unterhalten, um auch deren Meinungen und Ideen kennenzulernen und in meine Ideen mit einzuarbeiten.

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Finanzen

Das trockenes Thema gleich zum Start: Die finanzielle Situation und ihre Entwicklung in der Zukunft. Der neue Haushaltsentwurf für das Jahr 2019 ist mittlerweile vorgelegt. Er sieht einen ausgeglichenen Haushalt vor, dessen Volumen um rund 10% gegenüber dem Vorjahr auf ca. 63 Mio. Euro angewachsen ist und das leider sogar ohne eine echte Ertrags- oder Einnahmensteigerung.

Der sichere Punkt vorweg: Ein steigendes Haushaltsvolumen wird sich auch in den kommenden Jahren schwerlich verhindern lassen. Projekte wie Stadtgrün, Stadtumbau, Straßensanierung, Ablösung von Kassenkrediten oder Tarifsteigerungen sind jetzt schon bekannt.
Um dies ohne neue Schulden bewältigen zu können, sind wir darauf angewiesen, auch die Einnahmenseite des städtischen Haushalts zu steigern.

Die wichtigsten Einnahmepositionen neben den Zuweisungen des Landes sind dabei die Einkommenssteuerbeteiligung und die Gewerbesteuereinnahmen. Für eine nachhaltige Finanzierung unserer Stadt müssen diese beiden Positionen spürbar ansteigen. Das wird ausschließlich auf den Bestandsflächen nicht möglich sein. Daher muss die Stadt – maßvoll – bisher unbebaute Flächen bereitstellen, auf denen zum einen Wohnungen gebaut werden können und auf denen sich zum anderen neue Gewerbeunternehmen ansiedeln bzw. bestehende erweitern können. Ohne ein gesundes Wachstum an ökologisch und ökonomisch sinnvollen Stellen wird unsere Stadt in naher Zukunft kaum noch finanzierbar sein.

Denn eines ist auch klar: Eine höhere Belastung des Einzelnen über Grundsteuer oder Gewerbesteuersteigerungen ist kein gangbarer Weg. Das würde unsere Stadt unattraktiver machen, sowohl für Bürger als auch für Unternehmer und Gewerbetreibende.

Eine Entwicklung der nutzbaren und potenziellen Flächen muss also allein schon aus der Sicht des Kämmerers schnell angegangen, die Nutzung noch offener Flächen in bestehenden Gebieten entsprechend forciert werden. Unabdingbar ist dabei natürlich die Wirtschaftsförderung, die neue Gewerbetreibende mit für Rödermark verträglichen Unternehmungen in unsere Stadt führen soll. Die logistische, infrastrukturelle und verkehrstechnische Lage unserer Stadt bietet eigentlich die besten Voraussetzungen. Für dieses Wachstum werde ich mich stark machen, den Part der Wirtschaftsförderung zur Chefsache machen!

Denn nur mit einer guten finanziellen Ausstattung der Stadtkasse lassen sich weitere Themen für Rödermark überhaupt erst entwickeln!

Ich möchte 2030 sagen können, all das ist uns gelungen. Wir mussten keine Steuer erhöhen, haben unsere Haushalte ausgleichen können, haben keine neue Schulden gemacht, haben die Einnahmenseite mehr steigern können als die Ausgabenseite. Durch sparsames und fokussiertes Wirtschaften ist es uns gelungen, den Stadtumbau erfolgreich abzuschließen und zusätzlich einige neue Projekte zu realisieren.

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Bildung und Erziehung

Unsere Zukunft wird sicherlich auch durch die Chancen und Möglichkeiten für Kinder und Jugendliche in unserer Stadt bestimmt werden. Potenzielle Neubürger werden sich ansehen, was Rödermark in diesem Bereich bieten kann!
Im Bereich der Kindergärten, Kindertagesstätten und Betreuung sind wir schon gut aufgestellt. Rödermark befindet sich hier in den Top 3 des gesamten Landkreises. Die künftige Aufgabe in diesem Bereich wird sein, dieses Niveau zu halten. Für neue Kitas halte ich es für wichtig, dass man immer auch die Vergabe an einen freien Träger mit ins Auge nimmt, seien es kirchliche Träger, Vereine, Elterninitiativen oder andere geeignete Träger. Zum einen fördert es die Vielfalt des Angebotes für Eltern und junge Familien, zum anderen ist das mit Blick auf die finanzielle Belastung für die Stadt sogar die kostengünstigere Variante. Aufgabe der Stadt sollte es vor allem sein, gemeinsam mit dem Landkreis die Qualität und das Niveau der Betreuung für die kleinen und kleinsten Rödermärker im Blick zu behalten und sicherzustellen.

Die Breidertschule ist nun in den Schulentwicklungsplan aufgenommen und soll zu einer eigenständigen Grundschule entwickelt werden. Die Herausforderungen hierbei werden in der Finanzierung liegen, aber es ist definitiv ein Schritt in die richtige Richtung. Konsequenterweise muss nun allerdings auch der nächste Schritt erfolgen!

Rödermark verfügt mit der Nell-Breuning-Schule über eine hervorragende Integrierte Gesamtschule und Europa-Schule mit einer gymnasialen Oberstufe. Die Möglichkeiten, die diese Schule den Kindern und Jugendlichen bietet, müssen von der Stadt weiter unterstützt werden! Trotzdem pendeln jeden Tag viele hundert Schüler aus Rödermark in die umliegenden Kommunen, um dort eine weiterführende Schule zu besuchen. Es gibt also nicht genügend weiterführende Schulplätze in Rödermark. Und es gibt in Rödermark keine Wahlmöglichkeit für die Eltern und Kinder, ein Gymnasium bereits ab der Jahrgangsstufe 5 in der Stadt zu besuchen. Da auch der gesamte Landkreis Bedarf an neuen weiterführenden Schulplätzen hat, spricht doch meiner Meinung nach alles dafür, diese in Rödermark in Form eines neuen Gymnasiums von der Jahrgangsstufe 5 bis 10 zu schaffen.

Die Oberstufe ist bereits an der Nell-Breuning-Schule etabliert. Das Abitur kann dort absolviert werden. So schafft man das gewünschte neue Angebot und stärkt die bereits vorhandenen Strukturen! Beide Schulen würden der Stadt ein rundes Angebot im Bereich Bildung ermöglichen. Da der Landkreis der Schulträger ist, werde ich mich für diese Option stark machen und versuchen sie in gemeinsamen Gesprächen mit dem Schulamt zu verwirklichen!

2030 möchte ich sagen können: Mission erfüllt! In Urberach hat sich ein Mittelstufengymnasium mit technischen Schwerpunkt etabliert, 2030 könnten die ersten Schüler dieser neuen Schule die gemeinsame Oberstufe an der Nell-Breuning-Schule besuchen. Ein dichtes Netz an Krabbelgruppen und Tageseltern sorgt für eine exzellente Vereinbarkeit von Familie und Beruf schon im Kleinkindalter, die sich durch eine stets bedarfsgerechte Anzahl qualitativ hochwertiger Kita-Plätze und ein der Nachfrage entsprechendes Angebot an Betreuungsplätzen in den Grundschulen auch für ältere Kinder fortsetzt.

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Jugend, Familien, Soziales und Wohnen.

Das Angebot für jugendliche Rödermärker bietet in meinen Augen noch Optimierungsmöglichkeiten. Natürlich haben wir mit den Jugendzentren in Urberach und Ober-Roden Treffpunkte, die genutzt werden, nicht zu vergessen auch das Angebot der Offenen Arbeit und der verschiedenen Vereine. Was hier in ehrenamtlichem Engagement auf die Beine gestellt wird, ist aller Ehren wert.
Was an vielen Stellen aber fehlt, sind Orte in der Stadt, an denen die Jugendlichen sich treffen und unterhalten können, ohne jemanden zu stören. Ich habe hierfür auch schon konkrete Ideen, die ich verwirklichen möchte. Und an diese Orte gehören natürlich Sitzbänke und Tische. Ähnliches gilt übrigens auch für die Bolzplätze. Auch hier sollte es die Möglichkeit geben sich mal hinzusetzen und die Jacke abzulegen.
Ich bin der Meinung, dass wir die Jugendlichen und ihre Freizeitmöglichkeiten nicht aus den Augen verlieren dürfen.

Auch über ein Jugendparlament möchte ich nachdenken. In unseren Nachbarstädten wird das bereits teilweise erfolgreich umgesetzt. Wir schaffen damit die Chance, junge Menschen an Politik und demokratische Entscheidungswege heranzuführen.

Der Bereich sozialer Wohnungsbau ist ein schwieriges, aber notwendiges Thema. Ich glaube auch, dass wir hier neue Konzepte erarbeiten müssen. Bei den aktuellen Baupreisen wird eine öffentliche Förderung der Miete bei Neubauprojekten schwerlich dazu führen, für finanzschwächere Familien bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Oder die Förderung muss sehr hoch ausfallen. Ich möchte dies an einem kleinen Rechenbeispiel erläutern:
Der Bestandsmietpreis in Rödermark liegt bei ca. 7 – 8 Euro/qm. Neuvermietungen von Bestandswohnungen liegen bei ca. 9 – 10 Euro/qm. Neubauwohnungen werden für bis zu 13 – 14 Euro/qm im Schnitt vermietet. Selbst wenn man günstig baut und einen Mietpreis von 12 Euro/qm realisieren kann, erreicht man durch eine Mietförderung, die in der Regel im Bereich von 2 – 3 Euro/qm liegt, nur eine Miete, die im Bereich der Neuvermietung von Bestandsimmobilien liegt. Um bezahlbaren günstigen Wohnraum zur Verfügung zu stellen, benötigen wir Alternativen. Ich bin gerne bereit, meine Erfahrungen zu Gunsten auch unserer finanzschwächeren Mitbürgerinnen und Mitbürger einzubringen und neue Wege zu entwickeln.

Bedarfsgerechtes Bauen für Senioren und Menschen mit Einschränkungen wird einen immer größeren Stellenwert in unserer Gesellschaft einnehmen. Das möglichst lange Verweilen in den eigenen vier Wänden ist ein Wunsch, der an vielen Stellen geäußert wird. Dies kann aber auch durch einen Umzug in eine alltags- und altersgerechte Wohnung erreicht werden, die über barrierearme und barrierefreie Räume verfügt. Den Bedarf daran muss die Stadt im Blick behalten und für die Erfüllung dieses Bedarfs auch die notwendigen Voraussetzungen schaffen. Auch hier gilt es in meinen Augen, die notwendige Vielfalt auf dem Markt zu fördern, um ein möglichst breites Angebot zu ermöglichen. Für die Realisierung dieser Maßnahmen müssen wir uns dann die geeigneten Partner suchen. Gerade hier werde ich mich mit meiner gesamten Erfahrung einbringen!

2030 möchte ich sagen können, dass Rödermark für Jugendliche interessanter geworden ist als vor 10 Jahren, dass an verschiedenen Stellen im Stadtgebiet Plätze geschaffen wurden, teils mit sportlichen Betätigungsmöglichkeiten, an denen sich Jugendliche nahezu ungestört aufhalten können und die von diesen auch angenommen wurden, dass sich die Aufenthaltsqualität in der Stadt, in den Quartieren durch eine Vielzahl neuer Sitzgelegenheiten und anderer Interaktionsmöglichkeiten für alle Generationen deutlich verbessert hat, dass gerade die Ängste und Nöte von Senioren ernst genommen wurden und die Stadt entsprechend gehandelt hat, dass sich die Zahl der von der Stadt vergebenen Wohnungen für Menschen mit geringem Einkommen spürbar erhöht hat und das Flächen geschaffen und Investoren gefunden wurden, um ein nachfragegerechtes Angebot an Wohnanlagen für Senioren zu schaffen.

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Sport und Kultur

Die Sportvereine bieten bereits ein reichhaltiges Programm. Damit dies auch erhalten bleibt, werde ich mich dafür stark machen, eine nachhaltige Vereinsförderung zu erhalten und zu stärken. Dabei geht es nicht immer zwangsweise um rein monetäre Aspekte. Auch die Unterstützung bei Anliegen und Planungen gehört für mich hier eindeutig mit dazu.

Die Möglichkeiten zur eigenständigen Bewegung können wir in meinen Augen auch noch deutlich verbessern. Ich bin als Jugendlicher häufiger auf dem Trimm-Dich-Pfad beim Schillerwäldchen unterwegs gewesen. Auf der Bulau kann man auch noch die Reste eines solchen Pfades erahnen. Hier hat eine erste Kontaktaufnahme durch mein Team schon gezeigt, dass die Stadt sich einen Trimm-Dich-Parcours mit einem Partner eventuell wieder einrichten lassen könnte, wenn man sich darum bemüht. Dies möchte ich weiter vorantreiben, denn in meiner Kind- und Jugendzeit wurden diese Pfade ja nicht nur zum reinen Sport genutzt. Auch die gemeinsamen Waldspaziergänge mit der Familie oder Streifzüge mit Freunden konnten so erlebnisreich und spannend gestaltet werden.
Natürlich muss ein solcher Parcours modern und mit den aktuellen Möglichkeiten gestaltet werden. Dazu gehört auch ein mobilitäts- und stabilitätsförderndes Konzept, beispielsweise ein Outdoor-Bewegungsparcours. Dieser muss selbstverständlich so
angelegt werden, dass die Geräte angenommen und genutzt werden. Denn nicht jeder möchte seine Übungen auf dem Präsentierteller durchführen. Aber vollkommen abgeschnitten und unzugänglich darf ein solcher Parcours natürlich auch nicht sein.
Das Badehaus ist ein Angebot, über das nicht jede Kommune verfügt. Erste Schritte, um dieses Mehrwert-Angebot langfristig erhalten zu können wurden bereits gemacht. Hier werde ich mich dafür einsetzen, dass dies weiter konsequent und nachhaltig vorangetrieben wird. Das Badehaus ist ein wichtiger und belebender Teil dieser Stadt und wird mit mir als Bürgermeister als solcher natürlich bestehen bleiben!

Das Veranstaltungsangebot der Kulturhalle ist bereits recht groß und bietet vielfältige Möglichkeiten. Jedoch ist das Programm verstärkt auf ein älteres Publikum ausgerichtet. Ich möchte das Programm gerne auf alle Altersgruppen erweitern. Konzerte und Veranstaltungen aus dem Pop- und Rockbereich sprechen auch die jüngere Generation an und ermöglichen es Ihnen, Ihre Stadt neu zu erleben. Ähnliches gilt für Aufführungen Kinder! Auch dies werde ich nach der Ruhezeit der vergangenen Jahre wiederaufleben und das kulturelle Leben bereichern lassen.

Nicht alles muss hierbei von der Stadt selbst gemacht werden. Wir haben engagierte Bürgerinnen und Bürger sowie Vereine, die sich hier bei guten Rahmenbedingungen sicherlich weiter für das kulturelle Leben und Angebot in unserer Stadt einbringen werden.

In Rödermark wohnen Menschen mit über 100 verschiedenen Nationalitäten gut und friedlich zusammen. Das kulturelle Angebot unserer Stadt soll und muss auch weiter dazu beitragen, dass wir diese Erfolgsgeschichte weiterführen können. Wenn wir uns gegenseitig mit unseren Erfahrungen und kulturellen Hintergründen schätzen und akzeptieren, so fördert dies die notwendige Toleranz untereinander.
Auch Brauchtumsfeste und Veranstaltungen wie bspw. Kerb oder Adventsmarkt, die wir gemeinsam begehen, verbinden uns und gestalten das gemeinsame Zusammenleben.

2030 möchte ich sagen können, dass wir die Vereinsförderung erhöhen konnten und besonders Sportvereine mit eigenen Sportstätten nun besser gefördert werden, dass die Unterstützung der Stadt für Vereine auch im nicht finanziellen Bereich effizienter und besser geworden ist, dass mehrere Outdoor-Bewegungsparcoure eingerichtet und von den Bürgern gut angenommen wurden, dass das Badehaus gesichert und das Defizit weiter verringert werden konnte, dass die Stadt weiterhin ein besonders vielfältiges Kulturprogramm aufweist, nun ergänzt durch Rock- und Popkonzerte sowie ein Kulturprogramm für Kinder, dass kein Chor und kein Musikverein sich aus Nachwuchsmangel auflösen musste.

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Ehrenamt und Freizeit

Eine Stadt lebt davon, dass sich die Bürger in ihr wohlfühlen und sich dann auch gerne selbst in diversen Bereichen einbringen. Diese Motivation muss die Stadt an den entsprechenden Stellen fördern und stärken. In Ihrem Engagement müssen die Bürgerinnen und Bürger weiter motiviert und unterstützt werden. In den Stadtteilen wird viel Arbeit von den Quartiersgruppen geleistet. Gerade diese Arbeit möchte ich weiter unterstützten und fördern, beispielsweise mit eigenen Budgets für die Quartiersgruppen. Damit wird deren Arbeit einfacher und eigenbestimmter ermöglicht.

Neben den bereits im vorherigen Abschnitt genannten Sportvereinen bereichern viele andere Vereine das kulturelle Angebot. Exemplarisch möchte ich an dieser Stelle beispielsweise den Jazzclub, die Freunde des Dinjer-Hofes, die Seniorenhilfe und den Heimat- und Geschichtsverein sowie die Musikvereine nennen. Auch diese Vereine benötigen eine entsprechende Unterstützung und Förderung. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass ich hier nicht alle Vereine und Initiativen aufzählen kann. Für sie alle werde ich mich einsetzen, damit sie hier die besten Tätigkeitsmöglichkeiten vorfinden.

Der Freizeit- und Naherholungswert ist ein nicht zu unterschätzender Faktor für die Lebensqualität. Und genau hier sehe ich noch viele Möglichkeiten für mich, die Stadt in den kommenden Jahren voran zu bringen. Eins der größten Themen, das man immer wieder hört, ist die ‚Grüne Mitte‘ Rödermarks. Und ich habe den Eindruck, jeder versteht darunter zum Teil etwas Eigenes. Ganz wichtig ist, dass die Grüne Mitte als Lunge Rödermarks erhalten bleibt. Damit sie für alle Bürger aber auch erleb- und erfahrbar wird, muss sie meiner Meinung nach entsprechend gestaltet werden. Ein rein grüner Wiesenbereich mit nur einem Verbindungsweg für Radfahrer und Fußgänger von Urberach nach Ober-Roden wird den Möglichkeiten der Grünen Mitte für Rödermark bei weitem nicht gerecht.
Größere zusammenhängende Grün- oder Parkflächen vermisse ich in Rödermark leider an vielen Stellen. Die logische Schlussfolgerung kann daher meiner Meinung nach nur sein, genau dies in einem Stadtpark Grüne Mitte gemeinsam zu gestalten.

Hier bieten sich vielerlei Möglichkeiten Natur, Flora und Fauna für uns erlebbar zu machen. Geschlängelte Wege für Fußgänger und Radfahrer mit ausreichend Ruhebänken, damit man auch mal verweilen kann, bilden in meiner Vorstellung die Basis des Parks. Spiel- und Bewegungsmöglichkeiten für die jüngsten und die ältesten Bürger, für die jungen und junggebliebenen Rödermärker runden den Park, der über verschiedene Biotope verfügt, ab. Die renaturierte Rodau und das Gefühl von frischem, fließenden Wasser kann an einem zugänglichen Bachlauf direkt erlebt werden, ohne die Gefahr, von der Böschung abzurutschen und ungewollt nass zu werden.
Auch das Anlegen eines kleinen Teiches wird auf diesem Areal möglich. Hier können wir gemeinsam naturnahe Spiel- und Bewegungsräume schaffen und bieten gleichzeitig den Rödermärker Schulen die Möglichkeit, ihre Schüler in Biologie und Ökologie an die Natur heranzuführen.
Ein kleines Cafe mit entsprechenden Sanitärräumen gehört natürlich auch in einen solchen Park und lädt zum Besuch ein.

Daher möchte ich 2030 sagen können: Wir sind hier ein ganzes Stück weiter, der Stadtpark ist am Entstehen, die Rodau wurde weiter renaturiert, es gibt in der Grünen Mitte vielfältige Verweilmöglichkeiten, ein Teich wurde angelegt, es gibt eine Einkehrmöglichkeit. Daneben wurde auch die Freizeitfläche hinter dem Badehaus und der Entenweiher umgestaltet, das abgeschlossene Projekt ‚Zukunft Stadtgrün‘ hat in Urberach Nord eine ganz neue Aufenthaltqualität geschaffen.
Weiterhin wurde die Vereinsförderung ausgebaut, die Stadt ist nun ein wirklicher Partner für Vereine und Quartiersgruppen, unterstützt mit Personal und Logistik, so dass alle vom bürgerschaftlichem Engagement profitieren und jeder ehrenamtlich Tätige sich von der Stadt wertgeschätzt fühlt.

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Infrastruktur und Gewerbe

Gut gelegen ist unsere Stadt in der Mitte des Rhein-Main-Gebietes. Es gilt diese gute Lage zu festigen und zu bewahren. Der Verkehr wird hierbei eine zentrale Rolle spielen. Er darf unsere Bürgerinnen und Bürger nicht über die Maße belästigen. Das beginnt schon im Bereich der Parkplatzflächen. Die wenigen größeren Autoparkplätze, die unsere Ortsteile bieten, sollen auch von Besuchern einfach gefunden werden. Ein Parkleitsystem, wie es in vielen unserer Nachbarkommunen bereits existiert, werde ich auch für Rödermark einrichten. Denn nur wenn man die Parkplätze findet, kann man sie auch nutzen!
Außerdem werde ich in diesem Zusammenhang ein neues Konzept erarbeiten lassen, dass zum einen den Radverkehr gebührend berücksichtigt und andererseits die Gehwege dafür freihält, wofür sie gedacht sind: Damit Fußgänger, Menschen mit Handicap, Eltern oder Großeltern mit Kinderwagen oder junge Radfahrer sicher durch die Ortsteile kommen!
Der Zustand unserer Straßen ist dabei auch ein Punkt, der nicht aus den Augen verloren werden darf. Hier gibt es einen riesigen Investitionsstau, den ich nicht weiter anwachsen lassen möchte und bestenfalls beginnen möchte abzubauen.

Durch unsere zentrale Lage bieten wir Unternehmern und Gewerbetreibenden eigentlich gute Möglichkeiten. Diese sollen durch die Wirtschaftsförderung der Stadt mehr genutzt werden, um neues, für Rödermark verträgliches Gewerbe in die Stadt zu holen. Das Bereitstellen der dafür notwendigen Flächen werde ich aktiv angehen. Aktuell verfügt unsere Stadt neben einzelnen Lücken in den bestehenden Gewerbegebieten lediglich über zwei Flächen, die dafür relativ schnell ertüchtigt werden können: An der Kapellenstraße in Ober-Roden und am Hainchesbuckel in Urberach. Auf lange Sicht wird das allerdings nicht ausreichen, wenn wir zum einen attraktive Arbeitsplätze und zum anderen gute Gewerbesteuereinnahmen in unserer Stadt haben möchten. Die Art des Gewerbes, das wir hier gerne ansiedeln möchten, sollte in meinen Augen einmal überdacht werden. Für einen riesengroßen Logistikumschlagplatz ist unsere Stadt sicherlich nicht geeignet. Aber beispielsweise u.a. einen Systemgastronomen oder einen zusätzlichen Vollsortimenter könnte ich mir in unserer Stadt an der richtigen Stelle gut vorstellen.

Die Wirtschaftsförderung der Stadt benötigt für ein noch erfolgreicheres Arbeiten meiner Meinung nach vor allem eins: Die Unterstützung von der Rathausspitze. Daher werde ich mich hier mit aller Kraft einbringen und dieses Thema zur Chefsache erklären.

2030 möchte ich sagen können: Kein Stillstand mehr, in Rödermark hat sich etwas getan! Es wurde einiges in Straßen, Wege und Plätze investiert. Besonders deutlich wird das in der Ortsmitte von Ober-Roden, wo die Umsetzung des Stadtumbauprojekts ein wirklich liebenswertes Ortszentrum hat entstehen lassen. Die städtischen Gebäude haben wir alle auf einen guten Stand gebracht, insbesondere hinsichtlich ihrer energetischen Eigenschaften. Die meisten Gebäude haben einen Glasfaseranschluss ins Haus. Die Einführung und Umsetzung eines Parkplatzkonzepts hat für deutliche Verbesserungen beim ruhenden Verkehr gesorgt, ein Parkleitsystem weist auf die versteckten Parkplätze in den Ortszentren
hin.
Wir haben es geschafft, den gordischen Knoten zu lösen und 2 neue Gewerbegebiete geschaffen, die schon fast komplett belegt sind. Durch vorausschauendes Handeln gibt es noch Reserveflächen, die bei Bedarf aktiviert werden könnten. Die Kommunikation zwischen Stadt und Wirtschaft hat sich deutlich verbessert, die Stadt versteht sich als echter Partner der Gewerbetreibenden und
unsere Wirtschaftsförderung hat auch überregional einen hervorragenden Ruf.

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Sicherheit und Ordnung

Die freiwillige Feuerwehr Rödermark mit ihren Standorten in Ober-Roden und Urberach verdient unsere volle Unterstützung! Die Kameradinnen und Kameraden stehen zu jeder Tages- und Nachtzeit für uns und unsere Stadt zur Verfügung, wenn Hilfe benötigt wird. Um dieses ehrenamtliche Engagement anzuerkennen, ist es das mindeste, dass wir Ihnen gute Ausbildung ermöglichen und zeitgemäße Ausstattung und persönliche Schutzausrüstung zur Verfügung stellen! Ähnliches gilt natürlich auch für die anderen Hilfsdienste, die sich um die Sicherheit in Rödermark kümmern, soweit es städtische Aufgabe ist.

Für eine Analyse der Einsatzzahlen des Rettungsdienstes in Rödermark werde ich mich beim Kreis Offenbach einsetzen! Wie oft benötigen Rödermärker Bürgerinnen und Bürger oder Gäste unserer Stadt Hilfe durch den Rettungsdienst? Sollte die Analyse zeigen, dass es hier Optimierungsbedarf gibt, werde ich mich für eine Rettungswache in unserer Stadt einsetzen, damit die notwendige Hilfe auch schnellstmöglich dort hinkommen kann, wo sie benötigt wird.

So gerne ich eine Polizeistation oder wenigstens einen Polizeiposten wieder in Rödermark hätte, dürften das wahrscheinlich schwierige Gespräche mit den zuständigen Vertretern der hessischen Landespolizei werden. Ich werde mich nicht scheuen, diese zu führen. Es wird aber ein langer Weg werden, bis wir hier erste Erfolge werden erzielen können.

Das Ordnungsamt spielt natürlich eine zentrale Rolle bei den Bereichen Sicherheit und Ordnung. Die erste personelle Verstärkung ist bereits angegangen. Zum einen sollten Mitarbeiter nicht nur zu den klassischen Öffnungszeiten in unserer Stadt sichtbar präsent sein. Auch die Einhaltung vereinbarter Regeln muss ab und an überprüft werden. Dies wird mit der Einführung eines neuen Parkplatzkonzeptes an Bedeutung gewinnen.

In meinen Bürgergesprächen wurde ich auch auf die Sauberkeit und Ordnung an öffentlichen Plätzen angesprochen. Hier werde ich mich klar dafür einbringen, dass an öffentlichen Plätzen auch entsprechende Abfallabwurfbehälter zur Verfügung stehen und diese auch mit der notwendigen Häufigkeit geleert werden. Die Reduzierung von öffentlichen Abfallbehältern wird nicht dazu führen, dass unsere Begegnungsplätze sauberer werden.

In diesem Rahmen werden wir uns ebenfalls mit öffentlichen Sanitäranlagen auseinandersetzen müssen. Wenn wir erweiterte Begegnungsplätze für unsere Bürgerinnen und Bürger schaffen, müssen wir auch die benötigten Toiletten-Anlagen bereitstellen. Das gehört für mich zu einer zeitgemäßen Begegnungsstätte dazu.

2030 möchte ich sagen können, dass die Feuerwehr Rödermark mit ihren ehrenamtlich aktiven Feuerwehrfrauen und Männern zeitgerecht und modern ausgestattet ist und ihre reichhaltigen Aufgaben dank der stabilen Mitgliederzahl hervorragend erfüllt, dass Hilfe durch den Rettungsdienst über die in Rödermark neu entstandene Rettungswache geleistet wird, dass die Kooperation von Ordnungsbehörde und Polizei ausgezeichnet funktioniert und die Polizei mit einem eigenen Standort wieder in Rödermark dauerhaft präsent ist, dass die vorhandenen Parkplätze gut ausgeschildert sind und die öffentlichen Plätze in unserer Stadt gut angenommen werden und über die notwendige Sauberkeit verfügen. Oder kurz und knapp, dass wir uns in unserer Stadt rundum sicher und zufrieden fühlen dürfen.

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Umwelt und Ökologie

Mobilität spielt in unserer Gesellschaft eine herausragende Rolle. Es wird von den Arbeitnehmern erwartet, möglichst flexibel zu sein. Nicht nur was den zeitlichen Ansatz angeht, sondern auch die Standorte ihrer Arbeitsplätze. Die Reduzierung von innerörtlichen Emissionen aus dieser Mobilität gilt es daher deutlich zu reduzieren ohne die Mobilität der Bevölkerung drastisch einzuschränken. Die Unterstützung der Bürger bei dem Wechsel zu alternativen Antriebskonzepten wird daher immer wichtiger. Dazu gehören vor allem Parkplätze mit den notwendigen Lademöglichkeiten für Elektroautos. Aktuell sind diese in Rödermark sehr rar.

Außerdem soll die Stadt mit gutem Beispiel vorangehen und den städtischen Fuhrpark soweit möglich in den kommenden Jahren auf alternative Antriebskonzepte umstellen. Erste Schritte dazu sind ja bereits unternommen. Diese dürfen sich allerdings nicht nur auf PKWs beschränken.

Der ökologische Gesichtspunkt muss bei allen neuen Projekten und Maßnahmen in der Stadt gebührend berücksichtigt werden ohne die ökonomisch notwendigen Entwicklungen zu vereiteln. Für ein ausgewogenes Konzept von Ökologie und Ökonomie werde ich mich daher stark einsetzen. Wir müssen unsere Stadt für unsere nachfolgenden Generationen auch in diesem Bereich lebenswert und sauber halten. Die Vereinbarkeit von Ökologie und Ökonomie ist für mich kein Gegensatz sondern Selbstverständlichkeit.

Daher gilt es, bei der Ausweisung der neuen notwendigen Flächen für Wohnen und Gewerbe selbstverständlich maßvoll an verträglichen Orten tätig zu werden.

2030 möchte ich sagen können, dass der städtische Fuhrpark weitestgehend auf alternative Antriebskonzepte, vor allem E-Mobilität, umgestellt ist, dass die Bürger diesem guten Beispiel der öffentlichen Verwaltung gefolgt sind und die Ladesäulen an den Parkplätzen in der gesamten Stadt gerne genutzt werden. Die neu ausgewiesenen Flächen für Bebauung fügen sich gut und ökologisch in das Stadtbild ein und die Natur bietet nicht nur den Rödermärkern sondern auch Flora und Fauna die notwendigen Ausgleichsflächen. Rödermark stellt im Jahr 2030 einen Leuchtturm für ein integriertes ökologisches und ökonomisches Stadtkonzept in der Region dar!

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Fazit
Ich weiß, dass die hier angesprochenen Punkte natürlich alle immer mit Geldausgeben verbunden sind. Auf die notwendige Instandhaltung von Straßen oder öffentlichen Gebäuden bin ich hier so gut wie gar nicht eingegangen. Umso wichtiger ist der erste Punkt Finanzen!
Ich werde mich mit aller Kraft dafür einsetzen, dass wir unsere Stadt zukunftssicher aufstellen. Bitte haben Sie daher aber dafür Verständnis, dass die hier angesprochenen Punkte natürlich immer durch die aktuelle Finanzsituation der Stadt beeinflusst werden. Und selbstverständlich muss man sich dieser Situation stellen und nach einer Prioritätenliste diese Punkte bearbeiten. Wichtig ist dabei aber, wie bereits am Anfang gesagt, dass man das Ziel nicht aus den Augen verliert. Die hier skizzierten Themen werden uns in den nächsten 10 – 12 Jahren intensiv beschäftigen. Also lassen Sie uns dies möglichst schnell gemeinsam angehen.

Gehen Sie am 24. März 2019 zur Bürgermeisterwahl und geben Sie mir bitte Ihre Stimme und Unterstützung. Denn eines ist sicher: Rödermark kann mehr!

Herzlichst, Ihr
Karsten Falk
Rödermark

Stadt will Streit mit den Erziehern beilegen. Zusage wird wohl eingehalten.

Für die Erzieher ein grandioser Erfolg. Für den Steuerzahler eine bittere Pille.
Stadt wird gegebene Zusage wohl einhalten müssen.

So wie aussieht, muss man in Rödermark Versprechen einklagen. In der folgenden städtischen Information lesen Sie etwas von Kompromiss. Ich sehe keinen Kompromiss, sondern es wurde das Versprochene jetzt doch – gerichtlich – angeordnet. Über die -Einstufung– braucht man nicht zu reden. Hier gibt es ganz klare Vorgaben im Tarifvertrag.

Alle Gerichte haben aber festgestellt, dass es von der Tätigkeit her keinen Rechtsanspruch auf Besoldung nach Tarifgruppe 8b gibt“, betonte der Bürgermeister. Ich denke, dass dürfte jedem klar gewesen sein.

Frage. Herr Rotter, Herr Kern, musste der ganze Prozesszirkus nun wirklich sein?
Herr Rotter, hätte man nicht vorher ein wenig nachdenken sollen?

Webseite der Stadt Rödermark.

Der Magistrat will den Gehaltsstreit mit rund 70 Erzieherinnen in den städtischen Kindertagesstätten beenden. Während einer Teilpersonalversammlung haben Bürgermeister Roland Kern und Erster Stadtrat Jörg Rotter einen Kompromiss vorgeschlagen.

Die pädagogischen Fachkräfte erhalten demnach für die Zeit ab dem 1. Juli 2015 eine Rückzahlung auf der Grundlage der Tarifgruppe S8b. Dabei werden Rückstufungen in den beiden höchsten der sechs Erfahrungsstufen (E1-6), in die jede Tarifgruppe im öffentlichen Dienst eingeteilt ist, einkalkuliert. Das ist im Tarifvertrag bei jeder Beförderung so vorgeschrieben, wobei trotz einer Rückstufung die Besoldung in jedem Fall steigt. Je nach Erfahrungsstufe erhalten die Beschäftigten Beträge zwischen 2600 und 10.800 Euro. Insgesamt kostet dies die Stadt rund 600.000 Euro. Dafür wurden vorsichtshalber Rückstellungen gebildet. Außerdem werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch künftig nach Tarifgruppe S8b entlohnt – bisher zahlte die Stadt die Gehälter der Tarifgruppe S8a. Diesen Vorschlag habe der Personalrat in vorherigen Gesprächen „positiv aufgenommen“ und auch während der Personalversammlung als „sinnvollen Weg“ empfohlen, sagte Bürgermeister Kern während der Magistratspressekonferenz in der vergangenen Woche.

Der Streit geht zurück auf das Jahr 2015, als die Stadt finanzielle Anreize schaffen wollte, um die Erziehungskräfte zu binden oder neues Fachpersonal gewinnen zu können. Die Erzieherinnen und Erzieher wurden ab Januar nicht mehr nach der damals für sie tarifvertraglich vorgesehenen Besoldungsgruppe S6 bezahlt, sondern sie erhielten als Zulage die Gehälter der Tarifgruppe S8. Darüber wurden schriftliche Nebenabreden zu den Verträgen abgeschlossen.

In der Tarifrunde im September 2015 wurden die Tarifgruppen S6 und S8 abgeschafft; Gewerkschaft und kommunale Arbeitgeber vereinbarten, dass für die Erzieherinnen rückwirkend zum 1. Juli die neue Tarifgruppe S8a zu gelten habe. Die neue Tarifgruppe S8b blieb Arbeitsplätzen mit besonderem Anspruch vorbehalten und ersetzte die alte Tarifgruppe S8. Daraufhin ordnete die Stadt die Kita-Kräfte in die Gehaltsstufe S8a ein und sah sich nicht mehr in der Pflicht, eine Zulage zu zahlen. Die Erzieherinnen und Erzieher meinten jedoch, sie seien im Januar 2015 ordnungsgemäß nach S8 befördert worden und hätten demzufolge nun Anspruch auf eine Besoldung nach S8b.

Dagegen wehrten sich einige juristisch und klagten vor dem Arbeitsgericht. Ein Erzieher zog seine Klage zurück, mit einer geringfügig beschäftigten Erzieherin einigte sich die Stadt auf einen Vergleich. In einem dritten Fall forderte die Klägerin rückwirkend 1848 Euro und wollte nicht nur in die Tarifgruppe S8b eingeordnet werden, sondern auch stufengleich aufsteigen. Das Arbeitsgericht Offenbach und auch das Landesarbeitsgericht gaben ihr Recht; das Bundesarbeitsgericht, das die Stadt angerufen hatte, ließ keine Revision mehr zu.

Anders als die höheren Instanzen urteilten zwei Kammern des Arbeitsgerichts Offenbach in zwei weiteren Prozessen. Sie sahen die Stadt zwar zu Rückzahlungen nach S8b von 1237 und 1680 Euro verpflichtet, verneinten aber den Anspruch der Klägerinnen auf stufengleichen Aufstieg und entsprechend höhere Rückzahlungen –im einen Fall wären das 3975 Euro gewesen, im andern 4501 Euro. Sowohl die Klägerinnen als auch die Stadt haben Berufung eingelegt.

Auf der Basis dieser beiden Urteile hat die Stadt nun dennoch ihr Friedensangebot an alle 70 Erziehungskräfte vorgelegt und würde auch die beiden Verfahren nicht weiterbetreiben. Die Erzieherinnen erhalten nun Entwürfe für individuelle Änderungsverträge mit der jeweiligen Eingruppierung in die Erfahrungsstufe und dem darauf basierenden Rückzahlungsbetrag. In zwei Wochen will man sich wieder treffen – dann muss eine Entscheidung fallen.

Die 50 Erzieherinnen und Erzieher, die erst nach Beginn des Streits eingestellt wurden, sollen laut dem Vorschlag des Magistrats zunächst weiterhin nach Tarifgruppe 8a bezahlt werden. Wenn sie fünf Jahre ununterbrochen bei der Stadt beschäftigt sind, sollen sie Gehälter nach S8b erhalten. „Alle Gerichte haben aber festgestellt, dass es von der Tätigkeit her keinen Rechtsanspruch auf Besoldung nach Tarifgruppe 8b gibt“, betonte der Bürgermeister.

Quelle: roedermark.de
 
Siehe auch
» 03.11.2018 Erfolg für die Erzieher in Rödermark.
» Kindergarten/KiTa KiGa. Gebührenerhöhung, Höhergruppierung

PM der SPD Rödermark. Höhergruppierung der Erzieherinnen und Erzieher

Erzieher. Höhergruppierung
Erzieher. Höhergruppierung

Pressemitteilung SPD Rödermark
Datum 05.11.2018
Höhergruppierung der Erzieherinnen und Erzieher:
Die SPD sollte Recht behalten!

Eine Gerichtsentscheidung stellt die Stadt vor große, selbst verursachte Problem
Rückblick: In einer Nebenabrede mit den Rödermärker Erzieherinnen und Erziehern hieß es u.a., dass eine Höhergruppierung nach Eg S 8 (nach dem neuen Tarifvertrag nun S8b) mit dem neuen Haushaltsplan 2015 durchgeführt werden würde. Auch auf Gehaltsabrechnungen der Erzieherinnen und Erzieher war diese vermeintlich „freiwillige Leistung“ als „Höhergruppierung“ damals vermerkt. Unterschrieben wurde diese Vereinbarung im Januar 2015 von den einzelnen Erzieherinnen und Erziehern sowie Bürgermeister Roland Kern und dem Stadtrat und zuständigen Sozialdezernenten Jörg Rotter. Nach einer neuen Tarifrunde hatte die Stadtverordnetenversammlung auf Drängen von Jörg Rotter und Roland Kern diese Abrede zurückgenommen.
Die Fraktionen der Koalition aus CDU und AL/Die Grünen folgten dem Willen der Stadtspitze vorbehaltlos. Freie Wähler und FDP machten einige kritische Anmerkungen, hoben aber ebenfalls ihre Hand für den Beschluss. Einzig die Sozialdemokraten wehrten sich energisch und empört gegen das Vorgehen der Stadt und warnten vor rechtlichen Folgen und zusätzlichen Kosten.
„Wir haben damals trotz großer Empörung auf einer namentlichen Abstimmung bestanden. Niemand sollte sich hinter seiner Fraktion verstecken können! Leider hat trotzdem nur unsere Fraktion geschlossen gegen den Antrag gestimmt“, so der Fraktionsvorsitzende Diekmann. Mit „Moralpredigt“ hatte die CDU Fraktionsvorsitzende Michael Gensert die Gegenrede des sozialdemokratischen Kollegen damals verunglimpft.
Diekmann hatte in der Sitzung auch den drohenden Vertrauensverlust zwischen den Erzieherinnen und Erziehern sowie den Eltern auf der einen Seite und der Stadt andererseits angesprochen.

Sehr wohl aber will ich auf die moralische Verpflichtung der Stadt und auch die von uns als Stadtverordnete eingehen. Wir haben den Erzieherinnen und Erziehern und Eltern vor rund einem Jahr etwas anderes zugesagt und machen jetzt die Rolle rückwärts […]. Sie, Herr Bürgermeiste, und Sie, Herr 1. Stadtrat, sowie wir, die Stadtverordnetenversammlung, haben den Erzieherinnen und Erziehern, Eltern und der Öffentlichkeit zugesagt, dass unsere Fachkräfte besser bezahlt und höhergruppiert werden. Und nur weil jetzt dem Magistrat der neue Tarifvertrag nicht passt, sollen alle Zusagen zurückgenommen werden […]. Mancher hier anwesende Stadtverordnete ist selber Mama oder Papa, hatte oder hat selber Kinder in einer Rödermarker KITA. Ja, mancher war hier sogar als Elternteil sehr aktiv, hat mit Feste organisiert, war selber Mitglied der Elternvertretung… – und heute?! Wie können Sie hier heute einfach so mitmachen? Ich sage, lassen Sie sich, liebe Kolleginnen und Kollegen Stadtverordnete, von keinem fraktionellen Zwang in ihrer Abstimmung beeinflussen – sie sind nur Ihrem Gewissen verpflichtet, sonst gar nichts…wenn Sie Zweifel haben, dann enthalten Sie sich wenigstens…und wenn Sie mutig sind und zu unserem gemeinsamen Versprechen an die Erzieherinnen und Erzieherinnen und Eltern stehen wollen, dann lehnen Sie diese Vorlage zusammen mit uns als SPD heute ab […]“

Der Parteivorsitzende Hidir Karademir erinnert sich: „Die Situation war damals schon durch den Bürgermeisterwahlkampf aufgeladen. Die Koalition versuchte mit allen Mitteln, den ersten Stadtrat aus der Schusslinie zu bringen. Heute können wir nur von einem riesigen Scherbenhaufen und großem Vertrauensverlust zwischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadt und der Magistratsspitze sprechen. Ein echter Skandal!“
Diekmann stellt nun klar, dass seine Fraktion keinen Moment der Schadenfreude empfinde. Im Gegenteil, man sei immer noch fassungslos über das „Komplettversagen sämtlicher damaliger Verantwortlicher“ die jetzt durch richterliche Beschlüsse nicht nur zu Rückzahlungen und neuer Gruppierungen führen würden, sondern auch noch Gerichtskosten zu stemmen habe, die zur Lasten der Bürger innen und Bürger der Stadt gehen.

Rückblick Pressestimmen:
„… die Rödermärker Verwaltung erlebt derzeit die offenbar schwersten internen Verstimmungen seit der Stadtgründung vor knapp 40 Jahren. Die Führungsfiguren der Adminis¬tration (Bürgermeister und Stadträte) liegen mit einer großen Gruppe der Angestellten im Clinch. Das Erzieher-Personal der kommunalen Kindertagesstätten fühlt sich „angeschmiert“…“ (Dreieich-Zeitung)
„… SPD-Bürgermeisterkandidat Samuel Diekmann sprach dort von „Augenwischerei“ und von der „Rücknahme eines Versprechens“. Das Thema gipfelte in einem SPD-Antrag auf namentliche Abstimmung. Jetzt klagen die Erzieherinnen gegen den Beschluss…“ (Frankfurter Rundschau)
 
+-+- Soweit die Pressemeldung der SPD. Hier die PM im Original +-+

 
Weiterführend

» Zusammenfassung: Kindergarten/KiTa KiGa. Gebührenerhöhung, Höhergruppierung
» Wie gewonnen so zerronnen. Erfolg für die Erzieher in Rödermark.