Pressemeldung FDP Rödermark
Stadtfinanzen brauchen Öffentlichkeit und kein Hinterzimmer
Haushalt nur transparent, öffentlich und gemeinsam mit den Bürgern sanieren
Die desaströse (wohl rund 14 Millionen Euro Defizit in 2026) finanzielle Lage der Stadt erfordert dringend konsequentes und transparentes Handeln seitens der Politik.
Die FDP ist selbstverständlich bereit, Verantwortung zu übernehmen und ein wirklich solides Haushaltskonsolidierungskonzept für die Stadt Rödermark mitzutragen – mit dem klaren Ziel, Steuererhöhungen zu vermeiden. Doch eines ist dabei auch klar: Das alles darf nicht hinter verschlossenen Türen stattfinden, sondern muss ganz offen und transparent passieren – gemeinsam mit den Rödermärker Bürgerinnen und Bürgern.
In den vergangenen Jahren tagte die sogenannte „Arbeitsgruppe Haushalt“ immer nicht öffentlich – also unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Das Ergebnis? Ernüchternd. Konkrete Vorschläge zur Haushaltskonsolidierung? Keine. Stattdessen immer wieder die gleiche Leier: „Wir können nicht anders.“ Der Bund sei schuld, das Land sei schuld, irgendwer anders sei schuld – nur nie die eigene Untätigkeit. Negativer Vorteil dieser nichtöffentlichen Arbeitsgruppe: Aufgrund der Nichtöffentlichkeit kann jede Partei nachher was auch immer behaupten – die ehrlichen Fakten sind leider nichtöffentlich.
„Die Verantwortung für einen ausgeglichen Haushalt wurde systematisch auf andere abgeschoben“, kritisiert Hans Gensert, Vorsitzender der FDP Rödermark. „Und dann hat man einfach weitergemacht wie bisher. Dabei hätte man schon vor über einem Jahr (wenn ehrlicherweise nicht schon früher) mit ernsthaften Konsolidierungsmaßnahmen beginnen müssen. Hat man nicht getan. Vorschläge der FDP dazu wurden ignoriert.“
Besonders brisant dabei: Schon seit Herbst letzten Jahres war mit etwas gesundem Menschenverstand absehbar, dass der Haushaltsentwurf für 2026 nie und nimmer genehmigungsfähig sein würde. Trotzdem wurde er im Dezember 2025 eingebracht.
„Warum hat man (spätestens) nach diesem öffentlichen Offenbarungseid nicht sofort mit intensiven, öffentlichen, Beratungen und direkten Maßnahmen begonnen?“, fragt Fraktionsvorsitzender Tobias Kruger. „Stattdessen wurde wieder abgewartet. Immer nur abwarten und hoffen – das ist der falsche Weg. Worauf wird noch gewartet?“
Das Ziel der FDP ist eindeutig: Steuererhöhungen müssen vermieden werden. „Die Bürgerinnen und Bürger sind bereits äußerst stark belastet“, betont Tobias Kruger. „Deshalb müssen wir alle Möglichkeiten (ohne Denkverbote) ausschöpfen, um den städtischen Haushalt zu stabilisieren, ohne den Menschen noch tiefer in die Tasche zu greifen. Aber genau dafür braucht es konkrete Vorschläge, harte Arbeit und den Mut, Prioritäten neu zu setzen – nicht sich fortwährend im Kreis drehende Beratungen hinter verschlossenen Türen und auch nicht das ständige Abwälzen von Verantwortung.“
Die FDP stellt sich ihrer Verantwortung: „Wir sind selbstverständlich bereit, intensiv mitzuarbeiten“, erklärt Kruger. „Aber nur unter ganz klaren Bedingungen: Öffentlich, transparent und die Bürgerinnen und Bürger müssen dabei mitgenommen werden. Rein nur hinter verschlossenen Türen – diese Zeiten müssen vorbei sein.„
Es geht mittlerweile für Rödermark um mehr als bloße Haushaltszahlen. Es geht um die Frage: Welche Stadt wollen wir sein? Welche Projekte sind uns wichtig? Was müssen wir heute zurückstellen, um morgen handlungsfähig zu bleiben – ohne die Menschen durch Steuererhöhungen zusätzlich zu belasten? Diese Fragen dürfen nicht nur im politischen Hinterzimmer beantwortet werden. Die Bürger/-innen müssen aus Sicht der FDP mit Blick auf den städtischen Haushalt bei den Beratungen mitgenommen werden.
„Stellen Sie sich vor, Entscheidungen über Ihre Stadt, über Ihre Steuergelder, über die Zukunft Ihrer Kinder werden getroffen – und Sie erfahren erst hinterher davon“, sagt Sebastian Donners, stellvertretender Vorsitzender der FDP Rödermark. „Das kann doch nicht richtig sein. Haushaltspolitik ist keine Geheimwissenschaft. Sie betrifft uns alle, also sollten wir alle die Chance haben, mitzureden.“
Die FDP ist überzeugt: Nur was ganz transparent nachvollziehbar ist, kann auch mitgetragen werden. Nur was offen diskutiert wird, findet breite Akzeptanz. Und nur wer die Bürgerinnen und Bürger ernst nimmt, kann erwarten, dass sie schwierige Entscheidungen mittragen – auch wenn das bedeutet, eventuell auf manches (erstmal) zu verzichten, um Steuererhöhungen zu vermeiden.
Deshalb fordert die FDP Rödermark, dass die so genannte „Haushaltsgruppe“ künftig in einem öffentlichen Format tagt, welches die Bürger/-innen mitnimmt – keine Ausreden mehr. „Wir wollen keine Alibiveranstaltungen mehr“, so Hans Gensert. „Wir wollen einen ehrlichen, offenen Dialog über die finanzielle Zukunft Rödermarks – mit dem Ziel, den Haushalt zu sanieren, ohne die Steuerschraube anzuziehen. Die Menschen verdienen Respekt. Sie verdienen Transparenz. Und sie verdienen Politiker, die den Mut haben, Klartext zu reden – offen, nicht hinter verschlossenen Türen.
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Kommunalwahl 2026

