Mehr als nur ein Kommentar. Ein Aufsatz zu „mehr Eigenverantwortung“

Holzbrücke. Symbolfoto.
Holzbrücke. Symbolfoto.

Ein Kommentar/Aufsatz von Dr. Rüdiger Werner

Nicht das mich jemand falsch versteht: Ich bin keiner, der ohne Falschschirm aus dem Flugzeug springt. Ich bin keiner, der bei Sturm in den Wald geht oder mit Flip-Flops Berge besteigt. Aber ich bin auch keiner, der, wenn er über eine Wurzel stolpert oder in eine Pfütze tritt, auf die Idee kommt, die Stadt, das Land oder der Bund sei schuld. Nein, die Schuld liegt dann ausschließlich bei mir, der nicht aufgepasst hat.

Sicherheit ist wichtig und Sicherungspflichten sind prinzipiell zu erfüllen. Aber: Sicherheit und persönliche Freiheit sind in den meisten Fällen direkte Gegenspieler und die Aufgabe der Legislative ist es, hier eine gesunde Balance zu finden zwischen den Interessen der Bürger, der persönlichen Freiheit der Bürger und deren Sicherheit. Und diese Balance ist in den letzten Jahrzehnten immer weiter in Richtung Sicherheit gerutscht, was ich für falsch und für die Allgemeinheit für sehr teuer halte.

Ein paar Fragen dazu:
Über 3.000 Menschen sterben jährlich im Straßenverkehr. Sollen wir deshalb das Autofahren verbieten? Statistisch gesehen haben Motorradfahrer während der Fahrt ein vielfach höheres Risiko, tödlich zu verunglücken, Traktorfahrer ein besonders niedriges. Und trotzdem kommt keiner auf die Idee, Motorräder komplett zu verbieten und nur noch Traktoren als neue Verkehrsmittel zuzulassen (bisher jedenfalls nicht …). Man kann nicht alle Bäume fällen, damit Spaziergänger im Park und im Wald nicht mehr von herunterfallenden Ästen getroffen werden können. Man kann nicht alle Wespen, Bienen, Hummeln vergiften, nur damit keine Menschen mehr gestochen werden können und vielleicht an einem allergischen Schock sterben. Man kann nicht alle Flüsse, Bäche, Seen einzäunen oder mit einem Betondeckel versehen, nur weil man eventuell ins Wasser fallen und ertrinken könnte. In Groß-Umstadt ist vor Jahren mal ein Mann in einer 20 cm tiefen Pfütze ertrunken (sturzbesoffen gestürzt und mit dem Gesicht voran in der Pfütze gelandet) – also verbieten wir jetzt einfach das Spazierengehen nach starken Regenfällen? Rund 30 % der Deutschen können nicht schwimmen – sollten wir da nicht alle Schwimmbäder und Badeseen schließen – viel zu gefährlich? Und Berge sind ja generell viel zu gefährlich. Also Skier verbieten und Wanderwege nur freigeben, wenn sie auf der ganzen Strecke gegen Absturz gesichert ist? Über Steine kann man stolpern und sich schwer verletzen. Also dürfen auf Wanderwegen – egal wo – in Zukunft keine größeren Steine mehr liegen?
In einer solchen Welt kann man sich gleich 80 Jahre in sein Zimmer setzen, im Home Office arbeiten, sich von Lieferservices beliefern lassen und auf seinen Tod warten.

Glücklicherweise sind wir noch nicht so weit. Aber die Tendenzen sind da. Denn wie erklärt man sonst einem Bürger die in öffentlicher Sitzung gefallenen 60.000 € für eine Brücke über einen 5 m breiten und 1,5 m tiefen Graben?
Wenn man mal über die alte Brücke gegangen ist und gesehen hat, wie lange sich schweres Gerät abgemüht hat, den Beton dort zu entfernen, dann kommt man zu dem Urteil: diese Brücke hätte noch 100 Jahre gehalten. Zumindest für Fußgänger und Radfahrer. Aber hier sollten ja auch keine Autos drüber. Die Brücke hat die Rodau verrohrt. Das ist weder für die Wanderung von Arten schön noch bei wasserreichen Tagen, wo hier eine Engstelle ist. Dass diese Engstelle entfernt wurde, ist einer der wenigen positiven Aspekte des Abrisses.
An dieser Stelle würden maximal 20 Radfahrer, 100 Spaziergänger und 60 Hunde täglich die Rodau überqueren. Braucht man dafür wirklich in 4 m Tiefe verankerte Spezialfundamente? Eine besondere Aufmerksamkeit auf Sicherheitsaspekte widme ich vielleicht einer Hängebrücke über eine 200 Meter tiefe Andenschlucht. Aber bei einem kleinen Bach, über den viele schon mal darübergesprungen sind? Wie groß ist die Gefahr eines Brückeneinsturzes wirklich, wenn man eine Light-Brücke baut? Nach meiner Meinung nicht messbar. Wie soll eine Holzbrücke durchbrechen? Wenn es bei einem schlimmen Hochwasser tatsächlich zu Unterspülungen des Fundaments kommen sollte, kann man immer noch die Fundamente erneuern. Selbst wenn etwas passiert – man stürzt nur etwas mehr als ein Meter tief und wird nass.
Ich will hier der Stadt keinen direkten Vorwurf machen. Vermutlich sind die Vorschriften so und die Stadt hat die Vorschriften nicht gemacht. Aber über diese Vorschriften selbst (die ich im Übrigen nicht kenne und die man auch uns Stadtverordneten nicht gezeigt hat), rege mich etwas auf.

Um die Frage nach einem Kind zu beantworten. Was ist wahrscheinlicher: dass ein Kindergartenkind während der 1500 Meter entlang der Rodau zwischen Ober-Roden und Urberach irgendwo beim Versuch, an das Wasser zu kommen, abrutscht und in das Wasser fällt oder dass es bei der Überquerung einer 7 m langen Holzbrücke, die nicht den behördlichen Sicherheitsanforderungen entspricht, zu Schaden kommt?
Eltern beginnen in der Regel schon im 1. Lebensjahr, ihren Kindern Grenzen aufzuzeigen und sie vor Gefahren zu schützen. Das zieht sich durch die gesamte Kindheit: Pass hier auf! Mach das oder das nicht! Schütze dich vor dem und dem!
Erziehung und guter Menschenverstand lassen auch Kinder Gefahren meist richtig einschätzen. Die wenigsten Kinder wie Erwachsene würden über eine Brücke mit sichtbar morschen Holzplanken laufen. Aber über die Eppertshäuser Brücke? Ich bitte Sie! Das Risiko, das die Brücke beim Überqueren unter mir einstürzt, liegt sicherlich bei kleiner 1:1.000.000 und selbst wenn, werde ich es überleben. Dafür nehme ich keinen großen Umweg in Kauf.

Ein bisschen mehr Eigenverantwortung, ein bisschen mehr persönliches Risiko statt der umsichgreifenden Vollkaskomentalität würde unserer Gesellschaft gut tun.

Dieser Aufsatz nimmt Bezug auf Kommentare bei:
» Zum nicht umgesetzen Versprechen des Bürgermeisters.
» Wie aus Fakten heiße Luft wird.

Zum nicht umgesetzen Versprechen des Bürgermeisters.

Keine Brücke bei der  Weidenkirche
Keine Brücke bei der Weidenkirche

Zu dem Artikel „Wie aus Fakten heiße Luft wird.“ wurde ein Kommentar abgegeben, der als Stellungnahme zu einem zurückgezogenen Antrag, Brücke an der Weidenkirche, gewertet werden kann.
Kommentar von Rüdiger Werner, Stadtverordneter, FDP Rödermark

Ein paar Fakten:
Nein, die Stadtverordneten haben keinen solchen Beschluss gefasst. Den Stadtverordneten war die Problematik vor dem FDP-Antrag nicht wirklich bewusst.

Die Entscheidung zum Abriss der alten Brücken hat der Magistrat auf eine dringende Empfehlung der Fachverwaltung getroffen.

Die FDP hat ihren Antrag für erledigt erklärt, weil der Bürgermeister nach einem Gespräch mit den Vertretern der Kirchen versprochen hat, die Brücke zu erneuern. Als Kosten wurden in der Sitzung dafür zwischen 17.000 und 30.000€ genannt.

Sehr viel Geld für 7 Meter Holz über einen 1,50 Meter tiefen Graben mit 20 cm Wasserstand. Ja, es gibt ein schriftliches Angebot für eine Holzbrücke über 4.000 € einer Rödermärker Tischlerei. Ja, es gibt eine mündliche Antwort auf die Anfrage, was 3 geeignete Stahlträger für die Brücke kosten würden. Ja, es gibt eine grobe Schätzung eines Rödermärker Gartenbauunternehmens, was denn ein einfaches Fundament kosten würde, das 3 Stahlträger und eine 7 m lange Holzbrücke zu stützen hätte. Das ist sicherlich kein fertiges Komplettangebot und es sind auch keinerlei Normen oder Vorgaben für öffentliche Bauwerke berücksichtigt. Es wäre blos ein zweckdienliches Bauwerk, das bestimmt 30 Jahre seine Funktion erfüllen würde und deutlich unter 10.000 € kosten würde.

Gut, die meisten Stadtverordneten und der Magistrat waren auch bereit, 20.000 € für ein den Reglementierungen entsprechendes Bauwerk auszugeben. Gestorben ist das Projekt, als die Bauverwaltung den Untergrund beproben lies und sich herausstellte, dass ein aufwendiges Fundament errichtet werden müsste und die Kosten für die neue Brücke mindestens 60.000 € betragen würden. Das war es richtigerweise weder der FDP noch den anderen Stadtverordneten wert.

Die entscheidende Frage ist: kann es wirklich sein, dass ein einfaches Problem (wie überquere ich sicher und ohne nasse Füße einen 5 m breiten Graben mit fließendem Wasser), für das es seit Jahrhunderten einfache und zweckdienliche Lösungen gibt, nur für den Preis einer Luxuslimousine zu lösen ist, bloß weil es sich um einen öffentlichen Raum handelt? Warum ist die einfache, kostengünstige Lösung zusammen mit dem Schild „Nutzung auf eigene Gefahr“ nicht möglich?

Ich persönlich widerspreche dem Kommentar von „Einer“ (Admin siehe Anmerkungen) deutlich. Das Leben ist nicht ohne Risiko. Und das Risiko kann nicht immer zu 100% bei der Allgemeinheit liegen. Wo ist das Problem bei der „eigenen Gefahr“? Das nennt man Eigenverantwortung! Die einen sind dazu bereit und nehmen das Risiko auf sich, über eine Brücke zu gehen, die anderen sind es nicht und nehmen lieber einen großen Umweg in Kauf, um auf der vermeindlich ganz sicheren Seite zu sein. So wäre es richtig.
Ich hätte mir die Eppertshäuser Lösung auch für die Brücke an der Weidenkirche gewünscht.

Anmerkung
» Linkhinweis im Kommentar wurde vom Admin gesetzt.
» Hinweise auf „Einer“. „Einer“ hat hier einen Kommentar abgegeben.
» Eppertshäuser Lösung siehe hier.
 
Siehe auch
» 13.06.2019 Gegenüber der Weidenkirche. Da war mal eine Brücke.
» 18.09.2019 Weidenkirche. Neue Brücke über die Rodau.
» 26.09.2019 Weidenkirche, 100 wilde Bäche und heller Asphalt.
» 03.10.2019 FDP Antrag zur Rodaubrücke an der Weidenkirchen unnötig.
» 03.10.2019 Fakt ist…..Rodaubrücke wird gebaut. Stadtpost Seite 3
» 23.10.2019 SPD bezweifelt, dass die „Grüne Mitte“ ….
» 21.11.2019 Brückenbau an der Weidenkirche. Bodenerkundung.
» 30.05.2020 Wie aus Fakten heiße Luft wird.

Wie aus Fakten heiße Luft wird.

Da war mal eine Brücke.
Da war mal eine Brücke.

Unverständnis zu unterschiedlicher Vorgehensweise.
Vorweg.

  • Dem Verfasser des Leserbriefs dürfte entgangen sein, dass es aller Voraussicht mit einer neuen Brücke nichts werden wird
  • Wie man sagt, hätte das alte Brückenbauwerk noch eine Ewigkeit dem Fußgängerbetrieb standgehalten.

Das schnelle Abarbeiten der Mägel beim WumboR Rundweg und den nicht sichtbaren Fortschritten für den Ersatz der Rodaubrücke an der Weidenkirche, hat einen Bürger zur Feder greifen lassen. Hier der auch in der Offenbach Post veröffentlichte Leserbrief. (Leserbrief folgt)

Leserbrief
wumbor-Weg + Weidenkirche
Es ist interessant, zu sehen, wie schnell der wumbor -Weg abgefahren wurde, Mängel festgestellt und schon am nächsten Tag beseitigt wurden. Dies wurde dann über 2 Wochen mehrfach in der Presse berichtet. An der Weidenkirche wurde vor einem Jahr die Brücke abgerissen. Aufgrund vieler Proteste versprach die Stadt einen neuen Übergang zu errichten. Bis jetzt ist nichts passiert. Obwohl der Stadt ein günstiges Angebot vorliegt, hat sich noch nichts getan. Auch die versprochenen Treppenstufen, die zur Bewässerung der Weidenkirche und zum Holen für Rodauwasser bei Taufen benötigt werden, wurden bis heute nicht gemacht. Mich würde interessieren, wann die Stadtverordneten den Beschluss zum Abriss des Übergangs gefasst haben und aus welchen Mitteln dies bezahlt wurde. Es gab vorher keinerlei Information an die Weidenkirchenverantwortlichen. Die Weidenkirche ist seit ihrem Bestehen im Jahr 2007 ein zentraler Anlaufpunkt christlichen Lebens in der grünen Mitte der Stadt Rödermark geworden und sollte mindestens die gleiche Wertschätzung erhalten wie unser schöner wumbor-Weg.
Alfred Röder

Zu der Frage ..wann die Stadtverordneten..
Mir ist nicht bekannt, dass es in einer Stadtverordnetenversammlung einen Beschluss zum Abriss der Brücke gegeben hat. Wenn doch, bitte ich um Richtigstellung. Bei der Stadtverordnetenversammlung am 28.11.2019 wurde der FDP-Antrag zur Erstellung einer neuen Brücke zurückgezogen. Warum? Das könnte sich aus dem Artikel in der Stadpost vom 3.10.2019 ergeben haben.

Rodaubrücke bereits in Planung
Rodaubrücke bereits in Planung

Rodaubrücke Fak
Rodaubrücke Fakt

Rodaubrücke Stadtpost
Rodaubrücke Stadtpost Fakt

Quelle: Stadtpost 3.10.2019. Seite 3.

Hier werden Fakten aufgezeigt. Fakt ist, die Brücke wird erneuert. Damit hatte sich der FDP-Antrag zur Brückenerneuerung erledigt. Siehe: FDP Antrag zur Rodaubrücke an der Weidenkirchen unnötig.
Nach der Stadtverordetenversammlung am 3.10.2019 gab es dann in der Offenbach Post (Printausgabe ) folgendes:

Rodaubruecke
Rodaubruecke Weidenkirche

Zu diesem Zeitpunkt war der Antrag der FDP bereits zurückgezogen.

Ja was denn jetzt? Gab es einen belastbaren Kostenvoranschag oder nicht? Ob die FDP ohne den Presseartikel in der Stadtpost ihren Antrag zurückgezogen hätte, müssen Sie die FDP fragen.

Eppertshausen. Ein Vorbild an Bürgerfeundlichkeit und Sparsamkeit. Den Bürgermeister hätten wir haben können.

Brücke In Eppertshausen
Brücke In Eppertshausen

Siehe auch
» 13.06.2019 Gegenüber der Weidenkirche. Da war mal eine Brücke.
» 18.09.2019 Weidenkirche. Neue Brücke über die Rodau.
» 26.09.2019 Weidenkirche, 100 wilde Bäche und heller Asphalt.
» 03.10.2019 Fakt ist…..Rodaubrücke wird gebaut. Stadtpost Seite 3
» 03.10.2019 FDP Antrag zur Rodaubrücke an der Weidenkirchen unnötig.
» 23.10.2019 SPD bezweifelt, dass die „Grüne Mitte“ ….
» 21.11.2019 Brückenbau an der Weidenkirche. Bodenerkundung.
» 05.06.2020 Zum nicht umgesetzen Versprechen des Bürgermeisters.

FDP Antrag zur Rodaubrücke an der Weidenkirchen unnötig.

Rodau an der Weidenkirche
Rodau an der Weidenkirche

Planungen für neue Rodaubrücke im Zeitplan. FDP Antrag obsolet.
Was die FDP wohl nicht wusste. Eine neue Rodaubrücke an der Rodau ist längst geplant. Wie man weiter der Presse entnehmen kann, wurden seitens der Verwaltung bereits Maßnahmen ergriffen, die zur Neugestaltung der abgerissenen Rodaubrücke an der Weidenkirche notwendig sind. Mit der Kirchengemeinde wurde, so kann man der Stadtpost entnehmen, im Rahmen der Quartalsgespräche die Vorgehensweise bereits einvernehmlich vereinbart. Es ist sogar schon ein Büro beauftragt, die Kosten zu ermitteln.

Die Arbeiten werden schon im Frühjahr 2020 beginnen. Was den Zugang zur Rodau betrifft, wurde noch keine endgültige Regelung getroffen. Mit der Kirchengemeinde wurde vereinbart, die Trittsteine selbst zu verlegen oder man wartet die endgültige Planung ab.

Damit dürften sich auch die Fragen des Mitglieds des „Weidenkirchenpflegeteams“ erledigt haben.
Siehe diesbezüglich den Kommentar/Fragen zum Artikel

»Status Weidenkirche 10.06.2020

Weidenkirche, Vorkaufsrecht, 100 wilde Bäche und heller Asphalt.

Ausschusswoche zur kommenden Stavo am 15.10.2019
Ausschusswoche zur kommenden Stavo am 15.10.2019

Bau, Umwelt, Stadtentwicklung und Energie (BUSE) 26.09.2019. Rodaubrücke, Vorkaufsrecht und heller Asphalt

Rodaubrücke. Ein wenig Kreativität und Voraussicht wäre angebracht gewesen.

Weidenkirche
Weidenkirche

Für einen Neubau einer kleinen Brücke bzw. eines Stegs über die Rodau an er Weidenkirche ist ein mehrstufiges Genehmigungsverfahren notwendig. Bis auf das Bundeskanzleramt muss man scheinbar fast alle Dienststellen im Land um Genehmigung bitten.
Durch die Ausführungen von Herrn Kron wurde auch klar, warum viele der heute 60jährigen die Eröffnung des Flughafens BER nicht mehr erleben werden. All das muss Herr Kron und auch sein Dienstherr doch wissen. Hat man es unterlassen, über die Folgen nachzudenken. Die Reaktion der Kirche hätte man voraussehen können. »Die Kirche könnte auf die Idee kommen und darum bitten, eine neue Brücke zu erstellen.« Jetzt haben wir den Fall. Der Neubau einer Brücke (Steg) steht zur Debatte.
Nun sei es erlaubt Fragen zu stellen.

  • Wäre es nicht einfacher und wesentlich kostengünstiger gewesen, man hätte die Rodaubrücke OFFIZIELL NICHT abgerissen, sondern REPARIERT. Ganz egal einmal, was man unter „reparieren“ in diesem Fall zu verstehen hat.
  • Hätte man sich damit nicht das Herrn Kron geschilderte mehrstufige, bestimmt auch kostenträchtige, Verfahren erspart?
  • Wie kommt die irre Preisspanne zustande? Die Verwaltung spricht von Kosten in Höhe von 30.000,00 €, während der Antragsteller mit ca. 5.000,00 € gerechnet hat.
  • Hat man sich bei der Verwaltung zu spät Gedanken gemacht, wie man ein Verfahren durch Kreativtät umgehen kann?

Vorkaufsrecht. Stadt will sich Vorkaufsrechte sichern.

Vorkaufsrecht
Vorkaufsrecht

Das was mit dem Schützenhof (Schasser) passiert ist, soll sich nicht wiederholen.
Die Stadt will sich für das im Antrag aufgeführte Gebiet ein Vorkaufsrecht sichern.
Es wurde von einem Stadtverordneten die Meinung vertreten, die Stadt hat ein generelles Vorkaufsrecht auf zum Verkauf anstehende Immobilien. Da gingen die Meinungen auf dem Podium ein wenig auseinander.
Einerseits wurde gesagt: „Das Vorkaufsrecht besteht nur für Gebiete, bei denen es keinen Bebauungsplan gibt; sogenannte §34-Gebiete. Für mich war aus der Diskussion der beiden Verwaltungsmitarbeiter nicht erkennbar, wer die richtige Antwort dazu hatte.

Förderprogramm 100 wilde Bäche.

Einhundert wilde Bäche
Einhundert wilde Bäche

100 wilde Bäche. Förderantrag um bis zu 95% der Kosten erstattet zu bekommen fand allgemeine Zustimmung. Herr Kron bemerkte, dass die Antragsfrist Termin für den Förderantrag 25.10.2019 nicht zu halten ist. Ob man nach Antragsschluss noch auf die Förderliste kommen kann dürfte fraglich sein. Gut das es Stadtverordnete gibt, die den pragmatischen Weg gehen wollen. Herr Gerl machte einen ganz einfach anzuhörenden Vorschlag, der die Fördergelder sichern könnte. „Stellt doch ganz einfach den Förderantrag mit dem Hinweis, dass die Begründung nachgereicht wird. Damit dürfte die Frist gewahrt bleiben.“ Unter BM Kern hat man meines Wissens ab und zu so gehandelt.
Siehe die Förderrichtlinien.

Heller Asphalt zur Verbesserung des Stadtklimas.
Trotz allgemeiner Zustimmung wurde viel Zeit mit Argumenten verbraucht, die gegen hellen Asphalt sprechen KÖNNTEN. In der heutigen Zeit ist es schon Bedenklich, wenn höhere Kosten Thema ist. Ohne genaue Zahlen zu haben, stehen 2% bis 3% im Raum. Ich hätte erwartet, dass man vom Magistrat zu hören bekommt: „Es stehen Straßen zu grundhaften Sanierung an. Wir werden beide Varianten (hell und schwarz) ausschreiben und dann im Magistat besprechen.“
PUNKT.

Die schriftlichen Antworten zu einigen Anfragen werden nachgereicht. Aus Zeitgründen konnten noch nicht alle Anfragen beantworte werden.

Siehe
» 100 Wilde Bäche für Hessen
» 28.09.2019 Rodaubrücke ist schon in der Planung (OP Printausgabe)

Weidenkirche. Neue Brücke über die Rodau.

Weidenkirche. Eine neue Brücke über die Rodau.
Weidenkirche. Eine neue Brücke über die Rodau.

Pressemeldung der FPD Rödermark.
FDP fordert: Neue (Holz-)Brücke über-die-Rodau an der Weidenkirche!
Gefahrloser Übergang und Wasserschöpfen müssen wieder möglich sein.

Die FDP Fraktion Rödermark hat zur nächsten Sitzung der Stadtverordnetenversammlung einen Antrag gestellt, an der Stelle der unlängst abgerissenen Brücke über die Rodau an der Weidenkirche eine neue Holzbrücke für Fußgänger und Radfahrer zu errichten. Die Auftragsvergabe soll nach Möglichkeit bevorzugt an örtliche Unternehmen erfolgen. Außerdem soll an dieser Stelle an der Weidenkirche durch bauliche Veränderung des Ufers ein gefahrloser, direkter Zugang zur Rodau hergestellt werden, damit die schöne Tradition des Taufens mit Rodauwasser in der Weidenkirche fortgesetzt werden kann.

„Im Frühjahr 2019 wurde“, teil FDP-Fraktionsvorsitzender Tobias Kruger dazu mit, „die marode alte Steinbrücke über die Rodau an der Weidenkirche von der Stadt ersatzlos entfernt. Während der Abriss aufgrund der in die Jahre gekommenen Bausubstanz noch zu verstehen und auch ökologisch zu begrüßen war, stößt der fehlende Ersatz der Brücke bei weiten Bevölkerungsteilen zurecht auf vollkommenes Unverständnis. Ein gut ausgebauter und von Fußgängern sowie Radfahrern stark frequentierter Feldweg endet nun im Nirgendwo und besonders den Besuchern der Weidenkirche fehlt nun ein wichtiger Zugang zu dieser“.

Der stellvertretende FDP-Fraktionsvorsitzende Dr. Rüdiger Werner ergänzt: „Ein weiteres Problem stellt der mit dem Brückenabriss weggefallene, direkte Zugang zur Rodau dar, da an dieser Stelle das für evangelische Taufen in der Weidenkirche regelmäßig das Taufwasser geschöpft wurde. Hinzu kommt, dass gerade der direkte Zugang zur Rodau bei Trockenheit die Möglichkeit bat, Wasser zur dringend notwendigen Bewässerung der Weidenkirche unkompliziert vor Ort zu schöpfen“.

Aufgrund dieser Tatsachen hält die FDP-Fraktion die alsbaldige Neuerrichtung einer Brücke über die Rodau an dieser Stelle für unabdingbar. Spätestens mit dem ersten Gottesdienst im Jahr 2020 (Ende Mai) sollte die neue Ersatzbrücke aus Holz analog der Rodaubrücke an der Donaustraße errichtet sein. Da der Wunsch nach einem Brückenneubau auch hörbar von den Kirchen geäußert wird, besteht aus Sicht der FDP-Fraktion eine große Chance dahingehend, dass dieses Projekt durch Sponsoring zu finanzieren bzw. mindestens aktiv zu begleiten ist.

 
»Status Weidenkirche 10.06.2020