Deutsch-Türkischer Freundschaftsverein mit neuem Vorstand

Pressemitteilung 3.11.2020
Deutsch-Türkischer Freundschaftsverein mit neuem Vorstand

30 Jahre hätte der DTF sehr gerne in diesem Jahr gefeiert. Aber nicht nur dieses Zwischen-Jubiläum fiel dem blinden Viren-Wüten zum Opfer. Seit über einem halben Jahr konnte eigentlich nichts Geplantes mehr ins Werk gesetzt werden, trotz immer wieder hoffnungsvoll angesetzter Sitzungs- und Veranstaltungstermine. Die turnusmäßige Mitgliederversammlung wählte nunmehr vor zwei Wochen – auch dieser Termin seit März immer verschoben – dem Satzungsgebot gehorchend einen neue Vorstand. Der hat sich inzwischen auch konstituiert, versucht also reddie Vereinsarbeit wieder aufzunehmen.

Genauso überschaubar wie die derzeitigen Handlungsspielräume des Vereins waren auch die personellen Veränderungen, eher kleine Rochaden als große Wechsel. Zwar ist es seit langem Brauch, die Mitglieder mit einem üppigen Frühstücksbüffet zur Neuwahl des Vorstands zu locken, aber auch dies wäre durch kein zumutbares Hygienekonzept umsetzbar gewesen und wurde durch ein Minimalangebot an Erfrischungsgetränken ersetzt, ergänzt durch reichlich Desinfektionsmittel. Zwar wurde auch so die Beschlussfähigkeit problemlos erreicht. Aber eine freundschaftlich lockere Atmosphäre wie all die Jahre zuvor kam kaum auf.

Der Jahrestreff des DTF verlief meist doch in gewohnten Bahnen: Rechenschaftsberichte entgegen nehmen und diskutieren, Vorstand wählen, beides in Rekordtempo, Ausblick ins neue Geschäftsjahr gewähren, ein hochspekulatives Unterfangen. Die Vorstandsneuwahl ist geprägt durch personelle Kontinuität, was auf weiter routinierte Erledigung doch meist wiederkehrender Aufgaben hoffen lässt.

“Baskan” Selahattin Karademir berichtete über ein vom Start weg arbeitsreiches Geschäftsjahr, in dessen zweiter Hälfte das vielfältige Engagement dieses mit zurzeit knapp 70 Mitgliedern immer noch kleinen Vereins pandemisch bedingt arg ausgebremst wurde. Dass der Verein nach wie vor über kein eigenes Domizil verfügt, aber in der Vielfalt vorhandener, vor allem kommunaler
Räume immer ein Dach über dem Kopf für seine Angebote fand, spielte zum Ende des alten Geschäftsjahres kaum noch eine Rolle. Von vielen ehrgeizig geplanten Veranstaltungen war die einzige noch realisierte der Comedy-Abend mit Tan Caglar in Kooperation mit dem AZ Rödermark im Oktober. Nicht einmal das Sommerfest konnte über die Waldfestplatz-Bühne gehen, keine Ausflüge, keine Eltern-Seminare, keine Dichterlesungen, keine Ausstellungen, keine Ableger des jährlichen Frankfurter Türkischen Filmfestivals fanden statt. All das wird wohl dann in 2021 Wirklichkeit werden – fürwahr ein schwacher Trost.

Neuer Vorsitzender wurde der alte: Selahattin Karademir. In der Vereinsspitze gibt es einen Neuzugang: Zum stellvertretenden Vorsitzenden wählte das Vereinsplenum Mustafa Basak-Richter. Weitere Änderungen vollzogen sich eher als kleine Rochaden: Meyem Yagmur, bisher Beisitzerin, wurde ebenfalls stellvertrende Vorsitzende, und die bisherige Beisitzerin Selin Karademir übernahm die Kassenführung von Ezgi Çavuş, die aus dem Vorstand ausschied. Als Schriftführer setzt Karl-Heinz Oberfranz seine Arbeit weitere zwei Jahre fort und betreut auch die Presse. Zu Beisitzern wurden Kamber Gök, Hidir Karasdemir, Ufuk Çavuş und Bayram Yagmur gewählt, zu Kassenprüfern Hydar Çavuş und Roland Kern. Selahattin Karademir schloss nach einer knappen Stunde die kürzeste Mitgliederversammlung in der Vereinsgeschichte.

KHO

Bild: Der neu gewählte Vorstand des Deutsch-Türkischen Freundschaftsvereins übt sich in Maske runter, Luft anhalten, Maske auf . V.l.n.r.: Beisitzer Kamber Gök, Bayram Yagmur, Hidir Karademir, neuer Vize-Vorsitzender Mustafa Basak-Richter, Vize-Vorsitzende Meryem Yagmur, Schriftführer Karl-Heinz Oberfranz, Kassiererin Selin Karademir, Beisitzer Ufuk Çavuş, Vorsitzender Selahattin Karademir.

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