Gastbeitrag zur Erhöhung der Grundsteuer

Gastbeitrag Armin Lauer
Fairness hat offenbar eine neue Bedeutung

Mit großem Interesse habe ich die Bürgerinformation zur Erhöhung der Grundsteuer gelesen. Es ist schon bemerkenswert, mit welcher sprachlichen Kreativität versucht wird, eine Steuererhöhung von über 34 Prozent als Akt der Fairness und Solidarität zu verkaufen. Man könnte fast meinen, nicht die Grundsteuer sei gestiegen, sondern lediglich der Wortschatz der Pressestelle. Besonders beeindruckt hat mich die Begründung, die Grundsteuer sei deshalb die „fairste Lösung“, weil sie über die Nebenkosten auch auf Mieter umgelegt werden könne. Nach dieser Logik wird eine Belastung offenbar umso gerechter, je mehr Menschen davon betroffen sind. Ein interessantes Verständnis von Gerechtigkeit – man lernt tatsächlich nie aus.

Auch die Botschaft, dass sich die Haushaltslage möglicherweise erst Mitte der 2030er Jahre wieder stabilisiert, hat etwas erstaunlich Beruhigendes. Immerhin erfahren die Bürger frühzeitig, dass sie sich auf viele weitere Jahre steigender Abgaben einstellen dürfen. Planungssicherheit ist schließlich auch ein Wert. Auffällig ist außerdem, dass die Verantwortung nahezu ausschließlich bei Land, Kreis, Tarifabschlüssen und anderen äußeren Umständen gesucht wird. Die Stadtverwaltung erscheint in ihrer eigenen Darstellung eher als Zuschauer eines bedauerlichen Schauspiels denn als verantwortliche Gestalterin der kommunalen Finanzen. Das mag kommunikativ geschickt sein, überzeugt aber nicht.

Natürlich stehen viele Kommunen unter erheblichem finanziellem Druck. Stichwort: Konnexität. Das bestreitet niemand. Wer jedoch von den Bürgern immer höhere Abgaben verlangt, sollte zunächst lückenlos darlegen, welche Einsparungen im eigenen Haus tatsächlich umgesetzt wurden oder werden – nachvollziehbar, transparent und überprüfbar, nicht nur in Form wohlklingender Absichtserklärungen. Hinzu kommt eine weitere Frage, auf die die Bürger ebenfalls eine Antwort verdienen: Wie kann eine Grundsteuererhöhung überhaupt beschlossen und kommuniziert werden, solange noch kein genehmigter Haushalt vorliegt? Auf welcher belastbaren Grundlage wurde errechnet, dass ausgerechnet dieser Hebesatz erforderlich ist? Oder anders gefragt: Wird hier bereits über die Einnahmen entschieden, bevor die endgültigen Ausgaben feststehen?

Am ehrlichsten wäre vermutlich ein einziger Satz gewesen: „Wir brauchen mehr Geld – und wir holen es uns bei den Bürgern.“ Das wäre zwar keine angenehme Nachricht, aber wenigstens eine ehrliche. Stattdessen wird der Eindruck vermittelt, eine Steuererhöhung sei beinahe ein solidarischer Beitrag zum Gemeinwohl. Das ist weniger Finanzpolitik als sprachliche Akrobatik.

Die Bürger sind durchaus bereit, unbequeme Wahrheiten zu akzeptieren. Was sie zunehmend ablehnen, ist der Versuch, offensichtliche Mehrbelastungen mit PR-Sprache als gerecht, alternativlos oder gar besonders fair zu etikettieren.

Denn eines scheint in Rödermark derzeit zuverlässig zu funktionieren: Der Hebesatz steigt deutlich schneller als das Vertrauen in die politische Kommunikation und Arbeit.

Armin Lauer

Zukunft auf Pump und die Quittung zahlt der Bürger

Pressemeldung FDP Rödermark
Meldung vom 17.07.2026 • Allgemein, Pressemitteilung
Das bittere Erbe von 15 Jahren schwarz-grüner Passivität in Rödermark
Unangemessene Bürgerinformation zum Grundsteuer-Schock tarnt handwerkliche Fehler als „faire Lösung“

In diesen Tagen erhalten die Bürgerinnen und Bürger von Rödermark die bittere Quittung für eine jahrzehntelang verfehlte Haushaltspolitik direkt ins Haus: Mit dem Versand der offiziellen Grundsteuerbescheide für das Jahr 2026 wird die rückwirkende Erhöhung zum 1. Januar dieses Jahres bittere Realität. Die Erhöhung der Grundsteuer B auf 1.327 Punkte belastet die Menschen sowie die lokalen Betriebe über alle Maßen. Ob Familien, Senioren, Handwerk oder Unternehmen – diese enorme Mehrbelastung ist für niemanden mehr tragbar.

„Die erste Welle an Reaktionen in der Bevölkerung zeigt schon jetzt die Entrüstung und Fassungslosigkeit über diese Post von der Stadt“, erklärt Hans Gensert, Ortsverbands- und Fraktionsvorsitzender der FDP Rödermark. „Es ist genau das eingetreten, wovor wir gebetsmühlenartig gewarnt haben: Die Bürger müssen nun mitten im Jahr rückwirkend für das gesamte Jahr 2026 tief in die Tasche greifen, um das finanzpolitische Versagen und die mangelnde Ausgabendisziplin der Rathauskoalition zu bezahlen. Wer eine solche drastische Steuererhöhung – wie im Begleitschreiben zum Steuerbescheid als ‚Wichtige Bürgerinformation‘ geschehen – auch noch als ‚fairste und solidarischste Lösung‘ bezeichnet, verkennt die Lebensrealität der Bürger, die in Zeiten explodierender Lebenshaltungskosten ohnehin nicht mehr wissen, wie sie ihre Rechnungen bezahlen sollen. Wir haben in der letzten Wahlperiode über 50 Anträge zur Haushaltskonsolidierung und zu den Finanzen eingebracht. Diese wurden von der schwarz-grünen Mehrheit konsequent abgelehnt, weil man weder sparen noch unsere zukunftsweisenden Ideen umsetzen wollte. Stattdessen wurde das Geld lieber für kosmetische (verzichtbare) Dinge wie die sogenannte ‚Stadtverschönerung‘ ausgegeben, während die bestehende Infrastruktur und der dringend notwendige Straßenbau jahrelang kaputtgespart und vernachlässigt wurden. Genau das rächt sich jetzt an allen Ecken und Enden.“

Besonders dreist ist das Argument der Verwaltung, die Grundsteuer sei deshalb so fair, weil sie über die Betriebskosten auch direkt auf alle Mieter umgelegt werden kann. Hier wird die systematische finanzielle Mehrbelastung von Familien, Rentnern und Mietern auch noch als sozialer Akt getarnt. In Wahrheit flieht die Koalition damit nur vor ihrer eigenen Pflicht, im Rathaus endlich den Rotstift bei den eigenen Ausgaben und Projekten anzusetzen.

Wie kopf- und rücksichtslos gehandelt wird, zeigt auch ein Detail, das in der öffentlichen Debatte fast untergeht: Die Grundsteuer A für land- und forstwirtschaftliche Flächen wird rückwirkend von 175 Prozent auf unfassbare 900 Prozent hochgepeitscht! Das ist eine Verfünffachung der Steuerlast, die unsere lokalen Landwirte und die landwirtschaftlichen Betriebe mitten in einer ohnehin schweren Branchenkrise existentiell bedroht.

Der jüngste Bericht des Hessischen Rechnungshofs entlarvt die bittere Wahrheit: Diese finanzielle Katastrophe ist hausgemacht. Bei der Bewertung des im Übrigen wieder abgelehnten Haushaltsentwurfs für das Jahr 2026 erhält Rödermark nur 20 von 100 möglichen Punkten – die finanzielle Ampel unserer Stadt steht damit auf tiefrot. Doch das Absurde ist, dass der Rechnungshof in seiner Analyse den Rödermärkern trotzdem eine „gute finanzielle Leistungsfähigkeit“ bescheinigt. Auf Deutsch gesagt: Weil die Bürger fleißig arbeiten und privat sparen, gehen die Aufsichtsbehörden davon aus, dass hier noch weitere Belastungen möglich sind , um die Fehler der Politik auszubügeln. Für die FDP-Fraktion ist diese Denkweise unzumutbare Provokation.

Das Kernproblem liegt auf der Ausgabenseite und einem vollkommen unangepassten Verhalten in den letzten Jahrzehnten. Kulturhalle und Badehaus sind wunderbare Einrichtungen – doch sie sind ein Erbe aus alten, goldenen Zeiten, als die Stadt noch ausgeglichene Haushalte vorlegen konnte. Schwarz-Grün hat es versäumt, die Finanzsituation der Stadt nachhaltig zu stabilisieren, wie z.B. durch sparsames Haushalten oder die kluge, zukunftsweisende Gewerbeansiedlungen, damit solche Einrichtungen finanzierbar bleiben. In Zeiten, in denen es wirtschaftlich problemlos möglich war, florierende Firmen anzusiedeln und Nachfragen über Nachfragen von Unternehmen kamen, hatte die Stadt kein Gewerbegelände zur Verfügung gestellt. Und heute, in wirtschaftlich schweren Zeiten, wird es für die Verwaltung immer schwieriger, überhaupt noch Firmen anzusiedeln, zumal im Moment überhaupt kein freies Gelände vorhanden ist. Diese verpassten Chancen rächen sich jetzt bitterlich.

Sebastian Donners, stellvertretender Parteivorsitzender der FDP Rödermark, bringt die Mutlosigkeit der Verwaltung bei den Investitionen auf den Punkt: „Es ist eine verheerende Bilanz der letzten anderthalb Jahrzehnte: Man verwaltet den Mangel, lässt unsere Stadtteile schleichend verfallen und versteckt sich im Rathaus hinter teuren Konzepten, die niemals umgesetzt werden. Diese Mutlosigkeit und Ideenlosigkeit bei echten wirtschaftlichen Impulsen bricht uns heute finanziell das Genick. Statt die Zukunft Rödermarks aktiv zu gestalten, wird die Stadt nur noch abgewickelt.“

    Die Liste der verpassten Chancen der schwarz-grünen Verwaltung liest sich wie ein Trauerspiel:

  • Das Paramount-Gelände: Versprochen wurde den Bürgern einst eine florierende Wohn- und Gewerbebebauung – nichts ist passiert. Später sollte der vorhabenbezogene Bebauungsplan mit dem Eigentümer zurückgenommen und das Gelände durch die Stadt selbst zurückgekauft werden, um die Entwicklung in die eigene Hand zu nehmen. Bis heute ist kein einziger Quadratmeter bewegt worden.
  • Das alte Gaswerk-Gelände: Der Bürgermeister versprach einst vollmundig, er fahre persönlich zum Eigentümer nach Hamburg, wenn sich nichts tue. Getan hat sich augenscheinlich nichts – das Gelände liegt nach wie vor völlig brach.
  • Das Umspannwerk Urberach (Amprion): Hier hätte die Stadt im beschleunigten Verfahren schon längst Batteriespeicher oder zukunftsfähige Rechenzentren ansiedeln können, um durch geschickte Regelungen krisenfeste Gewerbesteuereinnahmen zu generieren.
  • Weitere Brachen: Das urbane Gebiet an der Odenwaldstraße wurde nie weiterentwickelt, und das Projekt Germania Nord verstaubt trotz fertiger Beschlüsse seit Jahren unberührt in den Schubladen des Rathauses.

Stattdessen werden Hunderttausende Euro für teure Einzelhandelskonzepte und Planungen aufgewendet, die größtenteils schon vor der Pandemie beschlossen wurden. Wenn die CDU im Namen von Bürgermeister Jörg Rotter und ihrem Fraktionsvorsitzenden Michael Gensert gebetsmühlenartig betont, man habe diese Projekte schließlich ‚einmal so beschlossen‘, zeigt das eine gefährliche Sturheit. Anstatt flexibel auf sich veränderte Realitäten einzugehen und die Stadtentwicklung lösungsorientiert anzupassen, hält die Rathauskoalition erbittert an alten Beschlüssen fest – auf Kosten der Bürgerinnen und Bürger.

Heino Claussen-Markefka, Finanzexperte der FDP-Fraktion, warnt eindringlich vor den nackten Zahlen des städtischen Haushaltssicherungskonzepts (HSK): „Der Haushalt für 2026 ist, anders als im Schreiben an die Bürger suggeriert, noch gar nicht beschlossen und im Entwurf für das Jahr 2028 steht bereits eine weitere Erhöhung auf 1.700 Hebesatzpunkte schwarz auf weiß geschrieben. Hinzu kommt, mehr als 60% der Ergebnisverbesserung des HSK auf Mehrbelastungen der Bürger beruhen. Von echtem Sparen kann also keine Rede sein. Daher dürfen wir uns keine Illusionen machen: So wird ein ausgeglichener Haushalt nicht zu erreichen sein und die harte Realität wird uns sehr schnell wieder einholen. Wir als FDP haben schon in den letzten Wahlkämpfen davor gewarnt, dass wir ungebremst auf eine dramatische finanzielle Schieflage zusteuern. Wenn wir nicht endlich entschieden und nachhaltig die Finanzen der Stadt konsolidieren, werden wir tatsächlich bald die 2.500 Hebesatzpunkte sehen. Es droht ein Horrorszenario, bei dem Einrichtungen wie Badehaus und Kulturhalle geschlossen werden müssen, während die Bürger über horrende Hebesätze und Abgaben trotzdem mehr als je zuvor leisten müssen, nur um für die Misswirtschaft der Vergangenheit gerade stehen zu müssen.“

FDP Rödermark

Meine Hoffnung, dass der Magistrat eine Lösung herbeiführen kann, ist vollständig aufgebraucht.

Bei der Ausweisung von Gewerbegebieten. Ich bin nach wie vor der Auffassung, dass Rödermark weitere Gewerbegebiete braucht, um den Bürgern langfristig die Grundleistungen zur Verfügung stellen zu können.
2013 Stadtkämmerer Alexander Sturm CDU


Bei Facebook wird man immer wieder auf ältere Beiträge hingewiesen. Heute erschien ein Hinweis auf einen Artikel zum Hainchesbuckel aus dem Jahr 2017.
Seit Jahrzehnten wartet man darauf, dass sich dort Gewerbe ansiedeln kann.


Seit nun sieben Jahren steht der 2019 zusammengesetzte
schwarz-grüne Magistrat an der Spitze der Verwaltung. Verantwortlich auch für die finanzielle Entwicklung in Rödermark.
Für 2026 hat Stadträtin und Bürgermeister es fertiggebracht, den Stadtverordneten erst im September 2026 einen genehmigungsfähigen Haushaltsplan zur Abstimmung vorzulegen. Gab es jemals so ein Desaster? Gibt es anderswo im Kreis Offenbach Ähnliches? Das ist aus meiner Sicht alles andere als gute Arbeit.

Ein nicht genehmigungsfähiger HaushaltsplanENTWURF weist im Ergebnishaushalt ein Defizit von 13,8 Mio. Euro aus.


Wie schon 2013 Alexander Sturm festgestellt hat, und auch der Fraktionsvorsitzende der CDU, Herr Michael Gensert wiederholte „Zehn Jahre lang nichts gemacht [..] Flächen- und Baupolitik in Rödermark“ dürfte wohl ein großer Teil des Defizits nicht nur am Konnexitätsprinzip festzumachen sein, sondern an der Arbeitsweise des hauptamtlichen Magistrats.
Lesen Sie den Artikel und folgen sie dem Link zur Dreieich-Zeitung

Maßnahmen. Gewerbeentwicklung. Einnahmen möglich
Hier nur einige Punkte, die mir spontan einfallen:
Was ist mit dem Gelände Paramount?
Was ist mit dem Gelände Gaswerk?
Perlite scheint an die BA zu gehen.
Was ist mit dem urbanen Gebiet Odenwaldstraße?
Was ist mit Germania Nord?
Was ist mit dem Rechenzentrum bzw. Batteriespeicher?
Was gibt es überhaupt zu berichten?
Wie will man die Einnahmen steigern? Wo ist der Plan?
Für Pläne musste der Bürger in der Vergangenheit schon kräftig zahlen. Drei Einzelhandelskonzepte (?150.000,00?) wurden erstellt. Welche Erkenntnis hat der Magistrat daraus gewonnen? Mir nichts bekannt.
 
Verhandlungsgeschick und gute Managementfähigkeiten zur Lösung der Probleme sind erforderlich.
Dafür werden der Bürgermeister und seine Stadträtin bezahlt.
Oder sehe ich das falsch?

Der hauptamtliche Magistrat hat aus meiner Sicht zu wenig,
unternommen, um zu verhindern, dass das Defizit auf 13,8 Millionen Euro ansteigt. Die Erkenntnis über die schwierige finanzielle Situation war vorhanden. Die entscheidende Frage ist daher: Warum wurden notwendige Maßnahmen nicht umgesetzt?


Grundsteuerbescheid
Sparsamkeit zeigt sich nicht dadurch, dass man einem Grundsteuerbescheid ein farbiges Schreiben hinzufügt, mit dem man sich versucht zu „entschuldigen“, dass man den Hebesatz anheben muss, weil: weil wir…. was auch immer.
Siehe: Erklärung des Magistrats, warum die massive Grundsteuererhöhung erforderlich ist.

Wird es ein solches Schreiben, natürlich ohne den Grundsteuerbescheid, auch an die Mieter geben?

Lassen wir die Fa. Schmoll außen vor. Hier handelt es sich nicht um einen neuen Gewerbebetrieb, sondern um Bestand.

Erklärung des Magistrats, warum die massive Grundsteuererhöhung erforderlich ist.

Info für Mieter.

Die Mieter kennen den Gewerbesteuerbescheid nicht. Deshalb können sie auch nicht wissen, warum sich der Magistrat gezwungen sah, die Grundsteuer B so drastisch zu erhöhen.

Infolgedessen werden sich zwangsläufig auch die Nebenkosten für die Mieter erhöhen.

Mit einer weiteren Erhöhung der Grundsteuer ist voraussichtlich im Jahr 2028 zu rechnen.
Möglicherweise sogar schon 2027?


Hier als .PDF
 
Siehe auch
» Allgemeine Informationen zur Besoldung und Versorgung

Rödermark. Quo Vadis

Wenn Sie hören, dass eine andere Kommune einen ähnlichen
Hebesatz wie den in Rödermark, achten Sie darauf, ob diese Kommune mit dem Hebesatz einen ausgeglichenen Ergebnishaushalt vorlegen kann.
Rödermark kann das laut dem vorliegenden, aber noch nicht beschlossenen, Haushaltssicherungskonzept nicht. Rödermark hat trotz der Erhöhung von 990 Prozentpunkten auf 1.327 Prozentpunkte weiterhin ein Defizit im Ergebnishaushalt von ca. 6,3 Mio., das ausgeglichen werden muss. Womit? Wahrscheinlich mit einer weiteren Grundsteuererhöhung schon in 2028. Anlage 3 zum HSK

Haushalt / Grundsteuer
Die Aufregung in den sozialen Medien ist derzeit kaum noch zu überhören. Jetzt, wo die Steuerbescheide vorliegen, wissen viele Hauseigentümer, welche finanziellen Mehrbelastungen auf sie zukommen. Die zweite Welle wird folgen, wenn die Mieter die gestiegene Nebenkostenabrechnung vom Vermieter vorgelegt bekommen. Die haben die Steigerung der Nebenkosten ja noch nicht in Form einer Zahlungsaufforderung vorliegen.

Aus meiner Sicht ist diese Entwicklung allerdings keineswegs
überraschend. Bereits vor der letzten Bürgermeister- und der Kommunalwahl zeichneten sich die finanziellen Probleme der Stadt ab. Die nun sichtbaren Folgen sind das Ergebnis einer Haushaltspolitik, die Rödermark dem seit 2019 vom hauptamtlichen Magistrat und der schwarz-grünen Koalition zu verdanken hat.

Wo steht Rödermark jetzt.
Wir schreiben den Juli 2026. Rödermark hat weder einen beschlossenen Haushaltsplan noch ein beschlossenes Haushaltssicherungskonzept.
Der Magistrat plant zur Stadtverordnetenversammlung am 08.09.2026 einen Haushaltsplan 2026 und ein Haushaltssicherungskonzept vorzulegen.


[..]Herr Rotter erläutert, dass in den laufenden Gesprächen mit der Kommunalaufsicht keine Genehmigung des Investitionsprogramms 2026-2029, des Haushaltssicherungskonzepts 2026 und des Haushaltsplans 2026 in Aussicht gestellt wurde.
Diese Tagesordnungspunkte müssen deshalb auf die nächste Sitzung der Stadtverordnetenversammlung am 08.09.2026 geschoben werden. Der
Stadtverordnetenvorsteher stellt fest, dass die Drucksachen vertagt sind.

Siehe zu 8:


Da die jetzige Grundsteuererhöhung laut vorliegendem,
aber nicht genehmigungsfähigem Sicherungskonzept nicht zu einem ausgeglichenen Haushalt führt, ist in 2028 eine weitere, kräftige Erhöhung vorgesehen. Es kann ein Hebesatz von mehr als 1.700 Prozentpunkten werden. Siehe Konsolidierungsmaßnahmen (8/2)

Wann wird den Rödermärkern die Präsentation vom Krisengipfel
in Wiesbaden zur Verfügung gestellt? Ich denke, darauf hat der Bürger ein Anrecht.
Alle Fraktionen haben einen Vertreter geschickt.
Vom hauptamtlichen Magistrat nahm Herr Rotter teil.

Der Termin in Wiesbaden wurde schon im Dezember 2025 terminiert
[..]Zudem wurde empfohlen, ein Kommunalberatungsgespräch beim Innenministerium zu führen. Terminiert ist dieses Gespräch auf den 25.06.2026.
Quelle Seite 7 (6):


Hat nichts mit der Grundsteuer zu tun.
Kann einer etwas dazu sagen, ob es Planungen gibt, den Parkplatz hinter dem Rathaus (Zufahrt Glockengasse) neu zu gestalten?

Siehe auch
» Der überarbeitete Grundsteuerbescheid ist da.