Ortsumgehung Urberach. Antrag der Freien Wähler bringt neuen Schwung.

Ortsdurchfahrt Urberach
Ortsdurchfahrt Urberach

Auszug: Vorerst zurückgestellter Antrag der Freien Wähler.
[..]Viele Bürger in Rödermark und auch die Mitglieder der FWR Fraktion sind sehr unzufrieden mit diversen Verkehrsverhältnissen in Rödermark. Von allen Fraktionen wurden in den letzten zehn Jahren viele Anträge zu diversen Problematiken gestellt und entschieden. Leider hat es in dieser Zeit keine merkbaren Verbesserungen, sondern eher Verschlechterungen gegeben. Besonders für die Verkehrsentlastung in der Ortsdurchfahrt von Urberach und für die Schrankenschließzeiten in der Ortsmitte von Ober-Roden ist aufgrund des gestiegenen Verkehrsaufkommen eine eher negative Entwicklung zu konstatieren Auch das mittlerweile zum Dauerthema gewordene Problem für Radfahrer am Ortsausgang von Waldacker hätte längst gelöst werden müssen. Seit fast 50 Jahren beschäftigt sich die Rödermärker Kommunalpolitik mit einer Verkehrsentlastung der Durchfahrtstraßen von Urberach. Seitdem ist nichts Erkennbares für die Bevölkerung passiert. Jetzt hofft man auf eine veränderte Verkehrsführung mit der möglichen Variante „Umfahrung über Messel“. Jedoch wird frühestens im Jahre 2021 darüber entschieden, ob es eine Umfahrung für Urberach geben könnte und frühestens 2023 könnte ein Planfeststellungsverfahren eingeleitet werden. Bis es zu einer Entlastung für die Bürger in Urberach kommen könnte, vergehen wahrscheinlich weitere zehn Jahre. Es sollte aber nicht sein, dass die Bürger in dieser Zeit von dem ständig zunehmenden Verkehr weiterhin durch Lärm, CO2 und Feinstaub belästigt werden. Für die Einwohner deren Gesundheit belastet wird und die täglich eine erhebliche Beeinträchtigung der Lebensqualität erfahren ist dieser Zustand genau so wenig akzeptabel wie das Argument allein Hessen Mobil sei für die Durchgangsstraßen verantwortlich. [..] Siehe Aktenmappe zur Stavo 4.2.2020

Die Verwaltung reagiert.
Rödermark – Bürgermeister Jörg Rotter will dazu auch die Bürgerinitiativen „Naturnahes Urberach“ und „Verkehrsentlastung für Rödermark“ einladen, die gegensätzliche Interessen verfolgen: Die erste lehnt eine Umgehungsstraße am westlichen Ortsrand ab. Die zweite hält eine neue Straße langfristig für das einzige Mittel, um die Probleme zu lösen. Siehe OP-Online

Siehe auch
» 31.01.2020 Eine neue Bürgerinitiative (BI) fordert eine Entlastung der Hauptstraßen.
» Zuletzt Stavo 4.2.2020 Antrag der Fraktion der Freien Wähler Rödermark: Verkehrsbelastung in Rödermark (geschoben)

Zusammenfassung. KL/Trasse. Ortsumgehung Urberach.

Ortsumgehung Urberach

Ortsdurchfahrt Urberach
Ortsdurchfahrt Urberach

Eine neue Bürgerinitiative (BI) fordert eine Entlastung der Hauptstraßen. Die meisten Aktiven kommen aus Urberach, wo die Anwohner der Ortsdurchfahrten schon seit Jahrzehnten vergeblich auf weniger Staus, Lärm und Abgase vor ihren Häusern hoffen. Weiter bei OP-Online

Siehe auch
» Zusammenfassung KL-Trasse. Umgehung Urberach

Gute Qualität zahlt sich aus.

Qualität
Qualität

Obwohl Messel zum Landkreis Darmstadt/Dieburg gehört, hat man eine Kooperation mit der Rödermärker Ordnungspolizei vereinbart. Der potentielle Partner aus dem eigenen Landkreis wäre Eppertshausen gewesen. Da die Eppertshäuser Ordnungspolizei aber nicht die Qualität wie in Rödermark hat, hat Messel sich für die Zusammenarbeit mit Rödermark entschieden. So zu lesen bei OP-Online

Qualität
Von Messel nach Eppertshausen ist es zwar fast gleich weit, aber die Gemeinde im Landkreis Darmstadt-Dieburg hat keine eigene Ordnungspolizei, sondern greift auf einen privaten Sicherheitsdienst zurück. Nach Darmstadt sind es zehn Kilometer, genauso wie nach Dieburg. Siehe fr.de

Aufgabenliste (Auszug)
Zuvor hatte Larem erklärt, dass viele Menschen die Ordnungsbehörde einer Kommune lediglich mit der Überwachung des ruhenden und fließenden Verkehrs in Verbindung bringen würden. Dabei gehe es auch um viele andere Dinge, etwa die Einhaltung des Jugendschutzgesetzes, des Nichtrauchergesetzes, der Gewerbeordnung, des Spielhallengesetzes oder die allgemeine Umsetzung kommunaler Satzungen. Siehe echo-online

Zeitaufwand
Ohne genau den Überblick über den Zeitaufwand für das zusätzliche Arbeitsaufkommen zu haben, erscheinen mir die übernommenen Aufgaben (wenn man die Aufgaben ernst nimmt bzw. ordentliche Arbeit abliefern will ) ein Job für eine Ganztagskraft mit einem zusätzlichen Fahrzeug zu sein.
In Messel Streife gehen und fahren, Knöllchen für Verkehrssünder schreiben, Gaststättenbetriebe und Spielhallen kontrollieren, in Parks und Grillplätzen nach dem Rechten schauen, Setz- und Brutzeit überwachen.
Man fragt sich, wie kann man einer Zusammenarbeit zustimmen, wenn die eigene Bevölkerung zur Setz- und Brutzeit die fehlende Überwachung bemängelt. Man hat scheinbar auch heute schon keine Zeit zu einer Überwachung der Aktivitäten am Badehaus im gebotenen Maß nachzukommen.

Warten wir auf die ersten Aussagen wie: „Wir sind auf Kante genäht. Wir brauchen mehr Personal.“
Neues Personal können wir uns ja jetzt auch erlauben. Von Messel gibt es 27.000,00 € p. Jahr (+anteilig Knöllchen). Die Stadt erhält innerhalb der ersten fünf Jahre vom Land einen Zuschuss von 50.000 Euro.

Bei einem Zuschuss von 10.000,00 p. Jahr in den ersten 5 Jahren + 27.000,00 von Messel ergibt sich:
(10000+27000)/12 = 3083,00 €. Bei einem Verrechnungssatz von 50,00€ (angenommen) pro Stunde, werden sich zwei Mitarbeiter des Ordnungsamts einschl. Fahrzeug für 61 Stunden pro Monat in Messel bewegen. Fällt der Zuschuss weg, muss sich auch der Zeitaufwand reduzieren.

Kosten/Nutzen. ?Win-Win? Für Messel ein toller Deal.
Rödermark erhält für die Gründung des „Verwaltungsbehördenbezirks“ innerhalb der ersten fünf Jahre eine Landesförderung in Höhe von 50 000 Euro, erläuterte Bürgermeister Rotter die Vorteile für seine Stadt. Sein Kollege Larem wiederum geht davon aus, dass die Kooperation der Messeler Verwaltung jährlich 80 000 Euro spart – die berühmte Win-win-Situation also. OP-Online
Bei so einem (einseitigen?) Deal hättte es sich angeboten, auch mal über die KL/Trasse zu reden.

Fazit
Wenn die bei der Ordnungspolizei soviel Zeit (+/- x) abgeben können, müssen die sich bisher ja fürchterlich gelangweilt haben. Man wird wohl zwei neue Mitarbeiter eintellen müssen,
 
Siehe auch
» Die gute Fee kommt doch noch. Geld ist ja jetzt genug da.
» Groß-Klein: Eine Streife für zwei Kommunen. Seite 3.
» 29.12.2017 Gemeinsamer Ordnungsbehördenbezirk von Egelsbach und Erzhausen
Reaktionen bei Faceboook zur fehlender Präsens.

Freie Wähler nennen Prioritäten und verjüngen den Vorstand

Ortsumgehung
Ortsumgehung

„Urberach braucht Umgehung“
Freie Wähler nennen Prioritäten und verjüngen den Vorstand

Die Freien Wähler (FWR) wollen Verkehrsthemen in den Mittelpunkt ihrer Arbeit rücken. Ganz oben auf ihrer Agenda stehen der Bau einer Urberacher Umgehungsstraße und der Dauerbrenner Schranken Ober-Roden. Quelle: OP-Online

Ortsumgehung Urberach. Artikel aus der SPD Festschrift.

Ortsumgehung Urberach
Ortsumgehung Urberach (Festschrift SPD Seite 52)

[..Im Jahre 1975 begann die Planung für eine mehrspurige Schnellstraße zwischen der A661 bei Neu-Isenburg und der B 45 (neu) bei Eppertshausen, die unter dem Namen Odenwaldzubringer (B 46) eine schnellere Verbindung von Frankfurt in den Odenwald herstellen und die Orte Urberach, Offenthal und Götzenheim vom stetig wachsenden Durchgangsverkehr entlasten sollte.[..] Lesen Sie den ganzen Artikel in der Festschrift – 150 Jahre Sozialdemokratie in der Röder Mark 1868 – 2018 (Seite 52)

KL-Trasse

Protest Ortsumgehung Urberach wird lauter. 50 Jahre und kaum schlauer.

Protest Ortsumgehung Urberach wird lauter
Protest Ortsumgehung Urberach wird lauter

Anwohner aus dem Urberacher Südwesten laufen Sturm gegen eine Umgehungsstraße gleich hinter ihren Gärten. Sie fordern den Ausbau von Kreis- und Landesstraßen um den Ort herum. Lesen Sie den Artikel OP-Online

Am 2.5.2018 wurde von ALLEN Fraktionen beschlossen.

Der Magistrat wird beauftragt: (Anm. Hauptamtlich BM Kern und Erster Stadtrat Jörg Rotter) Binnen 6 Monaten mit den zuständigen Behörden und Einrichtungen (insbesondere Hessen-Mobil) sowie mit den zuständigen Entscheidungsträgern im ÖPNV (insbesondere Deutsche Bahn und RMV) Vorschläge zu erarbeiten, die zu einer wirkungsvollen Verkehrsentlastung für Rödermark-Urberach führen können. Dabei sollen Möglichkeiten einer besseren Erschließung von Rödermark-Urberach erörtert werden. Der Magistrat soll binnen 6 Monaten den Sachstand hierzu mitteilen.
Quelle: bgb.roedermark

Seit 50 Jahren werkeln verschiedenen politischen Kräfte an dem Problem der Ortsumgehung Urberach. Ergebnis? Keines. Wenn man betrachte, wie der hauptamtliche Magistrat mit diesem Thema umgeht, genügt ein Blick in die jüngste Vergangenheit.
Wie der hauptamtliche Magistrat Stadtverordnetenbeschlüsse bezüglich einer Ortsumgehung Urberach bearbeitet, beschreibt ein sehr frustrierter Bürger wie folgt:

Der Beginn. Es gab einen Bürger, der schon im Vorfeld kaum Hoffnung hatte, dass dieser Beschluss auch umgesetzt wird. Da hat wohl schon einer daran gedacht, dass der Termin für die Antwort kurz vor der Bürgermeisterwahl fällt. Ob es bittere Erfahrungen mit dem hauptamtlichen Magistrat in der Vergangenheit gab, entzieht sich meiner Kenntnis. Ich persönlich könnte von solch einer bitteren und sehr schmerzlichen Erfahrung berichten.

[..] Passt aber den Rödermärker Politikern – bereits seit 50 Jahren – nicht ins Konzept. Also alles auf null und neu nachdenken. 6 Monate Zeit sind der Verwaltung dafür vorgegeben, wohl eher 12 Monate wird’s dauern. Und das Ergebnis, wenn sich die derzeitige politische Konstellation nicht ändert, kann man erahnen: Quelle: Rödermark. Ortsumgehung Urberach: Chance vertan

Versuch 1

[..] die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Rödermark hat nach mehrmonatiger Diskussion am 2. Mai dieses Jahres per Beschluss den unter Leitung des Bürgermeisters stehenden Magistrat beauftragt, binnen 6 Monaten mit den zuständigen Behörden und Einrichtungen Vorschläge zu erarbeiten, die zu einer wirkungsvollen Verkehrsentlastung für Rödermark-Urberach führen können.
Diese Frist ist am 1. November abgelaufen. Der Öffentlichkeit sind jedoch bisher keine Ergebnisse oder Vorschläge des Magistrats bekannt geworden. [..]
In der Privatwirtschaft würde man die dafür zuständigen Mitarbeiter, in diesem Fall die Magistratsmitglieder, wahrscheinlich wegen der Missachtung von Beschlüssen sofort abmahnen. Quelle Missachtung Stavo-Beschlüsse, offener Brief

Versuch 2
Da ein weiter Versuch gestartet wurde, vermute ich, dass Versuch eins keinerlei Erkenntnisse gebracht hat. Da es bei den Bürgermeisterkandidaten zwei Bewerber gibt, die an diesem Vorgang beteiligt sind, wurden diese beiden Kandidaten angeschrieben. Einmal die Kandidatin, deren Fraktion die Anfrage an den Magistrat unterstützt hat (Andrea Schülner) und der Kandidat, an dem u.a. die Frage gerichtet war und hätte antworten müssen (Jörg Rotter).

Sehr geehrte Frau Schülner, sehr geehrter Her Rotter,
[..]Der Termin ist am 2. November abgelaufen. Und bis heute, 3 Monate nach Ablauf der Frist, liegt nichts vor.[..]Dazu meine Frage an Herrn Rotter: Sie sind als Erster Stadtrat Mitglied im Magistrat. Wie kann es sein, dass der Magistrat diesen Beschluss offensichtlich ignoriert und nichts vorgelegt hat?
Und meine Frage an Frau Schülner: Sie sind Mitglied der Stadtverordnetenversammlung. Wie kann es sein, dass die Stadtverordneten sich eine solche Missachtung des Parlaments gefallen lassen?
Der Eindruck drängt sich auf, dass dieses Thema bis nach der BM-Wahl verschwiegen werden soll! Es wäre wünschenswert, wenn man dazu etwas von Ihnen in der Presse lesen könnte. Dieser beschämende Umgang mit Beschlüssen der von uns gewählten Mitglieder der Stadtverordnetenversammlung könnte ja mitentscheidend für unsere Wahlentscheidung sein.[..] Quelle: Dann versuche ich es mal über die in der Stavo auftretenden Bürgermeisterkandidaten.

Die Erkenntnis.

[..]Pfui Deiwel, da holen doch einige Jungs aus der Opposition schon wieder ausgerechnet in der Karnevalszeit und noch dazu im Bürgermeister-Wahlkampf das Thema Umgehung Urberach aus der Versenkung. War doch im vergangenen Jahr schon erledigt – dachte man. Nach längerer Diskussion wurde der Magistrat im Mai von der Stadtverordnetenversammlung per Beschluss beauftragt, binnen 6 Monaten „… Vorschläge zu erarbeiten…“ Allerdings ist der Termin am 2. November vergangenen Jahres abgelaufen. Haben Sie verehrte Leserin, verehrter Leser, irgendwelche Vorschläge gehört? Ich nicht. Was ist das für eine Stadtverwaltung, die Beschlüsse der von uns gewählten Stadtverordneten schlichtweg missachtet, und, warum lassen sich die Stadtverordneten das eigentlich gefallen?[..] Quelle: Ortsumgehung Urberach ade.

Fazit
Der Auftrag der Stadtverordneten an den Magistrat ist EINDEUTIG. Die Missachtung eine Frechheit. Auch wenn man noch nicht dazu gekommen ist, die Gespräche zu führen, wäre eine solche Antwort zu erwarten gewesen. Die erste Möglichkeit hatte der Magistrat in den Sitzungswochen zur Dezember-Stavo 2018 gewesen.

Mal sehen, ob der hauptamtliche Magistrat sich aufrafft, zur Februar-Stavo eine Antwort zu geben. Bei der -Sitzung Bauausschuss 02/2019- gab es scheinbar noch keine Info. Mitteilungen vom Magistrat gab es im letzten Bauausschuss. 6.2. und 12.02.2018. Leider nichts zur Ortsumgehung. Der Bauausschuss ist der Ausschuss, in dem die Ortsumgehung zu behandeln wäre.

Der Verfasser der o.g. Gastbeiträge wäre auch der Empfänger der Antworten vom Stadtverordnetenvorsteher oder den Bürgermeisterkandidaten (Schülner, Rotter) gewesen. Scheinbar kamen keine Antworten, die Erkenntnisse zum Sachstand gebracht hätten.
 
Frau Schülner: Hat auf die Antwort vom Magistrat wenig Einfluss. Hätte (evtl. hat man auch) über den Fraktionsvorsitzenden Druck auf eine Antwort machen können. Ansonsten dürfte der Wissensstand sich auf dem gleichen Stand bewegen wie der vom Schreiber der Gastartikel. Frau Schülner hat, so wie es sich gehört, auf die Anfrage geantwortet. Konkretes konnte man der Antwort leider nicht entnehmen.
 
Herr Rotter: Der hauptamtliche Magistrat war beauftragt, Informationen zu beschaffen (zu lassen). Achten Sie bei einer Wahlkampfveranstaltung sehr genau darauf, was gesagt wird. Entweder spielt einer mit einem Wissensvorsprung, den er als Magistratsmitglied den anderen Bürgermeisterkandidaten voraus hat und den Stadtverordneten bisher nicht bekannt ist, oder ?????
Herr Rotter hat auf die schriftliche Bürgeranfrage bis heute NICHT reagiert. Zur Entschuldigung. Zwei Wochen Reaktionszeit zu verlangen, könnte ein wenig zu viel verlangt sein.
 
Herr Falk: War bisher in den laufenden und nicht erledigten Stadtverordnetenbeschluss nicht eingebunden. Herr Falk wurde deshalb auch nicht angeschrieben.
 
Schlechter als in den letzten 50 Jahren kann es nicht werden. Es kann nur besser werden.

Siehe auch
FREIE WÄHLER Realisten, nicht Populisten
Zusammenfassung. KL-Trasse. Umgehung Urberach

Ein Spruch voller Wahrheit. Wir brauchen eine radikale Wende. Wie bisher kann es nicht weitergehen.
Rödermark kann mehr.
Wir brauchen nur den/die richtige(en) auf dem Bürgermeistersessel.
Denken Sie daran. Frischer Wind tut gut.

Gastbeitrag. Ortsumgehung Urberach ade.

Umgehung Urberach gefordert.
Umgehung Urberach gefordert.

Gastbeitrag. Ortsumgehung Urberach ade.
 
Pfui Deiwel, da holen doch einige Jungs aus der Opposition schon wieder ausgerechnet in der Karnevalszeit und noch dazu im Bürgermeister-Wahlkampf das Thema Umgehung Urberach aus der Versenkung. War doch im vergangenen Jahr schon erledigt – dachte man. Nach längerer Diskussion wurde der Magistrat im Mai von der Stadtverordnetenversammlung per Beschluss beauftragt, binnen 6 Monaten „… Vorschläge zu erarbeiten…“ Allerdings ist der Termin am 2. November vergangenen Jahres abgelaufen. Haben Sie verehrte Leserin, verehrter Leser, irgendwelche Vorschläge gehört? Ich nicht. Was ist das für eine Stadtverwaltung, die Beschlüsse der von uns gewählten Stadtverordneten schlichtweg missachtet, und, warum lassen sich die Stadtverordneten das eigentlich gefallen?

Mein Fazit: Das soll ausgesessen werden. Die einzig mittelfristig realisierbare Planung einer Umgehung ist im Bundesverkehrswegeplan seit Anfang 2017 bekannt. Interessiert die Politik aber wohl nicht. Auch nicht, dass dafür im Bund sogar das Geld für die Durchführung eingeplant ist, also für Rödermark, wenn überhaupt, nur geringe Kosten entstehen würden. Jeder andere Plan, so es denn einen gibt, erfordert Jahrzehnte. Aber das traut sich keiner, den Bürgerinnen und Bürgern zu sagen. Also aussitzen.

Bisher fast 50 Jahre Stillstand in Urberach und keine Änderung in Sicht. Betroffen sind vor allem die Bewohner Urberachs, die unter dem zunehmenden Verkehr leiden müssen. Und die Pendler aus den angrenzenden Gemeinden. Erinnern Sie sich noch, wie es für uns ohne die Umgehungen Langen und Offenthal war?

Aber der Vorgang betrifft ja nicht nur die eigentlichen Anwohner, so etwas führt bei vielen Wählern direkt zur Politik-Verdrossenheit. Denn das ist der eigentliche Skandal: Seit fast 50 Jahren eiern die Politiker um die Frage einer Umgehung herum, und wenn der Magistrat per Beschluss der Stadtverordneten aufgefordert wird, Vorschläge zu erarbeiten, ignoriert er das. Umgehung ade. Die Wähler werden es belohnen.

Klaus Neumann

Logische Schlussfolgerung. Warum geht es mit der Umgehung nicht so richtig vorwärts?


Seit dem 6.6.2018 muss jedem klar sein, warum es mit der Umgehung Urberach nicht so richtig weitergeht. Die Uberacher beschweren sich nicht. Alles in Butter.

Also Urberacher, die AL/Die Grünen werden erst dann tätig, wenn man den Magistrat und die Fraktionen mit Beschwerden über den wachsenden Verkehrslärm und wenn es so ist, auch die davon ausgehende Gesundheitsgefährdung informiert. Hängt Plakate an eure Häuser und zeigt damit euren Unmut. Macht Druck.

Die FWR von vielen Bürgern (ca. 30waren anwesend) mehrfach in den höchsten Töne gelobt. Ohne die FWR wäre die Umgehungsstraße noch nicht auf der Tagesordnung. Die FWR haben begriffen. Man muss nicht auf Beschwerden der Bevölkerung warten.

CDU Fraktion Rödermark zu Informationen über aktuelle Themen aus dem Stadtteil Urberach.

Rödermark. Ortsumgehung Urberach: Chance vertan

Ortsumgehung Urberach: Chance vertan
Gastbeitrag: Klaus Neumann
Mit dem Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom 2. Mai ist erst mal wieder Ruhe in der Diskussion um eine Verkehrsumgehung Urberach eingetreten, denn die Chance auf baldige Entlastung des Ortskerns wurde vergeben. Die „ortsnahe“ Umgehung wird einhellig abgelehnt, obwohl sie eigentlich – mit notwendigen Änderungen – die einzige Lösung wäre, die in absehbarer Zeit verwirklicht werden könnte. Untersuchungen abgeschlossen, Plan und Daten liegen vor, 26 Mio Euro stehen zur Verfügung – fehlt nur noch die konkrete Durchführung.

Passt aber den Rödermärker Politikern – bereits seit 50 Jahren – nicht ins Konzept. Also alles auf null und neu nachdenken. 6 Monate Zeit sind der Verwaltung dafür vorgegeben, wohl eher 12 Monate wird’s dauern. Und das Ergebnis, wenn sich die derzeitige politische Konstellation nicht ändert, kann man erahnen:

KL-Trasse vorbei an Messel (oh heiliger St. Florian, verschon mein Haus, zünd andere an), obwohl dieser Ausbau derzeit und in naher Zukunft ohne Chance ist. Forderung nach Ausbau der S-Bahn, der wäre wünschenswert, aber bringt er eine wesentliche Entlastung vom KFZ-Durchgangsverkehr? Prognose bis 2025: Mehr als doppelt so viele KFZ von und nach Dieburg wie heute.

Vorliegende Planung im Müll, die Erfahrung zeigt, dass jedes neue Vorhaben mindestens 20, voraussichtlich mehr als 30 Jahre bis zur Realisierung dauern wird. Und wer zahlt dann? Völlig offen, denn die derzeitig vorgesehenen Mittel gelten für die jetzt geplante Umgehung. Leidtragende sind die Bewohner rund um die Bundesstraße in Urberach und die vielen Pendler von außerhalb; viele Urberacher werden sich an die Probleme mit Offenthal und Langen vor dem Bau der dortigen „ortsnahen“ Umgehungen erinnern und sind froh, dass diese inzwischen gelöst sind.

Das haben die dortigen Politiker und die Anlieger zum Glück etwas realistischer gesehen.

Telefonat zur Ortsumgehung Urberach.

Ich habe heute ein Telefonat mit ….. gehabt. Es ging um die Ortsumgehung Urberach. Da ich schon öfters meine Meinung zu der Ortsumgehung kundgetan habe, war es nicht verwunderlich, dass wir sehr schnell beim Thema waren.
Was ich bisher noch nicht gemacht habe, meine Meinung für mich einmal festzuhalten. Ich möchte ja nach einigen Monaten noch einmal nachlesen können, was für eine Meinung ich vertrete bzw. was ich gesagt habe.
Worum ging es?

Ich bin jahrelang durch Offenthal zur Geschäftsstelle meiner Firma nach Mörfelden gefahren. Die Forderung der Offenthaler nach einer Ortsumgehung wurde sehr deutlich mit Transparenten Nachdruck verliehen. Ich kann mich nicht erinnern, dass es in Urberach ähnliche Aktionen der Betroffenen gab. Offenthal hat eine Umgehung. Urberach nicht.

Es sind jetzt mehr als 50 Jahre ins Land gegangen und die Diskussion wurde jetzt wieder angestoßen. Nicht durch die Koalition (AL/Die Grünen, CDU), sondern von einer der kleinen Fraktionen. Von den Freien Wählern, die den Bundeswegeplan als Anlass genommen haben. Dort wird aufgezeigt, wie eine Ortsumgehung von Urberach aussehen KÖNNTE.

So weit, so gut. Kommen wir jetzt zurück zu dem Telefonat. Mir persönlich, ich denke auch vielen Bürgern in Ober-Roden ist es völlig gleichgültig, ob Urberach eine Ortsumgehung bekommt oder nicht. Genauso wie viele aus Ober-Roden es egal ist, wo die aus Waldacker einkaufen gehen und es den Urberachern egal ist, ob Ober-Roden eine Drogerie bekommt oder auch nicht. Die Leute aus dem Bienengarten möchten, was völlig verständlich ist, keine ortsnahe Umgehung. Die Bürger aus Messel würden sich bestimmt nicht freuen, wenn es zu der KL-Trasse kommen sollte. Die Grünen legen sich fest. Keine ortsnahe Umgehung. [….] Ich denke, es wird noch 50 Jahre so weitergehen.
Der von der Stadtverordnetenversammlung gefasste Beschluss lässt diese Denkweise auch zu. (Beschluss am Ende)

Wenn Sie den Artikel bei OP-Online (Link weiter unter) lesen, werden Sie feststellen, eine ortsnahe Umgehung hat damals die Gruppe „Y“ verhindert. Und der Gedanke der Gruppe „Y“ dürfte auch noch heute die Gedanken des amtierenden Magistrats in Bezug auf Ortsumgehung prägen.

Was ist aber mit den Anwohnern der betroffenen Ortsdurchfahrt? Aktionen wie seinerzeit in Offenthal (die durch Offenthal fahrenden Fahrzeuge kamen zu Großteil aus Richtung Urberach) kann man auch heute (noch) nicht vernehmen. Es gibt keine Bürgerinitiative der Betroffenen zur Schaffung einer Ortsumgehung oder verstärkte Anwesenheit mit Forderungen der Anwohner bei den Stadtverordnetenversammlungen. Den Bewohner der anderen Rödermärker Ortsteilen wird damit vermittelt „Wir sind zufrieden mit dem, wie es jetzt ist.“

Ist in der Vergangenheit einmal daran gedacht worden, ob es dort eine übermäßige Lärmbelastung oder Luftbelastung durch den Autoverkehr gibt? Ich erinnere daran, dass seinerzeit bei dem Streit um die Ansiedlung eines Drogeriemarktes, sich der Bürgermeister sehr um die Verkehrssituation an der betroffenen Stelle gekümmert hat. Offensichtlich mit dem Gedanken, den Drogeriemarkt verhindern zu können. Im Zuge einer möglichen Ansiedlung eines Verbrauchermarktes auf der Max-Planck-Straße bezeichnen die Grünen dort die Verkehrssituation als – komplizierte Situationen!

Zu der Situation der Anwohner – Ortsdurchfahrt Urberach – konnte man bis zu dem Antrag der FWR nichts vernehmen. Auch kein sogenannter „Kümmererantrag“, der einmal über die Umweltsituation der betroffenen Ortsdurchfahrt eine belastbare Auskunft geben könnte, wurde nicht eingereicht.

Ich stehe mit meiner Meinung nicht alleine da. Solange von den Betroffenen kein massiver Protest kommt (siehe Waldacker) gibt es keinen Grund an dem Status Quo etwas zu ändern. Und das scheint ja auch der Standpunkt der Politik bis vor einigen Wochen gewesen zu sein.

In der Offenbach Post konnte man am 30.01.2018 lesen
[..] langjährige CDU-Politiker Karl P. Sturm (93) betreibt Ursachenforschung weit in der Vergangenheit. Die heutige B 45 sei in den Siebzigerjahren als A 683 von Dieburg nach Hanau gebaut und erst 1980 zur Bundesstraße heruntergestuft worden. Schon damals habe es einen Abzweig Urberach gegeben, der westlich am Ort vorbei ungefähr am Umspannwerk wieder auf die B486 nach Offenthal führt. Sturm: „Damals vereitelte eine Gruppe „Y“ mit ihrem Häuptling Roland Kern, zusammen mit den SPD-Parlamentariern, die Verwirklichung dieser Umgehung.[..] Quelle: OP-Online

Natürlich gab es in der Vergangenheit engagiert Bürger aus Urberach, die sich für eine Umgehung stark gemacht haben. (Siehe Zusammenfassug KL-Trasse) Diese Bemühungen haben nicht den erhofften Erfolg gebracht und die Politik sah auch scheinbar bisher keinen Grund etwas aufzurollen, was evtl. Wählerstimmen kosten könnte.

 
Protestaktionen in Rödermark. Bestimmt nicht vollständig.
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» Ortsdurchfahrt Waldacker
 
Siehe auch
Zusammenfassung KL-Trasse, Ortsumgehung Urberach

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Beschlussvorschlag:
 
Der Magistrat wird beauftragt:
 
1. Binnen 6 Monaten
 
a. mit den zuständigen Behörden und Einrichtungen (insbesondere Hessen-Mobil) sowie
b. mit den zuständigen Entscheidungsträgern im ÖPNV (insbesondere Deutsche Bahn und RMV)
 
Vorschläge zu erarbeiten, die zu einer wirkungsvollen Verkehrsentlastung für Rödermark-Urberach führen können. Dabei sollen Möglichkeiten einer besseren Erschließung von Rödermark-Urberach erörtert werden. Der Magistrat soll binnen 6 Monaten den Sachstand hierzu mitteilen.
 
Zu a.
Mit den Entscheidungsträgern hinsichtlich des Straßennetzes sollen auch Umfahrungs- und Verkehrsregelungsmöglichkeiten (insbesondere Ampelschaltungen zur Verbesserung des Verkehrsflusses, Vermeidung von Schleichwegen durch Wohngebiete) sowie Umgestaltungsmaßnahmen hinsichtlich der Ortsdurchfahrten von Rödermark-Urberach erörtert werden.
 
 
Zu b.
Mit den Entscheidungsträgern hinsichtlich des ÖPNV soll insbesondere erörtert werden:
 
–          Zweigleisiger Ausbau und vollständige Elektrifizierung der Dreieichbahn
–          Häufigerer Einsatz der Dreieichbahn
–          Beschleunigung der Dreieichbahn durch Einsatz von „Sprintern“ (Zügen, die eine schnellere Anbindung an Frankfurt, sei es Frankfurt – Hbf oder Frankfurt – Süd ab Dieburg gewährleisten)
–          Einsatz größerer Fahrzeuge mit mehr Sitzplätzen in den Stoßzeiten ab Dieburg
 
Zur Stadtentwicklungsplanung
 
Ein Stadtentwicklungsplan muss auch Antworten auf die Verkehrsproblematiken geben. Es gibt keine Stadtentwicklung, die keine Auswirkungen auf die Verkehrssituation hat. Ein Rödermarkplan wäre unvollständig, wenn er nicht aufzeigen würde, wie zukünftig in Rödermark die Verkehre geleitet werden sollen.
Es sind daher auch folgende Problembereiche in den Aufstellungsprozess des Rödermarkplans miteinzubeziehen:
 
–          Darstellung der weiteren Entwicklung die Verkehre.
–          Möglichkeiten der Verkehrsvermeidung und Verkehrslenkung
–          Möglichkeiten der Verkehrsentlastungen für die Ortsdurchfahrt Urberach
–          Ausbau des ÖPNV insbesondere des Schienenverkehrs
–          Verkehrliche Situation im Ortskern Ober-Roden
 
Im Hinblick auf die Notwendigkeit einer Verkehrsentlastung für die Ortsdurchfahrt Urberach erwarten wir von den zuständigen Behörden, dass sämtliche in Frage kommenden Maßnahmen und Varianten dargestellt und geprüft werden.
 
2. Der Magistrat wird beauftragt, darauf hinzuwirken, dass die zuständige Behörde solche Planungsgrundlagen erstellen. Dies geschieht in Erwartung der im Rahmen der Planfeststellung für die Ortsumfahrung von Dreieich Offenthal von Hessen Mobil abgegebenen Ankündigung, die Verkehrsentlastung für Rödermark raumordnungsrechtlich zu prüfen. Diese umfassende Prüfung steht noch aus.
 
3. Die Stadtverordnetenversammlung begrüßt, dass Gelder im Bundesverkehrswegeplan 2030 eingestellt sind und ein Entlastungsbedarf für die OD Urberach gesehen wird. Diese Mittel sind für die Maßnahmen einzusetzen, die als Ergebnis des Planungs- und Abwägungsprozesses und in Abstimmung mit der Stadt Rödermark festgelegt werden.
 
4. Der Magistrat wird beauftragt, umgehend gemeinsam mit Hessen-Mobil eine konkrete, auch zeitliche Planung für eine wirkungsvolle Verkehrsentlastung in Urberach einzuleiten.
 

Abstimmungsergebnis:einstimmig angenommen
 
Zustimmung:CDU (14), AL/Die Grünen (10), SPD (4), FWR (4), FDP (4)
Ablehnung:/
Enthaltung:/