Wir haben alles richtig gemacht. Eine frustrierende Sitzung.

„Wir haben alles richtig gemacht.“
So oder so ähnlich begann die Rede der Ersten Stadträtin Frau Schülner. Alles, was danach kam, habe ich als eine deutliche Kritik an der aus ihrer Sicht unzureichenden Arbeit der Opposition verstanden. Ich hatte den Eindruck, dass sie sich über die fehlende Unterstützung zur Verbesserung des Haushalts beschwerte. So jedenfalls kam es bei mir an.

Zunächst. Offenbar war das nicht nur mein Eindruck.
Eine Gegenrede der SPD begann mit den Worten: „Was war denn das?
Auch die Rede des Fraktionsmitglieds der FW ähnelte inhaltlich derjenigen der SPD.

Zitieren aus meinen Notizen
Da ich mir inzwischen nicht mehr sicher bin, ob ich die Ausführungen der Ersten Stadträtin tatsächlich so verstanden habe, wie sie gemeint waren, verzichte ich darauf, aus meinen Notizen zu zitieren.
Wenn sich die Oppositionsfraktionen durch die Rede angesprochen oder kritisiert gefühlt haben, sollten sie ihre Sicht der Dinge selbst darstellen.
Falls dazu nichts zu hören oder zu lesen sein wird, muss ich wohl davon ausgehen, dass meine Wahrnehmung zu den Aussagen der ersten Stadträtin nicht ganz zutreffend war.

Es wäre nicht nur für mich sehr hilfreich, wenn Frau Schülner ihre abgelesene Rede veröffentlichen würde.


Die Gute Fee
Zur Rede des Bürgermeisters und den Hinweis auf die gute Fee

Rede von Bürgermeister Rotter zur Situation.
Mein Eindruck und meine Schlussfolgerung. Für mich klang die Rede von Herrn Rotter wie eine Bankrotterklärung. Sie vermittelte den Eindruck von Hilflosigkeit statt von Führung. In einem Unternehmen hätte eine solche Ansprache mit den Worten enden können: „Ich habe dem Vorstand meinen sofortigen Rücktritt angeboten.“

Die Rede wirkte auf mich alarmierend und
stark auf mögliche Einschnitte fokussiert. Der BM hat für mich keinen erkennbaren Punkt erwähnt, bei dem man darauf hoffen kann, dass es mit Rödermark zukünftig aufwärtsgehen könnte. Ganz im Gegenteil. Es wurde von Herrn Breustedt (Finanzen) bestätigt, dass laut Sicherungskonzept die Grundsteuer in 2028 auf über 1.700% ansteigen muss. Ich denke, dass ein Haushaltssicherungskonzept eine seriöse Vorschau ist, und nicht nur einfach mal so dahingeschrieben. Darum wird es wahrscheinlich auch so kommen.
Scheinbar ist das Thema Straßenbeitrag auch noch nicht abgehakt.

Eines muss klar sein: Die Stadtverordneten beschließen,
die Verwaltung setzt um. Allerdings lässt sich daraus nicht schließen, dass es um jeden Preis auch geschehen muss. Ist ein Beschluss finanziell nicht tragbar oder rechtswidrig, kann der Bürgermeister einschreiten und ihn beanstanden.
Deshalb überzeugt mich auch das ständige Klagen nicht, man müsse die Beschlüsse der Stadtverordneten schließlich umsetzen. Wer so argumentiert, demonstriert aus meiner Sicht eher fehlende Führungsstärke als Verantwortungsbewusstsein.

Was soll ich von der Aussage halten, die lautete:
In der Vergangenheit gab es noch die gute Fee.
Die gute Fee hat in der Vergangenheit mehrfach geholfen, den Haushalt zu retten.
Was heißt „Vergangenheit“? Noch nie gab es so viel Geld von dieser „guten Fee“ wie im vergangenen halben Jahr: 889.157 Euro Soforthilfe. Ist das etwa nichts?
Zugegeben: Bei unserem missratenen Haushalt sind die knapp 900.000 nur ein Tropfen auf den heißen Stein.

Und was ist mit den 9.524.051 Euro,
die für Investitionen genutzt werden können? Richtig: Diese Mittel kann die Stadtkämmerin nicht einfach verwenden, um den maroden Haushalt auszugleichen und gleichzeitig noch Rücklagen von 3,0 Millionen Euro zu bilden. Zum Glück. So wird man sich den wirklich wichtigen Projekten widmen müssen, zum Beispiel die (grundhaften) Sanierung der Straßen. Immerhin müssten wir hier laut Gutachten in den kommenden Jahren ca.21 Mio investieren. Jetzt würde das gehen und ein Straßenbeitrag wäre wohl abgewendet.

Und was ist mit den 1,7 Milliarden Euro,
die das Land Hessen ab 2028 nach einem noch festzulegenden Schlüssel an die Kommunen verteilen wird? Wenn bei einem Fördervolumen von 3 Milliarden Euro auf Rödermark 9,5 Millionen Euro entfallen sind, könnten es ab 2028 nochmals rund 4,2 Millionen Euro werden.

Warum wird immer nur davon geredet, dass
man fehlende Unterstützung einklagen will? Bisher alles nur Worthülsen?

Wie geht der Bürgermeister mit der Möglichkeit um,
Geld für zusätzliche Einnahmen über ein noch zu schaffendes Gewerbegebiet zu erzielen? Was ist mit Germania Nord. Still ruht der See. Was ist mit „Altes Gaswerk“? Wann haben die letzten Verhandlungen mit den Hamburgern stattgefunden? Bei mir waren die letzten Gespräche mit denen vor ca. zwei Jahren. Es gibt doch bestimmt Möglichkeiten, die Grundstücke rund um den Paramountpark so zu definieren, dass eine Grundsteuer C abfällt. Oder zahlt man da noch Grundsteuer B? Was ist mit dem Gelände Perlite und dem Hainchesbuckel?

Was war mit dem Zuschuss der Musikschule geplant
Dem Antrag sollte zugestimmt werden, der den Magistrat dazu ermächtigt hätte, der Musikschule 120.000 € auszuzahlen. Als ein Stadtverordneter der FW nachfragte, ob das dem Magistrat vorliegende Konzept, aus dem hervorgeht, warum dieses Geld überhaupt benötigt wird, eingesehen werden könne, lautete die Antwort nicht spontan: „Das Konzept wird umgehend zugestellt.“ Stattdessen musste sich die Fraktion beinahe als Bittsteller fühlen, um an die entsprechenden Unterlagen zu gelangen. Bei mir entstand der Eindruck, dass die Vorlage nicht ausreichend erläutert wurde und man von einer schnellen Zustimmung ausging.

Apropos Straßen:
Welche Brückenbauwerke, für die Rödermark aufkommen muss, verursachen Kosten in insgesamt zweistelliger Millionenhöhe? Ich meine mich an 70 Mio erinnern zu können, die Bürgermeister Rotter genannt hat.

Siehe auch
» 2026 Zum zweiten Mal in 2025 hat die gute Fee für Überraschungen gesorgt
» 2017 Die gute Fee hat sich gezeigt. Die Röderfee hat jetzt ein Gesicht.
» 06.2026 Dietzenbacher Stadtverordnete gegen die Grundsteuererhöhung von BM Lang.

8 Antworten auf „Wir haben alles richtig gemacht. Eine frustrierende Sitzung.“

  1. Der Magistrat macht nur, was die Bürger eindringlich mit überwältigender Mehrheit gefordert haben.Die Bürger finden alles super. Wie im Bund, so auch in der Kommune. Es sind die Bürger, die Nachbarn, nicht der Magistrat, die uns dahin geführt haben.


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  2. D.-O. Quilling bitte bereiten Sie diesem Elend ein Ende.
    Er kann es nicht und klebt leider am Stuhl.


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  3. Bei allem Respekt. Beinahe alle Vorhaben, die Stadtentwicklung etc. behandeln und für den Großteil der Kosten aufkommen, stammen aus Vorlagen des Magistrats. Aus den Reihen der Stadtverordneten kam in den letzten Jahren so gut wie keine Initiative, welche den Haushalt signifikant belastet hätte. In der Stavo dann hat v.a die Schwarz-Grüne Mehrheit diese Projekte beschlossen.


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  4. Die Bürger haben dies nicht gewollt.
    Sprechende Mülleimer, sage ich nur oder die teuren SUV für Feuerwehr und dem Ordnungsamt. Ganz zu schweigen von Verschönerungsmaßnahmen, statt Verkehrssicherheit. Wir brauchen jetzt die Opposition. Die Wähler haben die Grünen abgestraft. Und dann diese elende Lügerei, wie es die BIVER schreibt, zum Thema Blitzer. Erst von Schülner versprochen, dann vom Bürgermeister laut BIVER kassiert. Eine Schande.


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  5. Ich habe gehört, dass die Admins der Facebook Gruppe „Unser Rödermark“ kurz vor den Wahlen ins Rathaus eingeladen wurden – seitdem wurde die BIVER dort gesperrt und politische Themen gelöscht. Ist das hier eine Diktatur ? Andere übertragen Sitzungen live online und hier hat man das Gefühl das die Bürger nur angelogen werden.

    Danke an Karl-Otto Donners und Norbert Kern, das ihr weitermacht.


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  6. „Warum sollte man noch in Rödermark bleiben und hier leben? “
    Dies war eine Frage, seitens der SPD in der Ausschuss Sitzung am 3.6.26 nach dem Frau Schülner, Herr Rotter und Herr Breustedt die geplante Erhöhung der Grundsteuer B in 2026 – 1327 Prozent-und 2028 auf über 1700 Prozent bekannt gaben. Rödermark ist für mich ein Beispiel wie Grün eine hohe Verteuerung auf den Weg bringt. Wenig Gewerbe, wenig neuer Baugrund und im Grünen leben. Aber… wer soll das bezahlen? Kindergarten, Schulen, Fuss und Radwege, Senioren und Mehrgenerationenprojekte, Bienenwiesen, Hopper etc? In den letzten Jahren hatten sich CDU und AL/die Grünen diesbezüglich teure unnötige Projekte geleistet und gemäss Info zur Kommunalwahl erst begonnen. Z.B. Bienenwiese Urberach Bahnhof, dieser sollte vom Rasen mit ein paar Blumen zur Bienenwiese umgewandelt werden. Statt die Bürger um geeignete Blumenspenden und Mithilfe zu bitten wurde der Platz mehrfach bearbeitet, mehrfach eingesät und heute … haben wir wieder Rasen mit ein paar Lavendel Blumen. Überlegt und lösungsorientiert handeln und die Finanzen gezielt einsetzen und nicht verschwenden. Auch einmal einem teuren Fördertopf tschüss sagen statt den Bürgern die Rechnung präsentieren. Auch wenn Frau Schülner es nicht gerne hört- ja, andere Gemeinden machen es besser, trotz viel Grün, siehe Eppertshausen, Münster, Dieburg etc. Selbst Seligenstadt hat die Grundsteuer 850 Prozent gehalten und wurde jetzt prämiert. Herr Michael Gensert hat dies in seiner Rede zur Klage Konnexität/Finanzbedarf herausgestellt. „Es gibt Gemeinden, denen geht es richtig gut, die brauchen keine Klage“. AL/die Grünen argumentierten mit einer Verallgemeinerung – allen Städten und Gemeinden ginge es schlecht. Wer Verallgemeinerung nutzt hat sich nicht vorbereitet und wenig Wissen. Die Bürger die an diesem Abend in der Halle Urberach waren haben nur den Koof geschüttelt. Als letzten Punkt möchte ich Digitalisierung und Live Übertragung/Protokoll der öffentlichen Sitzungen (Seite Stadt Rödermark aktuelles) einbringen. Deutschland hat sich Estland als Vorbild genommen, Herrn Wildberger eingestellt, Unternehmen nutzen SAP, KI etc. um wirtschaftlich mit der Welt mitzuhalten, vieles für die Bürger komfortabler und einfacher zu gestalten. Frau Schülner und Herr Breustedt blättern auf Nachfragen zum Haushalt im Seitenlangen Papierwust. Zahlen, können nicht vorgelegt werden und müssen nachgereicht werden etc. Fast alle nutzen heute moderne Technik- Smartphones, Tablet, Videos der Rödermärker Parteien auf FB – Warum nicht die Stadt Rödermark?
    Sonst machen viele in Zukunft einen Bogen um uns mit der Aussage Rödermark muss man sich leisten können


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  7. Herr Beicken, Danke das Sie als eine der Oppositionsparteien Stimme zeigen.
    Dieser Affekt von Frau Schülner ist in keiner Weise zu akzeptieren. Soll Sie doch mal das Original veröffentlichen, vermutlich ist das schon im Schretter. 😡
    Das schlimmste aber, die selbstdarstellerischen Ausbrüche unseres BM. Manager haben sich unter Kontrolle, in schwierigen Lagen, glänzen Sie durch Kreativität und sprechen Mut aus.
    Zuletzt, keine Kritik am Personal der Stadt, die müssen umsetzen was ihnen aufgetragen wird, oft besseren Wissens.
    Rödermark braucht dringend Veränderung.
    Die aktuellen beiden Stelleninhaber sind völlig überfordert mit der Situation und unter keinen Umständen in der Lage, diese schöne Stadt aus der Krise zu ziehen.
    Wenn nur ein Funken Einsicht wäre, würde ein geschlossener Rücktritt erfolgen.
    Aber man klebt am neuen Bürostuhl.😡


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  8. Danke an K.O Donners der für Klarheit, Offenheit sorgt. Genau das was FDP fordert, setzt er allein seit Jahren um.
    The Voice of Rödermark 🙂
    Plattformen wie RM-News.de und Mein Rödermark sind Garanten für Meinungsfreiheit und Demokratie.
    Im Moment sind DIE, welche Respekt fordern, der Nährboden für Abweichler.
    Rödermark schafft Veränderung mit FWR, FDP und SPD, alles was es für Erfolg und Zukunft braucht.
    VoBa Magistrat – Bitte macht den Weg frei.😡


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