Gute Qualität zahlt sich aus.

Qualität
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Obwohl Messel zum Landkreis Darmstadt/Dieburg gehört, hat man eine Kooperation mit der Rödermärker Ordnungspolizei vereinbart. Der potentielle Partner aus dem eigenen Landkreis wäre Eppertshausen gewesen. Da die Eppertshäuser Ordnungspolizei aber nicht die Qualität wie in Rödermark hat, hat Messel sich für die Zusammenarbeit mit Rödermark entschieden. So zu lesen bei OP-Online

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Von Messel nach Eppertshausen ist es zwar fast gleich weit, aber die Gemeinde im Landkreis Darmstadt-Dieburg hat keine eigene Ordnungspolizei, sondern greift auf einen privaten Sicherheitsdienst zurück. Nach Darmstadt sind es zehn Kilometer, genauso wie nach Dieburg. Siehe fr.de

Aufgabenliste (Auszug)
Zuvor hatte Larem erklärt, dass viele Menschen die Ordnungsbehörde einer Kommune lediglich mit der Überwachung des ruhenden und fließenden Verkehrs in Verbindung bringen würden. Dabei gehe es auch um viele andere Dinge, etwa die Einhaltung des Jugendschutzgesetzes, des Nichtrauchergesetzes, der Gewerbeordnung, des Spielhallengesetzes oder die allgemeine Umsetzung kommunaler Satzungen. Siehe echo-online

Zeitaufwand
Ohne genau den Überblick über den Zeitaufwand für das zusätzliche Arbeitsaufkommen zu haben, erscheinen mir die übernommenen Aufgaben (wenn man die Aufgaben ernst nimmt bzw. ordentliche Arbeit abliefern will ) ein Job für eine Ganztagskraft mit einem zusätzlichen Fahrzeug zu sein.
In Messel Streife gehen und fahren, Knöllchen für Verkehrssünder schreiben, Gaststättenbetriebe und Spielhallen kontrollieren, in Parks und Grillplätzen nach dem Rechten schauen, Setz- und Brutzeit überwachen.
Man fragt sich, wie kann man einer Zusammenarbeit zustimmen, wenn die eigene Bevölkerung zur Setz- und Brutzeit die fehlende Überwachung bemängelt. Man hat scheinbar auch heute schon keine Zeit zu einer Überwachung der Aktivitäten am Badehaus im gebotenen Maß nachzukommen.

Warten wir auf die ersten Aussagen wie: „Wir sind auf Kante genäht. Wir brauchen mehr Personal.“
Neues Personal können wir uns ja jetzt auch erlauben. Von Messel gibt es 27.000,00 € p. Jahr (+anteilig Knöllchen). Die Stadt erhält innerhalb der ersten fünf Jahre vom Land einen Zuschuss von 50.000 Euro.

Bei einem Zuschuss von 10.000,00 p. Jahr in den ersten 5 Jahren + 27.000,00 von Messel ergibt sich:
(10000+27000)/12 = 3083,00 €. Bei einem Verrechnungssatz von 50,00€ (angenommen) pro Stunde, werden sich zwei Mitarbeiter des Ordnungsamts einschl. Fahrzeug für 61 Stunden pro Monat in Messel bewegen. Fällt der Zuschuss weg, muss sich auch der Zeitaufwand reduzieren.

Kosten/Nutzen. ?Win-Win? Für Messel ein toller Deal.
Rödermark erhält für die Gründung des „Verwaltungsbehördenbezirks“ innerhalb der ersten fünf Jahre eine Landesförderung in Höhe von 50 000 Euro, erläuterte Bürgermeister Rotter die Vorteile für seine Stadt. Sein Kollege Larem wiederum geht davon aus, dass die Kooperation der Messeler Verwaltung jährlich 80 000 Euro spart – die berühmte Win-win-Situation also. OP-Online
Bei so einem (einseitigen?) Deal hättte es sich angeboten, auch mal über die KL/Trasse zu reden.

Fazit
Wenn die bei der Ordnungspolizei soviel Zeit (+/- x) abgeben können, müssen die sich bisher ja fürchterlich gelangweilt haben. Man wird wohl zwei neue Mitarbeiter eintellen müssen,
 
Siehe auch
» 10.03.2020 Ärger mit dem Ordnungsamt.
» 13.02.2020 Wird an Wochenenden und abends Streife gefahren?
» 19.02.2020 Groß-Klein: Eine Streife für zwei Kommunen. Seite 3.
» 19.02.2020 Die gute Fee kommt doch noch. Geld ist ja jetzt genug da.
» 29.02.2020 12,5 Prozenpunkte Grundsteuer B mehr für ein ….
 
» 29.12.2017 Ordnungsbehördenbezirk von Egelsbach und Erzhausen
Reaktionen bei Faceboook zur fehlender Präsens.
 
» 04.07.2020 Etwas zu den Fördergeldern. 25.000,00€ oder 50.000,00€

7 Replies to “Gute Qualität zahlt sich aus.”

  1. Bei derartigen Rechnkünsten unseres Bürgermeisters kann man verstehen, dass er die Kämmerei dem ersten Stadtrat übertragen hat. Messel wird sich vor Vergnügen die Hände reiben.

  2. Es wird so kommen. „Wir hatten vor, einen zusätzlichen Mitarbeiter einzustellen. Einen Teil der Kosten wird von Messel gezahlt.“
    Wenn nicht, muss Herr Rotter, der 6 Jahre für den Bereich zuständig war erklären, wie man bei einer Vollauslastung Mitarbeiter vermieten kann.

  3. @Hans
    Fehlendes Personal kann nicht sein. In der Rundschau steht

    „Die dortige Ordnungspolizei sei mit vier Mann im Außendienst gut aufgestellt und verfüge auch über das entsprechende Equipment.“

    .. sei mit vier Mann.. deutet auf eine Aussage eines Verantwortlichen aus Rödermark hin.

  4. Wir müssen wohl eine griffige Erklärung vom hauptamtlichen Magistrat abwarten.

    Kann natürlich auch sein, dass der Magistrat keinen Grund sieht, seine Vorgehensweise in irgendeiner Form zu erklären.

    So nebenbei. Ich verstehe aus kaufmännischer Sicht das Vorgehen nicht. Und die Informationen, die man der Presse entnehmen kann, führen die Gedanken in keine gute Richtung.

    Warten wir ab, ob der Magistrat sich schlüssig äußern wird.

  5. lassen wir doch einfach die Zahlen sprechen:
    Messel spart € 80.000 und zahlt an Rödermark € 27.000 spart also netto € 53.000. Rödermark erhält von Messel € 27.000 und vom Land € 10.000. Kosten für mehr Personal + Pkw mind. € 30.000. Per Saldo Messel spart ohne jedes Risiko € 53.000 pro Jahr, Rödermark wenn alles gut geht € 7.000 mit viel Risiko. Hat da irgend jemand von einer win/win Situation gesprochen??

  6. @Optimist

    Die Lesart könnte aber auch so sein: Messel rechnet mit 107.000,00€ Kosten. Man zahlt jetzt 27.000,00 an Rödermark und spart demnach 80.000,00€. Knöllchen lassen wir mal außen vor.

    Ich wiederhole mich. Ich kann mir nicht erklären wie die Rechnung aufgehen kann. 🙁

    • 2 Mitarbeiter (man geht ja wohl zu zweit auf Streife)
    • Ein Auto (Kosten lt. ADAC 0,70€ p. km). Bei 30 KM täglich sind das ca. 420,00€ p. Monat.
    • Anteilige Bürokosten / Verwaltungskosten.
    • Computeranpassung und Pflege.

    Der im Artikel angedachte Verrechnungssatz von 50€ (für 2 Mitarbeiter. 100€ wäre angebrachter.) deshalb, damit man auf einen Zeitrahmen (61 Stundenp Monat) kommt, der den gestellten Anforderungen in ?etwa? gerecht wird.

    Was nachdenklich stimmt, woher nimmt die Ordnungspolizei die Zeit her, um in Messel Streife zu fahren? Auch hier wiederhole mich:
    Hat man sich die Rödermärker Ordnungspolizei bisher wegen Arbeitsmangel fürchterlich gelangweilt?

    Rödermark kann mit geschriebenen Knöllchen die Einnahmen steigern. Also aufgepasst in Messel.

    Glückwunsch an den Bürgermeister in Messel. Bestimmt ein lohnender Deal für Messel.

    Warten wir ab. Kann ja sein, dass eine Fraktion sich die Win/Win Situation vom Magistrat erklären lässt und die nachdenklich gestimmten Bürgern erkennen müssen, dass es für Rödermark keinerlei Kosten gibt.
    Man muss aber auch erklären, wie man mit weniger Zeit in Rödermark die gestellten Aufgaben erfüllen kann. Könnte spannen werden.

  7. Stellt man wegen Messel neue Mitarbeiter ein, braucht man auch ein zusätzliches Auto. Oder man arbeitet so wie bei „Hubert ohne Staller“, wo bei Bedarf das Auto vom Chef genommen wird.

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