BIVER Aktuell! Was zeichnet eine „Einladung“ aus?

BIVER Aktuell
Was zeichnet eine „Einladung“ aus
?
Norbert Kern

Ich habe lange überlegt, ob ich nachfolgendes schreibe, aber wenn es im Bauch „grummelt“, sollte man es rauslassen – also dann:

Am 2. März erreichte uns folgende Einladungsmail des Fachbereich 3 (Bürgerservice, Öffentliche Sicherheit & Ordnung): 

Sehr geehrter Herr Kern,
sehr geehrter Herr Hirsch,
am 09.03.2026 findet um 17:30 Uhr im Raum Saalfelden Nr. 105 (EG), Rathaus Ober-Roden, Dieburger Str. 13–17, ein Termin zum Thema „Verkehr“ statt. 
Zugegen sein werden: Herr Bürgermeister Rotter, Frau Erste Stadträtin Schülner, Vertreter des Hessischen Ministeriums des Innern (HMdI), das Regierungspräsidium, Hessen Mobil,
der Kreis Offenbach, die Polizei Dietzenbach sowie das Ordnungsamt der Stadt Rödermark.
Zu diesem Termin darf ich Sie herzlich einladen.

Das hörte sich für uns sehr erfreulich und erfolgsversprechend an. Endlich hatte es Bgm. Rotter geschafft, alle Fachleute zum Thema „Verkehr“ an einen Tisch zu bringen. Die Gelegenheit deren Argumente anzuhören und auch die Chance Fragen stellen zu können, zu den Themen, die die Bürger/Anwohner, seit Jahren interessieren, schien groß.

Leider beginnen Erwartungshaltungen oft mit einer Enttäuschung – so wiederholt auch hier:

Als ich um 17:25 Uhr im Rathaus angekommen war, wurde ich gebeten vorerst noch auf der „blauen“ Couch im Foyer Platz zu nehmen, da die Runde noch im Gespräch sei. Eine gewisse Verwunderung machte sich bei mir breit (Anm.: wie später herauskam, hatte die Veranstaltung schon weitaus früher begonnen). Gegen 17:45 Uhr wurde ich dann in den Raum „Saalfelden“ gebeten. Verkürzt wiedergegeben passierte dann folgendes:
 
Bgm. Rotter begrüßte mich, lobte den konstruktiven Austausch im Teilnehmerkreis und bat den Vertreter des Hess. Verkehrsministeriums um kurze Zusammenfassung der Möglichkeit für „Tempo-30“ (auf der L3097).
Nachdem ich mit dem Referent noch ein kurzes „Zwiegespräch“ (Thema: Lärm und Sicherheit) führen konnte, übernahm Bgm. Rotter wieder die Gesprächsleitung. Mit der wohlgemeinten Erklärung „wir wollen nicht in den Rückspiegel schauen, sondern nach vorn“ und dem Hinweis auf neue Lärmberechnungen sowie neuen Anträgen zu möglichen stationären Blitzern, bedankte er sich bei allen Teilnehmern und beendete die Veranstaltung.

Werte Leserschaft, ich weiß natürlich nicht, wie sie das Beschriebene bewerten bzw. wie sie sich gefühlt hätten, aber eine „herzliche Einladung zu diesem Termin“ sieht in meinen Augen nicht nur anders aus, sondern hat im Verhalten und im Ergebnis auch etwas mit Respekt und Anstand gegenüber dem eingeladenen Gast zu tun!
Die gern verwendeten Schlagworte wie Transparenz und Bürgerbeteiligung bleiben letztendlich und wie (fast) immer nur leere Worthülsen, da aus jedem Thema, und wenn es „nur“ der leidige „Verkehr“ ist, ein „Staatsgeheimnis“ gemacht wird. Deshalb sollte man sich über viel (Politik-)Verdrossenheit eigentlich nicht wundern.

Norbert Kern
BIVER – Ortsgruppe O-R

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9 Antworten auf „BIVER Aktuell! Was zeichnet eine „Einladung“ aus?“

  1. Weg mit dieser Koaltion und bitte ohne blau zu werden.


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  2. Es ist schwer zu erkennen, wohin diese Stadt steuern soll, wenn sich die Rödermärker Obrigkeit derart unnahbar gibt – ein politisches Schauspiel, das von oben herab inszeniert wird, als sei Bürgernähe ein lästiger Pflichttermin. Man gewinnt fast den Eindruck, dass einigen Verantwortlichen grundlegender Anstand nie wirklich vermittelt wurde. Jedenfalls wirkt es so, als würde hier systematisch gegen die Interessen der Menschen regiert, statt mit ihnen.
    Offenbar verlässt man sich darauf, dass der „dumme Bürger“ das schon nicht übelnehmen wird. Veränderung macht schließlich vielen Angst. Doch diese Rechnung geht nicht mehr so leicht auf. Immer mehr Menschen denken selbst, vergleichen, hinterfragen – und suchen nach Alternativen. Politik ist schließlich kein All-you-can-eat-Buffet, bei dem man verbrannte Gerichte immer wieder serviert bekommt und trotzdem höflich lächeln soll. Irgendwann steht man auf, zahlt und geht woanders essen.
    Genauso verhält es sich mit politischer Verantwortung: Wer den Bürgern wiederholt ungenießbare Entscheidungen vorsetzt, darf sich nicht wundern, wenn er von der Speisekarte gestrichen wird. Die derzeitigen Führungskräfte – samt ihrer eifrigen Unterstützer im Rathaus – scheinen das jedoch noch nicht begriffen zu haben.
    Nun steht die Kommunalwahl vor der Tür. Es wäre an der Zeit, dass der Hochmut, der sich hier über Jahre aufgebaut hat, endlich seinen politischen Preis bekommt. Nicht aus Trotz, sondern weil eine Stadt nur dann vorankommt, wenn diejenigen, die sie gestalten, den Menschen zuhören, statt sie zu belehren.

    Es grüßt Thomas Müller, einer derer, die zur Wahl gehen und hierfür auch mal alte Zöpfe abschneiden.


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  3. Schluss jetzt mit dieser Intransparenz.
    Was gibt es denn zu verbergen liebe grüne Frau Schüner ? Hatte Kern, Hirsch und Co. eventuell sogar Recht mit dem, was sie seit Jahren anprangern.
    Man, man, man. Und ihren Kandidaten von den Grünen können Sie sagen, dass diese mit ihrem kindischen Verhalten auf Facebook hoffentlich gar keine Stimme bekommen. Das ist ja lächerlich hoch drei.


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  4. Liebe BiVer,
    euer Vertrauen wurde doch wiederholt enttäuscht, oder? Von einer Kuh kann man nur Rindfleisch erwarten. Pinocchio bleibt eben Pinocchio.🤭 …… und auch da fällt mir das Wort Respekt ein.
    Daher, für mich passt der Verlauf der Veranstaltung, zur Qualität des aktuellen Magistrats.
    Maßnahmen zur Vertrauensbildung sehen selbstverständlich anders aus, Sie liegen richtig.
    …..und zu Offenheit gehört in jedem Fall, auch der Blick in den Rückspiegel.
    Selbstreflektion findet bei diesem Gespann nur selten statt.
    Gut das der Bericht noch vor der Wahl auf den Tisch gekommen ist. Kann nur helfen, eventuelle Zweifel, bei der Entscheidung wo das Kreuz gesetzt wird auszuräumen.
    Schluß mit weiter so.🙂
    Bleibe dabei, fehlende Management Fähigkeiten lassen sich nicht ausgleichen.
    Sonntag ist Wahl, eigentlich sollte alles bereit sein, dass zahlreiche Bürger, ein deutliches Zeichen setzen und für eine demokratische Veränderung sorgen.😉
    Schauen wir mal.
    Nicht aufgeben, steter Tropfen höhlt den Stein. Zunehmend mehr Bürger akzeptieren diesen Umgang beim Thema Verkehrssicherheit nicht und sind mehr als dankbar für eure Arbeit.
    Die demokratische Oppositions Parteien werden auch zukünftig, ohne Ausnahme die Ziele von BIVER verfolgen und dem Magistrat unbequeme Fragen stellen.
    Beste Grüße und lasst nicht nach.


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  5. Fällt mir nur ein, Hinterzimmer, hinter verschlossenen Türen.
    Bürgerfern, keine Offenheit.
    Vor allem, immer das gleiche Muster.
    Bürgernähe geht anders, hier gibt es im Umkreis viele gute Beispiele.
    Mal weg vom desolaten Haushalt, der keine Fragen offen lässt.
    In jeder Stadt im Umfeld von Rödermark, bis hinein in den vorderen Odenwald, steht Verkehrssicherheit ganz oben.
    Straßen und Gehwege im desolaten Zustand. Blitzersäulen dienen absolut der Verkehrssicherheit, die gehören zusätzlich flankiert durch zusätzliche unangekündigte Maßnahmen, besonders in Abend und Nachtstunden.
    Dieburg, Dietzenbach, Rodgau, Groß Zimmern, Spachbrücken, Münster, Babenhausen usw. , die zeigen wie man es macht.
    ……. und wenn man dann noch qualifizierte Berater nicht nutzt.

    Sonntag ist Wahl – Kein weiter so.


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  6. Lieber Herr Kern, es tut mir sehr leid für Sie und BIVER. Sie und ihre Mitstreiter hatten die letzten Jahre immer mit viel Optimismus und Engagement zum Thema Verkehrssicherheit recherchiert und viel Zeit und Arbeit investiert. Das was Sie beschreiben erlebt man auch in Sitzungen. Es fehlt das neutrale Verbinden und Verknüpfen von Gruppen um zu einem positiven Ergebnis für Bürger zu kommen. Ein Projekt zum weiterkommen zu bringen, Erfolg zu haben für alle Bürger in naher Zukunft fehlt. Trotz allem drücke ich die Daumen, dass Sie ihr Ziel nicht aus den Augen verlieren. Eine Veränderung durch den kommenden Sonntag wäre von Vorteil und kann eine neue Pflanze Hoffnung zum wachsen bringen. Toi, toi, toi


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  7. Wenn der Kapitän, mit der Führung eines Schiffes überfordert ist, Fehlverhalten zeigt, kann er des Postens enthoben werden.

    Der Geschäftsführer eines Unternehmens wäre mit so einem Ergebnis und Planlosigkeit ebenfalls dem Posten enthoben. Gleiches gilt für den Finanzchef.
    Da hilft auch kein Jammern, wie schlecht die Wirtschaft läuft, Produkte fehlen oder sonstige Ausreden. Die da OBEN ist er selbst.🤭

    In jedem Fall hat ein einigermaßen guter Manager mit Rückgrat, mit Bereitschaft zur Selbstreflektion und der Einsicht, ich kann es einfach nicht, auch folgende Option.
    Dann nimmt er aus Einsicht den Hut, zumindest wird er noch Respekt bekommen.

    Wie könnte das bei einem Magistrat funktionieren, wenn alles fehlt, er Teflon Beschichtet ist und auch kein Rückgrat hat?
    Gibt es da eventuell die Möglichkeit eines Bürgerbegehrens?

    Wie auch immer, im Februar 2025 hat der falsche Kandidat mehr Stimmen erhalten!

    Jetzt besteht mit der Kommunalwahl für den Bürger die Möglichkeit, ein erstes Zeichen zu setzen. Nutzt es, mit einem Kreuz bei einer der demokratischen Opposition Parteien.

    Alles, nur kein weiter so.


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  8. Ein großes Dankeschön an die engagierte Mannschaft der BI BIVER. ❤️
    Ihr habt mit viel Einsatz, Ehrlichkeit und Transparenz gezeigt, was echte Bürgerinitiative bedeutet. Viele Bürgerinnen und Bürger haben durch Euch eine Stimme bekommen und wichtige Themen wie Verkehrssicherheit wurden endlich offen angesprochen.

    Eure Facebook-Seite werden vielen fehlen. Danke für Euren Einsatz für Rödermark !

    Setzen wir zusammen ein Zeichen am So !


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  9. Thomas Müller, 13. März 2026 um 15:20 Uhr:
    „Es ist schwer zu erkennen, wohin diese Stadt steuern soll, wenn sich die Rödermärker Obrigkeit derart unnahbar gibt – ein politisches Schauspiel, das von oben herab inszeniert wird, als sei Bürgernähe ein lästiger Pflichttermin. […] Jedenfalls wirkt es so, als würde hier systematisch gegen die Interessen der Menschen regiert, statt mit ihnen. Offenbar verlässt man sich darauf, dass der „dumme Bürger“ das schon nicht übelnehmen wird.“

    … oder einfach mitmachen wird, weil der „dumme Bürger“ als obrigkeitsgläubig eingeschätzt wird und als genauso unkritisch wie die Obrigkeit. Irgendwo las ich den passenden Begriff „Lokalfürst“ für diese (falsche) Auffassung der eigenen Rolle in einer demokratisch gewählten Stadtregierung.


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