Sieg für den Grashalm.
Niederlage für das Gewerbe

Rödermark. Sieg für den Grashalm. Niederlage für das Gewerbe, Stichwahl Bürgermeisterwahl20.02.2017 – ( K.-O. Donners)

 
Sieg für den Grashalm. Niederlage für das Gewerbe

Zweifelsohne. Die Bürger haben entschieden. Der alte Bürgermeister wird auch der neue Bürgermeister sein. Wenn man ein Wahlergebnis besonders schlecht darstellen will, so wie es einige in anderen Fällen aus Rödermark gerne machen, kann man sagen: „75% der Wahlberechtigten haben Roland Kern nicht als kommenden Bürgermeister gewählt

Das vorläufige Ergebnis von 51,34% ist alles andere als ein Grund zum Feiern.
Der Abstand von nur 272 Stimmen für den amtierenden Bürgermeisters aus Rödermark, einschl. des sogenannten „Bürgermeisterbonus“ genüber des Kandidaten aus enem andern Ort und anderem Landkreis, spricht eine klare Sprache.

Wenn man sich überlegt, was bei dieser Bürgermeisterwahl so alles eine Rolle gespielt hat, kräuselt es einem die Fußnägel. » Die AfD gründet sich in Rödermark. » Der angedachter Kandidat der CDU konnte aus gesundheitlichen Gründen nicht zur Wahl antreten. » Ein Kandidat der AL/die Grünen wurde nach kurzer Zeit ausgetauscht. » Der Kandidat der AL/die Grünen (der letztendlich auch gewählt wurde) stellt sich nur für eine Amtszeit von etwas mehr als 2 Jahren (ob es so bleibt steht in den Sternen) zur Verfügung.

Die Argumente für die geplante Amtszeit von zwei Jahre und einem Monat (!) des jetzt gewählten Bürgermeisters sind für mich unterirdisch. Aber es ist so wie es ist. Mindesten zwei Jahre und einen Monat ist Roland Kern weiterhin der Bürgermeister.

» FWR beklagen den Stillstand. „Den könne sich Rödermark am Ende der Schutzschirmphase nicht erlauben.“ Quelle: OP-Online
» FDP wollte „Wechsel in Rödermark und damit für ein Ende des grünen Dauerstillstandes“ Quelle: OP-Online
» SPD meint: „Keine zwei Jahre Stillstand“ Quelle: samuel-diekmann.de

Beachte. Vor der Wahl mahnen drei Kandidaten einen drohenden Stillstand für Fall an, wenn der amtierende Bürgermeister weiterhin Bürgermeister bleiben sollte.
Man kann nicht sagen, diese drei Kandidaten sind Dumme und hätten keine Ahnung wovon Sie reden.

Da demnach in den kommenden zwei Jahre in Rödermark nichts besonders passieren wird (Haushalt ist ja für zwei Jahre beschlossen), können wir auch auf 80% der Stadtverordnetenversammlungen verzichten. Diese gewonnenen Zeit können (müssen) die Fraktionen nutzen um in ihrer Freizeit einen Bürgermeisterkandidaten aufzubauen. Auch der amtierende Bürgermeister Roland Kern rechnet mit zwei Jahren Aufbauzeit für einen Kandidaten.

[..]Kern will in dieser Zeit einen Kandidaten aufbauen, „der mit dem Koalitionspartner gemeinsam getragen werden kann[..] Quelle OP-Online. Quelle: OP-Online

Hmmm, da kann man nachdenklich werden und mal ganz so denken wie evtl. einige unberechenbare Politiker. Man könnte denken, 2017 hatte Al/die Grünen keinen aussichtsreichen Kandidaten für eine Amtszeit von sechs Jahren. Man braucht aber nur zwei Jahre für den Aufbau bis man einen neuen Kandidaten präsentieren kann. Also muss er alte BM nochmal für eine Übergangszeit ran. Wie gesagt, man muss nur so denken wie die Politiker tun könnten. Mal egal ob der tiefen Provinz oder in einer großen Stadt

Meine ganz persönliche Meinung. Die CDU dürfte Stimmen verloren haben, weil man als „Junior Partner der AL“ durch die fehlende Aufkündigung der Koalition kein klares Zeichen gesetzt hat.
Ein Wahlprogramm, dass in kaum einem der wichtigen Punkt für mich erkennbare Deckungsgleichheit aufweisen konnte, muss das Ende der Koalition bedeuten. Ich denke aber, die CDU wird sich weiterhin bedingungslos der Strategie der AL unterwerfen. Nur Helfmann hätte eine Wende herbeiführen können.

 

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