Unten Kita, oben wohnen

Neuer Kindergarten am alten Festplatz.
Neuer Kindergarten am alten Festplatz.

Unten Kita, oben wohnen. So wie bei den angemieteten Räumen für eine Kita auf der Odenwaldstraße in Rödermark.

Die Stadt Rodgau baut einen neuen Kindergarten. Was kommt oben drauf? Sozialer Wohnungsbau! Man denkt an eine Kaltmiete von 8,00 Euro. So erstellt man in Rodgau 10 Wohnungen, ohne dafür zusätzliche Flächen zu benötigen.

Ich kann mich nicht daran erinnern, dass in Rödermark jemals darüber diskutiert wurde, ob ähnliches für die neue Kita am Festplatz möglich wäre.

Es ist nicht gerade billig, was da im Rodgau geplant wird. Eine solche Diskussion hätte man sich in Rödermark wünschen können. Schade, dass die SPD, in Hinblick auf den sozialen Wohnungsbau, die Diskussion nicht angestoßen hat. Bei einem Lebensmittelmarkt war man schnell bei einer solchen Konstruktion gelandet. Ganz unten parken, Parterre einkaufen und obendrauf Wohnungen.

Von unseren Nachbarkommunen können wir einiges lernen.

Dazu ein Kommentar von Samuel Dickmann (SPD)
„In Sachen Wohnungen müssen kreative Lösungen her – das ist klar! Wer etwas anderes sagt, ignoriert die Grundstückspreise und die limitierten Flächen. Von daher ist so ein Vorschlag durchaus diskussionswürdig. Erst jüngst gab es entsprechende Rechtssprechungen, die „Kinderlärm“ nicht als „Lärm“ einstuften. Das Betreiben von KITAS in Wohnsiedlungen wurde somit rechtlich abgesichert.“

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Artikel in der Offenbach Post
Offenbach Post (Print) 17.08.2018 Wohnhäuser auf dem Kindergarten

2 Replies to “Unten Kita, oben wohnen”

  1. Wer soll in Rödermark auf diese Idee kommen? Der Magistrat, in Person von R. Kern und J. Rotter, die auch fürs Zukunftsdenken bezahlt werden, kommen wohl nicht auf eine solche Idee. Wäre ja auch mal was ganz neues. Das haben wir noch nie so gemacht.
    Da kann man sich totärgern, dass eine solche Möglichkeit nicht einmal im Parlament der Stadt diskutiert wurde.

  2. Wenn KITA und Wohnungen baulich so getrennt werden können, dass die einen die anderen nicht stören, dann warum nicht. Schaut euch mal an, wie die Mini-KITA im City-Center gebaut ist. Spricht ja auch nichts dagegen, dass Gebäude nicht ausschließlich für den einen oder anderen Zweck gebaut, umgebaut werden. Und wenn einen das Wohnen in einer Sozialwohnung, man halt mal zu einem bestimmten Zeitpunkt keine andere Möglichkeit gehabt hat, dann kann man ja erst recht nach einer anderen Wohnung Ausschau halten. Allerdings sollte auch der soziale Wohnungsbau eine mengenmäßige Grenze haben, aus dem üblichen Grund, dass zuviel sozial unsozial ist. Ich denke da an einen überbordenden Sozialstaat, aber auch an sowas wie Mietpreisbremsen.

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