3x Haushalt im Heimatblatt.

Freies Stück vom Kuchen“ wird immer kleiner
Erste Stadträtin zeigt sich mit Blick auf die kommunale Finanzlage sehr besorgt /
Spielraum für elementare Dinge schrumpft.
„Wenn wir alles zusammenrechnen, was die Stadt Rödermark im Laufe eines Jahres einnimmt, und davon die Pflicht-Ausgabeposten abziehen, bleiben unterm Strich nicht einmal 25 Prozent (Anm. Admin 24,2%) des Gesamtbudgets, mit denen wir letztendlich frei planen können.

Anmerkung: Nach Rechnung mit 24,2%
2019 standen dann für -freiwillige Leistungen- 15.212.981 Euro zur Verfügung.

Im Jahr 2020 unter dem hauptamtlichen Magistrat Rotter/Schülner wären es dann schon 16.525.837

Laut Frau Schüler könnten es im Jahr 2025 dann schon 21,2 Mio. Euro sein
6 Millionen mehr für freiwillige Leistungen zu 2019.

Links zu den Quellen hier.


Kommunale Finanzen: Wer bestellt, soll auch bezahlen
SPD-Fraktion fordert Klage gegen Bund und Land wegen Verletzung des Konnexitätsprinzips


Massive Grundsteuererhöhung in Rödermark steht an
FDP fragt: Defizit fremdverschuldet oder auch selbst gemacht?


Siehe: Heimatblatt vom 16.05.2025
 

 

„Wer bestellt, bezahlt.“ Konnexitätsprinzip

Ab 2026 steht in Hessen eine Neuregelung des Kommunalen Finanzausgleichs an.
Dabei müssen sich das Land und die kommunalen Spitzenverbände (wie der Hessische Städtetag) auf Kriterien und Geldmengen einigen.
Siehe: HESSISCHER LANDTAG

Das Konnexitätsprinzip ist im deutschen Staatsrecht verankert und besagt, dass die für eine Aufgabe zuständige staatliche Ebene (der Bund oder die Länder) auch für die Wahrnehmung der Aufgabe verantwortlich ist. D. h., dass die Aufgaben- und die Finanzverantwortung in einer Hand liegen müssen („wer bestellt, bezahlt“). Dies führt im föderalistischen System der Bundesrepublik Deutschland oft zu der Klage, dass den Kommunen bestimmte Aufgaben des Bundes (oder des Landes) übertragen werden, diese aber nicht für die vollen Kosten aufkommen.

Quelle: Schubert, Klaus/Martina Klein: Das Politiklexikon. 7., aktual. u. erw. Aufl. Bonn: Dietz 2018. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung


Konnexitätskommission

Der Präsident des Rechnungshofs ist auch Vorsitzender der Konnexitätskommission. Die Konnexitätskommission ist eine Vermittlungsstelle zwischen Kommunen und Land. Sie setzt sich weiter aus Vertretern der Kommunalen Spitzenverbände, der Landesregierung und Finanzexperten zusammen. Dies ist im Gesetz zur Sicherung der Finanzausstattung von Gemeinden und Gemeindeverbänden geregelt.
Quelle: https://rechnungshof.hessen.de/ueber-uns/konnexitaetskommission

Finanzausgleichsmasse deutlich zu gering

„Der Hessische Städtetag sieht keine Chance für einen Konsens zu den Regelungen des Kommunalen Finanzausgleichs ab dem Jahre 2026, wenn die Finanzausgleichsmasse nicht deutlich erhöht wird, also signifikant die Schwelle einer Verbundquote von 23,6 Prozent an dem so genannten obligatorischen Steuerverbund übersteigt“, sagt der Präsident des Hessischen Städtetages, Wiesbadens Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende, nach der heutigen Sitzung von Präsidium und Hauptausschuss des Kommunalen Spitzenverbandes in Offenbach am Main.
Hervorhebung duch den Admin.
Quelle: https://www.hess-staedtetag.de/aktuelles/arbeitsfelder/artikelansicht/article/finanzausgleichsmasse-deutlich-zu-gering/

Verbundquote
Die (kommunale) Verbundquote bezeichnet den Anteil der Steuereinnahmen, die zwischen Bund und Ländern aufgeteilt werden.
Der Bund gibt dem Land einen bestimmten Betrag (x).
Das Land behält davon einen Anteil (y %) für eigene Aufgaben
und gibt z % davon an die Kommunen weiter. z = 23,6 %

Klagen.
Das einfachste wär doch, wenn die Kommune(n) eine höhere Verbundquote einklagen würden. Ich glaube aber, dass dieser Weg verschlossen bleibt. Also: Kein juristischer Hebel – aber mehrere politische Hebel.
Anstatt zu klagen:
Kommunale Spitzenverbände als Sprachrohr nutzen. Kommunen sprechen mit einer stärkeren Stimme über ihre Verbände (Hessischer Städtetag, Hessischer Landkreistag)

Um mehr zu erfahren, habe ich beim Hessischen Städtetag angerufen. Schaun wir mal.
 
Siehe auch
» Diese Abgabe gibt es nur in Hessen. Eingeführt unter der Landesregierung Schwarz/Grün.

Merken für den Haushalt. Park Entenweiher 800.000,00€. Kommt jetzt noch die Gewerbesteuererhöhung?

Stadt wertet Urberacher Grünanlage mit Aktionsfläche und Spielplatz auf.
Frischzellenkur für Park kostet 800000 Euro
Quelle: Stadtpost. Seite 5

Der Park an der Trinkbornschule / Rilkestraße soll 2026 (noch) schöner werden.

Schauen Sie sich einmal das Bild bei OP-Online an.
Da kommt der Gedanke hoch. Man hat Geld über und muss es etwas investieren. Egal ob sinnvoll oder nicht.
Rödermark hat es ja.
Große Pläne für kleinen Grünzug: Ober-Röder Park soll neu gestaltet werden
Quelle:OP-Online.de

Diese Maßnahmen in Verbindung gesehen mit einer geplanten Grundsteuererhöhung von insgesamt 535 % sind schon merkwürdige Projekt.

Trotz der massiven Erhöhung der Grundsteuer B enthält der Antrag des Magistrats einen Satz, der aufhorchen lässt.

Der verbleibende Fehlbetrag entspricht der Höhe nach der Anhebung der Kreis- und Schulumlage des Jahres 2025 und bleibt als nicht leistbarer Fehlbetrag ausgewiesen.
Quelle: Allris

Reicht die Erhöhung nicht aus, um z.B die VERPFLICHTENDE Beiträge zur Kreisumlagen zu zahlen?
Ist dann die geplante Erhöhung der Grundsteuer etwa 200% zu niedrig ausgefallen?
Was könnte passieren, wenn es tatsächlich so ist?
Stundung
Streichen von freiwilligen Leistungen
Der Haushalt der Stadt wird von der Kommunalaufsicht verwaltet
Einführen einer Straßenbeitragssatzung

Ich muss den Satz aber wohl falsch verstanden haben. Wenn so so wäre, wie ich den verstande habe, würde wohl kaum jemand auf die Idee kommen, jetzt noch ein Projekt wie an der Trinkbornschule weiterzuführen.

Man kann aber in der nächsten Stadtverordnetenversammlung, die fehlenden 2 Mio. über eine Gewerbesteuererhöhung eintreiben?


 

 

Quartalsbericht Q1 des Magistrats mit veralteten Zahlen?


Wenn es so sein sollte, hier nur 3 Punkte:

  • Weder die erste noch die zweite Erhöhung der Kreisumlagen ist in den Ausgaben enthalten.
  • Die Steigerungsraten für die Steuereinnahmen (abgesehen von der Grundsteuer) sind nicht den Empfehlungen des aktuellen Finanzplanungserlasses angepasst. Die Steigerungsraten fallen niedriger aus, als bei Beschluss des Doppelhaushalts 2024/2025.
  • Die Steigerung der Grundsteuer um 85 Prozentpunkte ist nicht in den Einnahmen enthalten.
  •  
    Steigerungen.
    Haushalt 2025 Gewerbesteuereinnahmen: 6,5%
    Finanzplanungserlass 2025: 3%

    Haushalt 2025 Gemeindeanteil an der Einkommensteuer: 7%
    Finanzplanungserlass 2025: 8% (Steigerung)

    Haushalt 2025 Gemeindeanteil an der Umsatzsteuer: 3%
    Finanzplanungserlass 2025: 2%

    Haushalt 2025 Schlüsselzuweisung 14,5%
    Finanzplanungserlass 2025: 4%

    Finanzplaungserlass für 2024 und 2025.
    » Finanzplanungserlass (2023 für 2024)
    » Finanzplanungserlass (2024 für 2025)


    Einfach mal zum Nachdenken.
    Aus dem Koalitionsvertrag CDU/CSU/SPD
    Wir werden die Einkommensteuer für kleine und mittlere Einkommen zur Mitte der Legislatur senken

    Wird die Einkommensteuer gesenkt, sinkt auch der Anteil der Summe, die an die Kommunen verteilt werden kann.
    Der Gemeindeanteil an der Einkommensteuer wurde für 2025 mit 23.823.700,00 veranschlagt.
    Nach dem letzten Finanzplanungserlass dürfte der Ansatz allerdings zu hoch sein.

    Siehe auch
    » Kann man über den Haushalt diskutieren, wenn man die Zahlen nicht kennt?


     


    Immer mehr Kommunen vor Pleite: Kommt jetzt der Grundsteuer-Hammer?

    Fast neun von zehn Städten und Gemeinden in Deutschland droht in absehbarer Zeit die Pleite. Bereits das Jahr 2024 brachte ihnen Rekordverluste. Nun drohe sich die Lage zu verschlimmern, sagen Kämmerer. Kurzfristig können sie sich nur bei ihren Einwohnern Geld holen.
    [..]Die wichtigste Einnahmequelle vieler Städte und Gemeinden ist die Gewerbesteuer (rund die Hälfte aller Einnahmen). Deren Höhe steuern die Gemeinden über Hebesätze: Höhere Hebesätze bringen mehr Geld, könnten aber Gewerbe vergraulen. Deswegen bleiben viele Gemeinden hier vorsichtig.[..] Hervorhebung durch den Admin.
    Lesen Sie den Artikel bei Focus.de

    Gewerbesteuer 2024: 14.684.545,00 NETTO. Quelle: statistik.hessen.de
    Geplante Einnahmen 2024: 77.808.416 Euro. Quelle: Haushalt 2024/2025


    Material zur Bundespressekonferenz
    „Umfrageergebnisse zur Finanzsituation und Sparzwang in den Städten“. Beispiele für Spar- und Konsolidierungsmaßnahmen in ausgewählten Städten
    Z.B.

  • Haushaltssicherungskonzept
  • Einsparungen in allen Bereichen notwendig, unter anderem beim ÖPNV
  • Öffnungszeiten städtischer Einrichtungen
  • Personal. Sperre für die Besetzung von vakanten und frei werdenden Stellen
  • Investitionen kürzen, schieben, streichen
  • Quelle

    Der Punkt Personal bei der kommenden Stadtverordnetenversammlung
    Es liegt der Schluss nahe, dass die Koalition den Verdacht hegt, der Magistrat gehe bei der Stellenbesetzung großzügig vor. Anders lässt sich der Antrag der Koalition kaum interpretieren.
    Beschlussvorschlag:
    Der Magistrat wird beauftragt, Vorschläge zur Einsparung von Personalaufwendungen zu entwickeln,[..] Hier mehr und der Link zum Antrag