Emissionshandelssystem (EU-EHS)

Bundestage. Weitere Sektoren im EU-ETS
Bundestage. Weitere Sektoren im EU-ETS

EU-ETS (European Union Emissions Trading System)

Bei einem Downstream-System (wie dem EU-ETS) setzt die Zertifikatpflicht beim Endverbraucher der Energieträger bzw. Emittenten der CO2-Emissionen an.
Bei einem Upstream-Emissionshandelssystem werden Importeure oder Produzenten (weiter gefasst auch Lieferanten und Zwischenhändler) von Energieträgern verpflichtet, somit setzt die Zertifikatpflicht „weiter oben“ („upstream“) in der Wertschöpfungskette an.
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Das EU-Emissionshandelssystem (EU-EHS)
ist ein Kernelement der EU-Politik zur Bekämpfung des Klimawandels und das wichtigste Instrument zur kostenwirksamen Verringerung der Treibhausgasemissionen der Industrie. Es ist der weltweit erste bedeutende und bislang auch der größte Kohlenstoffmarkt. Quelle: ec.europa.eu

Tatsächliche Verringerung der Emissionen.
Das EU-EHS hat gezeigt, dass eine Bepreisung von Kohlendioxidemissionen und ein Handel mit entsprechenden Emissionsrechten funktionieren kann. Die Emissionen der vom System erfassten Anlagen gehen planmäßig zurück – gegenüber dem Beginn von Phase 3 um ca. 8 % (siehe Zahlen für 2016).
Im Jahr 2020 werden die Emissionen der erfassten Sektoren 21 % unter dem Niveau von 2005 liegen.
Im Jahr 2030, nach der Überarbeitung des Systems, werden die Emissionen 43 % niedriger liegen. Quelle: ec.europa.eu

Sektoren
Sektoren

Wie man erkennen kann, fehlt der Schiffsverkehr, Straßenverkehr und Flugverkehr (Verkehrssektor).
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Folgendes ist der Publikation »Deutscher Bundestag zu Nationale bzw. EU-weite Einbeziehung weiterer Sektoren in das Europäische Emissionshandelssystem «entnommen. Siehe

EU_ETS. Die Energiewirtschaft
hat mit fast 39% (2015) den größten Anteil an den deutschen Treibhausgasemissionen; sie resultieren insbesondere aus der Verbrennung fossiler Energieträger in Kraftwerken zur Bereitstellung von Strom und Wärme (auch in den anderen Sektoren). Gegenüber 1990 wurden die Treibhausgasemissionen in diesem Sektor um ca. 26,5% gesenkt.[..]

EU_ETS. Der Industriesektor
ist die zweitgrößte Emissionsquelle mit einem Anteil von knapp 21% an dem Gesamtemissionen – sie kommen aus der Metallindustrie (Eisen und Stahl), der Herstellung mineralischer Produkte (Zement) und bei der chemischen Industrie aus der Herstellung von Grundchemikalien.[..]

Der Verkehrssektor
ist der drittgrößte Verursacher von Emissionen in Deutschland und hat einen Anteil von 17,7% am Treibhausgasausstoß – sie stammen zu 96% aus dem Straßenverkehr, zum Rest aus Schienen, Wasserwegen und nationalem Luftverkehr. Gegenüber 1990 sind die gesamten Emissionen des Verkehrssektors nur geringfügig um etwas mehr als zwei Prozent zurückgegangen[..]

Private Haushalte
sind für fast zehn Prozent der direkten Treibhausgasemissionen verantwortlich. In diesem Sektor fallen fast ausschließlich Emissionen an, die durch die Verbrennung von Energieträgern zur Bereitstellung von Raumwärme und Warmwasser entstehen. [..]

Der Gewerbe/Handel/Dienstleistungs-Sektor (GDH)
trägt mit fast vier Prozent zu den Gesamtemissionen bei. Dabei beziehen sich die Emissionen auf Betriebe, Beherbergungen, Gaststätten, Heime und Handel, die nicht im Sektor der Privaten Haushalte berücksichtigt werden. Der Anteil des Sektors am Endenergieverbrauch in Deutschland liegt mit 15% fast dreimal höher[..]

Der Anteil der Abfall- und Kreislaufwirtschaft
an klimarelevanten Gesamtemissionen in Deutschland beträgt ca. ein Prozent – dazu gehören vor allem Emissionen aus der Abwasserbehandlung und Emissionen aus Deponiegasen.

Die Landwirtschaft
hat einen Anteil an den Gesamtemissionen von ca. acht Prozent, was einen leichten Anstieg bedeutet. Anders als bei den übrigen Sektoren sind die wesentlichen Treibhausgasemissionen nicht CO2-Emissionen, sondern insbesondere stark klimawirksame Methan[..]

Der Landnutzungs-, Landnutzungsänderungs- und Forstwirtschaftsektor (LULUCF)
wies im Jahr 2015 netto eine Reduktion um 14,6 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente auf. Der Sektor wirkt als Senke, also als CO2-Speicher.Diskussionsstand und deutsche Studienlage zur Einbeziehung weiterer Sektoren in den EU-ETS
Im politischen Prozess zur Ausgestaltung der vierten Handelsperiode des EU-ETS ab 2021 spielte eine sektorielle Ausweitung des EU-ETS kaum eine Rolle. Konkret wurden Bestrebungen zur Einbeziehung weiterer Sektoren in den EU-ETS nur seitens des EU-Parlaments (EP) formuliert. Neben liberalen Stimmen9 auch im EU-Parlament, die für einen neu gestalteten und ausgeweiteten Emissionshandel eintreten, hat sich das EU-Parlament explizit für die Einbeziehung des Schiffsverkehrs in diesen ab 2023 ausgesprochen, wenn die Internationale Maritime Organisation nicht bis 2021 ein dem ETS vergleichbar effizientes System auf den Weg gebracht haben sollte.

Grundsätzlich eröffnet die EU die Möglichkeit,
weitere Sektoren (national, nach Genehmigung) in den EU-ETS einzubeziehen. Dazu heißt es beispielsweise in den klimapolitischen Ratsschussfolgerungen von 2014 zum Verkehrsbereich (als Nicht-ETS-Sektor-Bereich) unter der Herausstellung seiner Bedeutung für die Treibhausgasminderung, dass daran erinnert werde, dass Mitgliedstaaten den Verkehrssektor eben auch in den EU-ETS einbeziehen könnten:

Eine mögliche Teilnahme des Verkehrssektors
am EU-ETS könnte über eine Verpflichtung zum Kauf von Zertifikaten beim Verkauf von Mineralöl und Mineralölprodukten erfolgen. Tankstellen und Raffinerien würden die Kosten für die Zertifikate an die Endkunden weitergeben. Die Auswirkungen auf die Benzinpreise wären voraussichtlich relativ gering.

Quelle:Bundestag.


Rödermark intern
Grundsteuer B ab 2028 mehr als 1700%?
Dem Haushaltssicheungskonzept kann man entnehmen, dass der Magistrat ab 2028 mit einer Grundsteuer B in Höhe von mehr als 1700% plant.

Police Paper. Emissionshandel vs. CO2 Steuer

Police Paper. Emissionshandel vs. CO2 Steuer
Police Paper. Emissionshandel vs. CO2 Steuer

Die CO2-Steuer bzw. CO2-Abgabe legt dagegen einen Preis(aufschlag) fest, der mittelbar ebenfalls zur ge-wünschten Einhaltung der Minderungsziele führen soll. Bei einem Emissionshandelssystem ist also der Gesamt-ausstoß an Emissionen staatlich limitiert, der Preis wird hingegen frei im Markt gebildet. Dieser Mechanismus führt somit zu dem Ergebnis, das für den Klimaschutz re-levant ist: die Reduzierung von Treibhausgasen. Bei einer CO2-Steuer dürfen hingegen unbegrenzt Emissionen verursacht werden, jedoch ist der Preis für eine Einheit an ausgestoßenem CO2 staatlich festgelegt. Unklar ist hier jedoch, ob dieser politisch bestimmte Preis den gewünschten Klimaschutzeffekt einer Reduktion erzielen kann. Quelle: Friedrich Naumann Stiftung

Nach dem Lesen der beiden Papiere „Aufbruch zu einer neuen Klimapolitik“ und „Police Paper. Emissionshandel vs. CO2 Steuer“ dürfte meiner Meinung nach für das KLIMA die Entscheidung für den Emissionshandel der bessere Weg sein. Für die Politik wahrscheinlich die Klima-Steuer.

In der Offenbach Post kann man dazu lesen: „Die Wirtschaft stottert, die Steuerquellen sprudeln nicht mehr so üppig; welcher Politiker könnte da widerstehen, wenn Bürger, angefühtrt von Greta und ihren Jüngern, geradezu um höhere Steuern betteln – dem Klima zuliebe?“ Quelle: Offenbach Post. Kommentar von Georg Anastasiadis.


Rödermark intern
Grundsteuer B ab 2028 mehr als 1700%?
Dem Haushaltssicheungskonzept kann man entnehmen, dass der Magistrat ab 2028 mit einer Grundsteuer B in Höhe von mehr als 1700% plant.

Klimaschutz in Rödermark.

Klimaschutz in Rödermark.
Klimaschutz in Rödermark.

Klimaschutz. Klimaschutzprojekte in Rödermark.
Ziel ist definiert.
Bis 2020 40% weniger CO2 als in 1990.
Ohne Klimamanager und Klimaschutzkonzept hat Rödermark bereits
2010 eine Zielerreichung von 36% der in 2012(!) gestellten Ziele.

Man hat „Klimaschutz“ zumindest vor. Man hat schon vor Jahren eine befristete und geförderte Stelle für einen Klimamanager geschaffen. Aus befristet wurde, wie zu erwarten, eine feste Einrichtung.

Der Reihe nach.

  • 2009 unterzeichnete Bürgermeister Roland Kern die Charta -100 Kommunen für den Klimaschutz.
  • Am 16.02.2011 wurde die Erstellung eines Klimaschutzkonzepts beschlossen.
    Es wird ein Förderantrag gemäß Förderrichtlinie des BMU zur Erstellung eines Klimaschutzkonzepts gestellt. Die Änderungsliste zum Entwurf des Produkthaushaltsplanes 2011 ist hierfür um einen Betrag von 64.022 € zu ergänzen. Quelle: bgb.roedermark
    Beschluss einstimmig
  • Am 13.11.2012 wurde das vorgelegte Klimaschutzkonzept als Grundlage für das zukünftige Handeln der Stadt Rödermark beschlossen. Gleichzeitig wurde die vorbehaltliche Einstellung eines Klimamanagers zum 1.7.2013 beschlossen.

Im Klimaschutzkonzept wird von Primärenergie sowie Endenergieverbrauch geschrieben. Hier in dem Artikel werden nur Werte „Endenergieverbrauch“ genannt. Unterschied zwischen Primärenergie und Endenergieverbrauch entnehmen Sie bitte Wikipedia

Grundaussage:
„DIE STADT RÖDERMARK WILL IHRE ENERGIEBILANZ AUFPOLIEREN UND DEN KOHLENDIOXIDAUSSTOSS BIS 2020 UM 40 % SENKEN.“
Klimaschutzkonzept Seite 14

40% weniger. Das ist schon mal eine sehr ambitionierte Ansage. Liest man dazu die folgende Aussage aus dem Klimakonzept, kommt man ein wenig ins Grübeln und denkt »ist das noch ambitioniert?«
Von 1990 bis 2010 sank der CO2-Ausstoß pro Einwohner von 11,08 t in 1990 auf 7,09 t. Dies entspricht eine Reduzierung um ca. 36%. Klimaschutzkonzept Seite 10.
Das heißt, bis 2010 hat man schon 90% der Ziele OHNE ein Klimaschutzkonzept und Klimamanager erreicht.
Es fehlen nur noch 4%. 4% Senkung von 2011 bis 2020.
Da drängt sich die Frage auf, WO STEHEN WIR JETZT?

Erkennen.
Wenn sich einer das Klimaschutzkonzept ansieht, wird man nicht erkennen, welchen signifikanten Fortschritt man ab 2012 erzielt hat. Im Klimakonzept steht:

Eine jährliche Fortschreibung der CO2-Bilanz ist nicht effektiv, da die Maßnahmeneffekte erst mit Zeitverzug erkennbar sind. Es wird empfohlen, alle fünf Jahre eine Fortschreibung der CO2-Bilanz auf der Grundlage der vorhandenen Datengrundlagen zu verfassen. Es bietet sich aber trotzdem an, die maßgeblichen Eingangsgrößen der CO2-Bilanz zu erheben und zu sammeln. Dazu gehören insbesondere: Quelle: Klimaschutzkonzept Seite 203

Eine Fortschreibung hätte demnach 2017 vorgelegt werden müssen. Evtl. haben die Stadtverordneten eine Fortschreibung erhalten. Mir ist keine bekannt. Auf der Web-Seite der Stadt werde ich nicht fündig. Eine Suche im Internet brachte mir keinen Treffer. Ein von mir angesprochener Stadtverordnete kann sich nicht an eine ordentliche Fortschreibung erinnern.
Es liegen Dokumente über Maßnahmen und Kosten vor, welche bei der Beschlussfassung zur Weiterbeschäftigung des Klimamanagers beigelegt wurden. Unter diesem Link können Sie die drei Anlagen zur Beschlussfassung aufrufen.

In Anbetracht der im Klimaschutzkonzept (Seite 119) gesetzten Meilensteine, würde der klimabewusste Bürger und die -Greta Generation- sich bestimmt freuen, etwas von den angestoßenen und abgeschlossenen Klimaschutzmaßnahmen und besonders von den dadurch erzielten CO2-Einsparungen zu hören.

Im Klimaschutzkonzept lesen Sie natürlich viel über geplante/angedachte Maßnahmen zur C02 Senkung. Sie werden auch zu dem Schluss kommen, dass jede Minute Arbeitszeit, die ein städt. Mitarbeiter in das Stadtradeln in Sinne Klimaschutz investiert, rausgeworfenes Geld ist. Es drängt sich die Frage auf, investiert die Klimamanagerin (oder ein anderer Mitarbeiter der Stadt) Arbeitszeit in die Veranstaltung Stadtradeln? Nach dem Konzept zu urteilen, entstehen der Stadt keine Kosten. Beim Zeit- und Finanzierungsplan Klimaschutzkonzept Rödermark Seite 201 sind keine Kosten aufgeführt.

Da Papier geduldig ist, könnte es sein, dass »keine Kosten« nicht ganz richtig ist. Das Stadtradeln gehört zur Rubrik „Bewusstsein (Seite 159)“. Also ohne jeden Anspruch darauf, dass man durch die gefahrenen KM beim Stadtradeln auch nur eine Tonne CO2 (Seite 162) einsparen kann. Wenn man die „Bewusstseinsförderung“ als Öffentlichkeitsarbeit der Klimamanagerin betrachte, muss man sich von den Stadtverordneten nur im Klaren sein, was einem „ Bewusstseinsförderung“ kosten darf. Da sich das Stadtradeln mittlerweile zu einem sehr beliebten Event gemausert hat, sollte man in Bezug auf Kosten nicht päpstlicher als der Papst sein.

Rödermark. Energie aus eigenen Quellen.
Energie aus eigenen Quellen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Fachhochschule Frankfurt unter der Leitung von Professor Martina Klärle. Notwendig wären [..] weiter im Blog für Rödermark.

Fotovoltaikanlagen auf dem Dach der Feuerwehr in Rödermark/Ober-Roden.
War mal eine feine Sache. Man konnte die CO2-Einsparung der Photovoltaikanlage auf dem Feuerwehrhaus in Ober-Roden abrufen. Der seinerzeit gültige Link läuft nun leider auf eine allgemeine Infoseite.

Der Anteil der Solarwärmeproduktion soll insgesamt 5 % der Gebäude- und Freifläche einnehmen. Dies entspricht ca. 27 ha, auf dessen Fläche 99 GWh des Wärmeverbrauches abgedeckt werden können. Für
Photovoltaikanlagen sollen zukünftig sogar 8 % der Gebäude- und Freiflächen genutzt werden können. Damit könnten 57 GWh Strom erzeugt werden. Derzeit wird davon ausgegangen, dass maximal 4 % der Gebäude- und Freiflächen für die solare Energieerzeugung zur Verfügung stehen. Das Modell mit insgesamt 13% geht davon aus, dass zukünftig auch eine verstärkte Nutzung von Gebäudefassaden für die solare Energieerzeugung realistisch erscheint.
Derzeit verfügt Rödermark über keine Solarstromanlage im Freiland. Hierbei gibt es ein erhebliches Potenzial zur Stromerzeugung.
Klimaschutzkonzept Seite 12
Auch hier drängt sich die Frage auf, wie ist der Stand der Dinge.

 
Klimaschutz in Rödermark. weiterlesen

Klimaschutz fängt zuhause an. Papierlose Stavo und Stadtradeln

Neue Version. Alte Version vom 28.05.2019

Klimaschutz. Wir übergeben die Erde an unsere Kinder.
Klimaschutz. Wir übergeben die Erde an unsere Kinder.

„Die Energiewende wird in den Städten gemacht“
Petra Roth, Oberbürgermeisterin a. D., anlässlich des Jahresempfanges der Stadt Hanau 2012

In der BDR liegt der Anteil, der zu der Luftverschmutzung mit CO2 beiträgt, bei 2%. Die Argumentation, China oder die USA sollen erst einmal etwas unternehmen und dann ziehen wir nach, kann man nicht gelten lassen. Das etwas getan werden muss, steht wohl außer Frage.
Lassen wir auch einmal die großen und recht komplizierten Vorhaben, wie Individualverkehr oder Kohleverbrennung außen vor. Kann der Einzelne etwas beisteuern? Eine Initiative im Rodgau propagiert » kleine Schritte im eigenen Umfeld. « Informieren können Sie sich beim ersten Stammtisch am 12.06.2019 in Jügesheim. Mehr bei OP-Online

Zu Rödermark und CO2 Reduzierung.
Was Rödermark rund um den Klimaschutz anbietet, können Sie sich auf der städt. Webseite ansehen. Sehen Sie einfach einmal vorbei. Evtl. ist dort etwas aufgeführt, aus dem Sie Nutzen ziehen können.
Unter Klimaschutz wird das Stadtradeln aufgeführt. Stadtradeln eine tolle Sache. Ob man von einer CO2-»Einsparung« reden kann, die man durch 21 Tage (30.05. bis 19.06.2019) Stadtradeln erzielt, ist mehr als fragwürdig.
Klimaschutz durch Papiereinsparung? Etwas, zu dem es bereits in der Vergangenheit Denkanstöße gab, ist den Papierverbrauch der Stavo stark zu reduzieren. Damit entfällt dann auch gleichzeitig die aufwendige Verteilung der Dokumente durch Boten. Die FDP(!) stellte in 2010 den Antrag, über die Möglichkeit zur Einführung der „papierlosen Stadtverordnetenversammlung, Stavo“ nachzudenken.
[..]Selbst bei extrem konservativer Berechnung werden pro Sitzungsrunde der städtischen Gremien immer noch mehrere tausend Blatt Papier kopiert, geheftet/gebunden, namentlich zugeordnet, etikettiert, verpackt und per PKW im gesamten Stadtgebiet händisch verteilt. Rechnet man mit geschätzten Durchschnittswerten pro Mandatsträger kommt man allein für die STAVO-Unterlagen pro Sitzungsrunde auf zusammen mindestens 5000 Seiten Papier. Rechnet man dies auf das Jahr hoch und addiert Haushaltspläne, Magistratsunterlagen, Berichte, spezielle Ausschussunterlagen, etc. sind es gewiss über 100.000 Blatt Papier, die pro Jahr durch das Stadtgebiet kutschiert werden müssen. Neben den reinen Sachkosten für Kopier- und Büromaterial, Benzin und Personal ist der negative Umweltaspekt hier fast noch höher zu gewichten. Es ist daher dringend an der Zeit, zu prüfen, inwieweit die gesamte Arbeit der STAVO nebst Ausschüssen, dem Eigenbetrieb und aller sonstigen ständigen Gremien zukünftig komplett digitalisiert werden kann.[..]
Ganz erstaunlich. AL/Die Grünen gaben diesem FDP-Antrag zum Klimaschutz nicht ihre Stimme.

Aktiver Klimaschutz durch »papierlose Stavo«?
Aktiver Klimaschutz durch »Stadtradeln«?

Zur CO2-Einsparung wurde in Rödermark die »papierlose Stadtverordnetenversammlung, Stavo» erstmals 2010 von der FDP angesprochen. Also schon weit vor »Fridays for Future.« Einen durchgängigen Fortschritt zu Papierlos kann ich nicht erkennen.

Wenn man in seiner Stadt den Ortsverband einer Partei/Wählervereinigung hat, die bei den letzten Wahlen in der Hauptsache durch Klimaschutz/Klimawandel gewaltig punktete, kann man auch erwarten, dass diese alle Anstrengungen unternimmt, mit den beschränkten Mitteln einer Kleinstadt dem Klimawechsel entgegenzuwirken. Mehr zum Klima; das wäre doch ein Thema für die Stavo. Dann könnte der triumphierende Teil (auf die Europawahl bezogen) der Koalition mal wieder eine Anfrage oder einen Antrag stellen. Hmm; wann gab es das zuletzt? Ein Antrag/Anfrage (abgesehen von einer Ergänzung) der AL/CDU?
Erwähnt man, dass man einen Klimamanager eingestellt hat, suchen Sie nach handfesten Ergebnissen. Stadtradeln, in Verbindung mit CO2-Einsparung zu nennen ist irreführend. Selbst der Dachverband „Stadtradeln“ empfiehlt, diesen Anschein nicht zu erwecken.
Kommunizieren Sie stets CO2-Vermeidung statt Einsparung! Zum einen ersetzt nicht jede Fahrt beim STADTRADELN tatsächlich eine Autofahrt bzw. spart sie ein, zum anderen können beispielsweise Personen, die überhaupt kein Auto haben, streng genommen nie etwas einsparen.Quelle: www.stadtradeln.de

Ich persönlich halte das Stadtradeln für eine wirklich gute Sache. Man ist an der frischen Luft. Man tut etwas für die Gesundheit. Das Stadtradeln in Verbindung mit „CO2 Einsparung“ zu erwähnen, ist für mich ein wenig schräg.

Nun zu einer schnell möglich einzuleitenden Einsparung; monetär und auch CO2 betreffend. Die „papierlose Stavo“.

STAVO Unterlagen für der Haushalt 2012
STAVO Unterlagen für der Haushalt 2012

Welche Fraktion versucht (Hinweis. AL/Die Grünen sind es nicht) seit 2010 mit einem Antrag bezüglich Klimaschutz einen kleinen Beitrag zu leisten? Wer scheitert mit seinen Forderungen, CO2 einzusparen, seit 2010 an dem nicht ausgesprochenen Argument »persönliche Annehmlichkeiten aufgeben zu müssen«?
Man bedenke, seit 2010 hat AL/Die Grünen in Rödermark die meiste Zeit das Heft in der Hand, um Projekte zum Klimaschutz im eigenen Ort anzustoßen bzw. zielführende Anträge, auch Anträge der Opposition, ihre Stimme zu geben. Unvergesslich bleibt ein großes Projekt der AL/CDU aus 2011. Die Tontäfelchen. In 2014, drei Jahre nach der Beschlussfassung, dachte sich die SPD wohl, wenn schon nicht die Antragsteller an den Antrag erinnern, dann machen wir das mal. Die Erinnerung der SPD an den Antrag der AL/Die Grünen und CDU war dann auch erfolgreich. Schon in 2018 gab es die erste Auszeichnung. Leider ohne Tontäfelchen.

Zurück zur „papierlosen Stavo“. Da es den Stadtverordneten freigestellt ist, sich die Sitzungsunterlagen durch einen städt. Boten bequem nach Hause liefern zu lassen oder sich die im Internet „papierlos“ bereitgestellten Unterlagen zu besorgen, fehlt mir natürlich der Überblick über mögliche Kosteneinsparung (Papier, Drucker und Druckermaterialien, Personalkosten, Fahrzeugkosten) und CO2 Einsparung. Ebenfalls fehlt die Information, ob der städt. Bote die Papiere mit dem Elektroauto oder einem kraftstoffbetriebenen Auto ausliefert. Eine Berechnung aus Karben zeigt, dass man bei vollständiger Umsetzung von einer CO2-Einsparung von 8.900 kg ausgeht. Siehe Karben

Ob ähnliche Einsparungen in Rödermark möglich sind, kann und will ich aus heutiger Sicht nicht mehr beurteilen. Es wäre einmal interessant zu erfahren, ob hier die Möglichkeit besteht, einerseits die Kosten zu senken und sich auch noch aktiv dem Klimawandel, mit den beschränkten Möglichkeiten einer Kleinstadt, entgegenzustellen.

Die rechtlichen Hürden, die zu nehmen sind, sind aus heutiger Sicht recht einfach zu überwinden. Da es sich (nach einer sehr oberflächigen Betrachtung) eigentlich kein Stadtverordneter einer Fraktion/Wählervereinigung in Hinblick auf die letzte Wahl leisten kann, die „elektronische Zustellung“ zu verweigern, ist da (oberflächig) keine Hürde mehr zu sehen. Eine Verweigerung könnte sich sehr negativ auf die in 2 Jahre stattfindende Kommunalwahl auswirken.
Wenn man jetzt noch den im Menschen fest verankerten „Beutetrieb“ in den Griff bekommt »ich will dann ein Tablet von der Stadt bezahlt bekommen. Das kann ich dann neben mein privates Tablet stellen». Was man an Software benötigt, kann sich jeder Stadtverordnete kostenfrei downloaden. Ich glaube, da werden Grenzen (kein von der Stadt gestelltes Tablet) überschritten, die der eine oder andere Stadtverordnete, auch für den Klimaschutz nicht bereit ist zu leisten.
Rechtliches zur papierlosen Stavo aus Marburg

Lohnt sich zu beachten. Die Stadt Rödermark weist 2018 auf eine CO2 Einsparung durch das Stadtradeln von ca. 11.114 kg hin. Die Zahl ist sicherlich nicht zu bestreiten. Als Einsparung kann man das bestimmt nicht bezeichnen.

Siehe
» Elektrotankstelle Rödermark
» Mieträder
 
Hier das Klimaschutzkonzept der Stadt Rödermark.


Rödermark intern
Grundsteuer B ab 2028 mehr als 1700%?
Dem Haushaltssicheungskonzept kann man entnehmen, dass der Magistrat ab 2028 mit einer Grundsteuer B in Höhe von mehr als 1700% plant.

Klimaschutzpreis der Stadt Rödermark. 500,00 € für den Gewinner? Gibt es auch ein Tontäfelchen?

Die Stadt Rödermark sucht Bürgerinnen und Bürger, die in Ihrem Zuhause bereits Maßnahmen zum Klimaschutz und der Gebäudemodernisierung umgesetzt haben. Mit dem Wettbewerb sollen beispielhafte Klimaschutzhaushalte in Rödermark und das vielseitige Engagement von Bürgerinnen und Bürgern gewürdigt werden. Dazu verleiht die Stadt Rödermark erstmalig die „Klima-Auszeichnung Rödermark“.

Dem Gewinner winken 500 € für die Haushaltskasse, gesponsert von der Sparkasse Dieburg. Um am Wettbewerb teilzunehmen, muss bis zum 21. Oktober 2018 ein vollständig ausgefüllter Bewerbungsbogen und mit entsprechenden Nachweisen der Umsetzung eingereicht werden (Informationen dazu im Bewerbungsbogen). Weiter bei der Stadt Rödermark.

Geld gibt es. Was ist mit dem Tontäfelchen für die Hauswand?
Dem Gewinner winken 500 € für die Haushaltskasse, gesponsert von der Sparkasse Dieburg. Schön! Sparkasse liefert. Jetzt sollte sich die Stadt mal an den Beschluss der Tontäfler aus 2012 erinnern.
[..]Vorstellbar wäre, den ermittelten Preisträgern als Anerkennung unter anderem eine entsprechend gestaltete Tontafel zum Anbringen an der Hauswand zu überreichen.[..] Quelle bgb-roedermark.de

Siehe
» Hier die Niederschrift der Stavo vom 6.12.2011
» Tontäfelchen lebt noch


Rödermark intern
Grundsteuer B ab 2028 mehr als 1700%?
Dem Haushaltssicheungskonzept kann man entnehmen, dass der Magistrat ab 2028 mit einer Grundsteuer B in Höhe von mehr als 1700% plant.