Energiewende – ein Kommentar aus der Physik

Energiewende. Uni Heidelberg
Energiewende. Uni Heidelberg

Um seine CO2-Ziele zu erreichen, müsste Deutschland laut einer BDI-Studie enorme Kosten schultern. Allein der Klimaschutz im Verkehr könnte Deutschland 250 Milliarden Euro kosten.

Das Bundeskabinett verabschiedete „Klimaschutzprogramm 2030 der Bundesregierung zur Umsetzung des Klimaschutzplans 2050“ sollte man zur Kenntnis nehmen, aber für eine abschließende Bewertung muss man abwarten, was der Bundestag und dann Bundesrat beschließen/ändern wird.

Wir sollten den CO2 Ausstoß reduzieren. Fakt ist, wir müssen besonnen handeln. Und diejenigen, die meinen, dass sich Klimaschutz in Deutschland nicht lohnt, befindet sich auf dem Holzweg. Das die Menschheit mehr CO2 ausstößt als je zuvor, steht außer Zweifel. Und die Menschen werden immer mehr. Wo liegt aber die Grenze von dem, was unser Planet verkraften kann? Ist mit den ca. 37 Milliarden Tonnen, die zurzeit in die Luft geblasen werden, schon die Grenze überschritten? Es gibt Publikationen, die den Höchstwert bei 45 Milliarden Tonnen sehen. Bemerkenswerter Satz: »Der schon beschlossene Schritt der Bundesregierung, die CO2-Emissionen auf 80 % zurückzufahren, ist überflüssig und die Ankündigung der Kanzlerin, das Ziel auf 100 % hochzuschrauben, ist mehr als fragwürdig und sinnlos.» Quelle: kaltesonne.de
Die Suche nach der richtigen Antwort wird immer schwerer, je tiefer man in die Materie einsteigt. Wer hat die richtigen Zahlen? Wer zieht daraus die richtigen Rückschlüsse? Wobei; nichtstun auch der falsche Weg ist. Aber bis zu welchem Preis muss gehandelt werden?
Zum Blog kaltesonne.de, Fritz Vahrenholt und wem soll man glauben, ein Artikel aus 2013 in der „Welt“.

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Jeder blamiert sich so gut er kann.

Aktivisten stören Lindner-Vortrag - und blamieren sich
Aktivisten stören Lindner-Vortrag – und blamieren sich

„Fridays for Future“-Aktivisten stürmen Vortrag von Christian Lindner – und blamieren sich.
Eigentlich wollte FDP-Chef Christian Lindner am Dienstag bei den „Wirtschaftspolitischen Gesprächen“ vor Studenten an der Uni Leipzig sprechen. Dann sprach er auf einmal mit einer Gruppe Schüler – die ihrerseits aber nicht mit ihm reden wollten. Quelle: Quelle: derwesten.de

Was ist schmutziger? Die Politik oder unsere Luft?

Das Heft im Video (Kohle hat es in der Hand)
„Da kommt was“
Neue Ausgabe des bpb Jugendmagazins fluter zum Thema Klimawandel.

Die neue Ausgabe des Jugendmagazins fluter der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb widmet sich dem Thema „Klimawandel“. Auf 50 Seiten beleuchtet das Heft die weltweite Debatte um den Klimawandel aus unterschiedlichen Perspektiven.

Kritische Befunde zu Luftverschmutzung, Artensterben und die Abholzung der Regenwälder, die Erosion der Böden oder der Anstieg des Meeresspiegels verweisen auf einen brisanten Zusammenhang: Das Verhältnis der Menschen zu ihren natürlichen Lebensgrundlagen muss neu gestaltet werden. Es geht um viel mehr als Wetterumschwünge oder aussterbende Tierarten in von Europa weit entfernten Gebieten der Erde. Es geht um weltweite Abstimmungen zu Fragen der Klimapolitik, mühsame Prozesse mit Rückschlägen und Widersprüchen. Quelle: bpb.de

Das Heft im Video „Fluter, da kommt was“ steht hier zum download bereit.

Fluter. Da kommt was.
Fluter. Da kommt was.

Klimaschutz in Rödermark.

Klimaschutz in Rödermark.
Klimaschutz in Rödermark.

Klimaschutz. Klimaschutzprojekte in Rödermark.
Ziel ist definiert. Bis 2020 40% weniger CO2 wie in 1990.
Ohne Klimamanager und Klimaschutzkonzept hat Rödermark bereits
2010 eine Zielerreichung von 36% der in 2012(!) gestellten Ziele.

Man hat „Klimaschutz“ zumindest vor. Man hat schon vor Jahren eine befristete und geförderte Stelle für einen Klimamanager geschaffen. Aus befristet, war wie zu erwarten, eine feste Einrichtung geworden.

Der Reihe nach.

  • 2009 unterzeichnete Bürgermeister Roland Kern die Charta -100 Kommunen für den Klimaschutz.
  • Am 16.02.2011 wurde die Erstellung eines Klimaschutzkonzepts beschlossen.
    Es wird ein Förderantrag gemäß Förderrichtlinie des BMU zur Erstellung eines Klimaschutzkonzepts gestellt. Die Änderungsliste zum Entwurf des Produkthaushaltsplanes 2011 ist hierfür um einen Betrag von 64.022 € zu ergänzen. Quelle: bgb.roedermark
    Beschluss einstimmig
  • Am 13.11.2012 wurde das vorgelegte Klimaschutzkonzept als Grundlage für das zukünftige Handeln der Stadt Rödermark beschlossen. Gleichzeitig wurde die vorbehaltliche Einstellung eines Klimamanagers zum 1.7.2013 beschlossen.

Im Klimaschutzkonzept wird von Primärenergie sowie Endenergieverbrauch geschrieben. Hier in dem Artikel werden nur Werte „Endenergieverbrauch“ genannt. Unterschied zwischen Primärenergie und Endenergieverbrauch entnehmen Sie bitte Wikipedia

Grundaussage:
„DIE STADT RÖDERMARK WILL IHRE ENERGIEBILANZ AUFPOLIEREN UND DEN KOHLENDIOXIDAUSSTOSS BIS 2020 UM 40 % SENKEN.“
Klimaschutzkonzept Seite 14

40% weniger. Das ist schon mal eine sehr ambitionierte Ansage. Liest man dazu die folgende Aussage aus dem Klimakonzept, kommt man ein wenig ins Grübeln und denkt »ist das noch ambitioniert?«
Von 1990 bis 2010 sank der CO2-Ausstoß pro Einwohner von 11,08 t in 1990 auf 7,09 t. Dies entspricht eine Reduzierung um ca. 36%. Klimaschutzkonzept Seite 10.
Das heißt, bis 2010 hat man schon 90% der Ziele OHNE ein Klimaschutzkonzept und Klimamanager erreicht.
Es fehlen nur noch 4%. 4% Senkung von 2011 bis 2020.
Da drängt sich die Frage auf, WO STEHEN WIR JETZT?

Erkennen.
Wenn sich einer das Klimaschutzkonzept ansieht, wird man nicht erkennen, welchen signifikanten Fortschritt man ab 2012 erzielt hat. Im Klimakonzept steht:

Eine jährliche Fortschreibung der CO2-Bilanz ist nicht effektiv, da die
Maßnahmeneffekte erst mit Zeitverzug erkennbar sind. Es wird empfohlen, alle fünf Jahre eine Fortschreibung der CO2-Bilanz auf der Grundlage der vorhandenen Datengrundlagen zu verfassen. Es bietet sich aber trotzdem an, die maßgeblichen Eingangsgrößen der CO2-Bilanz zu erheben und zu sammeln. Dazu gehören insbesondere: Quelle: Klimaschutzkonzept Seite 203

Eine Fortschreibung hätte demnach 2017 vorgelegt werden müssen. Evtl. haben die Stadtverordneten eine Fortschreibung erhalten. Mir ist keine bekannt. Auf der Web-Seite der Stadt werde ich nicht fündig. Eine Suche im Internet brachte mir keinen Treffer. Ein von mir angesprochener Stadtverordnete kann sich nicht an eine ordentliche Fortschreibung erinnern.
Es liegen Dokumente über Maßnahmen und Kosten vor, welche bei der Beschlussfassung zur Weiterbeschäftigung des Klimamanagers beigelegt wurden. Unter diesem Link können Sie die drei Anlagen zur Beschlussfassung aufrufen.

In Anbetracht der im Klimaschutzkonzepz (Seite 119) gesetzten Meilensteine, würde der klimabewusste Bürger und die -Greta Generation- sich bestimmt freuen, etwas von den angestoßenen und abgeschlossenen Klimaschutzmaßnahmen und besonders von den dadurch erzielten CO2-Einsparungen zu hören.

Im Klimaschutzkonzept lesen Sie natürlich viel über geplante/angedachte Maßnahmen zur C02 Senkung. Sie werden auch zu dem Schluss kommen, dass jede Minute Arbeitszeit, die ein städt. Mitarbeiter in das Stadtradeln in Sinne Klimaschutz investiert, rausgeworfenes Geld ist. Es drängt sich die Frage auf, investiert die Klimamanagerin (oder ein anderer Mitarbeiter der Stadt) Arbeitszeit in die Veranstaltung“ Stadtradeln? Nach dem Konzept zu urteilen, entstehen der Stadt keine Kosten. Beim Zeit- und Finanzierungplan Klimaschutzkonzept Rödermark Seite 201 sind keine Kosten aufgeführt.

Da Papier geduldig ist, könnte es sein, dass »keine Kosten« nicht ganz richtig ist. Das Stadtradeln gehört zur Rubrik „Bewusstsein (Seite 159)“. Also ohne jeden Anspruch darauf, dass man durch die gefahrenen KM beim Stadtradeln auch nur eine Tonne CO2 (Seite 162) einsparen kann. Wenn man die „Bewusstseinsförderung“ als Öffentlichkeitsarbeit der Klimamanagerin betrachte, muss man sich von den Stadtverordneten nur im Klaren sein, was einem „ Bewusstseinsförderung“ kosten darf. Da sich das Stadtradeln mittlerweile zu einem sehr beliebten Event gemausert hat, sollte man in Bezug auf Kosten nicht päpstlicher als der Papst sein.

Rödermark. Energie aus eigenen Quellen.
Energie aus eigenen Quellen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Fachhochschule Frankfurt unter der Leitung von Professor Martina Klärle. Notwendig wären [..] weiter im Blog für Rödermark.

Photovoltaik auf dem Dach der Feuerwehr in Rödermark/Ober-Roden.
War mal eine feine Sache. Man konnte die CO2-Einsparung der Photovoltaikanlage auf dem Feuerwehrhaus in Ober-Roden abrufen. Der seinerzeit gültige Link läuft nun leider auf eine allgemeine Infoseite.

Der Anteil der Solarwärmeproduktion soll insgesamt 5 % der Gebäude- und Freifläche einnehmen. Dies entspricht ca. 27 ha, auf dessen Fläche 99 GWh des Wärmeverbrauches abgedeckt werden können. Für
Photovoltaikanlagen sollen zukünftig sogar 8 % der Gebäude- und Freiflächen genutzt werden können. Damit könnten 57 GWh Strom erzeugt werden. Derzeit wird davon ausgegangen, dass maximal 4 % der Gebäude- und Freiflächen für die solare Energieerzeugung zur Verfügung stehen. Das Modell mit insgesamt 13% geht davon aus, dass zukünftig auch eine verstärkte Nutzung von Gebäudefassaden für die solare Energieerzeugung realistisch erscheint.
Derzeit verfügt Rödermark über keine Solarstromanlage im Freiland. Hierbei gibt es ein erhebliches Potenzial zur Stromerzeugung.
Klimaschutzkonzept Seite 12
Auch hier drängt sich die Frage auf, wie ist der Stand der Dinge.

 
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Stadtradeln bei OP-Online

CO2
CO2

Autoverzicht für den Umweltschutz ist in Rödermark guter Brauch. Zum sechsten Mal treten Bürger, Vereinsleute und Politiker in die Pedale, um Kilometer für das Stadtradeln zu sammeln.[..] Weiter bei OP-Online

Stadtradeln. Ohne jeglichen Zweifel eine tolle Sache. Man beteiligt sich am gesellschaftlichen Leben in der Stadt. Gut für die Gesundheit/Fitness. Wenn die Tour mal durch die Ortsteile geht, lernt man die vielen Gefahrenpunkte für Radfahrer in Rödermark kennen. Man wird evtl. Überlegungen anstellen, nach dem Stadtradeln dauerhaft die eine oder andere Besorgung nicht mit dem Auto, sondern mit dem Rad zu erledigen. Alles gute Aspekte. Ich würde mir wünschen, dass man bei allen Publikationen die Wortwahl von Stadtradeln.de verwendet und NICHT von einer CO2-Einsparung schreibt, sondern von einer Vermeidung. Mit der Mär »Einsparung« könnten viele Stadtradler auf den Gedanken kommen, etwas für die CO2-Einsparung getan zu haben.

Man beachte die Wortwahl.

OP-Online

Alles weitere dazu, von der Registrierung bis zur eingesparten Abgasmenge (Hervorhebung Admin), findet sich online unter www.stadtradeln.de/roedermark.

Stadtradeln.de.

Kommunizieren Sie stets CO2-Vermeidung statt Einsparung! Zum einen ersetzt nicht jede Fahrt beim STADTRADELN tatsächlich eine Autofahrt bzw. spart sie ein, zum anderen können beispielsweise Personen, die überhaupt kein Auto haben, streng genommen nie etwas einsparen. Quelle: www.stadtradeln.de

Tipp
Dem »Einsparen« könnte man etwas näher kommen, wenn man diejenigen, die sich als „Stadtradeler“ verpflichteten, in dem Zeitraum des Stadtradelns komplett auf Kraftfahrzeuge (ausgenommen ÖPNV) zu verzichten. Die könnten das als CO2-Einsparer ausgezeichnet werden.

Siehe auch
Klimaschutz fängt zuhause an.

Klimaschutz fängt zuhause an. Papierlose Stavo und Stadtradeln

Neue Version. Alte Version vom 28.05.2019

Klimaschutz. Wir übergeben die Erde an unsere Kinder.
Klimaschutz. Wir übergeben die Erde an unsere Kinder.

„Die Energiewende wird in den Städten gemacht“
Petra Roth, Oberbürgermeisterin a. D., anlässlich des Jahresempfanges der Stadt Hanau 2012

In der BDR liegt der Anteil, der zu der Luftverschmutzung mit CO2 beiträgt, bei 2%. Die Argumentation, China oder die USA sollen erst einmal etwas unternehmen und dann ziehen wir nach, kann man nicht gelten lassen. Das etwas getan werden muss, steht wohl außer Frage.
Lassen wir auch einmal die großen und recht komplizierten Vorhaben, wie Individualverkehr oder Kohleverbrennung außen vor. Kann der Einzelne etwas beisteuern? Eine Initiative im Rodgau propagiert » kleine Schritte im eigenen Umfeld. « Informieren können Sie sich beim ersten Stammtisch am 12.06.2019 in Jügesheim. Mehr bei OP-Online

Zu Rödermark und CO2 Reduzierung.
Was Rödermark rund um den Klimaschutz anbietet, können Sie sich auf der städt. Webseite ansehen. Sehen Sie einfach einmal vorbei. Evtl. ist dort etwas aufgeführt, aus dem Sie Nutzen ziehen können.
Unter Klimaschutz wird das Stadtradeln aufgeführt. Stadtradeln eine tolle Sache. Ob man von einer CO2-»Einsparung« reden kann, die man durch 21 Tage (30.05. bis 19.06.2019) Stadtradeln erzielt, ist mehr als fragwürdig.
Klimaschutz durch Papiereinsparung? Etwas, zu dem es bereits in der Vergangenheit Denkanstöße gab, ist den Papierverbrauch der Stavo stark zu reduzieren. Damit entfällt dann auch gleichzeitig die aufwendige Verteilung der Dokumente durch Boten. Die FDP(!) stellte in 2010 den Antrag, über die Möglichkeit zur Einführung der „papierlosen Stadtverordnetenversammlung, Stavo“ nachzudenken.
[..]Selbst bei extrem konservativer Berechnung werden pro Sitzungsrunde der städtischen Gremien immer noch mehrere tausend Blatt Papier kopiert, geheftet/gebunden, namentlich zugeordnet, etikettiert, verpackt und per PKW im gesamten Stadtgebiet händisch verteilt. Rechnet man mit geschätzten Durchschnittswerten pro Mandatsträger kommt man allein für die STAVO-Unterlagen pro Sitzungsrunde auf zusammen mindestens 5000 Seiten Papier. Rechnet man dies auf das Jahr hoch und addiert Haushaltspläne, Magistratsunterlagen, Berichte, spezielle Ausschussunterlagen, etc. sind es gewiss über 100.000 Blatt Papier, die pro Jahr durch das Stadtgebiet kutschiert werden müssen. Neben den reinen Sachkosten für Kopier- und Büromaterial, Benzin und Personal ist der negative Umweltaspekt hier fast noch höher zu gewichten. Es ist daher dringend an der Zeit, zu prüfen, inwieweit die gesamte Arbeit der STAVO nebst Ausschüssen, dem Eigenbetrieb und aller sonstigen ständigen Gremien zukünftig komplett digitalisiert werden kann.[..]
Ganz erstaunlich. AL/Die Grünen gaben diesem FDP-Antrag zum Klimaschutz nicht ihre Stimme.

Aktiver Klimaschutz durch »papierlose Stavo«?
Aktiver Klimaschutz durch »Stadtradeln«?

Zur CO2-Einsparung wurde in Rödermark die »papierlose Stadtverordnetenversammlung, Stavo» erstmals 2010 von der FDP angesprochen. Also schon weit vor »Fridays for Future.« Einen durchgängigen Fortschritt zu Papierlos kann ich nicht erkennen.

Wenn man in seiner Stadt den Ortsverband einer Partei/Wählervereinigung hat, die bei den letzten Wahlen in der Hauptsache durch Klimaschutz/Klimawandel gewaltig punktete, kann man auch erwarten, dass diese alle Anstrengungen unternimmt, mit den beschränkten Mitteln einer Kleinstadt dem Klimawechsel entgegenzuwirken. Mehr zum Klima; das wäre doch ein Thema für die Stavo. Dann könnte der triumphierende Teil (auf die Europawahl bezogen) der Koalition mal wieder eine Anfrage oder einen Antrag stellen. Hmm; wann gab es das zuletzt? Ein Antrag/Anfrage (abgesehen von einer Ergänzung) der AL/CDU?
Erwähnt man, dass man einen Klimamanager eingestellt hat, suchen Sie nach handfesten Ergebnissen. Stadtradeln, in Verbindung mit CO2-Einsparung zu nennen ist irreführend. Selbst der Dachverband „Stadtradeln“ empfiehlt, diesen Anschein nicht zu erwecken.
Kommunizieren Sie stets CO2-Vermeidung statt Einsparung! Zum einen ersetzt nicht jede Fahrt beim STADTRADELN tatsächlich eine Autofahrt bzw. spart sie ein, zum anderen können beispielsweise Personen, die überhaupt kein Auto haben, streng genommen nie etwas einsparen.Quelle: www.stadtradeln.de

Ich persönlich halte das Stadtradeln für eine wirklich gute Sache. Man ist an der frischen Luft. Man tut etwas für die Gesundheit. Das Stadtradeln in Verbindung mit „CO2 Einsparung“ zu erwähnen, ist für mich ein wenig schräg.

Nun zu einer schnell möglich einzuleitenden Einsparung; monetär und auch CO2 betreffend. Die „papierlose Stavo“.

STAVO Unterlagen für der Haushalt 2012
STAVO Unterlagen für der Haushalt 2012

Welche Fraktion versucht (Hinweis. AL/Die Grünen sind es nicht) seit 2010 mit einem Antrag bezüglich Klimaschutz einen kleinen Beitrag zu leisten? Wer scheitert mit seinen Forderungen, CO2 einzusparen, seit 2010 an dem nicht ausgesprochenen Argument »persönliche Annehmlichkeiten aufgeben zu müssen«?
Man bedenke, seit 2010 hat AL/Die Grünen in Rödermark die meiste Zeit das Heft in der Hand, um Projekte zum Klimaschutz im eigenen Ort anzustoßen bzw. zielführende Anträge, auch Anträge der Opposition, ihre Stimme zu geben. Unvergesslich bleibt ein großes Projekt der AL/CDU aus 2011. Die Tontäfelchen. In 2014, drei Jahre nach der Beschlussfassung, dachte sich die SPD wohl, wenn schon nicht die Antragsteller an den Antrag erinnern, dann machen wir das mal. Die Erinnerung der SPD an den Antrag der AL/Die Grünen und CDU war dann auch erfolgreich. Schon in 2018 gab es die erste Auszeichnung. Leider ohne Tontäfelchen.

Zurück zur „papierlosen Stavo“. Da es den Stadtverordneten freigestellt ist, sich die Sitzungsunterlagen durch einen städt. Boten bequem nach Hause liefern zu lassen, oder sich die im Internet „papierlos“ bereitgestellten Unterlagen zu besorgen, fehlt mir natürlich der Überblick über mögliche Kosteneinsparung (Papier, Drucker und Druckermaterialien, Personalkosten, Fahrzeugkosten) und CO2 Einsparung. Ebenfalls fehlt die Information, ob der städt. Bote die Papiere mit dem Elektroauto oder einem kraftstoffbetriebenen Auto ausliefert. Eine Berechnung aus Karben zeigt, dass man bei vollständiger Umsetzung von einer CO2-Einsparung von 8.900 kg ausgeht. Siehe Karben

Ob ähnliche Einsparungen in Rödermark möglich sind, kann und will ich aus heutiger Sicht nicht mehr beurteilen. Es wäre einmal interessant zu erfahren, ob hier die Möglichkeit besteht, einerseits die Kosten zu senken und sich auch noch aktiv dem Klimawandel, mit den beschränkten Möglichkeiten einer Kleinstadt, entgegenzustellen.

Die rechtlichen Hürden, die zu nehmen sind, sind aus heutiger Sicht recht einfach zu überwinden. Da es sich (nach einer sehr oberflächigen Betrachtung) eigentlich kein Stadtverordneter einer Fraktion/Wählervereinigung in Hinblick auf die letzte Wahl leisten kann, die „elektronische Zustellung“ zu verweigern, ist da (oberflächig) keine Hürde mehr zu sehen. Eine Verweigerung könnte sich sehr negativ auf die in 2 Jahre stattfindende Kommunalwahl auswirken.
Wenn man jetzt noch den im Menschen fest verankerten „Beutetrieb“ in den Griff bekommt »ich will dann ein Tablet von der Stadt bezahlt bekommen. Das kann ich dann neben mein privates Tablet stellen». Was man an Software benötigt, kann sich jeder Stadtverordnete kostenfrei downloaden. Ich glaube, da werden Grenzen (kein von der Stadt gestelltes Tablet) überschritten, die der eine oder andere Stadtverordnete, auch für den Klimaschutz nicht bereit ist zu leisten.
Rechtliches zur papierlosen Stavo aus Marburg

Lohnt sich zu beachten. Die Stadt Rödermark weist 2018 auf eine CO2 Einsparung durch das Stadtradeln von ca. 11.114 kg hin. Die Zahl ist sicherlich nicht zu bestreiten. Als Einsparung kann man das bestimmt nicht bezeichnen.

Siehe
» Elektrotankstelle Rödermark
» Mieträder
 
Hier das Klimaschutzkonzept der Stadt Rödermark.

Gelebter Klimaschutz in Rödermark.

Damit es draußen nicht zu kalt wird.
Damit es draußen nicht zu kalt wird.

Papier ist geduldig.
Klimaschutz ist zu einer zentralen Herausforderung für uns alle geworden und beginnt schon im Alltag. Jeder Verzicht auf CO2 Emissionen ist eine Investition in unsere eigene Zukunft. Breitgefächerte Klimaschutzmaßnahmen sind daher notwendig.

Maßgebliches Ziel des Klimaschutzes ist es, die Folgen des Klimawandels zu begrenzen. Schon heute sind die Auswirkungen des Klimawandels in den Ökosystemen aller Kontinente und der Ozeane, aber auch in Gesellschaft und Wirtschaft zu beobachten. Verstärkt sich der Klimawandel in den kommenden Jahrzehnten weiter, wird es zu einer Zunahme von Hitzestress oder extremen Wetterereignissen kommen, die sich weiter negativ auf die Gesellschaft und die Ökosysteme auswirken.
 
Rödermark setzt sich aktiv für den Klimaschutz ein und ist Teil der Nationalen Klimaschutzinitiative.

Quelle: Stadt Rödermark

Nach diesen einleitenden Sätzen. So sieht – Rödermark setzt sich aktiv für den Klimaschutz ein – aus. 🙁

Anfrage der FDP zur Verschwendung von Heizenergie/Heizkosten
Die FDP-Rödermark stellt eine Anfrage an den Magistrat. Wann wird man damit aufhören, teure Heizenergie ins Freie zu pusten.

Gemäß Pressemitteilung in der Offenbach Post vom 03.01.2019 („Teure Heizenergie verpufft ins Freie“) gibt es in der Halle Urberach – nach wie vor – ein praktisches Problem beim Zugang zum Sportlereingang. Dort verpufft aufgrund der Türblockierung durch eine „Schaumstoffwurst“ stundenlang teure Heizenergie ins Freie, damit Nachzügler ohne Schlüsselchip die Halle betreten können. Laut der zitierten Pressemitteilung möchte die Stadt im neuen Jahr dieses alte Problem neu angehen. Ziel sollte (muss) es sein, den Sportlern mit für sie geringstmöglichen Aufwand Zugang zur Halle zu gewähren, ohne dass Wärme sinnlos entweicht. Quelle: FDP Anfrage. Mit Bild.

 
Wenn Sie in der OP lesen, warum es so ist, wie es ist, können sich einem die Fußnägel kräuseln.
 
Siehe auch
» Aktenmappe zur Stavo am 2.4.2019
» Niederschrift BUSE vom 20.3.2019


Klimaschutz: Australien will
CO2-Steuer abschaffen (Nachtrag)

Klimaschutz: Australien will CO2-Steuer abschaffen14.07.2014 – ( KOD )

Nachtrag: Abschaffung der CO2-Steuer in Australien vorerst gescheitert
Grund: Da war einer beleidigt.

Klimaschutz: Australien will CO2-Steuer abschaffen

Klimaschutz ist teuer und stört das Geschäft, so sieht es jedoch Australiens Regierungschef Tony Abbott. 2013 versprach der konservative Politiker im Wahlkampf, die Klimaschutzmaßnahmen abzuschaffen. Diese Woche ist es soweit: Die erst 2012 eingeführte CO2-Steuer soll im Parlament gekippt werden. Eine Mehrheit ist Abbott sicher… Quelle: spiegel.de

Was sagen wir denn dazu? Da arbeitet Australien gegen die Klimaschutzmaßnahmen. Durch die Abschaffung der CO2 Steuer wird sich der Ausstoß CO2 wohl erhöhen.

Wir in Rödermark kämpfen für den Klimaschutz mit einem eigenen Klimaschutzmanager, Klimaschutzbeauftragten. Rödermark hat übrigens den EINZIGEN Klimaschutzbeauftragten – Kreisweit -. Die Bürger in Rödermark bezahlen, zusätzlich zu den Ausgaben vom BUND, für KAUM messbare Ergebnisse und die großen Dreckschleudern (Australien Platz 14) reduzieren die Klimaschutzmaßnahmen. Die durch die Rödermärker Initiative zu erzielenden Ergebnisse dürften, weltweit gesehen, nicht einmal als „Fliegenschiss“ bezeichnet werden.

Nicht das Klimaschutz eine SEHR wichtige Aufgabe ist. Sind aber die Ausgaben für einen eigenen Klimaschutzbeauftragten gut angelegtes Geld? Wenn ja, warum hat im Kreis nur Rödermark dies erkannt und leistet sich einen Klimaschutzbeauftragten?

Ein Projekt der Stadt Rödermark zum Klimaschutz  „Tontäfelchen für energieeffizientes Bauen“, gestartet in 2012, ist wohl in den Schubladen verschwunden. Von den damaligen Antragstellern (die Tontäfler) CDU/AL-Die Grünen sind meines Wissens keine weiteren Anstalten zu verzeichnen den Tontäfelchen Leben einzuhauchen. Jedenfalls ist mit kein Anfrage der CDU/AL-Die Grünen bekannt, ob der Magistrat den eindeutigen Auftrag der Stadtverordnetenversammlung umgesetzt hat. Das zu Thema „Ernsthaftigkeit“..

Öffentlichkeitsarbeit zum Thema Klimaschutz gab es in Rödermark schon vor dem Klimaschutzbeauftragten. Diese Öffentlichkeitsarbeit kostet der Stadt nicht einen Euro. Hier Beispiele. Auch auf der Webseite der Stadt Rödermark.

Was wird für den Klimaschutz ausgegeben?
Zusätzlich zu Ausgaben in Rödermark zum Klimaschutz investiert auch der BUND ein wenig.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat erneut 750 Millionen Euro für den internationalen Klimaschutz zugesagt.[..]

1,8 Milliarden Euro steckte die Bundesrepublik 2013 bereits in die Finanzierung von Klimaschutzprojekten.[..]
Quelle: spiegel.de

Ich persönlich war schon immer gegen die „unnütze“ Ausgabe für einen eigenen (subventionierten) Klimaschutzbeauftragten. Die Argumente, die FÜR einen eigenen Klimaschutzbeauftragten sprechen könnten, werden für mich täglich weniger.

Ist Geld für andere wichtige Dinge wie „Ärtzlicher Notdiest“ vorhanden? Mann wird sehen.

Siehe auch
Auslobung eines Preises für energieeffizientes Bauen
Klimaschutzkonzept