Rödermark. So mal ganz nebenbei
ca. 200.000,00 € im Klo runtergespült.

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Rödermark. So mal ganz nebenbei ca. 200.000,00 Euro im Klo runtergespült. Toilettenanlage am Bahnhof Ober-Roden. Stadtverordnetenversammlung 20.03.2018, Stavo21.03.2018 – ( KOD )

 

Nicht nur für mich einer von zwei Aufregern bei der heutigen Stadtverordnetenversammlung. EDEKA wird in einem separaten Artikel abgehandelt. Dem Thema – Toilettenanlage am Bahnhof Ober-Roden – gebe ich das Prädikat – riesen Skandal -.

Rödermark. So mal ganz nebenbei ca. 200.000,00 Euro im Klo runtergespült.
Rödermark. So mal ganz nebenbei ca. 200.000,00 Euro im Klo runtergespült.

Rödermark. So mal ganz nebenbei ca. 200.000,00 Euro im Klo runtergespült.

Es ist nicht zu glauben. Werden Verträge bzw. Vereinbarungen nicht mit der gebotenen Sorgfalt gelesen?

Was heute das Licht der Welt erblickt hat, vermutet man nur in einem sehr schlecht geschriebenen Heimatroman. Seit heute auch in Rödermark.

Was ist passiert?
Eine Anfrage der FDP zu einem von den Stadtverordneten gefassten Beschluss. Der Bahnhof Ober-Roden sollte laut Beschluss mit der Auflage verkauft werden, dass dort öffentlich zugängliche Toiletten zur Verfügung gestellt werden.

Aus dem Beschluss der Stadtverordneten: [..]Herr Vetter beantragt die Zuteilung (KOSTENLOS. Anm. Admin.) einer zusätzlichen Teilfläche von ca. 35 qm südlich des Bahnhofsgebäudes. Nach der derzeitigen Planung wird dieser Eingang mit der kleinen Treppe für die der Öffentlichkeit zugänglichen Toiletten benötigt.[..] Quelle: bgb.roedermark.de

Die Fragen der FDP waren u.a.: Wann stehen die Toiletten im Bahnhof zur Verfügung? Wann kann die derzeitige öffentliche WC-Anlage am Bahnhof in Ober-Roden ab-/rückgebaut werden? Wie teuer kam den Bürgern die öffentliche WC-Anlage am Bahnhof?
Wenn die Auflagen aus dem Stadtverordnetenbeschluss umgesetzt worden sind, können die Kosten für die dann überflüssig gewordene Toilettenanlage auf dem Bahnhofsgelände eingespart werden. Immerhin zwischen 15.000,00 und 17.000,00 Euro pro Jahr. Die Einnahmen belaufen sich auf ca. 700,00 Euro pro Jahr. Die Kosten fallen für Reinigungs- und Wartungskosten an. Es ist anzunehmen, dass bei der Alterung der Toilettenanlage die Kosten weiter steigen können.

Jetzt kommt Bürgermeister Kern. Man hatte geglaubt, 2018 die Verpflichtung zur Zahlung vom 15.000,00 € bis 17.000,00 €, beenden zu können. Doch dann, oh Schreck, man muss der Verpflichtung wohl noch bis 2030 nachkommen müssen. Dies wurde vom Bürgermeister, mit einem Lächeln auf den Lippen, den Stadtverordneten und Zuschauern mitgeteilt.
Also, wenn der Investor den in dem Stadtverordnetenbeschluss festgehaltenen Vorgaben nachgekommen wäre, hätten wir bis 2030 jährlich 15.000,00 € bis 17.000,00 € – die Einnahmen von 700,00 € entfallen ja jetzt – eingespart. Da für den Investor der Stadtverordnetenbeschluss keine Verbindlichkeit darstellt, wäre der Vertragstext für den Verkauf schon von Interesse. Findet man in dem Kaufvertrag eine Passage, die den Vorgaben der Stadtverordneten gerecht wird? Ist bei der Stadt keiner auf die Idee gekommen, bei Vertragsabschluss mit dem Investor auch einmal einen Quercheck hinsichtlich der bestehenden Anlage zu machen? Kümmert man sich nicht darum, sich frühzeitig über Kündigungsfristen oder Laufzeiten zu kümmern? Scheinbar ist man erst nach der FDP-Anfrage auf die Idee gekommen, sich mal um solche Kleinigkeiten wie – Kündigungsfristen oder feste Vertragslaufzeiten – zu informieren. Bei einer vor mehr als einem Jahr gestellte Anfrage der FWR, konnte man meines Wissens nach solche Details nicht erfahren.

Der Bürgermeister bezeichnete das Szenario – bis 2030 – als den schlimmsten Fall. Man wird versuchen, die Laufzeit für die jetzige Toilettenanlage zu verkürzen.
Betrachten Sie einmal die räumlichen Gegebenheiten am Bahnhof. Wo bitteschön, ist es jetzt noch möglich, eine öffentliche Toilette im Bahnhofsgebäude zu installieren? Es könnte jemand auf die Idee kommen und sagen: „Wenn irgendwann einmal der Gastronomiebetrieb seine Pforten öffnet, könnte man die dort vorhandene Toilette nutzen.“ Diese Idee können Sie ganz schnell vergessen.

Es wird noch eine schriftliche Antwort auf die Fragen der FDP geben. Aber was gesagt wurde, wurde von den Zuschauern gehört und wird auch so weitergegeben. Ob die schriftliche Erklärung einer der heutigen Zuhörer zu lesen bekommt, steht in den Sternen.

Erinnern Sie sich noch? Die Stadt hat kein Geld für die Reinigung einer Bushaltestelle.
86-Jähriger reinigt Bushaltestellen im Norden von Waldacker. Die Stadt hat kein Geld für die sachgerechte Pflege ihrer Einrichtung.

 
Siehe auch
» 23.10.2012 Pläne Vetter (Investor)
» …….. In Bauplänen verwendete Symbole. Z.B. für Toilette (WC)
» 21.03.2013 Rödermark. Presseberichte zur StaVO 19.03.2013
» 22.03.2013 Rödermark. Bahnhof Ober-Roden. Mehrkosten P+R Anlage.
» 07.02.2013 07.02.2013 Teure Altlast unterm Bahngelände
» 31.01.2013 Historie. Gestaltung Bahnhofsvorplatz Ober-Roden
» 28.12.2017 Bahnhof Ober-Roden. Laden Ticket & More fertig? Öffentliche Toiletten auch?
» 23.03.2018 Wer den Schaden hat braucht für den Spott nicht zu sorgen
» Zusammenfassung Bahnhof, P+R Anlage, S-Bahn Unterführung, Toilettenanlage
 
Hier weitere Unterlagen zur Stavo 20.03.2018
» Mitteilungen des Magistrats. Stavo 20.03.2018
» Antworten des Magistrats. Stavo 20.03.2018
» Präsantation Schallschutz_im_Staedtbau
» Politische Terminvorschau April-Juni

5 Replies to “
Rödermark. So mal ganz nebenbei
ca. 200.000,00 € im Klo runtergespült.”

  1. Nicht zu fassen was Rotter und Kern abliefern. Unterirdisch. Und dafür bekommen die beider Herren auch noch Geld.

  2. Folgender Eindruck verfestigt sich gerade:

    1.) die Stadt* kann nicht mit Geld umgehen. Sie kann weder Rahmenbedingungen schaffen, die es für Unternehmer reizbar macht, sich hier anzusiedeln, noch scheint sie Ressourcen aufwenden zu wollen, interessierten Unternehmern einen Weg nach Rödermark zu öffnen.

    2.) Was die Stadt kann, ist Ressourcen aufzuwenden, um Förderanträge zu schreiben, um heiß ersehnte Zuwendungen von übergeordneten Behörden zu ergattern. Der Stadt scheint nicht aufzugehen, dass die Abhängigkeit von diesen Behörden größer ist als die Abhängigkeit von Unternehmen der „freien“ Marktwirtschaft. Der Stadt scheint auch nicht aufzugehen, dass diese Strategie eine Abwärtsspirale in die Armut und immer größer werdende Abhängigkeit von staatlichen Förderungen und Rettungsmaßnahmen wird.

    3.) Herr Bürgermeister Kern gehört zur Alternativen Liste/Die Grünen. Grüne mögen freies Unternehmertum nicht, denn schließlich ist das freie Unternehmertum Schuld daran, dass die Erde seit Jahrzehnten schon genau morgen auf apokalyptische Weise vernichtet wird. Daher müssen auch alle nachhaltig leben, was aber nicht bedeutet, dass Grüne deshalb nachhaltiger wirtschaften können.

    4.) Der Grund, warum kein Geld für Infrastruktur ausgegeben wird, folgt auch aus Punkt 3. Grüne mögen zurück zur Natur, in das bessere, schönere Leben von früher, in dem jeder auf der eigenen Scholle für sein eigenes Auskommen arbeiten konnte und alle happy waren. (Fun Fact, so ist es niemals gewesen und die Zeiten damals waren durchschnittlich um einiges schlechter für die meisten Menschen.) Also wird Geld ausgegeben für solch einen Unsinn wie „Stadtgrün“ (glaubt jemand, dass die paar Grünpaten-Blumenkübel überhaupt eine Wirkung auf das Klima haben?), Tankstellen für E-Autos, die man übrigens leicht per Computer hacken kann, und natürlich sowas wie „Soziale Stadt“, weil mit wachsender Armut und dem Gefühl in allem von anderen abhängig zu sein, auch der Unmut wächst, was zu einem Frust führen kann, der sich irgendwann in antisozialen Impulsen äußern dürfte.

    Ein Vorschlag für den Anfang:
    Ein erster Schritt wäre es, die Stadtverwaltung wieder zu entschlanken, unnötige Stellen zu streichen. Z. B. kann mMn auf Klimaschutzmanagement verzichtet werden. Firmen wie Byke können sich auf dem sonst üblichen Weg ansiedeln; Filme von Klimapanikmachern wie Al Gore, nützen nur denjenigen, die sehr viel Geld mit der Angst vor der Klimakatastrophe machen und denjenigen, die Akzeptanz in der Bevölkerung für jegliche förderungswürdigen Maßnahmen brauchen; es ist nicht nötig, dass ein Mitarbeiter des Klimaschutzmanagement in die Kindergärten geht, um dort den Kindern von den „Segen“ der in Wahrheit unzureichenden „Erneuerbaren“ zu erzählen – man kann Kinder zu Sparsamkeit und Achtsamkeit erziehen, so wie das schon früher, lange vor so etwas wie Agenda 21, Vereinte Nationen und anderen Ressourcenzerstörern der Fall gewesen ist.

    Ein zweiter Vorschlag:
    Die Infrastruktur sanieren. Unternehmer in die Stadt lassen. Das Geld der Bürger und Einwohner nicht rausschmeißen, dann braucht es auch keine soziale Agenda, weil Bürger und Einwohner sich um sich selbst kümmern können, wenn man sie lassen würde. In meinen Augen ist das Rumgekrebse der Stadtverwaltung ein Zeichen dafür, dass dieses System sowieso nicht funktioniert.

    *(ich schmeiße jetzt der Einfachheit halber alle in einen Topf, man möge es mir nachsehen, aber am End gilt das, was rauskommt und nicht die einzelne Person, die es besser machen könnte)

  3. Das ist kein Skandal, sondern einfach nur noch peinlich und an Dilettantismus nicht mehr zu überbieten. Kern ist Jurist und sollte Verträge lesen können. Aber lächelnd ein Fiasko zu verkünden, war schon immer seine Stärke. Und der Bürger zahlt die ganze Sch… wieder.

  4. Gefördert durch die Schlamperei von Kern & Co. im Umgang mit Steuergeldern fehlen Euro in der Stadtkasse. Es ist kein Geld für ordentliche Vereinsförderung da, weil der Magistrat scheinbar keine Vereinbarungen ließt und Geld ….im Klo versenkt….. Der VFS erhöht um 20 bis 30 % die Vereinsbeiträge weil der Verein die enorme Erhöhung der Wasserkosten durch die Stadt nicht mehr zalen kann. VFS Vorsitzende Anne v. Soosten-Höllings …. da dem Schwimmen die Unterstützung von öffentlichen Stellen oder Sponsoren fehlt – konnte man im Heimatblatt lesen.

    Jetzt wissen wir wie unsere Steuergelder verpulvert werden. Man sollte Bürgermeister und ersten Stadtrat Dienstbrillen zur Verfügung stellen.

  5. Die Schildbürger ziehen aktuell (mal wieder) demütig den Hut vor den Geschehnissen in Rödermark.

    Das ist doch echt ein Fall für das „Schwarzbuch“ des Bundes der Steuerzahler. Steuergeldverschwendung in Hochform, weil die politisch verantwortlichen und handelnden Personen die eigenen Verträge nicht kennen …

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