Mein letzter Artikel vor der Kommunalwahl 2026

Es wird sich wohl kaum vermeiden lassen, dass CDU und AL/Die Grünen nach der Wahl rechnerisch die Möglichkeit haben, ihre Koalition fortzuführen.

Man kann nur hoffen, dass bei der CDU die Einsicht gewachsen ist, dass eine Zusammenarbeit mit dieser Partei oder besser gesagt Wählergemeinschaft dem Rödermärker Bürger nicht guttut.

Schon bei der Wahl 2021 entsprach es wohl kaum dem Bürgerwillen, dass CDU und Grüne die Verantwortung übernehmen bzw. die CDU die unselige Koalition mit den Grünen weiterführt. Ich kann mir gut vorstellen, dass den CDU-Wählern damals eine Koalition mit SPD und/oder FDP lieber gewesen wäre.
Für die AL/Die Grünen war es sehr schwierig, eine solche Koalition aufzustellen.


Vor der Kommunalwahl 2021 gab es schon Anzeichen, dass es mit der bestehenden Koalition eigentlich nicht darf.

[..]

„Wir haben zehn Jahre lang nichts gemacht und nichts ist zuwenig. Es reicht nicht, sich von Hemmnis zu Hemmnis zu hangeln. Wir müssen uns künftig besser anstrengen und bei diesem Thema mehr Mumm zeigen. “Genserts Worte: Sie klangen wie eine Scheidungserklärung kurz vor dem Tag der Kommunalwahl am 14.März.

[..] Blog für Rödermark / Dreieich Zeitung

#Kommunalwahl2026
Kommunalwahl 2026

Rödermarks Ortskern. Die Frankfurter Straße

Ein bleibender Eindruck für auswärtige Gäste auf dem Weg zur „guten Stube“, der Kulturhalle von Rödermark.
Sei es mit dem Auto auf dem Weg ins Parkhaus oder wenn man nach einem Theaterbesuch mit seiner Lebensgefährtin den Abend in einem der anliegenden Restaurants bei einem guten Glas Wein ausklingen lassen möchte und sich bei der Suche danach recht lange auf der Frankfurter Straße aufhalten wird.

So sieht es auf der Frankfurter Straße aus.
Ich habe keine fehlenden Steine gesucht. Sie fehlten genau dort, wo ich gestanden habe. Ich kann mir gut vorstellen, dass es bei genauer Betrachtung nicht bei diesen beiden Steinen bleiben wird. Viele der Steine, die noch vorhanden sind, sehen so aus, als würden sie bald kollabieren. Die Schäden nur mit Frost oder dem Alter zu begründen, dürfte nicht ausreichend sein.

Ein Bericht zur Pfarrgasse.
Gefährliche Abflussrinnen. Interessiert das nach 2023 überhaupt noch einen?
Es hat Stürze älterer Personen mit dem Rad aufgrund dieser Kanten gegeben<

NS.
Die Lebensdauer bei einer mit Betonpflaster versehenen „Hauptstraße“ dürfte bei 30–50 Jahren liegen, bevor größere Sanierungen nötig sind. Trifft der Begriff „Hauptstraße“ für die Nutzung der Frankfurter Straße zu? Da es hier keinen Schwerlastverkehr gibt und es sich eigentlich um eine verkehrsberuhigte Straße handeln sollte, dürfte der genannte Zeitpunkt für eine größere Sanierung wohl eher bei 50-70 Jahren liegen.

Steine können oft wiederverwendet werden, wenn der Unterbau erneuert wird


Erster Stadtrat Alfons Mauer 1982
Die Zeit der Prestigeobjekte sind vorbei
[..]zukünftigen Investitionen darauf hinweisen, daß die Zeiten vorbei sind, in denen Städte und Gemeinden durch Prestigeprojekte für ihre eigene Prosperität werben konnten. Manche übertriebene Investitionsfreude rächt sich heute bitter, wenn die Folgelasten defizitär zu Buche schlagen. [..] Quelle:Obe-Rodener Anzeigeblatt 03.06.1982
 

Eine Schnur ein Netz und ein Kleinfeld ist fertig.

1982: Spielspaß muss nicht unbedingt teuer sein und braucht nicht unbedingt Förderprogramme.

Ober-Rodener Anzeigeblatt 19.05.1982
Ober-Rodener Anzeigeblatt 19.05.1982

Die Frage, die man sich heute stellen könnte: „Entspricht ein solch einfacher Ansatz zur Freizeitgestaltung dem hohen Anspruch der Stadt Rödermark?“
2023: 50.000,00 € PLANUNGSkosten für einen Bolzplatz.


Erster Stadtrat Alfons Mauer 1982
Die Zeit der Prestigeobjekte sind vorbei
[..]zukünftigen Investitionen darauf hinweisen, daß die Zeiten vorbei sind, in denen Städte und Gemeinden durch Prestigeprojekte für ihre eigene Prosperität werben konnten. Manche übertriebene Investitionsfreude rächt sich heute bitter, wenn die Folgelasten defizitär zu Buche schlagen. [..] Quelle:Obe-Rodener Anzeigeblatt 03.06.1982
 

BIVER Aktuell! Was zeichnet eine „Einladung“ aus?

BIVER Aktuell
Was zeichnet eine „Einladung“ aus
?
Norbert Kern

Ich habe lange überlegt, ob ich nachfolgendes schreibe, aber wenn es im Bauch „grummelt“, sollte man es rauslassen – also dann:

Am 2. März erreichte uns folgende Einladungsmail des Fachbereich 3 (Bürgerservice, Öffentliche Sicherheit & Ordnung): 

Sehr geehrter Herr Kern,
sehr geehrter Herr Hirsch,
am 09.03.2026 findet um 17:30 Uhr im Raum Saalfelden Nr. 105 (EG), Rathaus Ober-Roden, Dieburger Str. 13–17, ein Termin zum Thema „Verkehr“ statt. 
Zugegen sein werden: Herr Bürgermeister Rotter, Frau Erste Stadträtin Schülner, Vertreter des Hessischen Ministeriums des Innern (HMdI), das Regierungspräsidium, Hessen Mobil,
der Kreis Offenbach, die Polizei Dietzenbach sowie das Ordnungsamt der Stadt Rödermark.
Zu diesem Termin darf ich Sie herzlich einladen.

Das hörte sich für uns sehr erfreulich und erfolgsversprechend an. Endlich hatte es Bgm. Rotter geschafft, alle Fachleute zum Thema „Verkehr“ an einen Tisch zu bringen. Die Gelegenheit deren Argumente anzuhören und auch die Chance Fragen stellen zu können, zu den Themen, die die Bürger/Anwohner, seit Jahren interessieren, schien groß.

Leider beginnen Erwartungshaltungen oft mit einer Enttäuschung – so wiederholt auch hier:

Als ich um 17:25 Uhr im Rathaus angekommen war, wurde ich gebeten vorerst noch auf der „blauen“ Couch im Foyer Platz zu nehmen, da die Runde noch im Gespräch sei. Eine gewisse Verwunderung machte sich bei mir breit (Anm.: wie später herauskam, hatte die Veranstaltung schon weitaus früher begonnen). Gegen 17:45 Uhr wurde ich dann in den Raum „Saalfelden“ gebeten. Verkürzt wiedergegeben passierte dann folgendes:
 
Bgm. Rotter begrüßte mich, lobte den konstruktiven Austausch im Teilnehmerkreis und bat den Vertreter des Hess. Verkehrsministeriums um kurze Zusammenfassung der Möglichkeit für „Tempo-30“ (auf der L3097).
Nachdem ich mit dem Referent noch ein kurzes „Zwiegespräch“ (Thema: Lärm und Sicherheit) führen konnte, übernahm Bgm. Rotter wieder die Gesprächsleitung. Mit der wohlgemeinten Erklärung „wir wollen nicht in den Rückspiegel schauen, sondern nach vorn“ und dem Hinweis auf neue Lärmberechnungen sowie neuen Anträgen zu möglichen stationären Blitzern, bedankte er sich bei allen Teilnehmern und beendete die Veranstaltung.

Werte Leserschaft, ich weiß natürlich nicht, wie sie das Beschriebene bewerten bzw. wie sie sich gefühlt hätten, aber eine „herzliche Einladung zu diesem Termin“ sieht in meinen Augen nicht nur anders aus, sondern hat im Verhalten und im Ergebnis auch etwas mit Respekt und Anstand gegenüber dem eingeladenen Gast zu tun!
Die gern verwendeten Schlagworte wie Transparenz und Bürgerbeteiligung bleiben letztendlich und wie (fast) immer nur leere Worthülsen, da aus jedem Thema, und wenn es „nur“ der leidige „Verkehr“ ist, ein „Staatsgeheimnis“ gemacht wird. Deshalb sollte man sich über viel (Politik-)Verdrossenheit eigentlich nicht wundern.

Norbert Kern
BIVER – Ortsgruppe O-R