Haushaltseinbringung. Stavo 19.02.2019

Haushalt 2019 in der Stavo.
Haushalt 2019 in der Stavo.

Erst wenn Kern weg ist und Rotter Bürgermeister werden sollte, wissen wir, was wir an Kern hatten.

Wir haben auf dem Podium den hauptamtlichen Magistrat sitzen, der bei den Haushaltsreden von der Opposition, auf gut Deutsch – sein Fett abbekommen hat -. Was zu erwarten war, trat auch ein. BM Kern und Erster Stadtrat nahmen Stellung.

Die wenigen Zuhörer hatten die letzte Möglichkeit, Gegenreden der beiden im direkten Vergleich zu erleben. Und da taten sich zwei total verschiedene Welten auf. BM Kern äußerte mit wohlgeformten Sätzen seinen Missmut. Er ließ keinen Zweifel aufkommen, dass einige in den Haushaltsreden gemachten Vorwürfe aus seiner Sicht jegliche Grundlage fehlt. Mit welchen Sätzen? Unaufgeregt, gepflegt, aber unmissverständlich.

Und jetzt Jörg Rotter. Das absolute Gegenteil: Gereizt, aggressiv, nachtretend. Die fehlende Souveränität und vor allem die fehlende Kritikfähigkeit ist für mich ….. Lassen wir das. Für den Wunsch, Bürgermeister von Rödermark zu werden, war dieser Auftritt bestimmt nicht förderlich.
Aber alles egal. Wer hat das mitbekommen? Die wenigen Besucher der Stadtverordnetenversammlung, bei der es um den Haushalt der Stadt ging, spielen keine Rolle. Die Presse? Evtl. wird die von einer lebhaften Diskussion schreiben.
Den kann man nicht schicken.

Zur Ortsumgehung Urberach. Es laufen Gespräche. Eine öffentliche Mitteilung zum aktuellen Stand wollte Herr Kern nicht abgeben. Wie ich ihn verstanden habe, wird es aber nicht mehr lange dauern, bis es dazu etwas ÖFFENTLICH zu sagen gibt.

Siehe auch
» Nur verhaltene Zustimmung
» Generalabrechnung mit Rödermärker Bürgermeister Kern
 

Haushaltsreden

Für alle Haushaltsreden. Es gilt das gesprochene Wort.
In der Reihenfolge der Auftritte.

Haushaltsrede Michael Gensert (CDU) 23 Minuten

In der Vergangenheit gab es von Herrn Gensert kein Script. Sollte eins zur Verfügung gestellt werden, wird das natürlich hier veröffentlicht.

Herr Gensert begann damit, dass er einen Blick in den Haushalt 2012 geworfen hat und aufgrund der dort aufgeführten Aufwendungen zu dem Schluss (im Vergleich mit 2019) kam – wir müssten pleite sein. Sind wir aber nicht. Finanzieller Kollaps abgewehrt. Aber; die Weiterentwicklung ist ungewiss.
Auffallend war, dass er in seiner Rede viel von Kosten gesprochen hat. Die Aufwendungen der Stadt von jährlich 63 Mio. sind nicht das Ende der Fahnenstange. Die Ausgaben werden weiter steigen. Da er, nicht die Erkenntnisse aus einem Blick in eine Glaskugel wiedergeben wollte, gab es zur Kostendeckung keine abschließende Antwort.
Für weitere Umgestaltungen in Urberach und auch in der Grünen Mitte werden finanzielle Mittel benötigt. Ohne das geht es nicht.
Er brachte aber klar zum Ausdruck, dass es wie bisher kaum weitergehen kann. Neu, jedenfalls für mich, war das Bekenntnis zum Gewerbe. Er sprach davon, dass man dafür sorgen muss, die Einnahmen aus der Gewerbesteuer, ohne die Gewerbesteuer zu erhöhen, um 2 Mio. jährlich zu steigern.

Schlusswort:
Wer die Zahlen anschaut und nichts ändert, wird enden wie Ludwig der XVI.

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Haushaltsrede Andrea Schülner (AL/Die Grünen) 17 Minuten

Herr Vorsitzender, liebe Kolleginnen und Kollegen und Magistratsmitglieder, wertes Publikum, werte Pressevertreter!
Unsere Stadt befindet sich an einer interessanten und prägnanten Wegmarke:
Zum einen können wir nach jahrelanger Durststrecke – mit großer Wahrscheinlichkeit 1 Jahr früher als geplant – die Vorgaben des Schutzschirms mit Ablauf dieses Haushaltsjahres hinter uns lassen; und zum anderen: zum 1. Juli wird unsere Stadt eine neue Verwaltungsspitze erhalten.
Beide Ereignisse sind unmittelbar mit Bürgermeister Roland Kern verbunden, der in seiner 14- jährigen Amtszeit – der längsten in der Geschichte Rödermarks – die Geschicke unserer Stadt wesentlich geprägt und das Stadtschiff in gutes Fahrwasser gelenkt hat. Wir wissen alle, was diese Arbeit wert war und noch ist, und dass wir hierauf aufbauen und die Zukunft unserer Stadt sehr gut gestalten können.
Lesen Sie die ganze Haushaltsrede bei AL/Die Grünen

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Haushaltsrede Norbett Schultheis (SPD) 22 Minuten

Haushautsrede P. Schröder (FWR) 14 Minuten

Haushaltsrede 2019
Sehr geehrter Herr Vorsitzender, sehr geehrte Damen und Herren,

ich stehe hier als der Vertreter einer Fraktion aus der Opposition und werde heute die Position der FREIEN WÄHLER Rödermark zum Haushaltsentwurf darstellen und noch einige Bemerkungen zur Arbeit der Koalition und des Magistrates einfügen. Gleich vorweg und damit nehme ich die Spannung ein wenig raus: Die Freien Wähler werden diesen Haushaltsplan ablehnen, und ich werde im Folgenden einige Begründungen nennen.

Beginnen möchte ich mit den Tagesordnungspunkten, welche heute zusätzlich auf die Tagesordnung genommen werden. Wir sollen beschließen, was unsere Verwaltung und der Magistrat bereits vor vier Tagen ohne Zustimmung der Stadtverordnetenversammlung auf den Weg gebracht haben. Worum geht es? Es geht um die Investitionen in diesem Jahr für das Stadtumbauprogramm im Ortskern Ober-Roden und das Stadt-Grün Urberach.

Ich möchte an dieser Stelle ausdrücklich die Bürgerbeteiligungen in unserer Stadt loben und mich heute bei IGOR bedanken, die einen großen Anteil der vorbereitenden Arbeiten für die geplanten Projekte im Ortskern Ober-Roden geleistet haben. Bürgerbeteiligung ist eine gute Sache, meine Damen Herren, auch wenn es manchem hauptamtlichen Politiker nicht immer in den Kram passt, was Quartiersgruppen erarbeitet haben und die dann von der Politik Unterstützung für diese Projekte erwarten. Aber was hier derzeit passiert, lieber Herr Bürgermeister und lieber Herr 1. Stadtrat, das geht gar nicht. Sie haben hier eindeutig ihre Kompetenzen überschritten. ohne Zustimmung der Stadtverordnetenversammlung werden ca. 1 Million Steuergelder ausgegeben. Verschiedene Gremien wurden informiert und involviert und wir waren außen vor und sollen heute Ihre Versäumnisse beschließen.

By the way, wir die FREIEN WÄHLER werden möglicherweise diese nachgereichten Anträge nicht ablehnen. Ich möchte aber auch an dieser Stelle nicht unerwähnt lassen, dass uns das Stadtumbauprogramm und Stadtgrün Urberach auch in den kommenden Jahren regelmäßig Löcher in die Haushaltskasse reißen werden. Meine Damen und Herren, auch wenn wir nur ca. 1/3 aus dem städtischen Steuersäckel aufwenden müssen, der gesamte Betrag, als auch die anderen 2/3 sind Steuergelder, die von anderen Kommunen saufgetrieben wurden. Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie statt vor einem Stadtverordneten-Beschluss zu handeln, doch endlich mal die getätigten Beschlüsse des Parlamentes umsetzen, so wie es ihre Aufgabe laut hessischer Gemeinde Ordnung ist.

Beispiel 1:
Am 2. Mai 2018 hat das Stadtparlament beschlossen, dass der Magistrat innerhalb von sechs Monaten berichtet über die Ergebnisse der Verhandlungen mit Hessen-Mobil und den ÖPNV Betreibern Deutsche Bahn und RMV. Mit diesen Institutionen sollen Verbesserung der Verkehrssituation auf den Durchgangsstraßen von Urberach erörtert und erarbeitet werden. Es sind inzwischen mehr als neun Monate vergangen und wir haben immer noch kein Wörtchen darüber gehört. Ähnlicher Stillstand wie in den vergangenen 45 Jahren, so lange wird dieses Thema jetzt schon ausgesessen.
 
Ich möchte hier an dieser Stelle noch einmal betonen, dass die Freien Wähler nicht eine ortsnahe Umfahrung von Urberach als 1. Priorität bevorzugen. Wir wollen für alle Bürger dieser Stadt da sein, nicht nur für Bewohner aus dem Taubhaus und Bienengarten, die mehr Verkehr in der Nähe ihrer Wohnungen durch eine von der Bundesregierung geplante Umgehungsstraße befürchten, nein wir setzen uns auch für die Bürger ein, die an den lärm- und schadstoffbelasteten Bundes- und Landesstraßen in Urberach wohnen.

Beispiel 2:
Am gleichen Tag, also 2. Mai 2018 wurde ein interfraktioneller Beschluss gefasst, dass Rödermark gewisse Forderungen im Schulentwicklungsplan stellt. eine dieser Forderung lautet, auf Schüler-Lenkungsmaßnahmen zu verzichten und dafür sich für eine zweite weiterführende Schule einzusetzen. Unser erster Stadtrat, der selbst in der Regierung vom Kreis Offenbach als CDU-Kreistagsabgeordneter tätig ist, hat diesen Beschluss nicht beachtet und den Schulentwicklungsplan ohne die Forderung von Rödermark beschlossen. Das ist umso unverständlicher, weil seine Partei, die CDU schon seit circa 15 Jahren in den jeweiligen Wahlprogrammen die Forderung aufstellt: Rödermark muss ein Gymnasium bekommen. Die FREIEN WÄHLER haben Anfang 2018 einen Antrag für die Errichtung eines Gymnasiums gestellt, damit zumindest im neuen Schulentwicklungsplan fest geschrieben wird, dass Rödermark eine zweite weiterführende Schule benötigt, denn es pendeln demnächst circa 1000 Schüler (hauptsächlich aus Urberach) aus in andere Orte. Nachdem die Forderung nicht im Schulentwicklungsplan angenommen wurde, haben die FREIEN WÄHLER im September die Forderung nach einer weiteren Bildungsstätte wiederholt. Erneut wurde dies von der schwarz-grünen Koalition abgelehnt, an der Spitze mit Jörg Rotter, der dann 2 Monate später bei seiner Bürgermeisterkandidatur selbst die Forderung nach einem Gymnasium öffentlich mit hoher Priorität verkündete. Ist das noch glaubwürdig. Sind geschriebene Wahlprogramme der CDU nur FakeNews? Ich nenne das Wählertäuschung. Mit solchen Machenschaften bringen wir unsere Stadt nicht voran.
Dabei sollte die CDU aus eigenen leidvollen Erfahrungen bei Bürgermeisterwahlen wissen, wie es ist, wenn
die mündigen Bürger das Spiel durchschauen und den Machenschaften der etablierten Parteien eine ordentliche Abfuhr erteilen.

Beispiel 3:
Am 27. Juni 2017 hat die Stadtverordneten Versammlung einstimmig den folgenden Beschluss gefasst:
Der Magistrat wird beauftragt, sich bei der Verwendung der Mittel aus dem „Kommunalinvestitionsprogramm II (KIP2)“ beim Kreis Offenbach dafür einzusetzen, dass der Ausbau der Ganztagsbetreuung an den Grundschulen in Rödermark und die dringend notwendigen Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen an der Oswald-von-Nell-Breuning-Schule sowie der Breidertschule vorrangig zu realisieren sind.
 
Was hat der Sozialdezernent Jörg Rotter aus diesem Beschluss gemacht? Jawohl er hat den Punkt eins für die Breidertschule umgesetzt und Punkt 2 (Sanierung der NBS) nicht an den zuständigen Kreis weitergeleitet. Ja was ist denn das für eine Dienstauffassung? Führen unsere hauptamtlichen Wahlbeamten nur die Beschlüsse aus, die ihnen gefallen oder haben sie den 2. Teil einfach nicht gelesen, übersehen oder nicht verstanden?

Ich könnte noch weitere Beispiele bringen, wo die Beschlüsse der Stadtverordnetenversammlung nicht ausgeführt, ignoriert oder einfach ausgesessen wurden. Da meine Redezeit hier auf circa 15 Minuten begrenzt ist, möchte ich es bei den 3 Beispielen belassen.

Nun zum aktuellen Haushalt.
Unserer Stadt ist 2013 unter den so genannten Schutzschirm geschlüpft, um von den negativen Jahresabschlüssen wegzukommen. Der Plan sah erst einmal Steuererhöhungen und danach Einsparungen in fast allen Bereichen vor. Die Steuererhöhungen wurden schnell gemacht. Von den Einsparungen sehen wir nicht sehr viel. Die Vereine bekamen weniger Förderungen, sonst fallen mir keine wesentlichen Einsparungen ein. Personal sollte sozialverträglich abgebaut werden. Stellen, die durch Ruhestand oder Beendigung Arbeitsverträgen frei wurden, sollten nicht sofort neu besetzt werden und gegebenenfalls wegfallen. Was wurde davon umgesetzt? Gar nichts.!
Der Stellenplan wurde jährlich erhöht und wird auch in diesem Jahr durch weitere Stellen aufgebläht. Uns ist natürlich klar, dass wir mehr Personal benötigen, wenn unsere Kitas ausgebaut werden, weil es immer mehr Kinder gibt. Aber in vielen anderen Bereichen wurden keinerlei Personaleinsparungen getätigt.
Bei der Bezahlung des Personals für die Kindertagesstätten hat unser Magistrat in den letzten Jahren Arbeitskämpfe führen müssen. Ob diese Arbeitskämpfe, die jetzt hoffentlich durch einen Vergleich mit entsprechenden Abschlagszahlungen beendet sind, zu einem geordneten, vertrauensvollen Arbeitsverhältnis führen, muss die nahe Zukunft zeigen. Wir können nur hoffen, dass qualifiziertes Personal, nachdem es die versprochenen Nachzahlungen erst erhalten hat, auch weiterhin in unseren Kitas zur Verfügung steht oder sich lieber im Umkreis nach einer attraktiven Stelle umschaut.

Hatten wir im Jahre 2011 noch Personalausgaben in Höhe von 11,98 Millionen €,
so werden es im Jahre 2019 17,41 Millionen € sein. Im nächsten Jahr werden wir ca. 18 Mio € erreichen und das bedeutet dann fast 50% Steigerung, seit wir mit dem Schutzschirm planen.
Unser Haushalt ist jetzt auf etwa 63 Mio € gestiegen, das sind über 5 Millionen mehr als im vergangenem Jahr. Leider werden die Einnahmen nicht um 5 Millionen € steigen können und damit bleibt uns nichts anderes übrig als an die Reserven zu gehen. Die kommunalen Betriebe müssen mal wieder dafür sorgen, dass unsere Stadt einen ausgeglichenen operativen Haushalt einreichen kann und damit die Schutzschirm Bestimmung erfüllen kann. Rückstellung des KBR werden dann in den operativen Haushalt fließen.
Ich habe jetzt hauptsächlich über nicht so tolle Dinge in diesem Haushaltsplan gesprochen, möchte aber hier auch eins erwähnen. In 2018 wurden uns circa 30 Millionen Kassenkredite vom Land abgenommen, für die wir in den nächsten Jahren entsprechende Zahlungen leisten müssen. Das wird unsere zukünftigen Haushalte belasten, aber wenn wir diese Kassenkredite heute noch hätten und die Zinsen würden irgendwann auf normale Prozente ansteigen, dann wäre die Belastung möglicherweise sogar noch höher.
Ich kann heute nicht erkennen, wie wir mit den vorgelegten Haushaltsplanungen die kommenden Jahre ohne weitere Verschuldung oder weitere Entnahmen aus Rückstellungen überstehen werden.

Achja, eines meiner Lieblingsthemen, die Vereinsförderung.
Da die Vereinsförderung in den vergangenen Jahren im Rahmen des Schutzschirms gelitten hat, treten die FREIEN WÄHLER dafür ein, die Beträge, welche an die Vereine ausgeschüttet werden zu erhöhen.. Wir haben einen entsprechenden Haushaltsantrag gestellt, wohl wissend, dass wenig Spielraum für größere Beträge zur Verfügung stehen. Bei näherer Betrachtung und Diskussion mit den anderen Fraktionen, ändern wir unseren Haushaltsantrag in der folgenden Form.
Es sollen circa 20.000 € in den neuen Haushalt eingestellt werden, um mit entsprechenden Fachleuten und externer Moderation eine gerechte und zukunftsweisende Vereinsförderung zu erarbeiten. Begründung: Wir erkennen heute viele Ungerechtigkeiten bei den diversen Vereinen. Bedürftige und förderungswürdige Vereine bekommen keine gerechte Förderung. Wir Parlamentarier müssen anerkennen, welchen Wert die Arbeit der Vereine für unsere Stadt bedeutet, vor allem für die Förderung der jugendlichen Mitglieder. Ohne diese ehrenamtliche Arbeit der verschiedenen Vereine könnte unsere Stadt diese Leistungen nicht aufbringen.
Wir bitten um Zustimmung für unseren Haushaltsantrag.

Peter Schröder

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Haushaltsrede Dr. Rüdiger Werner (FDP) 22 Minuten.

Sehr geehrter Herr Vorsitzender, sehr geehrte Damen und Herren,
ich habe heute das erste Mal die Ehre, die Haushaltsrede der FDP-Fraktion zu halten. Ich werde mich bemühen, möglichst wenig vom den zu wiederholen, was bereits gesagt wurde. An einigen Stellen wird sich dies allerdings nicht vermeiden lassen. Man möge es mir verzeihen.
Ich bin ein wenig als Herr der Zahlen verschrien, deshalb werde ich in meiner Rede auch einige Zahlen nennen und somit die Erwartungshaltung an mich erfüllen.

Mein Vorredner hat eine ganze Reihe von Punkten genannt, die auch wir in Bezug auf die Arbeit der Hauptamtlichen und der sie stützenden Koalition kritisieren. Ich stimme dem Gesagten zu, möchte es aber nicht wiederholen. Uns fehlte auch 2018 in vielen Punkten die Transparenz, die Verlässlichkeit der Zusagen, die Rechte der Stadtverordnetenversammlung wurden nicht ernst genommen, man hatte vielfach den Eindruck, Bürgermeister und Erster Stadtrat mit ihrer Verwaltung machen was sie wollen.

Ich möchte meine Rede aber mit einer Bilanz beginnen. Am 5. März 2005, also vor knapp 14 Jahren, wurde Roland Kern zum neuen Bürgermeister gewählt. Damals schon lebte Rödermark über seinen Verhältnissen. Schon zum 31.12.2005 hatte Rödermark 33 Millionen Euro Schulden: 15 Millionen Kassenkredite und 18 Millionen Investitionskredite. In den Jahren 2006 bis 2017 summierten sich die haushalterischen Fehlbeträge auf 46,2 Millionen Euro. 46,2 Millionen, das sind rund 1.700 € pro Bürger. Mit Geld umzugehen war nicht Roland Kerns Stärke! Wäre der Schuldenberg genauso gewachsen, wenn die FDP den Bürgermeister gestellt hätte? Ich müsste mein Mandat zurückgeben, wenn ich jetzt ja sagen würde. Natürlich hätten wir es besser gemacht! Wären wir ohne Schulden ausgekommen? Ein ganz klares Nein, denn dazu waren die Rahmenbedingungen zu schlecht.
Am Ende der Amtszeit von Roland Kern wird Rödermark rund 25 Millionen € Schulden haben. Uups, das ist ja weniger als bei Amtsantritt! Also doch gut gewirtschaftet? Könnte man meinen, wäre da nicht das Land Hessen gewesen, dass in 2 Tranchen Rödermark um 40 Millionen € Schulden erleichtert hätte. Die Gute Fee hatte viele Gewänder in den letzten Jahren.

2019 soll, 2019 wird das 3. Jahr in Folge sein mit einem ausgeglichenen Haushalt. Damit wird Rödermark aus dem Schutzschirmvertrag entlassen und kann wieder selbstbestimmter wirtschaften – sagt man. Ist das wirklich so? Als erstes muss ich darauf hinweisen, dass ein ausgeglichener Haushalt nicht heißt, dass der Schuldenstand konstant bleibt. Zwischen Anfang 2017 und Ende 2019 wird der Schuldenstand unserer Stadt real um 7,5 Millionen € gestiegen sein. Wir machen also neue Schulden trotz ausgeglichenem Haushalt. Das muss man wissen und auseinander halten. 26,34 Millionen € Schulden am Jahresende sind immer noch 940 € pro Einwohner.

Um zu verstehen, wo die strukturellen Probleme liegen, kann es sinnvoll sein, einmal die Haushalte der letzten 10 Jahre zu vergleichen. Ich vereinfache das und vergleiche den Ansatz für das Haushaltsjahr 2009 mit dem des Jahres 2019.

Siehe Tabelle zur Haushaltsrede 2009 2019 Veränderung

Würden sich die Einnahmen und Ausgaben einer Kommune an die Statistik halten, könnten für diese 10 Jahre eine Zunahme der Personalkosten um 20 % und der Sachkosten um 15 % erwartet werden. Unproblematisch sind hier die Fachbereiche 2, 3, 5 und 6. Bei Finanzen, Öffentliche Ordnung, Kultur und Vereine sowie der Bauverwaltung hat sich das Jahresergebnis in diesem Rahmen verändert, im Bereich Kultur war es sogar rückläufig. Problematischer ist da schon der Fachbereich 1 Organisation und Gremien, der bei den Ausgaben um 28 % zulegte. Beim Fachbereich 4 wird es drastisch: Personal +87 % auf 10,6 Millionen Euro, Sachkosten inkl. Zuweisungen an die freien Träger +186 % auf 6,5 Millionen Euro, das Jahresergebnis +103 % auf 12,35 Millionen Euro. Und hier sind die Überweisungen vom Land für die beitragsfreie Kita schon einberechnet.

Wie verhält es sich bei den Erträgen? Von 33,4 auf 64 Millionen Euro, +92 %. Super. Einkommensteuer +22 % auf 19 Millionen, Gewerbesteuer +117 % auf 12,6 Millionen, Grundsteuer B +80 % auf 5,6 Millionen, Gebühren und Kostenerstattungen+103 % auf 6,4 Millionen und Zuweisungen und Transferleistungen +296 % auf 14,5 Millionen Euro. Es sind neben der konjunkturbedingten Steigerung der Gewerbesteuer also vor allem Landesmittel, die die Einnahmenseite so deutlich steigen ließen. Von den 64 Millionen Euro Einnahmen stammen nur 21,5 Millionen direkt aus Rödermark und sind durch die kommunale Politik beeinflussbar. Wir sind abhängig von der Konjunktur und von Transferzahlungen.
Wie verhält es sich bei den Ausgaben? Von 42,6 auf 63,9 Millionen Euro, +50 %. Viel weniger Steigerung als bei den Einnahmen. Personalkosten +65,2 % auf 18,8 Millionen, Sachkosten und Dienstleistungen +46 % auf 12,8 Millionen, Zinsen -22 % auf 868.000 und Kreis- und Schulumlage +51,4 % auf 23.1 Millionen Euro. 61 % der Ausgaben betreffen direkt Rödermark, sind also von der Kommunalpolitik im Prinzip beeinflussbar. Im Detail sind die Spielräume jedoch weitaus geringer.

Im Dezember 2012 hat sich Rödermark für den Beitritt zum kommunalen Rettungsschirm entschieden. Es wurde ein Konsolidierungspfad beschlossen – und auch eingehalten bzw. übererfüllt – und es wurde eine dazugehörige Maßnahmenliste erstellt. Diese Maßnahmenliste zur Konsolidierung enthielt Einsparungen beim Personal in Höhe von 1,78 Millionen Euro, das sind etwa 36 Stellen, Sachkosteneinsparungen in Höhe von 4,4 Millionen und Einnahmesteigerungen in Höhe von 4,7 Millionen Euro. Nochmal: 6,2 Millionen Einsparungen stehen 4,7 Millionen Einnahmeerhöhungen gegenüber.
Schaut man sich die aktuellste Liste der Finanzverwaltung zu diesen Konsolidierungsmaßnahmen an, stellt man fest: es wurden von den Einsparungen nur 4,2 Millionen umgesetzt, davon allein 1,09 Millionen durch den Wegfall der Leasingrate der Kulturhalle (die nebenbei erwähnt durch einen hohen sechsstelligen Betrag Miete und Nebenkosten ersetzt wurde) und 370.000 Euro durch niedrigere Zinsen. Der Rest wurde durch höhere Einnahmen konsolidiert. Die gute Fee ist wieder da!

Ich will das gar nicht kritisieren, denn natürlich tut Konsolidierung weh. Leistungen werden nicht mehr erbracht, Förderungen können nicht mehr gewährt werden. Hätten wir alle Maßnahmen umgesetzt, stände Rödermark aus Bürgersicht heute noch viel schlechter da, es gäbe massive Kritik und deutlich mehr Forderungen der Opposition. Ich will nur darauf hinweisen, dass wir trotz der sogenannten Konsolidierung und dem Abbau des Haushaltdefizits strukturell nicht wirklich abgespeckt haben. Das zeigt insbesondere der Umfang des Haushaltes 2019 in den Bereichen Personal und Sachkosten.
2009 enthielt der Stellenplan ohne die kommunalen Betriebe 202,5 Stellen, 2013 zu Beginn der Konsolidierung waren es 236,5 und 2019 liegen wir bei 278 Stellen. Auch wenn man den Kinderbereich herausnimmt, ist die Zahl der Stellen während der Konsolidierungsphase um 3,5
gewachsen!

Was bleibt also am Ende der Ära Kern? 25 Millionen Schulden. Ein vorübergehend ausgeglichener Haushalt, der nur deswegen ohne große Einschnitte erreichbar war, weil die Weltkonjunktur in den letzten Jahren so gut lief und 15 Jahre, in denen die Infrastruktur der Stadt gelitten hat, weil die Priorität des Bürgermeisters eben nicht hierauf lag. Die meisten Straßen, Gehwege und Plätze sind heute schlechter als vor 15 Jahren, es gibt Defizite bei den Radwegen, bei den Entwässerungsgräben, in den Amtszimmern, bei der Ausstattung des öffentlichen Raumes. Es ist richtig, die meisten hessischen Kommunen sind strukturell unterfinanziert, auch jeder andere Bürgermeister hätte nicht das eigentlich Notwendige in die Infrastruktur investieren können, aber andere hätten hier wohl mehr getan, so dass der Investitionsstau nicht so hoch wäre wie er heute ist! Die FDP schätzt in den kommenden 20 Jahren die jährlich notwendige Summe für die Straßen und Wegesanierung auf 3 bis 4 Millionen Euro. Dazu kommt der Investitionsstau, denn wir auf 30 Millionen Euro schätzen. Man müsste also gut 5 Millionen Euro jedes Jahr 20 Jahre lang investieren, um 2040 auf einem guten Stand zu sein. 2019 und in den Folgejahren sind jeweils rund eine Millionen Euro vorgesehen. Auf der einen Seite viel zu wenig, wir vergrößern damit unseren Investitionsstau, auf der anderen Seite geht aktuell nicht wirklich mehr. Wir haben das Bürokratiemonster Straßenbeitragssatzung nicht eingeführt, haben bewusst auf Beiträge der Bürger verzichtet. Die Konsequenz ist aber auch, dass sich der Bürger an schlechtere bis wirklich schlechte Straßen gewöhnen muss. Rödermark wird zwar mittelfristig immer noch bessere Straßen haben wie viele Gegenden im Süden und Osten Europas, aber in wenigen Jahren wird man – das prognostiziere ich – am Straßenzustand erkennen können, welche Kommunen finanziell besser ausgestattet sind als andere.

Gewerbe: Rödermark hinkt hier hinterher. Wirtschaftsförderung ist als Stabsstelle zwar Chefsache, aber der Chef macht seine Arbeit hier nicht gut! Ich könnte eine ganze Reihe konkreter Beispiele nennen, tue dies aber nicht. Sowohl bei den Kennzahlen Gewerbesteuereinnahmen pro ha Gewerbefläche als auch bei den Gewerbesteuereinnahmen pro Einwohner sind wir im Gebiet des Regionalverbandes unterdurchschnittlich. Allerdings sind wir weit vorne in der relativen Wachstumsrate der Gewerbesteuereinnahmen. Im Zeitraum 2013-2018 stiegen diese um fast 60 % auf wohl knapp 12,4 Millionen Euro. Im Kreis Offenbach ist hier nur Neu-Isenburg besser, in
Dreieich, Mühlheim und Seligenstadt ist die Gewerbesteuer dagegen im gleichen Zeitraum gesunken. Wir haben dies erreicht ohne neue Gewerbeflächen (Ausnahme 2 ha an den Rennwiesen), ohne Zutun des Bürgermeisters, einfach nur, weil viele unserer heimischen Unternehmen die gute Konjunktur genutzt haben und wirtschaftlich erfolgreich waren. Wie hätte es erst laufen können, wenn wir ansiedlungswilligen Unternehmen hätten Flächen anbieten können und unsere wirklich gute Wirtschaftsförderung nicht an mancher Stelle ausgebremst worden wäre?
Ich gehöre nicht zu den Personen, die immerzu mehr Gewerbe fordern, weil dadurch die Gewerbesteuereinnahmen steigen. Ja, mittelfristig werden sie steigen, aber der Effekt wird häufig überschätzt. Wir reden im Durchschnitt von etwa 100.000 € Gewerbesteuer pro Hektar Gewerbegebiet. Natürlich kann eine richtig erfolgreiche Firma diesen Durchschnitt schnell hinfällig machen. Aber selbst wenn wir alle Flächen, die kürzlich im Bauausschuss als Möglichkeit für Gewerbeflächen genannt worden sind, in Rekordzeit bis 2025 entwickeln würden, ist realistisch nur mit einer jährlichen Mehreinnahme von 2 bis 3 Millionen zu rechnen. 3 Millionen mehr Einnahmen brächte auch eine Grundsteuererhöhung auf einen Hebesatz von 840 %, auch wenn die im Moment keiner will. Wenn 28.000 Bürger 19 Millionen € an Einkommensteuerbeteiligung bringen, sollten uns die maximal 2.000 neuen Rödermärker bis 2030 rund 1,5 Millionen Euro mehr Einkommensteueranteil bescheren. Das war es dann aber auch. Zum Vergleich: Allein von 2018 auf 2019 sollen unsere Ausgaben um über 3 Mill. € steigen.
Wo soll das benötigte Geld in Zukunft herkommen? Es wäre wünschenswert, wenn die Gute Fee auch den neuen Bürgermeister so reichlich bescheren würde wie den scheidenden.
Im vergangenen Jahr verging kaum ein Monat, ohne dass neue nachhaltige Kosten für die Folgejahre bekannt wurden:

  • Das Versprechen, das Budget für die Straßensanierung von Null auf eine Millionen Euro anzuheben.
  • die Hessenkasse, die uns zwar über 27 Millionen Euro an Schulden abnahm, uns aber die nächsten 20 Jahre auch mit 700.000 € jährlich belasten wird,
  • die steigende Schulumlage, die mit rund einer halben Million zu Buche schlägt
  • die übertarifliche Bezahlung der Erzieherinnen, die jährlich rund 300.000 € kostet,
  • die Notwendigkeit der Eröffnung eines neuen Kindergartens mit Kosten von über 500.000 € jährlich,
  • die Teilnahme am Förderprogramm Stadtumbau Ortskern Ober-Roden und Zukunft Stadtgrün Urberach Nord mit jährlichen Eigenanteilen in der Größenordnung von 400.000 Euro.

Das sind insgesamt rund 3,4 Millionen fixe Mehrausgaben jährlich, denen keine gesicherten Mehreinnahmen in gleicher Größenordnung entgegenstehen. Der Haushalt 2019 konnte folglich nur ausgeglichen werden, indem man Rückstellungen aufgelöst und Rücklagen entnommen hat. Diese Gegenfinanzierungsmöglichkeiten bieten sich nur einmal, sie sind nicht nachhaltig. Und allein dass zeigt schon die Schwierigkeiten, die der nächste Bürgermeister haben wird, die Haushalte der nächsten Jahre auszugleichen.

Es sind die richtigen Weichen für die Zukunft gestellt. Die Förderprogramme werden Rödermark in den Grenzen der Fördergebiete sichtbar voranbringen – wenn es uns gelingt die Eigenanteile der Stadt zu finanzieren. Diese Programme sind eine einmalige Chance, die wir nutzen sollten. Es gibt seit langer Zeit wieder ein Budget für Straßensanierung. Ein richtiger Anfang. Die Entwicklung eines neuen Gewerbegebietes an der Kapellenstraße könnte funktionieren. Die Odenwaldstraße bietet Entwicklungspotenzial.
Was hätten wir also am Haushalt für 2019 anders gemacht? Auch ein FDP-Haushalt würde nicht viel anders aussehen. Kleinigkeiten wären anders, es gäbe andere Schwerpunkte – und wir würden den Haushalt nicht so weit ausweiten wie jetzt vorgelegt. Die gute Einnahmesituation der Hochkonjunkturjahre verführt dazu, Gestaltungsspielräume zu sehen, wo in Wirklichkeit keine sind.
Natürlich würden auch wir gerne gestalten: Die Maßnahmen der Förderprogramme schnellstmöglich umsetzen, die Infrastruktur verbessern, Flächen kaufen, um gestalten zu können, den gute Niveau bei der Kinderbetreuung halten und weiter ausbauen, die Vereine besser bei ihrer
wesentlichen Arbeit für die Gemeinschaft unterstützen, mehr Ordnungspolizei auf die Straße schicken, um die aufgestellten Regeln besser kontrollieren zu können, mehr Landschaftspflege und -gestaltung, mehr Anreizprogramme, und, und, und… Alles wichtig und wünschenswert, aber: Vieles davon wird aus finanziellen Gründen nicht gehen.

Wir sehen auch für die nächsten Jahre mehr Risiken als Chancen:
1. Die konjunkturelle Entwicklung
Die Zeichen stehen bestenfalls auf Stagnation, auch eine Rezession ist nicht ausgeschlossen. Es gibt zu viele Risiken und Brennpunkte in der Weltwirtschaft. Mittelfristig ist daher mit stagnierenden Einkommensteuer und Gewerbesteuereinnahmen zu rechnen. Auch Bund und Land werden dann weniger zu verteilen haben.
2. Die Personalkostensteigerungen
Bei den Gewerkschaften sind die Konjunkturprognosen noch nicht angekommen, von Zurückhaltung wie zu Beginn des Jahrzehnts ist keine Spur mehr zu sehen, die Forderungen sind aberwitzig. Kompromisse werden so oder so teuer für die Kommunen.
3. Die Personalgewinnung
Der Arbeitsmarkt für qualifiziertes Personal ist leergefegt, der weiter steigende Bedarf an Erziehern ist nicht zu decken, die Preisspirale ist mit 8b keinesfalls zu Ende. Auch im Bereich EDV/IT und Bauwesen ist der Markt leer, die Kommunen können mit ihren Stellenbewertungen nicht mehr mit dem freien Markt mithalten. Um dringend benötigtes Personal zu gewinnen, muss mehr gezahlt werden können. Das könnte auch zu Gehaltsanpassungen beim Bestandspersonal führen. Unbesetzte Stellen können gravierende Auswirkungen haben. Im Kita-Bereich könnte der Rechtsanspruch nicht mehr garantiert werden, in der Bauverwaltung könnten Projekte nicht abgearbeitet werden, es käme zu Verzögerungen, alles ginge langsamer oder stände still.
4. Der Kreis
Der Schulentwicklungsplan taugt zwar nicht viel, zeigt aber zumindest auf, dass es in den nächsten Jahren einen erheblichen Bedarf gibt, Schulen aus- oder sogar neu zu bauen. Dies wird zwangsläufig in den kommenden Jahren zu weiteren erheblichen Anhebungen der Schulumlage führen. Auch die Kreisumlage wird – davon sind wir überzeugt – auf Fünf-Jahres-Sicht signifikant steigen.
5. Die Einwohnerentwicklung
Sowohl der weitere Zuzug junger Familien als auch der demografische Wandel hin zu einer älter werdenden Gesellschaft sorgt für Mehrkosten. Insbesondere die in den nächsten Jahren noch wachsende Anzahl von Kindern erhöht die Betreuungskosten für die Stadt. Dazu kommt der immer noch nicht gesättigte Trend auf mehr Betreuungsbedarf bei den Eltern, d.h. mehr U3-Betreuung und mehr Schulkindbetreuung, die Zurzeit noch komplett städtisch finanziert werden.
6. Fehlendes Tafelsilber
Rödermark besitzt so gut wie kein „Tafelsilber“ mehr, was kurzfristige Liquidität bringen könnte. In den vergangenen 8 Jahren haben diverse Grundstücksverkäufe, vor allem an den Rennwiesen, der Stadt Einnahmen von rund 10 Millionen Euro gebracht. Diese Liquiditätsquelle wird es in den nächsten Jahren so nicht mehr geben, es gibt keine aktuellen städtischen Bauflächen oder größere innerstädtische Flächen, die gewinnbringend veräußert werden könnten.

Die meisten dieser Punkte sind in den Fortschreibungen der nächsten Jahre nicht enthalten. Unter diesen Umständen ist es für die FDP äußerst fraglich, ob die kommenden Haushalte tatsächlich ausgeglichen werden können. Darum haben wir auch unsere beiden Haushaltsanträge gestellt, die die Ausgaben um einige Hunderttausend Euro reduzieren sollen, sowohl bei den neuen Planstellen als auch bei den Sachkosten.
Die größten Einsparmöglichkeiten sehen wir in der weiteren Optimierung der Prozessabläufe innerhalb der Verwaltung und der Verringerung der innerstädtischen Bürokratie. Aber diese Potenziale lassen sich nicht durch Haushaltsanträge heben, das ist eine Aufgabe des neuen Bürgermeisters oder der neuen Bürgermeisterin.

Wie gehen wir nun als Opposition mit dem Haushalt 2019 um? Ablehnen, nur weil wir Opposition sind? Nein, eine Ablehnung muss begründet sein. Den Haushalt 2017/2018 haben wir allein schon deshalb abgelehnt, weil er ein Doppel-Haushalt war und aus Erfahrung bei den permanenten Änderungen wichtiger Stellparameter die Zahlen des 2. Jahres fast bedeutungslos sind – was sich als richtig herausgestellt hat. Dieser Grund besteht diesmal nicht. Auch gibt es keine Steuererhöhung, keine große Mehrbelastung für die Bürger. Nein, für uns gibt es einfach keinen triftigen Grund, den Haushalt abzulehnen. Allerdings hat er uns dann doch eine zu deutliche Handschrift des Nochbürgermeisters, ist uns nicht nachhaltig genug, um ihm zuzustimmen. Wir werden daher erstmalig in unserer Zeit als Oppositionspartei uns bei der Abstimmung über den Haushalt in allen Punkten enthalten.

Wie war nun das Wirken des Bürgermeisters Kern aus finanzpolitischer Sicht? Es war ein Herumdoktern an Symptomen, viel Homöopathie, wenig Weitsicht und für einen Grünen erstaunlich wenig Nachhaltigkeit. Nach mir die Sinnflut. Die Gute Fee hat mitgeholfen, dass er nun sagen kann: Der Boden ist bereitet. Aber das Feld hat weder Wasser noch Dünger und über das Saatgut muss auch noch geredet werden. Der Nachfolger wird es schwer haben.

Vielen Dank! Ich habe fertig.
Dr. Rüdiger Werner
Rödermark, 19. Februar 2019

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NS
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Rödermark intern
Grundsteuer B ab 2028 mehr als 1700%?
Dem Haushaltssicheungskonzept kann man entnehmen, dass der Magistrat ab 2028 mit einer Grundsteuer B in Höhe von mehr als 1700% plant.

Mein Rödermark 2030. Dr. Karsten Falk.

Bürgermeisterwahl
Bürgermeisterwahl

Mein Rödermark 2030. Gefunden auf der Webseite von Dr. Karsten Falk.

Mein Rödermark 2030. So lautet die die Ansage an die Wähler von Rödermark, die Bürgermeisterkandidat Karsten Falk vorlegt. Kein übliches Wahlprogramm mit Projekten, die kaum zu verwirklichen sind. Ganz im Gegenteil. Dem aufmerksamen Leser wird auffallen, dass es keine Aussagen gibt, wo durch drehen an wenigen Stellschrauben Rödermark sich zum schönsten Ort im Kreis Offenbach entwickelt.

Seine Ziele sind eng verzahnt mit den finanziellen Möglichkeiten der Stadt.

Die Zeit, die er sich nehmen will um seine Ziele zu realisieren, kann zunächst keine Begeisterung hervorrufen. Es stehen realistische Vorstellungen in seinem Papier. Frei von den sonst üblichen Wahlkampfgetöse bei dem mit unausgegorenen Versprechungen um Wähler gebuhlt wird. »Man kann nur das Geld ausgeben welches man auch eingenommen hat.«
Der Prozess, um dringendst notwendige Einnahmequellen aufzubauen, benötigt seine Zeit. Er wird keine bereits voll erschlossene Flächen mit notwendiger Infrastruktur vorfinden, auf den man mit den Bauarbeiten beginnen kann.
Mein Rödermark 2030. Ich finde, realistische Vorstellungen zu Rödermark und frei von jeglichen Spinnereien.

Die Aussagen zur Bürgermeisterwahl von Dr. Karsten Falk hier auch als .PDF

Mein Rödermark 2030 – Warum dieser Titel?

Die meisten Menschen würden an dieser Stelle wahrscheinlich den Titel ‚Wahlprogramm‘ erwarten. Ich habe mich aber dagegen entschieden und schreibe stattdessen ‚Mein Rödermark 2030‘.
Denn es geht in meinen Augen nicht in erster Linie um kurzfristige Versprechungen oder plakative Themen, die in ein oder zwei Jahren niemanden mehr interessieren, weil die Welt sich eben schnell weitergedreht hat. Es geht um wesentlich mehr! Es geht um eine nachhaltige und langfristige gute Entwicklung unserer Stadt. Dazu gehören natürlich Maßnahmen oder Tätigkeiten, die man sofort angehen und einleiten muss. Aber es gehört natürlich auch eine Idee dazu, wo wir eigentlich hinwollen. In welche Richtung wollen wir unsere Stadt weiterentwickeln? Meine Ideen dazu möchte ich Ihnen gerne hier vorstellen.

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Wer bin ich?

Aber zuerst ein paar Informationen über mich:
Mein Name ist Karsten Falk. Geboren bin ich in Frankfurt/Main und nach diversen
Stationen in Frankfurt und im Kreis Offenbach 1976 mit meinen Eltern und meinem Bruder nach Rödermark bzw. damals noch Ober-Roden, gezogen. Hier habe ich den Kindergarten am Motzenbruch besucht und in der Trinkborn- sowie der Breidertschule meine Grundschulzeit verbracht.
Bei der TS Ober-Roden habe ich meine ersten sportlichen Vereinserfahrungen gesammelt. Zuerst im Turnen und anschließend von der E-Jugend bis zu den Senioren im Fußball. Meistens habe ich hier das Tor gehütet.
Die weiterführende Schule hat sich mir in Heusenstamm geboten. Hier habe ich 1990 mein Abitur gemacht. Neben der Schule gab es natürlich auch noch genügend Möglichkeiten, andere Dinge zu machen. Und so habe ich mich z.B. in der Jugendarbeit der evangelischen Kirche in Ober-Roden engagiert. Teilnahme an Sommerfreizeiten, Leitung von Jugendgruppen, Begleitung von Konfirmandenfreizeiten waren die Dinge, bei denen ich mich gerne eingebracht habe. Das alles mündete konsequenterweise dann auch in einer Mitarbeit im Kirchenvorstand der Gemeinde für eine Legislaturperiode in den 90er Jahren.

In der Schulzeit bin ich zum Volleyball gestoßen, was ich dann während meines Wehrdienstes auch zu meiner Hauptsportart gemacht habe. Seit dieser Zeit bin ich Mitglied im Volleyballclub Ober-Roden, auch wenn ich momentan nicht mehr aktiv spiele.

Während meines Wehrdienstes bin ich zum Sanitäter ausgebildet worden und über Freunde in dieser Zeit zu den Johannitern gekommen, bei denen ich seit 1990 ehrenamtlich aktiv bin.

Nach Absolvierung der Bundeswehr-Zeit und einer Wehrübung habe ich mein Studium der Chemie an der TU Darmstadt begonnen, das ich im Januar 1997 als Dipl.-Ing. abgeschlossen habe.

Die Möglichkeit zur Promotion in Physikalischer Chemie am gleichen Ort habe ich beim Schopf gepackt und meine Arbeit in Darmstadt mit einigen internationalen Kooperationen, beispielsweise mit Wissenschaftlern in Frankreich, Spanien, Polen, der Slowakei, Russland und den USA, fortgeführt. 2002 habe ich meine Dissertation zum Dr.-Ing. der Chemie an der TU Darmstadt abgeschlossen und dort bis 2003 noch in der Forschung gearbeitet, bevor ich in die Industrie gewechselt bin.
Hier habe ich leitende Positionen im Bereich Bauchemie und Kunststoffindustrie wahrgenommen, immer auch mit einem Schwerpunkt auf dem Bereich Qualitätsmanagement inkl. Personalführung.

Bei den Johannitern habe ich mich ehrenamtlich parallel zum Rettungssanitäter und zum Zug- und Verbandführer ausbilden lassen. Für lange Jahre hatte ich die Bereitschaftsleitung für die ehrenamtlichen Helfer im Kreis Offenbach inne. Für mein Engagement dort bin ich 2003 vom damaligen Ministerpräsidenten Roland Koch und Innenminister Volker Bouffier mit dem hessischen Ehrenamtspreis ausgezeichnet worden.

2006 bot sich mir die einmalige Gelegenheit, hauptberuflich zu den Johannitern zu wechseln. Auf Landesebene war ich für die Bereiche Ehrenamt, Ausbildung Katastrophenschutz und Einsatzdienste verantwortlich. Von 2007 bis 2015 habe ich die Arbeit der Johanniter in Stadt und Kreis Offenbach bzw. Hanau und dem Main-Kinzig-Kreis verantwortet. Zu den Tätigkeiten eines hauptamtlichen Regionalvorstands gehört natürlich die Personalverantwortung für die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter (rd. 150 hauptamtliche und ca. 250 ehrenamtliche Mitarbeiter), aber natürlich auch die operative wirtschaftliche und finanzielle Planung sowie Leitung der Tätigkeiten. In diese Zeit fällt auch die Gründung und Etablierung
der beiden Johanniter-Kindergärten in Rödermark, der Sonnenburg in Ober-Roden und der Sternenburg in Urberach, sowie meine Tätigkeit als einer von zwei bestellten Geschäftsführern der Sozialstation Rodgau gGmbH.

Seit 2015 bin ich für die Flüchtlings- und Integrationsarbeit sowie den Bereich Betreutes Wohnen – oder auch „Wohnen mit Service“ – im Landesverband der Johanniter verantwortlich. Dazu gehört auch die komplette Entwicklung, Planung, Konzeption, Durchführung und Leitung des Johanniter-Quartieres in Rodgau. Seit etwas über einem Jahr ist nun die Wohnanlage mit Service in Betrieb. Sie verfügt über 46 Wohnungen und zwei therapeutischen Praxen für Ergotherapie und Logopädie.

Für den Kreis Offenbach bin ich Mitglied im Gefahrenabwehrstab und für die Feuerwehren des Kreises als Fachberater bei chemischen Gefahrenlagen aktiv. Auf europäischer Ebene gehöre ich zu den Experten für das europäische Gemeinschaftsverfahren im Bereich Katastrophenschutz. Zielsetzung für den sogenannten High Level Coordinator ist die Durchführung eines Hilfseinsatzes im internationalen Umfeld im Auftrag der EU mit diplomatischen Kontakten. Hier habe ich gute Kontakte zu Kollegen der EU-Kooperationsländer vor allem aus Österreich, Finnland, Großbritannien und Belgien aufbauen können.

2009 bin ich mit meiner Frau auf die Suche nach einem geeigneten Haus gegangen und leider damals in Rödermark nicht fündig geworden. Daher wohnen wir nun mit unseren 2 Kindern in Nieder-Roden. Den Kontakt zu Rödermark habe ich dabei natürlich nie verloren und immer aufrecht erhalten. Meine Eltern und mein Bruder wohnen nach wie vor hier. Meine Tochter hat den Johanniter-Mini-Kindergarten Sonnenburg in Ober-Roden besucht. Ein Teil meines Freundeskreises ist dort beheimatet und das Kultur- und Vereinsleben führen mich auch immer wieder nach Hause in meine Heimatstadt. Hier sollen nur exemplarisch die Weingasse, Kerb, Rathaussturm aber natürlich auch der Volleyball genannt sein. Meine Frau hat beim MTV Urberach Volleyball gespielt und ist jetzt aktiv beim VC Ober-Roden, bei dem wir uns damals auch kennengelernt haben.

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Warum bin ich der geeignete Bürgermeister?

Einige Menschen haben mich schon gefragt, warum ich mir das Amt des Bürgermeisters zutraue. Ein Argument, das ich dabei immer höre, lautet: ‚Du bist doch gar nicht in einer Partei aktiv.‘

Ja, das ist korrekt. Ich habe kein Parteibuch und das soll und wird auch weiterhin so bleiben. Das bedeutet aber nicht, dass ich unpolitisch bin. Beruflich und ehrenamtlich habe ich mich auf den unterschiedlichsten Ebenen mit „der Politik und ihren Vertretern“ auseinandersetzen, diskutieren und einigen müssen. Durch mein Johanniter-Engagement habe ich häufig mit Landes-, Regierungsbezirks- und kommunalen Behörden zu tun, sei es beispielsweise in Katastrophenschutz und Gefahrenabwehr, der Integrationsarbeit, bei Bauvorhaben oder der Kinder-, Senioren- und Jugendarbeit. Mit den behördlichen Vertretern und Amtsträgern auf Augenhöhe im guten Dialog, aber manchmal auch im Streitgespräch zu sein, gehört seit Jahren zu meinen Tätigkeiten.
Die Leitung einer Verwaltung mit der entsprechenden Personalverantwortung, gerade auch unter Berücksichtigung von wirtschaftlichen Aspekten, sowie die operative Jahresplanung, aber auch die strategische Planung für einen längeren Zeitraum sind Teil meines beruflichen Lebens.

Meine Erfahrungen in Industrie und Wohlfahrtswesen bilden nun ein gutes und solides Fundament, mit dem ich auch eine öffentliche Verwaltung führen kann. Das strategische Erarbeiten von Zielen und deren operative Umsetzung und Erreichung sind Teil meiner gesamten beruflichen Erfahrung.

Als Verwaltungsspitze sollte der Bürgermeister parteipolitisch neutral sein und das Wohl der Stadt im Auge haben. Das ist für einen parteilosen Bürgermeister natürlich einfacher als für einen parteigebundenen. Nicht ohne Grund gibt es etliche Städte und Gemeinden, die aktuell von parteilosen Bürgermeistern angeführt werden. Als Beispiel seien hier aus unserer Region nur Dieburg, Dreieich, Neu-Isenburg, Dietzenbach und Gründau genannt. Dazu kommen einige Bürgermeister, die zwar einer Partei angehören, aber als unabhängige Kandidaten angetreten sind und ihr Amt auch so führen wie in Obertshausen und Seligenstadt. Der unvoreingenommene Blick von außen und keine alten Verpflichtungen oder Versprechungen werden es mir ermöglichen, den notwendigen frischen Wind in die Rathäuser zu bringen. Ein „weiter so wie bisher“ kann es mit mir als Bürgermeister gar nicht geben.

Das bedeutet natürlich, dass ich bei Bedarf für meine Projekte immer für die notwendigen Mehrheiten bei den Stadtverordneten werben muss. Da ich aber keinem Parteizwang unterliege, könnten es hier auch durchaus wechselnde Mehrheiten durch die im Stadtparlament vertretenen Fraktionen sein, was bei parteigebundenen Bürgermeistern in der Regel nicht vorkommt.

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Meine Ideen für Rödermark 2030

Ich weiß, dass Helmut Schmidt gesagt hat, ‚Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen.‘
Nichtsdestotrotz bin ich der Meinung, dass man wissen muss, was man erreichen will. Was das große nachhaltige Ziel ist. Sonst läuft man nicht nur Gefahr, sich zu verzetteln. Es lässt sich fast gar nicht vermeiden, dass man sich in Einzelfällen verrennt und eigentlich nur noch an einem Flickenteppich arbeitet.
Schaut man sich die politische Arbeit von Helmut Schmidt an, dann sieht man klar, dass er sich auch – trotz seines oben genannten Zitates – an dieser Philosophie orientiert hat.

Man darf dabei auch nicht aus den Augen verlieren, dass die Gemeinschaft ‚Stadt‘ dann am besten funktioniert, wenn man alle oder zumindest möglichst viele Bürger mit ihren Wünschen und Vorstellungen auf dem Weg mitnimmt.
Daher habe ich mich vor der Erstellung meiner Ideen mit vielen Bürgerinnen und Bürgern, Vertretern von Initiativen, Vereinen und Verbänden unterhalten, um auch deren Meinungen und Ideen kennenzulernen und in meine Ideen mit einzuarbeiten.

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Finanzen

Das trockenes Thema gleich zum Start: Die finanzielle Situation und ihre Entwicklung in der Zukunft. Der neue Haushaltsentwurf für das Jahr 2019 ist mittlerweile vorgelegt. Er sieht einen ausgeglichenen Haushalt vor, dessen Volumen um rund 10% gegenüber dem Vorjahr auf ca. 63 Mio. Euro angewachsen ist und das leider sogar ohne eine echte Ertrags- oder Einnahmensteigerung.

Der sichere Punkt vorweg: Ein steigendes Haushaltsvolumen wird sich auch in den kommenden Jahren schwerlich verhindern lassen. Projekte wie Stadtgrün, Stadtumbau, Straßensanierung, Ablösung von Kassenkrediten oder Tarifsteigerungen sind jetzt schon bekannt.
Um dies ohne neue Schulden bewältigen zu können, sind wir darauf angewiesen, auch die Einnahmenseite des städtischen Haushalts zu steigern.

Die wichtigsten Einnahmepositionen neben den Zuweisungen des Landes sind dabei die Einkommenssteuerbeteiligung und die Gewerbesteuereinnahmen. Für eine nachhaltige Finanzierung unserer Stadt müssen diese beiden Positionen spürbar ansteigen. Das wird ausschließlich auf den Bestandsflächen nicht möglich sein. Daher muss die Stadt – maßvoll – bisher unbebaute Flächen bereitstellen, auf denen zum einen Wohnungen gebaut werden können und auf denen sich zum anderen neue Gewerbeunternehmen ansiedeln bzw. bestehende erweitern können. Ohne ein gesundes Wachstum an ökologisch und ökonomisch sinnvollen Stellen wird unsere Stadt in naher Zukunft kaum noch finanzierbar sein.

Denn eines ist auch klar: Eine höhere Belastung des Einzelnen über Grundsteuer oder Gewerbesteuersteigerungen ist kein gangbarer Weg. Das würde unsere Stadt unattraktiver machen, sowohl für Bürger als auch für Unternehmer und Gewerbetreibende.

Eine Entwicklung der nutzbaren und potenziellen Flächen muss also allein schon aus der Sicht des Kämmerers schnell angegangen, die Nutzung noch offener Flächen in bestehenden Gebieten entsprechend forciert werden. Unabdingbar ist dabei natürlich die Wirtschaftsförderung, die neue Gewerbetreibende mit für Rödermark verträglichen Unternehmungen in unsere Stadt führen soll. Die logistische, infrastrukturelle und verkehrstechnische Lage unserer Stadt bietet eigentlich die besten Voraussetzungen. Für dieses Wachstum werde ich mich stark machen, den Part der Wirtschaftsförderung zur Chefsache machen!

Denn nur mit einer guten finanziellen Ausstattung der Stadtkasse lassen sich weitere Themen für Rödermark überhaupt erst entwickeln!

Ich möchte 2030 sagen können, all das ist uns gelungen. Wir mussten keine Steuer erhöhen, haben unsere Haushalte ausgleichen können, haben keine neue Schulden gemacht, haben die Einnahmenseite mehr steigern können als die Ausgabenseite. Durch sparsames und fokussiertes Wirtschaften ist es uns gelungen, den Stadtumbau erfolgreich abzuschließen und zusätzlich einige neue Projekte zu realisieren.

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Bildung und Erziehung

Unsere Zukunft wird sicherlich auch durch die Chancen und Möglichkeiten für Kinder und Jugendliche in unserer Stadt bestimmt werden. Potenzielle Neubürger werden sich ansehen, was Rödermark in diesem Bereich bieten kann!
Im Bereich der Kindergärten, Kindertagesstätten und Betreuung sind wir schon gut aufgestellt. Rödermark befindet sich hier in den Top 3 des gesamten Landkreises. Die künftige Aufgabe in diesem Bereich wird sein, dieses Niveau zu halten. Für neue Kitas halte ich es für wichtig, dass man immer auch die Vergabe an einen freien Träger mit ins Auge nimmt, seien es kirchliche Träger, Vereine, Elterninitiativen oder andere geeignete Träger. Zum einen fördert es die Vielfalt des Angebotes für Eltern und junge Familien, zum anderen ist das mit Blick auf die finanzielle Belastung für die Stadt sogar die kostengünstigere Variante. Aufgabe der Stadt sollte es vor allem sein, gemeinsam mit dem Landkreis die Qualität und das Niveau der Betreuung für die kleinen und kleinsten Rödermärker im Blick zu behalten und sicherzustellen.

Die Breidertschule ist nun in den Schulentwicklungsplan aufgenommen und soll zu einer eigenständigen Grundschule entwickelt werden. Die Herausforderungen hierbei werden in der Finanzierung liegen, aber es ist definitiv ein Schritt in die richtige Richtung. Konsequenterweise muss nun allerdings auch der nächste Schritt erfolgen!

Rödermark verfügt mit der Nell-Breuning-Schule über eine hervorragende Integrierte Gesamtschule und Europa-Schule mit einer gymnasialen Oberstufe. Die Möglichkeiten, die diese Schule den Kindern und Jugendlichen bietet, müssen von der Stadt weiter unterstützt werden! Trotzdem pendeln jeden Tag viele hundert Schüler aus Rödermark in die umliegenden Kommunen, um dort eine weiterführende Schule zu besuchen. Es gibt also nicht genügend weiterführende Schulplätze in Rödermark. Und es gibt in Rödermark keine Wahlmöglichkeit für die Eltern und Kinder, ein Gymnasium bereits ab der Jahrgangsstufe 5 in der Stadt zu besuchen. Da auch der gesamte Landkreis Bedarf an neuen weiterführenden Schulplätzen hat, spricht doch meiner Meinung nach alles dafür, diese in Rödermark in Form eines neuen Gymnasiums von der Jahrgangsstufe 5 bis 10 zu schaffen.

Die Oberstufe ist bereits an der Nell-Breuning-Schule etabliert. Das Abitur kann dort absolviert werden. So schafft man das gewünschte neue Angebot und stärkt die bereits vorhandenen Strukturen! Beide Schulen würden der Stadt ein rundes Angebot im Bereich Bildung ermöglichen. Da der Landkreis der Schulträger ist, werde ich mich für diese Option stark machen und versuchen sie in gemeinsamen Gesprächen mit dem Schulamt zu verwirklichen!

2030 möchte ich sagen können: Mission erfüllt! In Urberach hat sich ein Mittelstufengymnasium mit technischen Schwerpunkt etabliert, 2030 könnten die ersten Schüler dieser neuen Schule die gemeinsame Oberstufe an der Nell-Breuning-Schule besuchen. Ein dichtes Netz an Krabbelgruppen und Tageseltern sorgt für eine exzellente Vereinbarkeit von Familie und Beruf schon im Kleinkindalter, die sich durch eine stets bedarfsgerechte Anzahl qualitativ hochwertiger Kita-Plätze und ein der Nachfrage entsprechendes Angebot an Betreuungsplätzen in den Grundschulen auch für ältere Kinder fortsetzt.

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Jugend, Familien, Soziales und Wohnen.

Das Angebot für jugendliche Rödermärker bietet in meinen Augen noch Optimierungsmöglichkeiten. Natürlich haben wir mit den Jugendzentren in Urberach und Ober-Roden Treffpunkte, die genutzt werden, nicht zu vergessen auch das Angebot der Offenen Arbeit und der verschiedenen Vereine. Was hier in ehrenamtlichem Engagement auf die Beine gestellt wird, ist aller Ehren wert.
Was an vielen Stellen aber fehlt, sind Orte in der Stadt, an denen die Jugendlichen sich treffen und unterhalten können, ohne jemanden zu stören. Ich habe hierfür auch schon konkrete Ideen, die ich verwirklichen möchte. Und an diese Orte gehören natürlich Sitzbänke und Tische. Ähnliches gilt übrigens auch für die Bolzplätze. Auch hier sollte es die Möglichkeit geben sich mal hinzusetzen und die Jacke abzulegen.
Ich bin der Meinung, dass wir die Jugendlichen und ihre Freizeitmöglichkeiten nicht aus den Augen verlieren dürfen.

Auch über ein Jugendparlament möchte ich nachdenken. In unseren Nachbarstädten wird das bereits teilweise erfolgreich umgesetzt. Wir schaffen damit die Chance, junge Menschen an Politik und demokratische Entscheidungswege heranzuführen.

Der Bereich sozialer Wohnungsbau ist ein schwieriges, aber notwendiges Thema. Ich glaube auch, dass wir hier neue Konzepte erarbeiten müssen. Bei den aktuellen Baupreisen wird eine öffentliche Förderung der Miete bei Neubauprojekten schwerlich dazu führen, für finanzschwächere Familien bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Oder die Förderung muss sehr hoch ausfallen. Ich möchte dies an einem kleinen Rechenbeispiel erläutern:
Der Bestandsmietpreis in Rödermark liegt bei ca. 7 – 8 Euro/qm. Neuvermietungen von Bestandswohnungen liegen bei ca. 9 – 10 Euro/qm. Neubauwohnungen werden für bis zu 13 – 14 Euro/qm im Schnitt vermietet. Selbst wenn man günstig baut und einen Mietpreis von 12 Euro/qm realisieren kann, erreicht man durch eine Mietförderung, die in der Regel im Bereich von 2 – 3 Euro/qm liegt, nur eine Miete, die im Bereich der Neuvermietung von Bestandsimmobilien liegt. Um bezahlbaren günstigen Wohnraum zur Verfügung zu stellen, benötigen wir Alternativen. Ich bin gerne bereit, meine Erfahrungen zu Gunsten auch unserer finanzschwächeren Mitbürgerinnen und Mitbürger einzubringen und neue Wege zu entwickeln.

Bedarfsgerechtes Bauen für Senioren und Menschen mit Einschränkungen wird einen immer größeren Stellenwert in unserer Gesellschaft einnehmen. Das möglichst lange Verweilen in den eigenen vier Wänden ist ein Wunsch, der an vielen Stellen geäußert wird. Dies kann aber auch durch einen Umzug in eine alltags- und altersgerechte Wohnung erreicht werden, die über barrierearme und barrierefreie Räume verfügt. Den Bedarf daran muss die Stadt im Blick behalten und für die Erfüllung dieses Bedarfs auch die notwendigen Voraussetzungen schaffen. Auch hier gilt es in meinen Augen, die notwendige Vielfalt auf dem Markt zu fördern, um ein möglichst breites Angebot zu ermöglichen. Für die Realisierung dieser Maßnahmen müssen wir uns dann die geeigneten Partner suchen. Gerade hier werde ich mich mit meiner gesamten Erfahrung einbringen!

2030 möchte ich sagen können, dass Rödermark für Jugendliche interessanter geworden ist als vor 10 Jahren, dass an verschiedenen Stellen im Stadtgebiet Plätze geschaffen wurden, teils mit sportlichen Betätigungsmöglichkeiten, an denen sich Jugendliche nahezu ungestört aufhalten können und die von diesen auch angenommen wurden, dass sich die Aufenthaltsqualität in der Stadt, in den Quartieren durch eine Vielzahl neuer Sitzgelegenheiten und anderer Interaktionsmöglichkeiten für alle Generationen deutlich verbessert hat, dass gerade die Ängste und Nöte von Senioren ernst genommen wurden und die Stadt entsprechend gehandelt hat, dass sich die Zahl der von der Stadt vergebenen Wohnungen für Menschen mit geringem Einkommen spürbar erhöht hat und das Flächen geschaffen und Investoren gefunden wurden, um ein nachfragegerechtes Angebot an Wohnanlagen für Senioren zu schaffen.

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Sport und Kultur

Die Sportvereine bieten bereits ein reichhaltiges Programm. Damit dies auch erhalten bleibt, werde ich mich dafür stark machen, eine nachhaltige Vereinsförderung zu erhalten und zu stärken. Dabei geht es nicht immer zwangsweise um rein monetäre Aspekte. Auch die Unterstützung bei Anliegen und Planungen gehört für mich hier eindeutig mit dazu.

Die Möglichkeiten zur eigenständigen Bewegung können wir in meinen Augen auch noch deutlich verbessern. Ich bin als Jugendlicher häufiger auf dem Trimm-Dich-Pfad beim Schillerwäldchen unterwegs gewesen. Auf der Bulau kann man auch noch die Reste eines solchen Pfades erahnen. Hier hat eine erste Kontaktaufnahme durch mein Team schon gezeigt, dass die Stadt sich einen Trimm-Dich-Parcours mit einem Partner eventuell wieder einrichten lassen könnte, wenn man sich darum bemüht. Dies möchte ich weiter vorantreiben, denn in meiner Kind- und Jugendzeit wurden diese Pfade ja nicht nur zum reinen Sport genutzt. Auch die gemeinsamen Waldspaziergänge mit der Familie oder Streifzüge mit Freunden konnten so erlebnisreich und spannend gestaltet werden.
Natürlich muss ein solcher Parcours modern und mit den aktuellen Möglichkeiten gestaltet werden. Dazu gehört auch ein mobilitäts- und stabilitätsförderndes Konzept, beispielsweise ein Outdoor-Bewegungsparcours. Dieser muss selbstverständlich so
angelegt werden, dass die Geräte angenommen und genutzt werden. Denn nicht jeder möchte seine Übungen auf dem Präsentierteller durchführen. Aber vollkommen abgeschnitten und unzugänglich darf ein solcher Parcours natürlich auch nicht sein.
Das Badehaus ist ein Angebot, über das nicht jede Kommune verfügt. Erste Schritte, um dieses Mehrwert-Angebot langfristig erhalten zu können wurden bereits gemacht. Hier werde ich mich dafür einsetzen, dass dies weiter konsequent und nachhaltig vorangetrieben wird. Das Badehaus ist ein wichtiger und belebender Teil dieser Stadt und wird mit mir als Bürgermeister als solcher natürlich bestehen bleiben!

Das Veranstaltungsangebot der Kulturhalle ist bereits recht groß und bietet vielfältige Möglichkeiten. Jedoch ist das Programm verstärkt auf ein älteres Publikum ausgerichtet. Ich möchte das Programm gerne auf alle Altersgruppen erweitern. Konzerte und Veranstaltungen aus dem Pop- und Rockbereich sprechen auch die jüngere Generation an und ermöglichen es Ihnen, Ihre Stadt neu zu erleben. Ähnliches gilt für Aufführungen Kinder! Auch dies werde ich nach der Ruhezeit der vergangenen Jahre wiederaufleben und das kulturelle Leben bereichern lassen.

Nicht alles muss hierbei von der Stadt selbst gemacht werden. Wir haben engagierte Bürgerinnen und Bürger sowie Vereine, die sich hier bei guten Rahmenbedingungen sicherlich weiter für das kulturelle Leben und Angebot in unserer Stadt einbringen werden.

In Rödermark wohnen Menschen mit über 100 verschiedenen Nationalitäten gut und friedlich zusammen. Das kulturelle Angebot unserer Stadt soll und muss auch weiter dazu beitragen, dass wir diese Erfolgsgeschichte weiterführen können. Wenn wir uns gegenseitig mit unseren Erfahrungen und kulturellen Hintergründen schätzen und akzeptieren, so fördert dies die notwendige Toleranz untereinander.
Auch Brauchtumsfeste und Veranstaltungen wie bspw. Kerb oder Adventsmarkt, die wir gemeinsam begehen, verbinden uns und gestalten das gemeinsame Zusammenleben.

2030 möchte ich sagen können, dass wir die Vereinsförderung erhöhen konnten und besonders Sportvereine mit eigenen Sportstätten nun besser gefördert werden, dass die Unterstützung der Stadt für Vereine auch im nicht finanziellen Bereich effizienter und besser geworden ist, dass mehrere Outdoor-Bewegungsparcoure eingerichtet und von den Bürgern gut angenommen wurden, dass das Badehaus gesichert und das Defizit weiter verringert werden konnte, dass die Stadt weiterhin ein besonders vielfältiges Kulturprogramm aufweist, nun ergänzt durch Rock- und Popkonzerte sowie ein Kulturprogramm für Kinder, dass kein Chor und kein Musikverein sich aus Nachwuchsmangel auflösen musste.

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Ehrenamt und Freizeit

Eine Stadt lebt davon, dass sich die Bürger in ihr wohlfühlen und sich dann auch gerne selbst in diversen Bereichen einbringen. Diese Motivation muss die Stadt an den entsprechenden Stellen fördern und stärken. In Ihrem Engagement müssen die Bürgerinnen und Bürger weiter motiviert und unterstützt werden. In den Stadtteilen wird viel Arbeit von den Quartiersgruppen geleistet. Gerade diese Arbeit möchte ich weiter unterstützten und fördern, beispielsweise mit eigenen Budgets für die Quartiersgruppen. Damit wird deren Arbeit einfacher und eigenbestimmter ermöglicht.

Neben den bereits im vorherigen Abschnitt genannten Sportvereinen bereichern viele andere Vereine das kulturelle Angebot. Exemplarisch möchte ich an dieser Stelle beispielsweise den Jazzclub, die Freunde des Dinjer-Hofes, die Seniorenhilfe und den Heimat- und Geschichtsverein sowie die Musikvereine nennen. Auch diese Vereine benötigen eine entsprechende Unterstützung und Förderung. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass ich hier nicht alle Vereine und Initiativen aufzählen kann. Für sie alle werde ich mich einsetzen, damit sie hier die besten Tätigkeitsmöglichkeiten vorfinden.

Der Freizeit- und Naherholungswert ist ein nicht zu unterschätzender Faktor für die Lebensqualität. Und genau hier sehe ich noch viele Möglichkeiten für mich, die Stadt in den kommenden Jahren voran zu bringen. Eins der größten Themen, das man immer wieder hört, ist die ‚Grüne Mitte‘ Rödermarks. Und ich habe den Eindruck, jeder versteht darunter zum Teil etwas Eigenes. Ganz wichtig ist, dass die Grüne Mitte als Lunge Rödermarks erhalten bleibt. Damit sie für alle Bürger aber auch erleb- und erfahrbar wird, muss sie meiner Meinung nach entsprechend gestaltet werden. Ein rein grüner Wiesenbereich mit nur einem Verbindungsweg für Radfahrer und Fußgänger von Urberach nach Ober-Roden wird den Möglichkeiten der Grünen Mitte für Rödermark bei weitem nicht gerecht.
Größere zusammenhängende Grün- oder Parkflächen vermisse ich in Rödermark leider an vielen Stellen. Die logische Schlussfolgerung kann daher meiner Meinung nach nur sein, genau dies in einem Stadtpark Grüne Mitte gemeinsam zu gestalten.

Hier bieten sich vielerlei Möglichkeiten Natur, Flora und Fauna für uns erlebbar zu machen. Geschlängelte Wege für Fußgänger und Radfahrer mit ausreichend Ruhebänken, damit man auch mal verweilen kann, bilden in meiner Vorstellung die Basis des Parks. Spiel- und Bewegungsmöglichkeiten für die jüngsten und die ältesten Bürger, für die jungen und junggebliebenen Rödermärker runden den Park, der über verschiedene Biotope verfügt, ab. Die renaturierte Rodau und das Gefühl von frischem, fließenden Wasser kann an einem zugänglichen Bachlauf direkt erlebt werden, ohne die Gefahr, von der Böschung abzurutschen und ungewollt nass zu werden.
Auch das Anlegen eines kleinen Teiches wird auf diesem Areal möglich. Hier können wir gemeinsam naturnahe Spiel- und Bewegungsräume schaffen und bieten gleichzeitig den Rödermärker Schulen die Möglichkeit, ihre Schüler in Biologie und Ökologie an die Natur heranzuführen.
Ein kleines Cafe mit entsprechenden Sanitärräumen gehört natürlich auch in einen solchen Park und lädt zum Besuch ein.

Daher möchte ich 2030 sagen können: Wir sind hier ein ganzes Stück weiter, der Stadtpark ist am Entstehen, die Rodau wurde weiter renaturiert, es gibt in der Grünen Mitte vielfältige Verweilmöglichkeiten, ein Teich wurde angelegt, es gibt eine Einkehrmöglichkeit. Daneben wurde auch die Freizeitfläche hinter dem Badehaus und der Entenweiher umgestaltet, das abgeschlossene Projekt ‚Zukunft Stadtgrün‘ hat in Urberach Nord eine ganz neue Aufenthaltqualität geschaffen.
Weiterhin wurde die Vereinsförderung ausgebaut, die Stadt ist nun ein wirklicher Partner für Vereine und Quartiersgruppen, unterstützt mit Personal und Logistik, so dass alle vom bürgerschaftlichem Engagement profitieren und jeder ehrenamtlich Tätige sich von der Stadt wertgeschätzt fühlt.

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Infrastruktur und Gewerbe

Gut gelegen ist unsere Stadt in der Mitte des Rhein-Main-Gebietes. Es gilt diese gute Lage zu festigen und zu bewahren. Der Verkehr wird hierbei eine zentrale Rolle spielen. Er darf unsere Bürgerinnen und Bürger nicht über die Maße belästigen. Das beginnt schon im Bereich der Parkplatzflächen. Die wenigen größeren Autoparkplätze, die unsere Ortsteile bieten, sollen auch von Besuchern einfach gefunden werden. Ein Parkleitsystem, wie es in vielen unserer Nachbarkommunen bereits existiert, werde ich auch für Rödermark einrichten. Denn nur wenn man die Parkplätze findet, kann man sie auch nutzen!
Außerdem werde ich in diesem Zusammenhang ein neues Konzept erarbeiten lassen, dass zum einen den Radverkehr gebührend berücksichtigt und andererseits die Gehwege dafür freihält, wofür sie gedacht sind: Damit Fußgänger, Menschen mit Handicap, Eltern oder Großeltern mit Kinderwagen oder junge Radfahrer sicher durch die Ortsteile kommen!
Der Zustand unserer Straßen ist dabei auch ein Punkt, der nicht aus den Augen verloren werden darf. Hier gibt es einen riesigen Investitionsstau, den ich nicht weiter anwachsen lassen möchte und bestenfalls beginnen möchte abzubauen.

Durch unsere zentrale Lage bieten wir Unternehmern und Gewerbetreibenden eigentlich gute Möglichkeiten. Diese sollen durch die Wirtschaftsförderung der Stadt mehr genutzt werden, um neues, für Rödermark verträgliches Gewerbe in die Stadt zu holen. Das Bereitstellen der dafür notwendigen Flächen werde ich aktiv angehen. Aktuell verfügt unsere Stadt neben einzelnen Lücken in den bestehenden Gewerbegebieten lediglich über zwei Flächen, die dafür relativ schnell ertüchtigt werden können: An der Kapellenstraße in Ober-Roden und am Hainchesbuckel in Urberach. Auf lange Sicht wird das allerdings nicht ausreichen, wenn wir zum einen attraktive Arbeitsplätze und zum anderen gute Gewerbesteuereinnahmen in unserer Stadt haben möchten. Die Art des Gewerbes, das wir hier gerne ansiedeln möchten, sollte in meinen Augen einmal überdacht werden. Für einen riesengroßen Logistikumschlagplatz ist unsere Stadt sicherlich nicht geeignet. Aber beispielsweise u.a. einen Systemgastronomen oder einen zusätzlichen Vollsortimenter könnte ich mir in unserer Stadt an der richtigen Stelle gut vorstellen.

Die Wirtschaftsförderung der Stadt benötigt für ein noch erfolgreicheres Arbeiten meiner Meinung nach vor allem eins: Die Unterstützung von der Rathausspitze. Daher werde ich mich hier mit aller Kraft einbringen und dieses Thema zur Chefsache erklären.

2030 möchte ich sagen können: Kein Stillstand mehr, in Rödermark hat sich etwas getan! Es wurde einiges in Straßen, Wege und Plätze investiert. Besonders deutlich wird das in der Ortsmitte von Ober-Roden, wo die Umsetzung des Stadtumbauprojekts ein wirklich liebenswertes Ortszentrum hat entstehen lassen. Die städtischen Gebäude haben wir alle auf einen guten Stand gebracht, insbesondere hinsichtlich ihrer energetischen Eigenschaften. Die meisten Gebäude haben einen Glasfaseranschluss ins Haus. Die Einführung und Umsetzung eines Parkplatzkonzepts hat für deutliche Verbesserungen beim ruhenden Verkehr gesorgt, ein Parkleitsystem weist auf die versteckten Parkplätze in den Ortszentren
hin.
Wir haben es geschafft, den gordischen Knoten zu lösen und 2 neue Gewerbegebiete geschaffen, die schon fast komplett belegt sind. Durch vorausschauendes Handeln gibt es noch Reserveflächen, die bei Bedarf aktiviert werden könnten. Die Kommunikation zwischen Stadt und Wirtschaft hat sich deutlich verbessert, die Stadt versteht sich als echter Partner der Gewerbetreibenden und
unsere Wirtschaftsförderung hat auch überregional einen hervorragenden Ruf.

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Sicherheit und Ordnung

Die freiwillige Feuerwehr Rödermark mit ihren Standorten in Ober-Roden und Urberach verdient unsere volle Unterstützung! Die Kameradinnen und Kameraden stehen zu jeder Tages- und Nachtzeit für uns und unsere Stadt zur Verfügung, wenn Hilfe benötigt wird. Um dieses ehrenamtliche Engagement anzuerkennen, ist es das mindeste, dass wir Ihnen gute Ausbildung ermöglichen und zeitgemäße Ausstattung und persönliche Schutzausrüstung zur Verfügung stellen! Ähnliches gilt natürlich auch für die anderen Hilfsdienste, die sich um die Sicherheit in Rödermark kümmern, soweit es städtische Aufgabe ist.

Für eine Analyse der Einsatzzahlen des Rettungsdienstes in Rödermark werde ich mich beim Kreis Offenbach einsetzen! Wie oft benötigen Rödermärker Bürgerinnen und Bürger oder Gäste unserer Stadt Hilfe durch den Rettungsdienst? Sollte die Analyse zeigen, dass es hier Optimierungsbedarf gibt, werde ich mich für eine Rettungswache in unserer Stadt einsetzen, damit die notwendige Hilfe auch schnellstmöglich dort hinkommen kann, wo sie benötigt wird.

So gerne ich eine Polizeistation oder wenigstens einen Polizeiposten wieder in Rödermark hätte, dürften das wahrscheinlich schwierige Gespräche mit den zuständigen Vertretern der hessischen Landespolizei werden. Ich werde mich nicht scheuen, diese zu führen. Es wird aber ein langer Weg werden, bis wir hier erste Erfolge werden erzielen können.

Das Ordnungsamt spielt natürlich eine zentrale Rolle bei den Bereichen Sicherheit und Ordnung. Die erste personelle Verstärkung ist bereits angegangen. Zum einen sollten Mitarbeiter nicht nur zu den klassischen Öffnungszeiten in unserer Stadt sichtbar präsent sein. Auch die Einhaltung vereinbarter Regeln muss ab und an überprüft werden. Dies wird mit der Einführung eines neuen Parkplatzkonzeptes an Bedeutung gewinnen.

In meinen Bürgergesprächen wurde ich auch auf die Sauberkeit und Ordnung an öffentlichen Plätzen angesprochen. Hier werde ich mich klar dafür einbringen, dass an öffentlichen Plätzen auch entsprechende Abfallabwurfbehälter zur Verfügung stehen und diese auch mit der notwendigen Häufigkeit geleert werden. Die Reduzierung von öffentlichen Abfallbehältern wird nicht dazu führen, dass unsere Begegnungsplätze sauberer werden.

In diesem Rahmen werden wir uns ebenfalls mit öffentlichen Sanitäranlagen auseinandersetzen müssen. Wenn wir erweiterte Begegnungsplätze für unsere Bürgerinnen und Bürger schaffen, müssen wir auch die benötigten Toiletten-Anlagen bereitstellen. Das gehört für mich zu einer zeitgemäßen Begegnungsstätte dazu.

2030 möchte ich sagen können, dass die Feuerwehr Rödermark mit ihren ehrenamtlich aktiven Feuerwehrfrauen und Männern zeitgerecht und modern ausgestattet ist und ihre reichhaltigen Aufgaben dank der stabilen Mitgliederzahl hervorragend erfüllt, dass Hilfe durch den Rettungsdienst über die in Rödermark neu entstandene Rettungswache geleistet wird, dass die Kooperation von Ordnungsbehörde und Polizei ausgezeichnet funktioniert und die Polizei mit einem eigenen Standort wieder in Rödermark dauerhaft präsent ist, dass die vorhandenen Parkplätze gut ausgeschildert sind und die öffentlichen Plätze in unserer Stadt gut angenommen werden und über die notwendige Sauberkeit verfügen. Oder kurz und knapp, dass wir uns in unserer Stadt rundum sicher und zufrieden fühlen dürfen.

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Umwelt und Ökologie

Mobilität spielt in unserer Gesellschaft eine herausragende Rolle. Es wird von den Arbeitnehmern erwartet, möglichst flexibel zu sein. Nicht nur was den zeitlichen Ansatz angeht, sondern auch die Standorte ihrer Arbeitsplätze. Die Reduzierung von innerörtlichen Emissionen aus dieser Mobilität gilt es daher deutlich zu reduzieren ohne die Mobilität der Bevölkerung drastisch einzuschränken. Die Unterstützung der Bürger bei dem Wechsel zu alternativen Antriebskonzepten wird daher immer wichtiger. Dazu gehören vor allem Parkplätze mit den notwendigen Lademöglichkeiten für Elektroautos. Aktuell sind diese in Rödermark sehr rar.

Außerdem soll die Stadt mit gutem Beispiel vorangehen und den städtischen Fuhrpark soweit möglich in den kommenden Jahren auf alternative Antriebskonzepte umstellen. Erste Schritte dazu sind ja bereits unternommen. Diese dürfen sich allerdings nicht nur auf PKWs beschränken.

Der ökologische Gesichtspunkt muss bei allen neuen Projekten und Maßnahmen in der Stadt gebührend berücksichtigt werden ohne die ökonomisch notwendigen Entwicklungen zu vereiteln. Für ein ausgewogenes Konzept von Ökologie und Ökonomie werde ich mich daher stark einsetzen. Wir müssen unsere Stadt für unsere nachfolgenden Generationen auch in diesem Bereich lebenswert und sauber halten. Die Vereinbarkeit von Ökologie und Ökonomie ist für mich kein Gegensatz sondern Selbstverständlichkeit.

Daher gilt es, bei der Ausweisung der neuen notwendigen Flächen für Wohnen und Gewerbe selbstverständlich maßvoll an verträglichen Orten tätig zu werden.

2030 möchte ich sagen können, dass der städtische Fuhrpark weitestgehend auf alternative Antriebskonzepte, vor allem E-Mobilität, umgestellt ist, dass die Bürger diesem guten Beispiel der öffentlichen Verwaltung gefolgt sind und die Ladesäulen an den Parkplätzen in der gesamten Stadt gerne genutzt werden. Die neu ausgewiesenen Flächen für Bebauung fügen sich gut und ökologisch in das Stadtbild ein und die Natur bietet nicht nur den Rödermärkern sondern auch Flora und Fauna die notwendigen Ausgleichsflächen. Rödermark stellt im Jahr 2030 einen Leuchtturm für ein integriertes ökologisches und ökonomisches Stadtkonzept in der Region dar!

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Fazit
Ich weiß, dass die hier angesprochenen Punkte natürlich alle immer mit Geldausgeben verbunden sind. Auf die notwendige Instandhaltung von Straßen oder öffentlichen Gebäuden bin ich hier so gut wie gar nicht eingegangen. Umso wichtiger ist der erste Punkt Finanzen!
Ich werde mich mit aller Kraft dafür einsetzen, dass wir unsere Stadt zukunftssicher aufstellen. Bitte haben Sie daher aber dafür Verständnis, dass die hier angesprochenen Punkte natürlich immer durch die aktuelle Finanzsituation der Stadt beeinflusst werden. Und selbstverständlich muss man sich dieser Situation stellen und nach einer Prioritätenliste diese Punkte bearbeiten. Wichtig ist dabei aber, wie bereits am Anfang gesagt, dass man das Ziel nicht aus den Augen verliert. Die hier skizzierten Themen werden uns in den nächsten 10 – 12 Jahren intensiv beschäftigen. Also lassen Sie uns dies möglichst schnell gemeinsam angehen.

Gehen Sie am 24. März 2019 zur Bürgermeisterwahl und geben Sie mir bitte Ihre Stimme und Unterstützung. Denn eines ist sicher: Rödermark kann mehr!

Herzlichst, Ihr
Karsten Falk
Rödermark


Rödermark intern
Grundsteuer B ab 2028 mehr als 1700%?
Dem Haushaltssicheungskonzept kann man entnehmen, dass der Magistrat ab 2028 mit einer Grundsteuer B in Höhe von mehr als 1700% plant.

Gastbeitrag zum Thema Kita Zwickauer Straße.

Schimmel in der Kita?
Schimmel in der Kita?

Gastbeitrag Dr. Rüdiger Werner.
Stadtverordneter der FDP Rödermark

Ich möchte hier nachträglich etwas zur Aufklärung des Falles „Kita Zwickauer Straße“ beitragen. In mehreren Beiträgen wurde dieser Fall in diesem Blog behandelt und führte beinahe zur Schließung des Blogs. Auch die FDP als anfragende Fraktion kommt dabei nicht gut weg. Dies möchte ich klarstellen. Nach meiner Auffassung war es nicht der Blogger, es war der Magistrat und insbesondere Bürgermeister Kern, die sich nicht korrekt verhalten haben. Darum geht es mir in diesem Beitrag. Ich glaube schon, dass die Stadt im Umgang mit dem Wasserschaden alles richtig gemacht hat, aber nicht mit der Informationsweitergabe an Betroffene und an uns Stadtverordnete. Meinem Ärger darüber möchte ich etwas Luft machen, auch weil dieser Fall typisch für die Arbeit dieser Dezernenten ist.

Gastbeitrag zum Thema Kita Zwickauer Straße. weiterlesen

FDP Rödermark. Anträge / Anfragen zur kommenden Sitzungsrunde

Anfragen / Anträge
Anfragen / Anträge

Antrag „Fit von klein auf – BKK Gesundheitskoffer“
Sachverhalt/Begründung: Die Einstellung gegenüber gesunder Ernährung und Bewegung wird allermeist schon im frühesten Kindesalter maßgeblich geprägt. Daher ist es gerade in der heutigen, schnelllebigen Zeit wichtig, dass Kindern so früh wie möglich eine ausgewogene und gesunde Lebensweise vermittelt wird. Hier der Antrag der FDP Rödermark.

Antrag „Schrankenschließzeiten am Bahnübergang in Ober-Roden – Voraussetzungen für technische Optimierung schaffen“
Seit dem Start der S-Bahn im Jahr 2003 hadert Ober-Roden mit den (augenscheinlich unnötig) langen Schrankenschließzeiten am Bahnübergang. Angesichts erfolgter und zukünftig geplanter Taktverstärkungen bei der S1 vermehrt hin zum 15-Minuten-Takt drängt sich die Frage auf, inwieweit bei einer Takterhöhung und zugleich bei gleichbleibenden aktuellen Schrankenschließzeiten pro S-Bahn und je Richtung der Bahnübergang in der Ortsmitte von Ober-Roden zukünftig überhaupt noch wie lange „offen“ zur Querung für Fußgänger sowie Auto- und Radfahrer sein wird. Hier der Antrag der FDP Rödermark.

Anfrage „Schimmel-Hysterie KiTa Zwickauer Straße – Offenbach Post vom 14.12.2018“
Der Onlineausgabe der Offenbach Post vom 14.12.2018 ist/war unter der Überschrift „An der Panikmache ist nichts dran – KiTa-Sanierung ist voll im Zeitplan“ zu entnehmen, dass die in den sozialen Netzwerken und im Internet verbreitete „Schimmel-Hysterie“ betreffend die städtische Kindertagesstätte in der Zwickauer Straße jeder Grundlage entbehrt. Luftmessungen haben (hätten) ergeben, dass an den „Horrormeldungen“ nichts dran ist (sei) und alles in Ordnung ist (sei/war). Hier die Anfrage der FDP Rödermark.

Anfrage „Auswirkungen für Schrankenschließzeiten – Takterhöhung bei der S1“
Angesichts erfolgter und zukünftig geplanter Taktverstärkungen bei der S1 vermehrt vom 30-Minuten-Takt hin zum 15-Minuten-Takt drängt sich die Frage auf, inwieweit bei einer (weiteren?) Takterhöhung und zugleich bei gleichbleibend den aktuellen Schrankenschließzeiten pro S-Bahn und je Richtung der Bahnübergang in der Ortsmitte von Ober-Roden zukünftig überhaupt noch – realistisch – wie lange „offen“ zur Querung für Fußgänger sowie Auto- und Radfahrer sein wird bzw. noch kann? Hier die Anfrage der FDP Rödermark.

Infomationen wurden der Web-Seite der FDP Rödermark entnommen.


Rödermark intern
Grundsteuer B ab 2028 mehr als 1700%?
Dem Haushaltssicheungskonzept kann man entnehmen, dass der Magistrat ab 2028 mit einer Grundsteuer B in Höhe von mehr als 1700% plant.

Danke Herr Pelka. Sie haben mir die Augen geöffnet.

Mir ist ein Licht aufgegangen. Titel: Abarbeiten gemachter Fehler.
Mir ist ein Licht aufgegangen. Titel: Abarbeiten gemachter Fehler.

Danke Herr Pelka. Sie haben mir die Augen geöffnet und den richtigen Weg gewiesen.

Die Feiertage sind vorbei und ich hatte genügend Zeit über den „Blog für Rödermark“ nachzudenken.

Der Auslöser zu den folgenden Zeilen kam von der Offenbach Post durch Herrn Pelka. Im „Blog für Rödermark“ wurde selten von den hervorragenden Leistungen der Stadt berichtet. Das wurde mir durch das Notizbuch der Woche vom 05.01.2019 klar. Mir wurde durch eine 1000-Watt-Birne Licht ins Hirn geblasen. Meine Schlussfolgerung, die ich durch das Notizbuch der Woche gewonnen habe: Die Grundlage für das erfolgreiche Auftreten Rödermärker Unternehmen dürfte seinen Ursprung doch wohl auch in der unternehmerfreundlichen Einstellung der Stadt seine Wurzeln haben.“ Wenn ich meine Artikel ansehe, die ich zu „Verhältnis Gewerbe -«»- Stadt“ geschrieben habe, kann ich nur sagen: „Schlecht recherchiert, Kalle!

Im Nachgang zu dem Artikel „Kita-Sanierung ist voll im Zeitplan. An der Panikmache ist nichts dran“ von Herrn Pelka wird mir gnadenlos meine fehlende Gründlichkeit aufgezeigt. Eine Gründlichkeit, die einem gelernten Journalisten im Blut liegt. Gelernt; trifft übrigens für viele Jobs im Leben zu. Besonders für die Jobs, durch die man im Fokus der Öffentlichkeit steht und man leicht die eigene Eignung für so einen Job (z.B. managen, führen und weiterentwickeln) total überschätzt.

Bei dem Vorgang Zwickauer Straße kann man ganz klar die Unterschiede zwischen einem gelernten Journalisten und einem Blogger (ohne journalistische Ausbildung) erkennen. Der Blogger bezieht sich auf schriftliche Aussagen der obersten Stelle und auf in den Vorgang eingebundene Quellen. Der professionelle Journalist wiederum recherchiert wesentlich verantwortungsvoller und tiefer. Er befragt auch den letztendlich verantwortlichen Mitarbeiter (den Dezernenten), weil er wohl nicht davon ausgehen will, dass der oberste Dienstherr über alle Kleinigkeiten des Vorgangs vollumfänglich informiert ist. Diese Vorgehensweise konnte den Vorgang Zwickauer Straße ins rechte Licht rücken. Der Blogger hätte es fast geschafft, aus einer Mücke einen Elefanten zu machen. Der professionelle Journalist (Herr Pelka) konnte mit seinem Artikel die Angelegenheit transparent darstellen. Und genau da liegt der Unterschied. Der Blogger recherchiert wohl nicht so verantwortungsbewusst wie ein gelernter Journalist. Der Blogger hätte den Worten der obersten Stelle nicht uneingeschränkt glauben dürfen, sondern weiter nach unten (tiefer) recherchieren müssen und sich nicht auch noch auf den Biss Dritter verlassen dürfen. Laienhafter hätte der Blogger für den „Blog für Rödermark“ nicht vorgehen können.

Meinen völlig überzogenen und schlecht recherchierten Artikel zu dem OP-Artikel lasse ich stehen. Es soll nicht heißen, dass ich einen gemachten Fehler dadurch beseitige, indem ich geschriebenes entferne.

Nach den Berichten im „Blog für Rödermark“ stellt sich das Verfahren, den Schaden „Kita Zwickauer Straße“ zu bearbeiten, fast wie ein Skandal dar. Erst durch den gut recherchierten Bericht in der Offenbach Post wurde klar, dass die Stadt (insbesondere der direkt Verantwortliche) verantwortungsvoll und umsichtig gehandelt hat.

Ich habe mein Abo bei der Offenbach Post gekündigt. Durch dort evtl. veröffentliche Pressemitteilungen der Opposition könnte mein jetzt neu gestricktes Bild von Rödermark wieder verwässert werden. Die Artikel von Herrn Pelka werden mir fehlen.
Ich habe jetzt die Bild abonniert.

Herr Pleka. Ich habe ein Bild von Ihnen in meiner Wohnung aufgehangen. Das Örtchen will ich nicht nennen. Das Wohnzimmer ist es nicht.

Rödermark positiv sehen, ist jetzt die Devise. Freuen wir uns auf die kommenden Feste „Wir sind Ober-Roden 8.-10.3“ und „Wir sind Urberach 13.-16.6“.

Abschließend ein Tipp.
Lesen Sie regelmäßig die Neuigkeiten bei Rödermark.de. Auch berichtet unser „Erster Stadtrat“ bei Facebook über das Geschehen in Rödermark.

Nachtrag 2019
So sieht Transparenz aus.
» 22.03.2019 Raumluft So handelt man bei einem Verdacht.


Rödermark intern
Grundsteuer B ab 2028 mehr als 1700%?
Dem Haushaltssicheungskonzept kann man entnehmen, dass der Magistrat ab 2028 mit einer Grundsteuer B in Höhe von mehr als 1700% plant.