450% wären eigentlich notwendig. Wie schafft man das mit 190%

Nicht dass jemand auf die Idee kommt, ich würde mich über die Grundsteuererhöhung freuen.

Aber man muss realistisch sein:
Die nun dem Magistrat erlaubte zweite Anhebung des Hebesatzes für die Grundsteuer B um 190 % (nach zuvor bereits 85 %) im Jahr 2025 dürfte wohl nicht ausreichen.
Ich würde mich aber sehr freuen, wenn es tatsächlich reicht. Ist ja schließlich mein Geld, das ich der Stadt Rödermark zum sorgsamen Umgang zur Verfügung stelle. Aber mir fehlt der Glaube.
 
Es könnte aber auch so kommen, dass es einen weiteren Rettungsschirm geben wird oder dass das Land den Kommunen über den KFA zusätzliche Milliarden zur Verfügung stellt.

Ein Fortbestehen der aktuellen Grundsteuer
auf dem derzeit beschlossenen Niveau von 990 % Punkten im Jahr 2026 halte ich für ausgeschlossen – selbst wenn man sich das wünschen mag.

Die Bürgerinnen und Bürger haben bei der Bürgermeisterwahl
einen Kandidaten gewählt, der den gestiegenen Anforderungen wohl nicht gewachsen ist. Der Magistrat mit seiner wohlgesonnenen Koalition hat durch das Schweigen zum Haushalt und durch teilweise irreführende Informationen (z. B. zum Doppelhaushalt oder zur Aussage »Wir haben alles richtig gemacht«) vor den Wahlen – Bürgermeister, Stadtrat – wenig zur Transparenz beigetragen. Die Wahrheit zum Haushalt wurde erst bekanntgegeben, nachdem die Bürgermeister- und Stadtratwahl gelaufen war.

Waterloo
Auch die Aussage von Bürgermeister Rotter, mit der für viele kryptisch anmutende Referenz auf „Waterloo“ im Zusammenhang mit dem Doppelhaushalt, wurde offenbar nicht so verstanden, wie es notwendig gewesen wäre.

Hätte man den wenigen, aber deutlichen Mahnern mehr Gehör
geschenkt, wäre es bei der Bürgermeisterwahl 2025 möglicherweise zu einer krachenden Niederlage für den CDU-Kandidaten gekommen. Und die nun in der Kritik stehende Erste Stadträtin hätte ihren Traum von einer zweiten Amtszeit wohl begraben müssen.

Im Jahr 2024 habe ich regelmäßig eine Statistik veröffentlicht,
mit der ich ein mögliches Szenario für eine Grundsteuererhöhung aufgezeigt habe – unter der Annahme, dass die Stadt keine Gegenmaßnahmen ergreift. Wie sich herausstellte, war die Mitte 2024 begonnene Hochrechnung eines Fehlbetrags für 2025 nahezu korrekt. Auch die daraus abgeleitete Prognose einer erheblichen Grundsteuererhöhung (> 1200 Punkte) war, wie sich zeigte, keineswegs ein Hirngespinst.
Übrigens: Ein ähnliches Szenario hat auch der zweite Bewerber für den Bürgermeisterstuhl – ein erfahrener Unternehmer, Geschäftsführer und Unternehmensberater – aufgezeigt.

Doch wie sich gezeigt hat, hat die Mehrheit der Bürger einem „Weiter so“ den Vorzug gegeben – und damit auch das finanzielle Fiasko in Rödermark eingeläutet. Ob bewusst oder aus Unkenntnis: Ein Großteil der Bevölkerung hat den Ernst der Lage offenbar nicht erkannt.

Wie würden Sie die durchgeführte Grundsteuererhöhung 2025 bezeichnen?
Als verantwortungsvoll? Vorausschauend?
Hat der Magistrat sich das Bürgerverhalten so vorgestellt: Der Bürger wird unter leichtem Protest den Vorstellungen des Magistrats einfach so folgen.
Es ist kaum vorstellbar, dass der Magistrat mit einer derart drastischen Reaktion der Bürger auf eine bereits 2025 erfolgte Erhöhung gerechnet hat. Erst Minuten vor Beginn der entscheidenden Sitzung hat der Magistrat, wahrscheinlich wegen der überragenden Anzahl anwesender Bürger (Schätzungen zwischen 150 und 350), den Antrag in die Juni Sitzung verschoben „Sinngem. Man muss noch einmal nachdenken“. Für mich eine Bankrotterklärung des amtierenden Magistrats. Eigentlich ein Grund, das Zepter abzugeben und die Aufgaben an ein geschultes Krisenmanagement zu übergeben. Überlegte Finanzplanung sieht anders aus. Siehe auch: Denkbare Sitzung zur Grundsteuerrhöhung.

Was soll der Bürger nun denken,
wenn jetzt nicht 450% sondern nur 190% beschlossen wurden? Hatte man den einfachen Weg geplant um sich Arbeit zu ersparen?
Ich jedenfalls habe von einer solchen Vorgehensweite kein Verständnis. Der Magistrat mit seiner wohlgesonnenen Koalition hat damit den letzten Funken Vertrauen verspielt. „Vertrauen verspielt“ war bei der auch bei der Stadtverordnetenversammlung am 17.06.2025 zu hören.

Erhöhung um 450%. Man könnte meinen, es sei ein notwendiger Schritt
– und ja, vielleicht ist er es in einem gewissen Maße sogar.
Doch notwendig erscheint der Schritt auch deshalb, weil es an anderer Stelle wohl an der gebotenen Sorgfalt des Magistrats im Umgang mit dem Geld der Steuerzahler fehlt. Derartige Belastungen der Bürger wären vermeidbar gewesen, wenn der Magistrat in den vergangenen Jahren verantwortungsbewusster gewirtschaftet hätte. Die jetzt angedachten Sparmaßnahmen hätte man schon vor Jahren einleiten können und nicht auf Druck der Bürger in einer Hauruck Aktion in wenigen Tagen. Oder sind wir jetzt auf einem Basar?

Vorsichtig ausgedrückt.
Es ist voraussehbar, dass es der Stadt in wenigen Monaten an Liquidität fehlen wird. Selbst bei 450% Erhöhung kann man nachlesen:
Ca. 2.000.000 Erhöhung Kreis- und Schulumlage um 3,5 % bleibt als nicht leistbarer Fehlbetrag ausgewiesen.Siehe
Also, wie soll das mit der Grundsteuererhöhung klappen, die weniger als die Hälfte der mit 450% (va.4.2 Mio.) als sicher zu bezeichnenden Mehreinnahmen auskommen muss.

Die jetzt fehlenden 2,7 Mio. versucht man mit
einer als unsicher zu bezeichnenden Mehreinnahme über die Gewerbesteuer von 0,9 Mio. € und ebenfalls als unsicher geltenden Einsparungen in Höhe von 1.073.334 € auszugleichen.

Einnahmen aus Gewerbesteuer Q1 liegen noch nicht vor.
Erst wenn man bei Statistik Hessen die von der Verwaltung zu meldenden Einnahmen aus der Grundsteuer und Gewerbesteuer lesen kann, sind die ersten Prognosen für 2025 möglich. Ob die Stadt, die diese Zahlen ja TAGGENAU wissen müsste, etwas schreiben wird, halte ich für sehr fraglich.

Dass es auch an der notwendigen Finanzausstattung von Bund und Land fehlt,
sei unumstritten. Wie hoch aber dieser Betrag sein muss, darüber wird noch Stillschweigen gewahrt. Jedenfalls habe ich auf mehrfache Nachfragen keine Antwort darauf bekommen, was die Antwort einer FDP-Anfrage ergeben hat. Auch eine direkte Nachfrage bei der FDP, wie die Antwort gelautet hat, blieb unbeantwortet.

D.h. wenn wir über den Betrag reden, den die Verwaltung von „oben“ benötigt, haben wohl die meisten Bürger keine Vorstellung. Ich denke auch, dass die Verwaltung den Betrag wohl auch nicht kennt.

Siehe auch
» Kommunale Führung braucht neue Kompetenzen
 
#Kommunalwahl2026
Kommunalwahl 2026


Rödermark intern
Stadtverordnetenversammlung 10.12.2025:
Der Magistrat legt den Entwurf des Haushaltsplanes 2026 vor.
Kurz und bündig:
Im Ergebnishaushalt (Entwurf) fehlen 13.751.305,00 Euro.
Im Finanzhaushalt (Entwurf) fehlen 12.115.541,00 Euro.

Wie schlimm steht es es um die Rödermärker Finanzen

Newsletter OP-Online. Herr Löw.
[..]Wie schlimm es um die Rödermärker Finanzen steht, zeigt der Blick auf die berühmten Peanuts. Die Stadt kann sich nicht einmal mehr die 2800 Euro leisten, mit denen sie die Klassenfahrten bedürftiger Schüler unterstützt hat, oder die 2000 Euro für den Behindertenfahrdienst.[..]
 
Newsletter anfordern: https://www.op-online.de/ueber-uns/newsletter-anmeldung/
 
Siehe auch
» Grund- und Gewerbesteuer in Rödermark erhöht.
 


Rödermark intern
Stadtverordnetenversammlung 10.12.2025:
Der Magistrat legt den Entwurf des Haushaltsplanes 2026 vor.
Kurz und bündig:
Im Ergebnishaushalt (Entwurf) fehlen 13.751.305,00 Euro.
Im Finanzhaushalt (Entwurf) fehlen 12.115.541,00 Euro.

Grund- und Gewerbesteuer in Rödermark erhöht.

Anfänglich war eine Erhöhung der Grundsteuer B auf 1250% geplant. Bürgerprotest zwang die Verwaltung zum Nachdenken.

Trotz heftiger Kritik und Bürgerprotesten beschloss die Stadtverordnetenversammlung Rödermarks eine deutliche Steuererhöhung. Die Grundsteuer B steigt rückwirkend auf 990 Prozent, um ein Haushaltsloch von acht Millionen Euro zu stopfen.
Siehe: OP-Online

Nachtrag
Hier einige Passagen aus den gehaltenen Reden.

  • Grundsteuererhöhung von 715% auf 990%
  • 2024 war schon klar, dass 2025 Ende der Fahnenstange ist.
  • Letzte Wahl (Anm. Bürgermeister Stadtrat) durch. Jetzt kann die Katze aus dem Sack gelassen werden.
  • In Rödermark hat man den optimalen Lebensraum für den Pleitegeier geschaffen
  • Das Vorgehen ist nicht geeignet, Vertrauen in der Bevölkerung zu schaffen.
  • Wie es zu dem heutigen Zustand gekommen ist, ist alles andere als vertrauenserweckend. Was wir heute beschließen, ist morgen wieder obsolet.
  • Die vorgelegte Liste der Einsparungen ist nicht das Endergebnis. Wir werden daran weiterarbeiten.


  •  
    Siehe auch
    » Wie schlimm steht es es um die Rödermärker Finanzen
    » Frau Schülner, war bei der Stavo am 17.06.2025 nicht anwesend.
    » Deß iss zum Verplatze.
    » Verwaltung verschlanken. KBR zurück in den Kernhaushalt.

     
    #Kommunalwahl2026
    Kommunalwahl 2026

     


    Rödermark intern
    Haushaltskompetenz
    In einer Sitzung, in der über Spielapparatesteuer diskutiert wurde, fiel folgender Spruch eines Stadtverordneten: Sinngemäß. „Wir sind alle Ehrenamtler und keine Finanzexperten. Wir verlassen uns ganz auf die Fachleute der Verwaltung.

    Die wohl wichtigte Sitzung für die Erste Stadträtin in ihrer bisherigen Amtszeit

  • Die aktuelle und absehbare finanzielle (Schief-)Lage der Stadt Rödermark ist mit „katastrophal“ wohlwollend umschrieben.
  • Die Stadt ist am (finanziellen) Limit
  • Aktuelle Hilferufe und Aufrufe der Bürgermeister/-innen
    sind natürlich begrüßenswert, aber kommen doch im Ergebnis viel zu spät.
  • Quelle: roedermark.sitzung-online.de


    Auf die Worte der Ersten Stadträtin (Kämmerei) bin ich gespannt.

    Gab es jemals drastische Worte zu
    einem bestehenden Haushalt, der noch vor einer Zeit mit „wir haben alles richtig gemacht“ und mit Eigenlob überschüttet wurde?

    Das wird die wohl schwierigste und unangenehmste Stadtverordnetenversammlung für die Stadtkämmerin und dem Bürgermeister werden.
    Ich bin auf die Worte der Ersten Stadträtin (Kämmerin) gespannt, wie bzw. ob sie den Bürgern erklären wird, was sie nicht nur 2025, sondern auch in 2026 erwarten können.

    Evtl. könnten die Stadtverordneten,
    die sich vor Beginn der Stadtverordnetenversammlung zur Besprechung (Ältestenrat) treffen, den Magistrat bitten, den anwesenden Bürgern den Betrag zu nennen, den die Stadt als „auskömmliche Finanz-Ausstattung“ benötigt. Da der Bürgermeister Rotter mit seinen 12 Kollegen des Kreises Offenbach medienwirksam auf die Unterfinanzierung hingewiesen hat, müsste der Betrag ja bekannt sein, insbesondere schon deshalb, weil diese Frage schon Bestandteil einer Anfrage war.

    Der Bürgermeister ist wohl mit der Arbeit der
    Stadtverordneten, oder wen meint er damit, wohl nicht so ganz zufrieden.
    [..]Gleichzeitig betont er, dass Beteiligung und Mitsprache weiterhin möglich bleiben sollen – aber gezielter, projektbezogener und ergebnisorientierter. [..] Quelle: Op-Online

    Anmerkung
    Bürgermeister Rotter hat kraft seines Amtes der Ersten Stadträtin zu Beginn seiner Amtszeit u.a. das Dezernat Finanzen (Stadtkämmerei) übertragen.
    Ich denke, auch wenn der Bürgermeister Aufgaben delegiert, bleibt er verantwortlich im Sinne der Gesamtverantwortung

    Siehe auch
    » Debatte über Gewerbe- und Grundsteuer B
    » Bebauungsplan und Veränderungssperre für Ober-Roden
    » Die Stadtkämmerin wa am 17.06.2025 nicht anwesend.
    » GUT, dass wir einen Doppelhaushalt haben!
    » Niederschrift zur Stadtverordnetenversammlung 20.05.2025 ist da.
    » Rödermark hatte ca. 18.150.000,00 € im Jahr 2024 zur freien Verfügung.
    » Kann man über den Haushalt diskutieren, wenn man die Zahlen nicht kennt?
     
    #Kommunalwahl2026
    Kommunalwahl 2026

     


    Rödermark intern
    Stadtverordnetenversammlung 10.12.2025:
    Der Magistrat legt den Entwurf des Haushaltsplanes 2026 vor.
    Kurz und bündig:
    Im Ergebnishaushalt (Entwurf) fehlen 13.751.305,00 Euro.
    Im Finanzhaushalt (Entwurf) fehlen 12.115.541,00 Euro.

    Kann man über den Haushalt diskutieren, wenn man die Zahlen nicht kennt?

    Siehe auch Artikel vom 12.05.2025: Quartalsbericht Q1 des Magistrats mit veralteten Zahlen?


    Ich gehe davon aus, dass die Stadtverordneten bei der Behandlung des Hebesatzes zur Grundsteuer in der Stadtverordnetenversammlung am 17.06.2025 SCHON VORHER die genauen Zahlen zum aktuellen Haushalt vom Magistrat vorgelegt bekommen haben. Genau diese Informationen hätten auch den Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung stehen müssen – schließlich sind sie es, die das Geld für den Haushalt bereitstellen. Die Frage bleibt aber: Haben die Stadtverordneten überhaupt aktuelle und nachvollziehbare Zahlen?

    Ich habe dazu einige Informationen zusammengetragen,
    die sich aus Presseberichten und den Ausschusssitzungen zum Haushaltsstand entnehmen lassen.


    Was gleich auffällt:
    Dem Antrag zur Hebesatzänderung der Grundsteuer B ist eine Anlage beigefügt, die den meisten steuerzahlenden Bürgern vorenthalten wird.
    Mir ist nicht bekannt, ob die Stadtverordneten dieses Dokument öffnen können und damit evtl. mehr Informationen darüber erhalten, was mit dem Geld der Steuerzahler passiert. Kein Zugriff // Finanzen Controlling
    Der Quartalsbericht mit der Liquiditätsplanung für 2025 (Datenstand 23.04.2025) geht von veralteten Zahlen aus.
     
    Der Quartalsbericht wurde am 8.5.2025 veröffentlicht. Am 20.05.2025 wurde bei der Stadtverordnetenversammlung zum Jahresabschluss 2024 bekanntgegeben: Die Prüfung erfolgt im Zeitraum vom 28.05. bis 27.06.2025.
    Da fragt man sich doch, wie man mit einem Quartalsbericht, einer Liquiditätsplanung, Einnahmen und Ausgaben aus März 2024, arbeiten kann? Der Magistrat kennt doch sicherlich schon die aktuelleren (tagesgenauen) Zahlen. Auch wenn die sich noch in der Prüfung befinden, hätte man diese Zahlen doch nennen MÜSSEN. Sollte sich im zweiten Halbjahr 2025 herausstellen, dass die Haushaltszahlen noch miserabler sind als zurzeit angenommen oder sich entwickelt haben, wird sich der Magistrat sicherlich später auf die Sitzung vom 17.05.2025 und auf das Abstimmungsergebnis hinweisen.
     
    Ein –voraussichtlich– vor den Zahlen in einem realistischernen Quartalsbericht wäre angebracht gewesen. Aber mit veralteten Zahlen in einem Quartalsbericht mit Liquiditätsplanung zu arbeiten, davon halte ich sehr wenig (euphemistisch). Aktuelle Zahlen aus dem Jahresabschluss hat man doch bei der geplanten Gewerbesteuererhöhung genannt. Bei gleichbleibendem Gewerbesteueraufkommen (Jahresabschluss 2024 i.H.v. 16,840 Mio. €) wird mit Mehreinnahmen in Höhe von 0,9 Mio. € jährlich gerechnet Quelle


    Die FDP schreibt am 26.05.2025
    Die am 8. Mai 2025 veröffentlichte Quartalsplanung basiert auf einem Datenstand von März 2024 – mehr als ein Jahr alt. Pikant: Nur zwölf Tage später, am 20. Mai, wurde in der Stadtverordnetenversammlung bekanntgegeben, dass die aktuelleren Zahlen aus dem Jahresabschluss bereits vorliegen – allerdings noch geprüft werden und erst zwischen dem 28. Mai und 27. Juni 2025 abschließend validiert werden sollen.

    Das wirft Fragen auf: Warum wird der Öffentlichkeit eine Quartalsvorschau präsentiert, die auf veralteten Zahlen beruht, obwohl neue – wenn auch noch nicht final geprüfte – Daten längst vorhanden sind? Eine Formulierung wie „vorläufig“ oder „unter Vorbehalt der Prüfung“ wäre ehrlich gewesen. Stattdessen wird mit einem veralteten Zahlenwerk geplant, als wären die aktuelleren Erkenntnisse nicht bereits intern bekannt.

    Besonders irritierend ist dabei: Bei der geplanten Gewerbesteuererhöhung konnte man offenbar sehr wohl auf Zahlen aus dem Jahresabschluss 2024 zugreifen. Selektiver Umgang mit Transparenz?

    Wer Planungssicherheit und Vertrauen in politische Entscheidungen will, sollte sich nicht mit alten Daten abspeisen lassen. Vorschauen sind keine Rückblicke.
    Quelle


    Zahlen zum Jahresabschluss 2024 bei der Stavo am 20.05.2025:
    Das vorläufige Jahresergebnis 2024 der Stadt Rödermark weist zum 31.03.2024 im ordentlichen Ergebnis einen Verlust in Höhe von 4.501.435,93 € (Plan Verlust 5.523.954,20 €) auf.
    Im außerordentlichen Ergebnis verzeichnet die Stadt Rödermark einen Verlust in Höhe von 360.637,80 € (Plan Gewinn 49.145,91 €)[..]

    Quelle: Niederschrift. Siehe: 12.06.2025 Die Niederschrift ist da


    Magistrat: Wir müssen nochmal in uns gehen
    Offenbar sah sich der Magistrat nach den Bürgerprotesten gezwungen, im Haushalt 2025 nach Einsparmöglichkeiten zu suchen. Warum hat man sich diese Mühe nicht gleich gemacht?
    Ein solches Vorgehen lässt Spekulationen in alle Richtungen über die Arbeitsweise des hauptamtlichen Magistrats zu.

    Es wurde in der letzten Sitzungsrunde mit der Drucksache 125/25 vorgeschlagen, die Grundsteuer B auf 1.250 Punkte anzuheben. In der Sitzung vom 20. Mai 2025 wurde diese Vorlage zurückgezogen und die Stadtverordnetenversammlung hat eine erneute Beratung initiiert.

    Zur Vermeidung der ursprünglichen Erhöhung hat der Magistrat zwischenzeitlich folgende Vorschläge und Maßnahmen erarbeitet. Es werden der Stadtverordnetenversammlung damit nachfolgend auch Satzungsänderungen vorgeschlagen. Die ursprüngliche Erhöhung der Grundsteuer B kann nun vermieden werden. Dies setzt voraus, dass haushaltswirtschaftlichen Sperren des Magistrats und die erforderlichen Beschlüsse und Satzungsänderungen durch die Stadtverordnetenversammlung erfolgen.[..] Quelle

    Die dort aufgeführten Einsparungen (Kurzfassung):
    A) haushaltswirtschaftliche Sperre 340.980 €.
    B) weitere haushaltswirtschaftliche Sperre 848.321 € verfügen.
    C) mit möglichen Mehrerträgen 1.073.334 € wie in Anlage 2 vorgeschlagen.
    D) Anhebung Gewerbesteuer (aus eine anderen Dokuent 900.000).
    E) im laufenden Haushaltsjahr 2025 den Personalaufwand um ca. weitere 493.712 € reduzieren.
    Anmerkung: In der Anlage 2 ist eine Gesamtsumme von 848.321 (Einsparungen) ausgewiesen. Einen Betrag von 1.073.334 Mehrerträge kann ich nicht finden.

    Siehe auch
    » Nach Bürgerprotesten: Der Magistrat setzt den Rotstift an.
     
    #Kommunalwahl2026
    Kommunalwahl 2026


    Rödermark intern
    Haushaltskompetenz
    In einer Sitzung, in der über Spielapparatesteuer diskutiert wurde, fiel folgender Spruch eines Stadtverordneten: Sinngemäß. „Wir sind alle Ehrenamtler und keine Finanzexperten. Wir verlassen uns ganz auf die Fachleute der Verwaltung.