BIVER und städtische Verkehrspolitik im Kommunalwahlkampf

Pressemeldung BIVER

Trotz vieler leerer Versprechungen, zahllosem Schriftverkehr und teuren, weil fremd moderierten Arbeitsgruppen (mehr als 69.000,–€), bleibt festzustellen, dass die „schwarz-grün“ geführte Verkehrspolitik der letzten 5 Jahre gescheitert ist. Hauptverantwortlich dafür ist das unter Stadträtin und Kämmerin, Frau Schülner, „grün“ geführte Dezernat II, mit dem Fachbereich 3 für „Öffentliche Ordnung / Verkehr“.

Zur Erinnerung nur einige der leeren Äußerungen der letzten Jahre:

2019 (!): Erste Initiative zum LKW-Durchfahrtsverbot (LKW-DfV); Kommentar Fr. Schülner, Zitat: „Wir nehmen Anregungen aus der Bevölkerung gerne an“ (OP 07.12.2019).

2021: Wahlprogramm AL/Die Grünen: „Hilfe für Anlieger der Kipferl-Kreuzung – Geschwindigkeitsreduzierung auf 30 km/h könnte den Anliegern eine wirksame Entlastung zuteil werden, und zwar relativ zügig und ohne weiteren Landschaftsverbrauch“.

2021: Koalitionsvereinbarung CDU/Die Grünen, Zitat: „zum Wohle der betroffenen Anwohner der Kipferl-Kreuzung und der Rodaustraße möglichst zeitnah eine Verbesserung der Verkehrssituation“.

08.06.2021: alle Parteien beauftragen den Magistrat, um eine schnellstmögliche Lösung, vorrangig „Kreisel“, für Kipferl-Kreuzung.
2023: Beschwerden über Raser, u.a. von Anwohnern aus der Messenhäuser-, Hanauer-, Frankfurter Str., kontert die Stadt mit Hinweis auf „nicht nachweisbar“ bzw. angeblich fehlende rechtliche Möglichkeiten, verspricht aber, dass sie die Bürger mit ihren Verkehrsproblemen nicht alleine lasse.

11.05.2024: Entgegen ersten Ankündigungen für 2024 – Zitat Fr. Schülner: „…das LKW-Durchfahrtsverbot hat höchste Priorität“ -, verkündet sie in der OP, das die Maßnahme erst 2025 umgesetzt werden könne.

18.06.2024: BIVER remonstriert schriftlich beim Hess. Verkehrsminister.

26.07.2024: Ministerium sagt daraufhin Umsetzung des LKW-DfV für Ende September zu.

Nov. 2025: Neben Nieder-Röder-Str. leidet gerade die Rodaustraße unter erheblichen Straßenschäden (= Lärm) und mangelnder Verkehrssicherheit, was bereits 2021 (!) Gegenstand von BIVER- Kritik war. Ein aktueller FDP-Antrag, zustimmend die FWR, zumindest auf der kurzen Strecke „Kino-Kreuzung“ bis Mühlengrund die Straße zu sanieren, wurde von CDU/Die Grünen abgelehnt. Die rechtliche Möglichkeit wenigstens Tempo-30 anzuordnen, scheint in den Koalitions-Köpfen nicht verankert zu sein.

Vor dem Hintergrund all dessen und nicht sichtbaren Ergebnissen, stellt der aktuelle Vorwurf aus den Reihen AL/Die Grünen, BIVER würde der Verwaltung zu Unrecht Untätigkeit vorwerfen, schlichtweg Realitätsverweigerung dar.

Grob skizziert sehen die Wahlprogramme der Parteien aus BIVER-Sicht für den Bereich „Verkehr“ wie folgt aus:

FWR: Sie fordern offene, transparente Kommunikation zwischen Stadt und BI. Sie möchten mehr Sicherheit, weniger Lärm. Radfahrer, Fußgänger fühlten sich nicht gleichberechtigt, deshalb brauche es eine neue tragfähige Verkehrskonzeption und nachdrückliche Durchsetzung sicherheitsrelevanter Verkehrsmaßnahmen.

FDP: Für sie gilt Verkehrssicherheit zuerst. Mobilität sei Freiheit: Autofahrer, Radfahrer, Fußgänger dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden.

SPD: Sie will sichere, umweltfreundliche, bequeme Mobilität für alle. Verkehrspolitik sei für sie Bürgerservice.

CDU: Sie möchte den Verkehr ordnen, die Sicherheit erhöhen. Verkehrsprobleme würden die Lebensqualität belasten, deshalb realistische Maßnahmen, wie z.B. Geschwindigkeits- und Verkehrsüberwachung, Sicherheit durch belebte Ortskerne.
Anm.: CDU ist seit 5 Jahren der stärkere Koalitionspartner, dennoch wurden versprochene Maßnahmen im Bereich Verkehr nicht umgesetzt, Anträge der Opposition abgelehnt. Es reicht eben nicht, z.B. den Blitzerstandort in Waldacker als wenig sinnig zu bezeichnen, um dann doch dafür zu stimmen.

AL/Grüne: Für sie hat Mobilität, Verkehrsentwicklung höchste Priorität. Sie stehen, z.B. für bessere Radwege, Tempo-30, Kreisverkehre, Geschwindigkeitskontrollen.
Anm.: Der FB „Verkehr“ wird „grün“ geführt ; die Ergebnisse gehen, wie bereits beschrieben, gegen Null. Das Gros der bereits 2021 versprochenen und jetzigen AL-Wahlkampfthemen wird seit Jahren öffentlich und erfolglos von BIVER von der Koalition gefordert.

AFD: Die AFD lehnt nahezu alle Forderungen von BIVER ab, so dass das Programm keine Alternative für mehr Verkehrssicherheit in Rödermark darstellt.

Preisskatturnier der FREIE WÄHLER Rödermark

Presserklärung der FREIEN WÄHLER Rödermark
Preisskatturnier der FREIE WÄHLER Rödermar

Die FREIE WÄHLER Rödermark laden herzlich zu einem geselligen und abwechslungsreichen Turnierabend ein.

Am 27. Februar 2026 ab 18 Uhr wird in der Wirtschaft der Turngemeinde Ober-Roden 08 (Mainzer Straße 68, Rödermark) gleichzeitig Preisskat und Dart gespielt. Bei entsprechender Nachfrage wird zusätzlich ein Rommé-Turnier stattfinden. Auf die besten Spielerinnen und Spieler warten attraktive Preise, das Startgeld bleibt bewusst klein. Ganz gleich, ob Skat-Routinier, leidenschaftlicher Dartspieler oder Rommé-Freund – im Mittelpunkt stehen der Spaß am Spiel, faire Wettkämpfe und ein geselliger Abend. Die TGO-Wirtschaft sorgt mit kühlen Getränken und kleinen Speisen für das leibliche Wohl. Die FREIE WÄHLER Rödermark freuen sich auf viele Teilnehmende und einen spannenden Abend in entspannter Atmosphäre.

Anmeldung und weitere Informationen ab sofort unter info@freiewaehler-roedermark.de
Wir freuen uns auf einen unterhaltsamen Abend mit Ihnen!

In der CDU-Wahlkampfbroschüre „GEMEINSAM“ stehen solide Finanzen ganz hinten

Ich lese keine Wahlkampfprospekte, die mehr als eine Zeile enthalten.
Diese eine Zeile dürfte dann gern lauten:
Wir wissen nicht weiter.“

Zur Einstimmung Solide Finanzen
Die aufgeführten Zahlen sind bis auf 2026 aus dem Haushaltsbeschluss. 2026 aus dem Plan.

Jahr || Betrag || Grundsteuersatz || Gewerbesteuersatz
2020 || Überschuss 21.611 € || 715 || 380
2021 || Überschuss 39.155 € || 715 || 380
2022 || Defizit 1.442.639 € || 715 || 380
2023 || Defizit 1.699.587 € || 715 || 380
2024 || Defizit 5.523.354 € || 715 || 380
2025 || Überschuss 154.434 € || 715 || 380
2026 || Defizit 13.809,905 € || 990 || 400


Heute habe ich mit meinem Vorsatz gebrochen und mir den Wahlkampfprospekt der CDU angesehen. Bis auf den Punkt „Solide Finanzen“ habe ich allerdings die Überschriften nur überflogen. Mein Tip, durchlesen lohnt sich bei der diejährigen Wahl nicht.

Den letzten Punkt habe ich mir doch näher angesehen.
Die Finanzen als letzter Punkt deshalb, weil dieser Punkt der CDU der unwichtigste ist?
Bei einer Haushaltskrise sind Finanzen kein Randthema, sondern ein zentrales Thema. TOP 1. Bei der CDU wohl nicht.

Die Pflicht zur Erstellung eines Haushaltssicherungskonzepts ist das Ergebnis eines massiv defizitären Haushalts.

In der CDU-Wahlkampfbroschüre „GEMEINSAM“ stehen solide Finanzen ganz hinten weiterlesen

Ich bin fassungslos. Livestream/Liveübertragung

Bei Facebooke schreibt ein Kommentator unter dem Namen Michael Gensert:

Die Frage ist hier nach Live Stream oder ähnlichen Übertragungen von Stadtverordnetenversammlung. Nochmals zur Klarstellung. Die CDU Rödermark wird sich dafür einsetzen, dass solche Lösungen realisiert werden.

Zu » Die CDU Rödermark wird sich dafür einsetzen [ ….]7

CDU zu Livestream/Liveübertragung (Quelle: Bild anklicken)
CDU zu Livestream/Liveübertragung ((Quelle: Bild anklicken)

Setzt sich die CDU nach der kommenden Kommunalwahl ernsthaft für ein Streaming ein, dürfte evtl. Koalitionsverhandlungen mit AL/Die Grünen oder SPD schwierig werden1. Es ist nicht so, dass vor einer Wahl gemachte Aussagen auch umgesetzt/weiterverfolgt werden.
Bei den Koalitionsverhandlungen 2021 (CDU/AL-Die Grünen) wurde ein vor der Kommunalwahl beschlossener Auftrag an die Verwaltung im Koalitionsvertrag als -wird nicht weiter verfolgt- aufgenommen. Siehe Koalitionsvertrag

1AL/Die Grünen und SPD stimmten gegen Livestream


Ob es sich bei diesem Nutzerprofil um den Fraktionsvorsitzenden Michael Gensert handelt, kann nicht abschließend beurteilt werden. Zwar können das von Facebook bereitgestellten Profil Anhaltspunkte liefern, sie stellen jedoch keinen zweifelsfreien Identitätsnachweis dar.

Eine verbindliche Zuordnung der zitierten Äußerung zu der genannten Person erfolgt daher ausdrücklich nicht. Die Wiedergabe beschränkt sich auf den unter diesem Namen öffentlich einsehbaren Kommentar, in dem auch die CDU Rödermark erwähnt wird.

Siehe auch
» Baugebiet Kapellenstraße und Germania. Urbanes Gebiet Odenwaldstraße. Neue Straße bei der Germania.

#Kommunalwahl2026
Kommunalwahl 2026

Das müssen die Neuwähler wissen. Dank CDU und AL/Die Grünen ca. 100 Millionen Schulden.

Kleine Rechenaufgabe vorweg.
100.000.000 Schulden
1% Zinsen 4% Tilgung (Kann auch mehr sein)
900.000,00 € entsprechen in etwas 100 Grundsteuerpunkte
Da kann es einem schon schlecht werden.
Alle im weiteren Verlauf genannten Zahlen sind (wie immer) recherchierbar.


Laut dem Parteivorsitzenden der FDP wird bis Ende 2029 ein Schuldenstand von rund 100 Millionen Euro erwartet. Ich halte es für unwahrscheinlich, dass die derzeitige Koalition, der Bürgermeister und die Erste Stadträtin wirksam gegensteuern werden. Es sei denn, die Grundsteuer steigt GEWALTIG an und weitere mögliche Einnahmequellen (Gebühren, Steuer) werden angezapft.

Konkrete Maßnahmen, um das aktuelle Defizit von knapp 13,8 Millionen Euro zu vermeiden oder zumindest zu reduzieren, sind bislang kaum erkennbar. Sollte die Koalition aus Schwarz und Grün nach der Kommunalwahl weiterhin Bestand haben, dürfte das Ziel „100 Millionen Euro Schulden bis Ende 2029“ realistischer werden, als es sein sollte.

Zwar wird immer wieder darauf hingewiesen, dass die finanziellen Mittel für die vom Bund übertragenen Pflichtaufgaben nicht in ausreichender Höhe zur Verfügung gestellt werden. Diese Aussage ist zweifellos nicht falsch. Sie allein erklärt jedoch nicht das finanzielle Desaster des Rödermärker Haushalts.


Schlecht vorstellbar, dass Rödermark jemals in der Lage sein wird, den Schuldenberg vollständig zu tilgen.
In Deutschland gibt es faktisch keine kommunale Insolvenz wie bei Unternehmen. Das Land muss am Ende sicherstellen, dass eine Kommune handlungsfähig bleibt.

Rödermark wurde unter Schwarz/Grün bereits zweimal mit insgesamt rund 40 Millionen Euro gerettet. Es ist vorstellbar, dass die Regierenden in Rödermark auf einen dritten Rettungsschirm hoffen.

Unter den Schutzschirm/Rettungsschirm 1 sind 100 Kommunen von über 420 in Hessen geschlüpft.
Unter den Schutzschirm/Rettungsschirm 2 sind 171 Kommunen von über 420 in Hessen geschlüpft.
Da fragt man sich doch, was machte der Großeil der Hessischen Kommunen besser als die Regietrenden in Rödermark?

Den Bürgermeister bzw. die Erste Stadträtin können Sie/Ihr nicht direkt abwählen. Der Wähler kann jedoch dafür sorgen, dass es CDU und AL/Die Grünen nicht mehr möglich ist, weiterhin als Koalition zu regieren

Siehe auch
» Rödermark und der Schuldenberg
» Hilfe für ärmsten Städte und Gemeinden in Hessen.
» Nur 171 von 422 hessischen Kommunen benötigen die Hessenkasse.
» Liste der Schutzschirmkommunen

#Kommunalwahl2026
Kommunalwahl 2026


Rödermark intern
Stadtverordnetenversammlung 10.12.2025:
Der Magistrat legt den Entwurf des Haushaltsplanes 2026 vor.
Kurz und bündig:
Im Ergebnishaushalt (Entwurf) fehlen 13.751.305,00 Euro.
Im Finanzhaushalt (Entwurf) fehlen 12.115.541,00 Euro.