Wir können uns den Hopper so nicht mehr leisten

Presssmeldung FDP Rödermnark
Wir können uns den Hopper so nicht mehr leisten

2019 startete das On-Demand-Shuttle „Hopper“ in Seligenstadt, im September 2022 ging es auch in Rödermark los. Aktuell fahren im Kreis Offenbach 73 dieser Kleinbusse, 68 davon elektrisch, und befördern monatlich etwa 62.000 Menschen, etwa 4.500 davon in Rödermark. Das macht monatlich etwa 3.500 Fahrten (im Hopper sitzen im Schnitt nur 1,3 Fahrgäste) mit einer durchschnittlichen Fahrtlänge von knapp über 3 km.

„Jede einzelne Fahrt mit dem Hopper kostet im Schnitt über 22 €, von denen der Fahrgast aber durchschnittlich nur 1,50 € selbst bezahlt. Den Rest, also über 20 €, trägt die Allgemeinheit“, sagt der FDP-Fraktionsvorsitzender Tobias Kruger. „Die öffentliche Hand hat den Bürgern mit dem Hopper ein quasi kostenloses innerstädtisches Taxi zur Verfügung gestellt. Wobei kostenlos nicht stimmt, denn am Ende zahlt der Bürger den Hopper mit seinem Steuergeld. Dass die Bürger von dem Angebot begeistert sind und es reichlich nutzen, liegt in der Natur der Sache. Wer verweigert schon die Annahme eines Geschenkes. Doch mit Blick auf die horrenden Kosten und die katastrophale finanzielle Lage nahezu aller Kommunen muss die Frage nach der zukünftigen Finanzierung und damit der Fortführung des Hoppers ganz ausdrücklich gestellt werden.“

Der Hopper wird von der Kreisverkehrsgesellschaft Offenbach (kvgOF) betrieben, die wiederum eine 100 %-Verlustabdeckung durch den Kreis Offenbach besitzt. Der Kreis Offenbach finanziert sich wiederum nahezu ausschließlich über die sogenannte Kreis- und Schulumlage, die die kreisangehörigen Kommunen jedes Jahr an den Kreis zahlen müssen. Letztendlich zahlen damit am Ende die Kreiskommunen den Hopper über den Umweg Kreishaushalt.
„Bereits für 2024, wo die Betriebskosten des Hoppers noch zu 50 % von Bund und Land gefördert werden, plant die kvgOF mit einem Verlust durch den Betrieb des Hoppers von gut 9 Mill. €“, sagt FDP-Bürgermeisterkandidat und Haushaltsexperte Heino Claussen-Markefka. „Nach Wegfall der Bundesförderung würde der Anteil der Kreisumlage für Rödermark nur für den Betrieb des Hoppers auf rund eine Million € im Jahr steigen. Doch Rödermark kann das nicht leisten. Die Stadt wird das Jahr 2024 voraussichtlich mit einem Defizit von 5 – 10 Mill. € abschließen und das Jahr 2025 weist ein noch nicht näher bezifferbares Finanzloch in ähnlicher Größe auf. Daher müssen Wege gefunden werden, um den Hopper für die Kommunen aufwandsneutral zu gestalten. Gelingt dies nicht, kann die Konsequenz nur lauten, den Hopper schnellstmöglich auslaufen zu lassen. Das wäre bedauerlich, aber nach meiner Auffassung leider absolut notwendig. Denn es gehört nicht zu den Pflichtaufgaben einer Kommune, den Bürgern ein steuerfinanziertes innerstädtisches Taxi anzubieten.“

„Der Hopper wurde als Teil der sogenannten Verkehrswende und als wichtiger Baustein für eine bessere Teilhabe älterer und behinderter Menschen angepriesen. Letzteres ist sicherlich richtig und aus meiner Sicht die einzige Daseinsberechtigung des Hoppers“, sagt FDP-Umweltexperte Dr. Rüdiger Werner, „ersteres kann man so aber nicht stehenlassen. Zwar fahren die Hopper mittlerweile elektrisch, aber sie verursachen eindeutig einen Mehrverkehr. Gerade viele Jugendliche und Jungerwachsene nutzen den Hopper als bequemes und kostengünstiges Fortbewegungsmittel für Wege, die man ohne weiteres zu Fuß oder mit dem Rad bewältigen könnte. Der Hopper ersetzt leider nur wenige private Autofahrten, er ersetzt aber Fahrten, die man bisher mit dem Rad zurückgelegt hat, oder sogar Fußwege. Ich persönlich habe noch von niemanden gehört, der aufgrund des Hoppers sein eigenes Auto abgeschafft hat. Des Weiteren sind die zurückzulegende Wege länger (der Hopper muss erst einmal zum Kunden fahren) und das transportierte Gewicht höher (Elektrominivan) als bei privaten Autofahrten. Die Umweltbilanz des Hoppers würde nur dann positiv ausfallen, wenn nicht 1,3 Personen pro Fahrt, sondern deren 5 oder mehr im Auto sitzen würden. Für den Bürger ist der Hopper bequem und günstig, aber er hilft der Umwelt nicht!“

Die FDP kann daher aus den genannten objektiven finanziellen und sachlichen Gründen die Fortführung des Hoppers in der bisherigen Form nicht unterstützen. Eine Unterstützung ist nur dann denkbar, wenn eine ausreichende Auslastung und eine für die Kommune aufwandsneutrale Finanzierung sichergestellt ist.

Neujahrsempfang CDU Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) in der Kulturhalle. Politische Veranstaltung? J oder Nein?

Ich bin ja mal gespannt, welche Themen Herr Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) in seiner Rede ansprechen wird.
Die Wertung, ob man den Neujahrsempfang als politische Veranstaltung werten kann, überlasse ich dann mal anderen.

Bürgermeister will keine Parteipolitik mehr in der Kulturhalle

Der Text in der Satzung zur Nutzung der Kultrhalle besagt:
Eine Überlassung der Kulturhalle Rödermark für politische Veranstaltungen, insbesondere von politischen Parteien, Wählergemeinschaften, Fraktionen und ihnen nahestehenden Organisationen oder Gliederungen ist ausgeschlossen.
Hervorhebung durch den Admin.
Quelle:

Zwei Anträge der FDP und schon tut sich was.

Zwei Artikel im Heimatblatt

Magistrat wachgerüttelt?
FDP begrüßt angekündigte Sondersitzung zum Thema Rechenzentren und Stromspeicher

Nachdem die Rödermärker Stadtverordnetenversammlung im Juli 2024 den Antrag der FDP-Fraktion einstimmig beschlossen hatte, die Ansiedlung von Rechenzentren und Batteriespeichern rund um das Umspannwerk in Urberach zu prüfen, gibt es seitens der Betreiber solcher Anlagen ein reges Interesse bezüglich einer Ansiedlung in Rödermark. Dies zeigt, dass der Impuls ein Vorstoß in die richtige Richtung war. Die FDP begrüßt ausdrücklich, dass es zu diesem Thema laut Aussagen von Bürgermeister Rotter im 1. Quartal 2025 eine Sondersitzung des Ausschusses für Bau, Umwelt, Stadtplanung und Energie geben soll und erwartet im Anschluss die Einleitung der nächsten Schritte.

„Diese Sitzung hätten wir uns allerdings schon viel früher gewünscht“, sagt FDP-Bürgermeisterkandidat Heino Claussen-Markefka. Lange Prüf- und Beratungszeiten schrecken nach seinen Erfahrungen potenzielle Investoren ab. Rödermark muss nach Meinung des langjährigen Geschäftsführers mittelständischer Unternehmen deutlich schneller werden, was die Umsetzung von Projekten betrifft.

„Da die dringend benötigten Rechenzentren große Energiemengen benötigen, ist eine Ansiedelung in der räumlichen Nähe zu Umspannwerken sinnvoll, da so die hohen Aufwände für deren Anschluss drastisch reduziert werden können“, sagt der FDP-Stadtverbandsvorsitzende Hans Gensert. Wie wichtig dieser Aspekt ist, erfahren die Bürger von Rödermark gerade leidvoll durch die Dauerbaustelle auf der Bulau, mit der die Stromversorgung für Rechenzentren in Dietzenbach sichergestellt werden soll. Weiterhin werden dringend Batteriespeicher benötigt, um die Schwankungen von Energiebedarf und erzeugter Energiemenge auszugleichen. „Auch hier sind Standorte an Knotenpunkten wie einem Umspannwerk absolut sinnvoll. Daher sollten wir in Rödermark alles Erdenkliche dafür tun, um die Ansiedlung von Rechenzentren und Batteriespeichern hier zu ermöglichen“, so Gensert.

„Um von den fossilen Energieträgern Öl, Gas und Kohle wegzukommen, muss die elektrische Infrastruktur massiv ausgebaut werden. Neben der Ertüchtigung der lokalen Stromnetze gehört der Bau von Speichern zwingend dazu. Photovoltaik liefert nachts nun mal keinen Strom und kann auch keinen signifikanten Beitrag zum Strombedarf von Wärmepumpen liefern. Batteriespeicher können in Kombination mit Smart Grids zumindest zur Lösung des erstgenannten Problems beitragen“, so die FDP in ihrer Presseverlautbarung weiter.

» Antrag der FDP Anlass zu einer Sondersitzung. (Seite 3)


Aufzug Bahnhof Ober-Roden
Nachdem die FDP einen Antrag zur Klärung das Missmanagement (Aufzug Bahnhof Ober-Roden) der Deutschen Bahn in die Stadtverordnetenversammlung getragen hat, gab es für die Öffentlichkeit Informationen.
Der Verlauf einer Bürgeranfrage zu diesem Theme hier.
» Aufzug am Bahnhof Ober-Roden streikt schon seit Monaten
» Aufzug am Bahnhof Ober-Roden. Die Stadt ist raus.
» Streit auf Kosten der Behinderten und Radfahrern austragen.

Ein defekter Aufzug am Ober-Röder Bahnhof sorgt seit längerer Zeit für Unmut. Die Stadtverordnetenversammlung rügt das „Missmanagement der Deutschen Bahn“ einstimmig. Im Februar soll die Anlage nun endlich wieder funktionieren.
Der FDP-Fraktionsvorsitzende Tobias Kruger wählte in der letzten Sitzung der Stadtverordnetenversammlung in diesem Jahr deutliche Worte: „Es ist eine Sauerei, was die Deutsche Bahn hier macht“, meinte Kruger mit Blick auf die Situation an Gleis 2. Dort kann der defekte Aufzug seit fast einem Jahr, wahrscheinlich auch schon länger, nicht benutzt werden. Die Situation sei nach wie vor eine Katastrophe für Menschen mit Bewegungseinschränkungen


» Aufzug am Bahnhof Ober-Roden soll bis Februar endlich repariert werden (Seite 2)


Rödermark intern
Haushaltskompetenz
In einer Sitzung, in der über Spielapparatesteuer diskutiert wurde, fiel folgender Spruch eines Stadtverordneten: Sinngemäß. „Wir sind alle Ehrenamtler und keine Finanzexperten. Wir verlassen uns ganz auf die Fachleute der Verwaltung.