Ich habe den Artikel nach oben gesetzt, damit ich nicht vergesse nachzusehen, ob die Antworten schon da sind.

Hervorgehoben

Fragen der Fraktionen an den Magistrat der Stadt Rödermark zur Beantwortung auf der
Stadtveordnetenversammlung 16.06.2025:
Stavo 16.06.2026: Die Antworten weden schriftlich zur Verfügung gestellt.

Frage eingereicht || Punkt auf der Tagesordnung
7.1 || 11.05.2026
7.2 || 25.05.2026
7.3 || 25.05.2026
7.4 || 25.05.2026
7.5 || 26.05.2026
7.6 || 26.05.2026
7.7 || 26.05.2026
Ich habe den Artikel nach oben gesetzt, damit ich nicht vergesse nachzusehen, ob die Antworten schon da sind. weiterlesen

Haushalt Rödermark. Kann mir einer ein rezeptfreies Antidepressivum empfehlen?

Rodgau
Hinter verschlossenen Türen wird sogar darüber nachgedacht, Bürgerhäuser und Sporthallen zu schließen.
Quelle: OP-Online
Ob das auch auf Rödermark zutrifft?

Haushalt (Beschlussexemplar) Rodgau
im ordentlichen Ergebnis
mit dem Gesamtbetrag der Erträge auf 135.055.323,00 EUR
mit dem Gesamtbetrag der Aufwendungen auf 143.537.358,00 EUR
mit einem Saldo von 8.482.035,00 EUR (Defizit)
Grundsteuer A 760%
Grundsteuer B 1.250%

Haushalt (Entwurf) Rödermark
im ordentlichen Ergebnis
mit dem Gesamtbetrag der Erträge auf 92.475.550 EUR
mit dem Gesamtbetrag der Aufwendungen auf 106.285.455 EUR
mit einem Saldo von 13.809.905 EUR (Defizit)
Grundsteuer A 175% (ohne Beschlussexemplar umgesetzt 900%)
Grundsteuer B 990% (ohne Beschlussexemplar umgesetzt 1.327%)
Es gibt ein noch nicht beschlossenes Haushaltssicherungskonzept mit einem reduzierten Defizit von 6.269.565.

Um sicherzustellen, dass alle notwendigen Zahlungen geleistet werden können, hat man beschlossen (CDU/AL) den Höchstbetrag der Liquiditätskredite (aka Überziehungskredit) von 10 Mio. Euro auf 15 Mio. Euro aufzustocken.

Liquiditätskredite um 5 Mio aufstocken. Siehe
Liquiditätskredite sollten eingesetzt werden, um bei Auszahlungen „Spitzen nach oben“ (kurzfristig) abfangen zu können.

Erinnern wir uns aber mal an die Zeit so um 2010.
Da hatten genau diese Kredite einen Stand von ca. 12,5 Mio. erreicht und in der Verwaltung hatte man wohl keinen Plan, wie man diese Liquiditätskredite abbauen könnte. (Siehe) Durch Hilfe „von oben“ wurde Rödermark durch den ersten Rettungsschirm um 12.260.962 € entschuldet. (ca. 100 hessische Kommunen beanspruchten diese Hilfe)

Mit dem zweiten Rettungsschirm, so um 2019,
gab es weiter 27.900.000,00. Denkt man in der Verwaltung daran, dass es für Rödermark wieder eine solche Entschuldung geben kann? Zweimal hat man uns das Land schon entschuldet; den Karren aus dem Dreck gezogen.

Insgesamt 40.160.962.
In diesem Betrag enthalten sind 13.950.000 die JEDER Rödermärker Bürger mit 25,00 € jährlich zurückzahlen muss. Übrigens. Weniger als die Hälfte der hessischen Kommunen haben die beiden Rettungsschirme in Anspruch nehmen müssen. Zahlen zu den Rettungsschirmen und weitere Zuwendungen hier

Als Soforthilfe zum Haushalt
erhielt Rödermark für den Haushalt 2025 889.157,00 Euro. Siehe

Für Investionen, z.B. grundhafte Sanierung der Straßen
werden in der ersten Tranche über den Zukunftspakt. 9.524.021,00 Mio zur Verfügung gestellt.
Weitere Millionen für Investitionen in die örtliche Infrastruktur folgen in einer zweiten Tranche (2028?) Siehe
Siehe auch FAQ zum: Kommunal-Infrastruktur-Finanzierungsgesetzes (LuKIFG) in Hessen

Wenn der Magistrat die Schuld zum hohen Defizit hauptsächlich
auf die fehlende Unterstützung durch das Land und Bund, Kreisumlage und gestiegene Lohnkosten aufbaut (Siehe Anschreiben), sollte man sich auch einmal überlegen, ob sich die Höhe des Defizits nicht auch aus dem Handeln des amtierenden Magistrats ableiten lässt. Für den „Erhalt der Infrastruktur“ siehe vorigen Absatz.


So ganz nebenbei. Der Magistrat erwähnt in dem Anschreiben zur Anhebung der Grundsteuer B die gestiegenen Kreisumlagen. In einer derartig schlimmen Situation, in der sich laut Aussage der Bürgermeister des Kreises befindet, kommt die Erhöhung der Entschädigung für die Kreistagsabgeordneten genau zur richtigen Zeit.
Siehe: Ein Inflationsausgleich, von dem andere nur träumen können


Jetzt zu dem Artikel in der Offenbach-Post zum Rodgauer Hauhalt.

Das Defizit der beiden Haushalte
Rodgau: 8.482.035,00
Rödermark: 6.269.565
Beachten Sie das Haushaltsvolumen.
Rodgau Einnahmen: 135.055.323,00 (Plan 2026)
Rödermark Einnahmen: 92.475.550,00 (Plan 2026)

Mehr als 1.700 Menschen wehren sich in einer Online-Petition gegen die Erhöhung der Grundsteuer B in Rodgau. Die Stadt hat bereits 5,6 Millionen Euro eingespart – doch das reicht nicht. Hinter verschlossenen Türen wird sogar darüber nachgedacht, Bürgerhäuser und Sporthallen zu schließen. Quelle: OP-Online

Ob da im Rödermärker Magistrat hinter verschlossener Tür auch weitere Grausamkeiten vorbereitet werden?


» Haushalt / Schutzschirm / Hessenkasse, Kassenkredite / Gewerbe
» Ergebnis der Beprechung. „Beratung zum Haushaltsplan 2026 Stadt Rödermark“ in Wiesbaden 25.06.2026

Ergebnis der Beprechung. „Beratung zum Haushaltsplan 2026 Stadt Rödermark“ in Wiesbaden 25.06.2026

Am 25.06.2026, fand der bereits seit Monaten feststehende Termin „Beratung zum Haushaltsplan 2026 Stadt Rödermark“ im Innenministerium statt

Siehe: Im Innenministerium. Beratungsgespräch zum Haushalt der Stadt Rödermark ohne Stadtkämmerin?

Rödermark hat zwar einen Haushaltsplanentwurf 2026,
der aber weder diskutiert noch beschlossen wurde, aber Hebesätzen von Grundsteuer: A) 175% und B) 990% vorsieht. Der Magistrat bekam im Dezember 2025 die Information, dass dieser Haushaltsplanentwurf, falls er beschlossen werden sollte, von der Kommunalaufsicht nicht genehmigt wird.
[..]Am 16.12.2025 hat ein Gespräch mit der Kommunalaufsicht des Kreises Offenbach und dem Regierungspräsidium Darmstadt zum Haushaltsplanentwurf 2026 stattgefunden.[..]
Quelle Seitennummerierung 6

Im gleichen Dokument, also am 16.12.2025
wurde ein Beratungsgespräch zum Haushalt auf den 26.06.2026 terminiert.
[..]Zudem wurde empfohlen, ein Kommunalberatungsgespräch beim Innenministerium zu führen. Terminiert ist dieses Gespräch auf den 25.06.2026.
Quelle: Seitennummerierung 6

Präsentation
Präsentation

» Präsentation


Jetzt ist es auch dem Innenministerium bekannt. Fehlerhafter Haushalt bei der Aufsummierung.

Fehler im Haushalt.(Seite 30)
Fehler im Haushalt. (Seite 30)

» Siehe auch: Fehlerhafter Haushalt wurde zur Entscheidung vorgelegt.

Des Bürgers Meinung. FB-Beitrag

Ihr habt sie nicht mehr alle jetzt so aus dem nicht Grundsteuer b .erhöht u.dann wieder um 2028 ihr habt sie nicht mehr alle ist im Januar 26 erst fest gelegt Worten
Wo hin mit dem ganzen Geld für unser neuen Mitbewohner wo alles schon in den arch geschoben bekommen u für unser eigene Leuten nichts da wo hilfe brauchen ,manche leute haben keine kinder sollen jetzt auf neu deutsch steuern, ist fie größte freschheit aller Zeiten oder Straße neu gemacht sollen jetzt die Bürger mit steuern b zahlen
Eh alles sooo teuer mache können des garnett mehr zahlen aber noch mehr Migranten rein hohlen alles für unsere Steuer Gelder
Ihr habt den Schlag nicht beim scheißen getroffen

Gastbeitrag zur Erhöhung der Grundsteuer

Gastbeitrag Armin Lauer
Fairness hat offenbar eine neue Bedeutung

Mit großem Interesse habe ich die Bürgerinformation zur Erhöhung der Grundsteuer gelesen. Es ist schon bemerkenswert, mit welcher sprachlichen Kreativität versucht wird, eine Steuererhöhung von über 34 Prozent als Akt der Fairness und Solidarität zu verkaufen. Man könnte fast meinen, nicht die Grundsteuer sei gestiegen, sondern lediglich der Wortschatz der Pressestelle. Besonders beeindruckt hat mich die Begründung, die Grundsteuer sei deshalb die „fairste Lösung“, weil sie über die Nebenkosten auch auf Mieter umgelegt werden könne. Nach dieser Logik wird eine Belastung offenbar umso gerechter, je mehr Menschen davon betroffen sind. Ein interessantes Verständnis von Gerechtigkeit – man lernt tatsächlich nie aus.

Auch die Botschaft, dass sich die Haushaltslage möglicherweise erst Mitte der 2030er Jahre wieder stabilisiert, hat etwas erstaunlich Beruhigendes. Immerhin erfahren die Bürger frühzeitig, dass sie sich auf viele weitere Jahre steigender Abgaben einstellen dürfen. Planungssicherheit ist schließlich auch ein Wert. Auffällig ist außerdem, dass die Verantwortung nahezu ausschließlich bei Land, Kreis, Tarifabschlüssen und anderen äußeren Umständen gesucht wird. Die Stadtverwaltung erscheint in ihrer eigenen Darstellung eher als Zuschauer eines bedauerlichen Schauspiels denn als verantwortliche Gestalterin der kommunalen Finanzen. Das mag kommunikativ geschickt sein, überzeugt aber nicht.

Natürlich stehen viele Kommunen unter erheblichem finanziellem Druck. Stichwort: Konnexität. Das bestreitet niemand. Wer jedoch von den Bürgern immer höhere Abgaben verlangt, sollte zunächst lückenlos darlegen, welche Einsparungen im eigenen Haus tatsächlich umgesetzt wurden oder werden – nachvollziehbar, transparent und überprüfbar, nicht nur in Form wohlklingender Absichtserklärungen. Hinzu kommt eine weitere Frage, auf die die Bürger ebenfalls eine Antwort verdienen: Wie kann eine Grundsteuererhöhung überhaupt beschlossen und kommuniziert werden, solange noch kein genehmigter Haushalt vorliegt? Auf welcher belastbaren Grundlage wurde errechnet, dass ausgerechnet dieser Hebesatz erforderlich ist? Oder anders gefragt: Wird hier bereits über die Einnahmen entschieden, bevor die endgültigen Ausgaben feststehen?

Am ehrlichsten wäre vermutlich ein einziger Satz gewesen: „Wir brauchen mehr Geld – und wir holen es uns bei den Bürgern.“ Das wäre zwar keine angenehme Nachricht, aber wenigstens eine ehrliche. Stattdessen wird der Eindruck vermittelt, eine Steuererhöhung sei beinahe ein solidarischer Beitrag zum Gemeinwohl. Das ist weniger Finanzpolitik als sprachliche Akrobatik.

Die Bürger sind durchaus bereit, unbequeme Wahrheiten zu akzeptieren. Was sie zunehmend ablehnen, ist der Versuch, offensichtliche Mehrbelastungen mit PR-Sprache als gerecht, alternativlos oder gar besonders fair zu etikettieren.

Denn eines scheint in Rödermark derzeit zuverlässig zu funktionieren: Der Hebesatz steigt deutlich schneller als das Vertrauen in die politische Kommunikation und Arbeit.

Armin Lauer