Ein Vorwurf, der zweifelsohne zutrifft. Was ‚bedarfsgerecht‘ jedoch in Euro bedeutet, bleibt unklar – insbesondere von jenen, die die fehlende finanzielle Ausstattung beziffern müssten, damit die übertragenen Aufgaben erledigt werden können.
Mit 2 Mio. Euro mehr aus dem Kommunalen Finanzausgleich (KfA) könnten einige Kommunen einen ausgeglichenen Haushalt ausweisen, andere bräuchten 6 Mio. Euro. Ob Rödermark mit einem einstelligen Millionenbetrag auskommen würde?
Es wäre sicherlich sehr hilfreich, wenn die Verwaltung in etwa beziffern würde, wie hoch der Betrag aus Ihrer Sicht sein müsste, damit man ohne Haushaltssperre bzw. ohne hohes Haushaltsdefizit über die Runden kommt. Würde man diesen Betrag kennen, würde den Mitgliedern des hauptamtlichen Magistrats evtl. der Vorwurf „Kommunen werden nicht bedarfsgerecht ausgestattet“ für einen defizitären Haushalt entfallen. Siehe auch: Rödermark hatte ca. 18.150.000,00 € im Jahr 2024 zur freien Verfügung.
Bleiben wir im Kreis Offenbach: Ich kenne hier keinen Bürgermeister oder Kämmerer, der einen Brandbrief an den hessischen Ministerpräsidenten geschrieben hat, um erneut die Abschaffung der ‚Abzockabgabe des Landes Hessens‘ (Starke Heimat Hessen) zu fordern. Dabei würde dies den Kommunen Geld in die Haushaltskasse spülen – ganz ohne umfangreiche Förderanträge. So könnte das Personal für wichtigere Aufgaben eingesetzt werden.
Karte zum Kommunalen Finanzausgleich (KFA)
Siehe auch
» Verbundquote 23,6%
#Kommunalwahl2026
Kommunalwahl 2026
Rödermark intern
Haushaltskompetenz
In einer Sitzung, in der über Spielapparatesteuer diskutiert wurde, fiel folgender Spruch eines Stadtverordneten: Sinngemäß. „Wir sind alle Ehrenamtler und keine Finanzexperten. Wir verlassen uns ganz auf die Fachleute der Verwaltung.
