Straßenunterführung S-Bahn Ober-Roden weiterhin machbar. ABER….

Vorweg.
Eine Unterführung der S-Bahn wird es in Ober-Roden
dank CDU und AL/Die Grünen nicht geben.
Bei den Kosten, die jetzt anfallen würden, wäre es der helle Wahnsinn.
In 1995 ein Kopfnicken und ein wenig DM.
1995 hat man versagt. Heilen könnte man das nur noch mit extrem hohen und kaum verantwortbaren Kosten.

Hier das Abstimmergebnis aus 1995.

Bei der 4. öffentlichen Sitzung des Ausschusses für Bau, Umwelt, Stadtentwicklung und Energie am Mittwoch, 23.06.2021, wurden von Herrn Freudl (Freudl Verkehrsplanung) vier Varianten für eine Bahnunterführung der S-Bahn in Ober-Roden vorgestellt. Die vier Varianten waren wohl notwendig, um spätere Diskussionen wie –man hätte das ja auch so machen können– nicht aufkommen zu lassen.

Das Ergebnis ist, dass die Varianten 3 + 4 das Prädikat -städtebaulich „verkraftbar“ – bekamen. Die Variante 4 wurde allerdings von Herrn Freudl aus anderen Gründen als nicht weiter diskutierbar zu den Akten gelegt. Damit dürfte klar sein, wenn man über eine Unterführung weiter reden sollte, dann muss man ausschließlich über die Variante 3 reden. Die Variante also, die schon 1995 geplant war.

Eine Unterführung wäre weiterhin machbar.
Machbar soll aber nicht bedeuten, dass man dies auch machen sollte. Was 1995 die richtige Entscheidung gewesen wäre, so sollte man das Vorhaben heute tatsächlich ruhen lassen. Nur die Begründung müsste lauten: „1995 ohne große Kosten und Abbruch irgendwelcher Wohnhäuser machbar. Wir, CDU und AL/Die Grünen haben das, was uns heute große Kopfschmerzen bereitet, ohne Wenn und Aber zu verantworten.“ Das wäre ehrlich und richtig. Was jetzt von AL/Die Grünen kommt, ist Schmierentheater.


Was AL/Die Grünen auf ihrer Webseite und in dem Artikel im Heimatblatt vom 22.07.2021 von sich geben, ist der klägliche Versuch, die Entscheidung aus 1995 zu rechtfertigen. Warum hat man als Vergleich für die Aussage –die einzig richtige Entscheidung getroffen und einer Unterführung für den motorisierten Verkehr eine Absage erteilt. Quelle AL/Die Grünen nicht die Variante 3 herangezogen? Das ist die Variante, die 1995 zur Debatte stand und absolut nichts mit dem Horrorszenario (Variante 1) gemeinsam hat, das AL/die Grünen auch im Heimatblatt vom 22.07.2021 aufzeigen. Warum nicht als Begründung die Variante 3? Klar, die Variante 3 taugt nämlich nicht dazu, um heute die damalige Entscheidung als –die einzig richtige Entscheidung– darzustellen.

Ganz vorsichtig muss man sein, wenn man in Rödermark noch ein Wort über die Bahnunterführung sagt.
[..] einer Bahnunterführung für Autofahrer noch ein Wort redet, kann nicht mehr ernst genommen werden“, so AL-Fraktionsvorsitzender Stefan Gerl.

Quelle. AL/Die Grünen [..]


Die Variante 4 lassen wir einmal außen vor, weil Herr Freudl explizit davon abgeraten hat.

Gravierende städtebauliche Zäsur
bescheinigt Herr Freudl der Variante 1 und 2.
Variante 3 wurde als städtebaulich „verkraftbar“ eingeordnet.

Die AL/Die Grünen versuchen anhand der Präsentation ihre gravierende Fehlentscheidung aus dem Jahr 1995, die man gemeinsam mit der CDU getroffen hat, als –die einzig richtige EntscheidungQuelle: AL/Die Grünen darzustellen.
Die nun von AL/Die Grünen aufgeführten Argumenten lassen einem die Fußnägel kräuseln.

AL/Die Grünen, eine der Unterführungsverhinderer in 1995, zitieren aus der Präsentation die Variante (V1), die mit –Gravierende städtebauliche Zäsur– gekennzeichnet ist. Bei einer Entscheidung für eine der vier Varianten hätte diese Variante (V1) niemals den Zuschlag erhalten. Es wird bei der V1 von dem Abriss einiger Häuser und im großen Umfang notwendigen Grunderwerb gesprochen. Auch die Bauphase ist kaum realisierbar und die Gebäudesicherung technisch extrem anspruchsvoll. Warum die AL/Die Grünen diese Variante aufführen, dürfte klar sein. Damit wollen die ihr Versagen aus 1995 rechtfertigen. Die Variante 3 wäre (wenn man genügend Geld hätte) ohne großartigen Grunderwerb und ohne Abriss von Wohnhäusern realisierbar.

Mein Fazit.
AL/Die Grünen und die CDU haben 1995 eine gravierende Fehlentscheidung getroffen. So wie die Grünen 26 Jahre später versuchen, ihre damalige Entscheidung als die –einzig richtige Entscheidung– den Bürgern zu verkaufen, ist ein Armutszeugnis und baut wohl darauf, dass man es in der Hauptsache mit nicht gut informierten Bürgern zu tun hat. Und nun versucht man es, diesen auch so zu verkaufen.

Ich beziehe mich in meinem Artikel auf die im Internet zur Verfügung stehende Fassung der AL/Die Grünen. Im Heimatblatt vom 22.07.2021 gibt es die gedruckte Meldung.


Kurzfassung der Varianten. (Komplett hier)

V1
Gravierende städtebauliche Zäsur
– Grunderwerb in großem Umfang notwendig
– Abriss mehrerer Gebäude
– Bauphase kaum realisierbar, Gebäudesicherung technisch extrem anspruchsvoll

V2
städtebaulich gravierende Zäsur
– Grunderwerb notwendig
– Abriss Gebäude Gartenstraße 24

V3
städtebaulich „verkraftbar“
– kein Grunderwerb von Privatpersonen notwendig, lediglich von DB AG bzw. Landkreis
– Dieburger im Bereich Hausnummer 29 [..] ggf. Abriss dieses Gebäudes

V4
städtebaulich „verkraftbar“
– Grunderwerb notwendig


Im Koalitionsvertrag ist zu lesen:
„Eine Unterführung der S-Bahn-Gleise für Radfahrer und Fußgänger in der Nähe des Bahnübergangs wird gebaut.“
Kosten > 1 Mio. Hätte CDU und AL/Die Grünen 1995 für eine Bahnunterführung gestimmt, hätten wir diese Unterführung fast zum Nulltarif bekommen. So haben wir jetzt dafür zu zahlen.


» Die Varianten, die von Herrn Freudel vorgestellt wurden können Sie hier einsehen.

» „Diskussion um Unterführung endlich beenden!“AL-Grüne zu Bahn

» Bahnunterführung Dieburger Straße. Die Bürger sind schuldlos. Abstimmergebnis 1995 für/gegen eine Bahnunterführung.

» Ich denke, das dürfte es dann gewesen sein.

» Planung Unterführung 1995. Informationen der Anderen Liste / Die Grünen aus 1995. So wid der Tunnel aussehen. Suchspiel: Suchen Sie in dieser Planung die Häuser, die evtl. abgerissen werden müssen.

» 1995 Tunnel ohne Abriss von Häusern möglich

» AL-GRÜNE zu Bahnübergang Ober-Roden: „Diskussion um Unterführung endlich beenden!“

» FDP fragt nach. Neuentwicklung einer Schnittstelle für Bahnübergänge zur Reduzierung von Schließzeiten

» Zusammenfassung: Bahnhof, P+R Anlage, S-Bahn Unterführung, Toilettenanlage


Rödermark intern
Haushaltskompetenz
In einer Sitzung, in der über Spielapparatesteuer diskutiert wurde, fiel folgender Spruch eines Stadtverordneten: Sinngemäß. „Wir sind alle Ehrenamtler und keine Finanzexperten. Wir verlassen uns ganz auf die Fachleute der Verwaltung.

Der ISEK-Prozess ist seit Jahren abgeschlossen.

ISEK. Prozess abgeschlossen.Sind in der Umsetzungsphase.
ISEK. Prozess abgeschlossen.Sind in der Umsetzungsphase.

Ich werde heute darauf angesprochen, dass ich in meinem Blog fälschlicherweise „ISEK-Prozess“ schreibe.
Letztmalig am 13.07.2021 als ich die Aussage von Bürgermeister Rotter bei OP-Online zitierte.

Die Begründuung wurde mitgeliefert.
Wir sind nicht im ISEK-Prozess, der ISEK-Prozess ist seit Jahren abgeschlossen.

Zu Beginn der Förderprogramme wurde ein ISEK erstellt. Ein Intergriertes StadtEntwicklungsKonzept. Dies verlief mit Bürgerbeteiligung und war die Grundlage für konkrete Zuschüsse durch den Fördermittelgeber. ISEK wurde von der Stavo beschlossen, der Prozess war damit abgeschlossen.

Seit mehreren Jahren befindet man sich in der Umsetzungsphase.
Im ISEK wurden Entwicklungsziele formuliert und entsprechende Maßnahmen dazu zusammengetragen. Jährlich werden zu einzelnen Maßnahmen Fördermittel beantragt. In den Folgejahren wird dann versucht, die Maßnahmen umzusetzen. Man kann also sagen, man sei mitten in der Umsetzung der im ISEK aufgeführten Maßnahmen. Aber das ISEK selbst liegt fertig als mehrere Hundert Seiten starkes Werk vor.

Hier sollte man sprachlich exakter sein.



Admin.
Ich habe die Worte von Bürgermeister Rotter genutzt (OP) . Natürlich wäre es für alle besser, wenn dieser anstelle vom -Prozess- das Wort -Umsetzungsphase- benutzen würde. Kostet ja nichts.

Man könnte sagen, was da kritisiert wurde, sind Peanuts. Ich sehe das nicht so. Wenn man über einen Vorgang schreibt,/spricht, sollte man auch die Phase (Umsetzungsphase) benennen, in der man sich gerade befindet.
Ich nehme die Kritik an und mich in Zukunft bemühen, die richten Worte zu wählen.


Rödermark intern
Haushaltskompetenz
In einer Sitzung, in der über Spielapparatesteuer diskutiert wurde, fiel folgender Spruch eines Stadtverordneten: Sinngemäß. „Wir sind alle Ehrenamtler und keine Finanzexperten. Wir verlassen uns ganz auf die Fachleute der Verwaltung.

Kippen-Plage und Styropor-Chaos

Umweltfreunde Rödermark gegen Kippen auf dem Waldboden.
Umweltfreunde Rödermark gegen Kippen auf dem Waldboden.

Umweltschutz liegt ihnen am Herzen, sagen die meisten Menschen in Rödermark. Gleichzeitig klagen immer mehr Leute über eine zunehmende Verschmutzung von Stadt und Natur. Die FDP fordert deshalb eine Optimierung des Müllsystems im öffentlichen Raum.
Lesen Sie den Artikel bei OP-Online

Siehe auch
» FDP Rödermark fordert Müllkonzept.

Ist der Hopper rausgeschmissenes Geld?

Hoppers - Bus on demand
Hoppers – Bus on demand

„Hopper“ löst in Rodgau nicht nur Freude aus
App-Sammeltaxi soll ab 2024 jährlich 1,15 Millionen Euro kosten Quelle OP-Online.de

Der Hopper ist rausgeschmissenes Geld.
Für Rödermark als Frage formuliert. Herr Plelka formuliert die geplante Einführung des »Hoppers – Bus on demand« für Rodgau am 17.07.2021 im Notizbuch der Woche (Offenbach Post) nicht als Frage.

„Rodgau hat ein ausgebautes Bussystem, die S-Bahn und als Zugabe ein etabliertes Sammeltaxi, das der Stadt 86.000,00 Euro pro Jahr kostet. Die Kosten für den Hopper beziffert Herrn Pelka mit 270.000.00 Euro und ab 2024 mit bis zu 1,15 Mio. Euro

In Rödermark wurde am 8.6.2021 die Teilnahme an dem Projekt „Hopper“ beschlossen.
[..] Dem Finanzierungsschlüssel (vgl. Seite 4 der Begründung oder Kapital 5 ab Seite 33 im Umsetzungskonzept) und dem aus der Beteiligung am „Hopper“ resultierenden Betrag pro Halbjahr von 169.998 Euro für die Stadt Rödermark bis Ende 2022 sowie von 84.999 Euro pro Halbjahr bis Ende 2023 wird zugestimmt, die vollständige Finanzierung des „Hopper“ über die kvgOF ab dem Jahr 2024 wird begrüßt.[..] Quelle: Beschluss mit Abstimmergebnis und Niederschrift der Stavo vom 8.6.2021
Den Satz im Beschluss „die vollständige Finanzierung des „Hopper“ über die kvgOF ab dem Jahr 2024 wird begrüßt.“ darf man nicht so verstehen, dass ab 2024 für Rödermark keine Kosten mehr entstehen. Das Defizit wird vom Kreis Offenbach über eine höhere Kreisumlage (die jede Kommune zu zahlen hat) finanziert. Siehe

Aus dem Umsetzungskonzept Seite 14
[..]Der Aufsichtsrat beschließt den vorgestellten Finanzierungsschlüssel (1 € pro Einwohner und Monat) für das Jahr 2021 zwischen den Kommunen der Phase 1 (Ostkreis) und der kvgOF.

Für den Zeitraum ab 2022 ff. sind auf Basis der gewonnenen Erfahrungswerte und unter Berücksichtigung der Funktion im Nahverkehrsplan ggf. deutlich höhere kommunale Finanzierungsanteile und Nutzerentgelte sowie eine Effizienzsteigerung zur besseren Wirtschaftlichkeit aus Kreissicht insgesamt anzustreben und umzusetzen.[..] Hervorhebung duch den Admin.

Bleibt der Hopper für NICHTNUTZER ohne finanzielle Folgen?
Wohl kaum. Voraussichtlich aber nicht so schlimm wie im Rodgau. Mit bis zu 800.000,00€ (Quelle fr.de ) pro Jahr oder in Grundsteuer B ausgedrückt 80 Prozentpunkte, muss man wohl in Rödermark ab 2024 diesen Betrag als dauerhafte Belastung einplanen. Wir können nur hoffen, dass diese kommunale (subventionierte) Konkurrenz den eingesessenen Taxiunternehmen nicht die Existenzgrundlage raubt.

Wie hat man beim Hopper die Kosten reduziert.
Das hier wird die Gewerkschaftler unter den Hopper Befürworter bestimmt nicht gefallen.
Reduktion der Fahrerkosten um etwa 20 % realisiert (geringerer Grundlohn plus Trinkgeld)
Umsetzungskonzept Seite 22 🙁 🙁 🙁

Siehe auch
» Informationen zur Befassung in kommunalen Gremien
» Pilotprojekt‚ Bus on demand– kvgOF-Hopper‘ im Kreis Offenbach


» Mit dem Hopper in Rödermark zum Arzt oder Supermarkt
» Hopper“ löst in Rodgau nicht nur Freude aus
» Seligenstädter Parlament hat ein Auge auf den Hopper
» Der kleine Bus, der immer kann
» Millionen-Überschuss könnte Spielräume schaffen


Rödermark intern
Haushaltskompetenz
In einer Sitzung, in der über Spielapparatesteuer diskutiert wurde, fiel folgender Spruch eines Stadtverordneten: Sinngemäß. „Wir sind alle Ehrenamtler und keine Finanzexperten. Wir verlassen uns ganz auf die Fachleute der Verwaltung.