Es wird immer klarer. Rödermark hat bessers verdient.

Stavo 8.9.2026

Eine große Gruppe, vermutlich der überwiegende Teil der Besucher,
war wegen der bevorstehenden Kündigung des Vertrages zwischen der Stadt Rödermark und der Musikschule gekommen.

Was einigen aus dieser Gruppe offenbar nicht klar war:
Bei einer Stadtverordnetenversammlung ist der Bürger nur Zuhörer. Plakate, mit denen man seinen Unmut zum Ausdruck bringen möchte, sind ebenso wenig erlaubt wie Applaus als Reaktion auf einen Redebeitrag eines Stadtverordneten.

Das Verhalten von ein paar Bürgern war nicht korrekt.
Völlig inakzeptabel war der unangemessene und verletzende Angriff an einer Stadtverordneten.
Dieses Fehlverhalten wurde wiederholt, durch den Versammlungsleiter Herrn Spieß gerügt und berechtigt auch mit Maßnahmen gedroht.

Es gibt die sozialen Medien.
Dort kann man seinen Unmut, bei aller Emotionalität selbstverständlich in anständigen und sachlichen Formulierungen, zum Ausdruck bringen. Die Community wird es schon einzuordnen wissen, wenn der Bürgermeister sich über die sozialen Medien nicht gerade freundlich äußert.

Welchen Weg hat der Bürger sonst noch?
Einen Brief oder eine E-Mail an den Bürgermeister?
Nicht unbedingt zu empfehlen. Man sollte sich das gut überlegen. Denn wie bereits geschehen, kann eine solche Nachricht anschließend öffentlich zum Anlass genommen werden, sich über die Rechtschreibung des Verfassers lustig zu machen.
 
Nicht namentlich oder mit dem Inhalt der Mail/Brief, aber mit einem Titel, der den Schluss auf einen Namen zugelassen hat.

Musikschule
Das Buch ist ja nicht zu, aber ein vernünftiges Konzept, vielleicht auch mit externer Hilfe, scheint der richtige Weg für weitere Gespräche.


Folgendes unter dem Titel:
Die Bürger ausquetschen wie eine Zitrone. Die eigenen Hausaufgaben aber nicht machen.
Gewerbegebiete helfen, die Grundsteuer niedrig zu halten.

Auf die einzelnen Haushaltsreden möchte
ich hier nicht näher eingehen. Die jeweiligen Parteien werden ihre Reden vermutlich auf ihren Internetseiten zum Nachlesen bereitstellen.
Im Folgenden möchte ich daher nur einen kleinen Einblick geben..

Bemrkenswertes aus den Haushaltsreden
Wie bezeichnete der Redner der AL/Die Grünen die Erstellung des Haushalts 2026?
… hingeschustert haben …..
Bedeutung
„hingeschustert“ bedeutet umgangssprachlich: schnell, provisorisch oder unsauber zusammengebastelt.

Herr M. Gensert Zahlen für 2027/2028
So, wie ich es verstanden habe, wird man mit den derzeit bekannten Zahlen keine Haushaltsgenehmigung für den Haushalt 2027/2028 erhalten können.
Bei einem Doppelhaushalt 2027/2028 wird, sofern dieser genehmigt wird, nicht der gesamte Doppelhaushalt genehmigt, sondern jeweils nur das einzelne Haushaltsjahr.
Wird man die Grundsteuererhöhung, die für 2028 geplant ist, schon in 2027 einführen? Ist das ein Hinweis auf einen Straßenbeitrag in 2027 oder 2028?

Gab es einen Kommentar von Herrn Rotter zum Straßenbeitrag?
Herr Hans Gensert (FDP) erwähnte in seiner Haushaltsrede, dass mit einer weiteren Belastung der Bürger durch einen Straßenbeitrag zu rechnen sei.
Von Herrn Rotter habe ich in seiner Rede zu den Haushaltsreden hierzu keinen Widerspruch vernommen.

Wenn im weiteren Text zur Gewerbeentwicklung Germania-Nord
die „Verwaltung“ genannt wird, sind nicht die Mitarbeiter des Fachbereichs gemeint. Man könnte ja sonst auf den Gedanken kommen, dass diese die unbedingt notwendige Entwicklung ausgebremst haben. Wenn ein Antrag, so wie der zu „Germania Nord“ auf die Tagesordnung gesetzt wird, steht z.b. „Fachbereich …“ und nicht „hauptamtlicher Magistrat“

Gewerbegebiete und die mehr als 15 Jahre vernachlässigte Gewerbeentwicklung zur Einnahmesteigerung.
Im Haushaltssicherungskonzept steht, dass man mit einer Steigerung der Gewerbesteuereinnahme ab 2030 um brutto 3,5 Mio. bis auf 5,5 in 2033 rechnet. Wenn man die Haushaltsreden zu lesen bekommt und dort auf Hochrechnung der AL/Die Grünen schaut, fragt man sich: Wo will man die Flächen auf die Schnelle entwickeln, wenn man diese Beträge realisieren möchte? Auf dem Hainchesbuckel? Dort, wo noch keinerlei Bautätigkeiten auszumachen sind? Mindestens 5 Jahre hat man schon verschlafen. Von einer weiteren Grundsteuererhöhung nach 2028 ist nichts zu erkennen.

[..]Mit Blick auf vorausschauende Flächenpolitik sei die Bilanz niederschmetternd. „Wir haben zehn Jahre lang nichts gemacht und nichts ist zuwenig. Es reicht nicht, sich von Hemmnis zu Hemmnis zu hangeln. Wir müssen uns künftig besser anstrengen und bei diesem Thema mehr Mumm zeigen.[..]
Artikel 28.02.2021. Kommunalwahl 13.03.2021
Quelle: Titelseite Dreieich Zeitung.

Es wurde auch erwähnt,
dass der von der Verwaltung vor der Kommunalwahl 2021 (Chef Herr Rotter) eingereichte Antrag zur Gewerbeentwicklung, ein Gewerbegebiet Germania Nord zu entwickeln, bis heute nicht erkennbar begonnen wurde.
Laut Herrn Michael Gensert hat sich der damalige Antrag wohl auch erledigt. Das seinerzeit angedachte Gebiet ist wohl zu klein.1. Man denkt jetzt wohl darüber nach, die seinerzeit angedachte Fläche zu vergrößern. Zur Zustimmung braucht man glücklicherweise die Grünen nicht mehr.
Herr Gensert erwähnte auch, dass die Wirtschaftsförderung Anfragen zur Gewerbeansiedlung in Rödermark wegen Flächenmangels abweisen musste. Zu gut Deutsch: Wir haben nichts. Wer Gewerbeflächen benötigt, muss nach Dietzenbach oder Eppertshausen ausweichen. Diese Entwicklung hat Herr Rotter, der den letzten Auftrag ur Entwicklung einer Gewerbefläche hatte, mitzuverantworten.
Auf der anderen Seite wiederholt der Bürgermeister wie ein Mantra die Notwendigkeit, Geld für die Verschönerungsarbeiten im Ortskern umsetzen zu müssen, weil die Stadtverordneten das so beschlossen haben. Auf der anderen Seite wird an einem beschlossenen Auftrag, über den Einnahmen generiert werden können, seit fünf Jahren wohl nicht gearbeitet. Zumindest nicht erkennbar.
1Vorstellbar ist, dass alleine diese Einsicht der CDU eine weitere Koalition mit AL/Die Grünen unmöglich machte.

Nicht mehr Haushaltsrede.
Nach der Haushaltsrede kam Herr Rotter zu Wort.
Das Einzige, was ich an seiner Rede zu kritisieren habe, ist, dass ich kein Wort darüber gehört habe, wie die Bürgerinnen und Bürger entlastet werden sollen. Ansonsten ist es mir ehrlich gesagt nicht gelungen, herauszuhören, was er mit seiner Rede eigentlich mitteilen wollte. Deshalb fällt es mir auch schwer, etwas daran zu kritisieren.
 
06.02.2026. Vor der Kommunalwahl
Den Vorwurf, wichtige Entscheidungen, die zur Belastung der Bürger führen, auf einen Termin nach der Kommunalwahl zu verschieben, wies Herr Rotter zurück.
[..]Den Bürgerinnen und Bürgern wird jetzt Sand in die Augen gestreut, um dann wohl wie schon im letzten Jahr als die Grundsteuer wieder rückwirkend zu erhö-
hen“, so Kruger abschließend. Die Bürgerinnen und Bürger haben ein Recht darauf, vor der Kommunalwahl zu erfahren, wie es weitergehen soll“, fordert FDP-Parteivorsitzender Hans Gensert. Quelle Heimatblatt

Schmoll
Ganz sicher eine unbedingt notwendige und positive Entwicklung für Rödermark. Aber ein bestehendes Unternehmen wird nur bedingt, wenn in den ersten Jahren nach einem Neubau, zur Steigerung der Gewerbeeinnahmen beitragen. Das Unternehmen wird dazu beitragen, dass die Gewerbesteuer nicht einbricht. So wie seinerzeit durch die Schließung der T&N.

REWE
Gut, dass es endlich mit einem Verbrauchermarkt geglückt ist. Auch nicht unbedingt ein Ruhmesblatt für den Magistrat. Der Zufall hat hier eine große Rolle gespielt. Ein nicht mehr benötigtes und von einem Investor schon erworbenes Gewerbegebiet wurde zurückgegeben.
Wenn dann die REWE gegenüber der Feuerwehr das erste Stück Butter verkaufen wird, wann wird das sein? Bei 10 Mio. Jahresumsatz könnte man mit bis zu 60.000 € Gewerbesteuereinnahmen rechnen.

NACHTRAG ::: Ich habe den Verdacht, es wird ernst. Steht der nächste Gebührenhammer an?

» Stavo 8.12.2017. Wiederkehrende Beiträge verabschiedet.
In 2018 wieder abgeschafft.
In 2027 oder 2028 ein neuer Anlauf?

Wie hoch wird dann die jährliche Belastung sein?
Natürlich kann ich keine seriösen Zahlen nennen. Was ich nennen kann, ist ein Link auf einen Artikel mit einem Rechenbeispiel aus 2017.
 
» Bericht von der Bürgerversammlung zum Straßenbeitrag am 8.11.2017.
 
Siehe weiter unten: Beträge je Quadratmeter in Münster.
 

Siehe auch: Straßenbeiträge sind weiterhin ein Aufreger
In dem OP-Artikel vom 10.07.2017 steht u.a.
Die will die Stadt zunächst auf eine Million Euro pro Jahr deckeln, teilte Bürgermeister Roland Kern am Mittwochabend bei einer Bürgerversammlung vor rund 400 Teilnehmern – meist Haus- und Grundstücksbesitzer – mit. 30 Prozent der Kosten trägt die Kommune selbst, 70 Prozent müssen Immobilienbesitzer bezahlen. [..]
Zwei Punkte:
 
eine Million Euro pro Jahr deckeln
» Da der Betrag auf eine Mio. gedeckelt werden soll, fallen auch niedrigere Beiträge an. Allerdings müsste Rödermark — Bedarfsgerecht — 2,2 Mio. jährlich ausgeben.

30 Prozent der Kosten trägt die Kommune selbst
» In der 2017 beschlossenen Satzung ist ein höherer Betrag angesetzt. 50%. Bei einer evtl. neuen Satzung ist unbedingt darauf zu achten, dass dieser Anteil nicht verringert wird.

Da es ohnehin schon die Spatzen von den Dächern pfeifen,
sollte sich Herr Rotter bei der kommenden Stadtverordnetenversammlung zu diesem Thema äußern.
Geplant Ja/Nein?
Wenn ja, ab wann?
Mit welchen Kosten kann der Bürger rechnen?

Siehe auch
» Einfach mal damit befassen, weil es kommen könnte.
» Bericht von der Bürgerversammlung zum Straßenbeitrag am 8.11.2017


Recht schnell kam der Hinweis:
„Die Bereiche im Ort, bei denen gerade die Straße gemacht wurde, sind fein raus.“
Dem ist nicht so.
In der Satzung zu den 2017 schon mal geplanten wiederkehrenden Beiträgen, sind folgende Abrechnungsgebiete aufgeführt:

Abrechnungsgebiet 1:
Sämtliche Verkehrsanlagen im Stadtteil Ober-Roden im Sinne von § 11a Abs. 2 b KAG

Abrechnungsgebiet 2:
Sämtliche Verkehrsanlagen im Stadtteil Urberach (mit Bulau) im Sinne von § 11a Abs. 2 b KAG

Abrechnungsgebiet 3:
Sämtliche Verkehrsanlagen im Stadtteil Waldacker im Sinne von § 11a Abs. 2b KAG

Abrechnungsgebiet 4:
Sämtliche Verkehrsanlagen im Stadtteil Messenhausen im Sinne von § 11a Abs. 2b KAG

Der beitragsfähige Aufwand wird nach den Investitionsaufwendungen für den Um- und Ausbau der öffentlichen Verkehrsanlagen (grundhafte Erneuerung) im Abrechnungsgebiet ermittelt. Nicht beitragsfähig sind die Kosten für die laufende Unterhaltung und Instandsetzung

Quelle: Satzung über die Erhebung wiederkehrender Straßenbeiträge


Hier die Satzung 2026 aus Münster, bei der auch die Beiträge genannt sind. Der Beitragssatz je Quadratmeter Veranlagungsfläche beträgt im Jahr 2024
im Abrechnungsgebiet 1, Ortsteil Münster, 0,1381567 €
im Abrechnungsgebiet 2, Ortsteil Altheim, 0,7791602 €
Quelle: SATZUNG über die Festlegung von Beitragssätzen

Einfach mal damit befassen, weil es kommen könnte.

2017

Satzung 2017:

Die wiederkehrenden Straßenbeiträge wurden nach einer Laufzeit von einem Tag wieder abgeschafft.

Es wurden KEINE Beiträge erhoben.
Die Aufhebung tritt rückwirkend zum 02.01.2018 in Kraft

Ich habe behauptet, dass die wiederkehrenden Beiträge auf die Mieter umgelegt werden können.
Diese Aussage scheint nicht richtig zu sein.

Siehe auch
» Ich habe den Verdacht, es wird ernst. Steht der nächste Gebührenhammer an?
» Wer den Mund so spitz macht, muss auch pfeifen
» Die Anregung, überhaupt eine Bürgerversammlung abzuhalten, kam NICHT vom hauptamtlichen Magistrat (Bürgermeister, Erster Stadtrat). Erst durch den Vorschlag von H. Michael Gensert (CDU) wurde der Termin angesetzt.“

Hallo Grüne, auch das muss mal sein.

Von der Lunge auf die Zunge
Hallo Grüne, auch das muss mal sein.

Was ihr jungen zurzeit mit euren Videobotschaften abliefert, ist einfach nur klasse und sympathisch. Man muss sich ja nicht unbedingt mit dem einverstanden erklären, was ihr mit euren Botschaften vermittelt. Aber es ist eure Meinung und die der Wählergemeinschaft, der ihr angehört.

Auch das, was Christian Engel zum Haushalt zu sagen hat, ist aller Ehren wert.

Scheu oder Angst, vor die Kamera zu treten, habt Ihr Jüngeren der AL ja wirklich nicht.

Und Möglichkeiten, sich noch aktueller zu Rödermark zu positionieren, gibt es durchaus. Die Möglichkeiten müssten nur aktiviert werden.

Z.B.