Kofinanziert. Das macht mich stutzig

Was mir über das „Integrierte Städtebauliche Enwicklungskonzept ISEK (jetzt Wachstum und nachhaltige Erneuerung)“ bekannt ist:

Das Hessische Wirtschaftsministerium hat für das Programm „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“ ausdrücklich angegeben, dass Bund und Land jeweils ein Drittel der Kosten übernehmen und der verbleibende Anteil vor Ort getragen wird.
Also 2/3 Förderung 1/3 (kofinanzietrt Fördernehmer)

Sehen wir uns einmal an, was man bei Hessen.de Finanzen lesen kann.

Programm zur Städtebauförderung:
Aufwand: 98 Mio
Kofinanziert: 49,6 Mio.

Das sieht mir nicht gerade nach einer 2/3 (Bund/Land) 1/3 (Kommune)‑Finanzierung aus.

Ich denke, es wird langsam Zeit, dass der Bürgermeister sich einmal klipp und klar dazu äußert, wie hoch die tatsächlichen Kosten für den bisherigen Stadtumbau waren und wie hoch im Vergleich der förderfähige Betrag war. Und zwar mit einer Aufstellung projektbezogen.

Man will ja nicht mit falschen Zahlen argumentieren.
Z. B. bei den grundhaft sanierten Straßen im Ortskern.

In schweren Zeiten tut es gut, auch einmal gelobt zu werden.

Stadtumbau in Ober-Roden: Glockengasse wird wohl erst 2027 umgestaltet

Nach ihrer Rechnung seien von den kolportierten rund 12,5 Millionen Euro Gesamtkosten gut 4 Millionen von der Stadt zu tragen: bei zehnjähriger Laufzeit etwas mehr als 400.000 Euro pro Jahr. Ihrem Eindruck nach tritt Bürgermeister Rotter in den Gremien als Einzelkämpfer für den Stadtumbau auf.
Quelle: OP-Online

Auch wenn es um Ausgaben geht.

Knapp 14 Mio Defizit im Haushalt. Aber Geld für eine Parkanlage ausgeben.

Ja. Ich koche vor Wut. Ich finde es eine Unverschämtheit, bei einer Haushaltssituation, in der die Grundsteuer vermutlich weiter steigen wird (1700 oder sogar > 2000), für aus meiner Sicht völlig unnötige Maßnahmen das Geld der ohnehin stark belasteten Bürger auszugeben.

Wann kommt der Parkplatz hinter dem Rathaus dran? Der kann ja auch noch verschönert werden. Die Frage ist nur, ob wir uns solche Verschönerungen angesichts der aktuellen Haushaltssituation tatsächlich leisten können.

Für weitere Zeilen fehlt mir leider die Fähigkeit zu einer rechtssicheren Formulierung.


Rödermark hat bis heute, 13.08.2026, keinen beschlossenen Haushalt 2026 und auch kein beschlossenes Haushaltssicherungskonzept.

Leserbrief. Nicht kneifen (nicht nur) bei Hitze…

Nicht kneifen (nicht nur) bei Hitze…

Werter „anonymer Orwischer“, urlaubsbedingt kommt meine Antwort zu Ihrem Soloauftritt beim Bürgermeister-Dialog in der Kelterscheune Mitte Juli leider etwas später. Wie in der PM der Stadt und im Heimatblatt vom 17. Juli zu lesen war, stellten Sie dort die berechtigte Frage, warum in der Rodaustraße kein Tempo-30 angeordnet wird.

Die seit Jahren bekannten, ablehnenden Argumente des Bürgermeisters, warum dies als, Zitat „rechtlich nicht wasserdicht“, verworfen worden sei, brauche ich nicht zu wiederholen.

Wie bereits vielfach beschrieben, obliegt es der städtischen Straßenverkehrsbehörde („Ordnungsamt“) seit Änderung der StVO in 2024 (!), innerörtlich Geschwindigkeitsbeschränkungen, so z.B. Tempo-30, unter bestimmten Voraussetzungen selbständig auf Orts- , aber auch Landstraßen anzuordnen (§ 45 Abs. 9 StVO).

Entlang der Rodaustraße existieren mit den Spielplätzen Bruchwiesenstraße, Spielplatz am Stadtpark/Entenweiher, dem Johanniter-Mini-Kiga und der Sozialeinrichtung Seniorenhilfe Im Mühlengrund allein vier Objekte, die explizit als Örtlichkeiten für mögliches Tempo-30 genannt sind.

Der geforderte unmittelbare Bereich ist m.E. genauso erfüllt, wie die Tatsache, das in den Nahbereichen dieser Einrichtungen ein „….starker Ziel- und Quellverkehr aller Verkehrsarten mit seinen kritischen Begleiterscheinungen“ gegeben ist. Sogenannte qualifizierte Gefahrenlagen oder eine bestimmte Unfallhäufigkeit sind nicht erforderlich; auch die vorhandene Fußgängerampel spricht grundsätzlich nicht dagegen.

Bei zig tausend Fahrzeugen am Tag, darunter ca. 200 Schwer-LKW, wären infolge der erheblichen Straßenschäden u.a. auch über Begründungen aus dem Bereich Lärmschutz für die geplagten Anwohner nachzudenken, wie das z.B. in der Nieder-Röder-Str. der Fall war.

Werter „anonymer Orwischer“, in der PM der Stadt steht ferner zu lesen, dass eine Stellungnahme der Stadt dazu wenige Tage später per Mail verschickt werde. Ich wäre Ihnen sehr verbunden, wenn Sie mir diese zukommen lassen könnten (e-mail: L3097@t-online.de). Letztendlich würde es bestimmt viele interessieren, was plötzlich auf der Ober-Rodener-Str. geht, was auf der Rodaustr. nicht gehen soll. Vielen Dank dafür.

Norbert Kern
BIVER – OG Ober-Roden

Straßennamen Straßen

In Verbindung mit einer Zeitungsanzeige aus 1952, bei der die Karl-Marx-Straße in Ober-Roden erwähnt wurde, kam die Frage auf: Wo war denn die war?
Zunächst folgendes zu Straßennamen.

Am 7. August 1945 verfügte im Auftrag der Amerikaner der Landrat des Kreises Dieburg, dass alle Straßennamen und Gedenkzeichen, die mit nationalsozialistischer oder militaristischer Vergangenheit belastet waren, sofort geändert werden müssen. Am 14. August meldete der Bürgermeister Beck die Durchführung dieser Verfügung.
Am 27.03.1945 wurde von den Amerikanern Karl-Beck (Ober-Roden) als Bürgermeister eingesetzt. (1945-46)

Kein Anspruch auf Vollständigkeit
aus .. wurde

(OR) Horst-Wessel-Straße die Karl-Marx-Straße Heute: Hermann Ehlers-Straße

(OR) Adolf-Hitler-Platz wurde Wilhelm-Leuschner-Platz

(OR) Werner-Mölder-Straße die Ernst-Thälmann-Straße Heute Wilhelm-Leuschner-Straße

(ORF) Gustav-Adolf-Straße die Rathenaustraße

(OR) Hindenburgstraße die Erzberger-Straße

(OR) Göhring-Straße die Friedrich-Ebert-Straße

(OR) Günter-Prien-Straße die August-Bebel-Straße

(OR)Malmedy-Straße die Friedensstraße

(WA) Fritz-Todt-Straße die Hühnerheckenstraße

(WA) Peter-Gemeinder-Straße der Forstweg

(WA) Major-Wick-Straße die Lerchenstraße

(WA) Schlageter-Straße der Lindenweg

(WA)Ernst-Udet-Straße der Tannenweg

(WA)Reinhard-Heyderich-Straße die Jägerstrße

(WA)Ringhausenstraße die Wingertstraße
Quelle: 1200 Jahre Ober-Roden

Jetzt Quelle HGV
(OR Altort) Mühlgasse/Mühlstraße die Heitkämper-Straße

(OR Altort) Hintergasse Richtung Hauptstraße die Ringstra0ße

(OR Altort) Bruchgasse im weiteren Verlauf die Ringstraße

(OR Altort) Neugasse die Dockendorffstraße

(OR Altort) Gassengartenpfad die Gartenstraße

(OR Altort) noch klären Borngasse (Altort)

(OR Altort) Bachgasse zur Glockenasse

(U) Viehweidgassen zu Viehweidgasse zu Bahnhofsstraße zu Hindenburgstraße dann Bahnhofstraße

(U) Adolf-Hitler-Straße zu Ringstraße dann Töpferstraße

(U) Robert-Bloch-Straße zu Dr. Werner-Straße dann Robert-Bloch-Straße

(U) August-Bebel-Straße zu Horst-Wessel-Straße zu August-Bebel-Straße dann Kurt-Schumacher-Straße

(U) Peter-Gemeinder-Straße zu Wagner-Straße

(U) Hallhüttenweg zu Wilhelm-Leuschner-Straße dann Hallhüttenweg

(U) Dieburger-Straße zu Straße der SA zu Dieburger-Straße dann die Traminer-Straße

(U) Erzberger-Straße zu Hermann-Göring-Straße zu Erzberger-Straße dann Stresemann-Straße

(U) Dr. Goebbels-Straße zu Tählmann-Straße dann Alois-Georg-Rink-Straße

(U) Bei der Kreutzen Schlag zu Kreuzgasse/Kreizegasse dann Darmstädter-Straße

(U) Bruchgassen zu Dothemannsweg heute Bachgasse

(U) Messeler-Weg/Hohe-Straße zu Kreuzgasse dann Kreuzgasse und Römerstraße in Verlängerung

(U) Ober-Röder-Weg zu Hindenburgstraße zu Hanauer-Straße zu Ober-Rodener-Straße

(U) Straße nach Langen zu Frankfurter-Straße dann Konrad-Adenauer-Straße

(U) Kirchgass/Hinder/bei der Kirch zu Schulstraße/Schulgässchen/Schuleck zu Schulstraße dann Ratsgasse
Quelle: HGV Heimat- und Geschichtsverein