Rödermark soll/darf nicht -zubetoniert werden-

Rödermark soll/darf nicht -zubetoniert werden-

Seit Beginn der Wahlkampfzeit um den Bürgermeisterposten in Rödermark, kann man in einigen Kommentaren von „zubetonieren unserer Stadt“ lesen. Erst recht, als der Bürgermeisterkandidat der CDU, Carsten Helfmann (für viele schon a.k.a -Zubetonierer-) die Bildfläche betreten hat.

Dabei kann man den Vorwurf –Zubetonierer– in Richtung Carsten Helfmann wohl kaum stehen lassen. Nicht Carsten Helfmann, man mag mich berichtigen, sondern seine Vorgänger (nicht CDU) haben die Voraussetzungen für den „Park 45“ geschaffen. Seine Vorgänger haben die notwendigen Vorarbeiten geleistet und Grundstücke erworben bzw. getauscht. Was sollte Herr Helfmann jetzt machen? Die Grundstücke waren da. Die Grundstücke mussten jetzt nur noch bebaut werden. Carsten Helfmann konnte einfach nicht anders und wurde quasi zum Erfolg gezwungen. (Lesen Sie die Bilanz die CDU Mehrheit in Eppertshausen. Park 45)

Zurück zum -Zubetonieren-. Ich will mich jetzt weder für Gewerbebebauung noch für Wohnbebauung aussprechen. Ich will aber auf einen Artikel in der Offenbach Post zur Stadt Seligenstadt hinweisen, der ein grundsätzliches Problem aufzeigt.

Bei den Investitionen der Stadt Seligenstadt sind keine Prestigeobjekte zu entdecken. Geld ist nur für das Notwendigste da. Der überwiegende Teil aller Investitionen wurden durch Grundstücksverkäufe finanziert. Da diese Finanzquelle (wie auch in Rödermark) endlich ist, ist man darauf angewiesen, neue Grundstücke zu erschließen.

Zu Rödermark
– Notwendige Investitionen Straßenbau mindestens 15.000.000,00 Euro.
– Personalkosten für 2017 16.513.144,00 Euro. (2015 13.878.827,00 Euro)
– Steigerung p.Jahr Personalkosten ca. 500.000,00 Euro. (+3% p.Jahr)
– Fehlbetrag in 2017 ca. 50.000.000,00 Euro.
– Erwerb der Kulturhalle in 2017 1.430.500,00 Euro.
– Zinsaufwand Darlehn in 2017 ca. 401.000,00 Euro.
– Zinsaufwand Kontokorrent (Überziehungskredit) in 2017 ca. 350.000,00 Euro.
Es kommen noch Kosten hinzu wie: Instandhaltung, Feuerwehr, Vorsorgeaufwendungen, Sachleistungen, Gebäudekosten, EDV, Zuschüsse Badehaus, Bauhof, Abschreibungen …….. (Vollständige Liste siehe Haushaltsplan)

Selbst wenn man in Rödermark den längst überfälligen Straßenbeitrag einführt, muss die Stadt ca. 25% der Kosten übernehmen. Die Gehaltssteigerungen müssen bezahlt werden. Betrachte man nur diese wenigen Posten und fragt sich dann mal – wie will die Stadt das bezahlen? – Steuer und Gebühren jährlich erhöhen? Dann erübrigt sich die vom Bund der Steuerzahler geforderte Grundsteuerbremse. Wir können auch jedes Jahr den Mitarbeiterbestand um 4 Mitarbeiter reduzieren. Dann hätten wir zumindest die Steigerung der Personalkosten wieder reingeholt.

Eines macht der jetzige Bürgermeister als Einsparmaßnahme schon. Ohne Investitionsprogramm vom Bund oder Land wird schon seit Jahren keine Straße mehr ordentlich grunderneuert. Diese Aufgabe muss nach seiner Amtszeit sein Nachfolger erledigen. Dann werden es durch die jetzige Verhinderung bestimmt mehr als 15.000.000,00 Euro sein.

Natürlich wollen wir keinen Park 45 in der „grünen Mitte“. Aber grundsätzlich die Augen vor neuen Gewerbegebieten/Wohngebiete verschließen, geht nicht. Auch die von vielen so gepriesene Innenverdichtung, wenn es um Wohnbebauung geht, hilft hier nicht wirklich. Wie soll die Stadt ihre Pflichtaufgaben erfüllen, wenn die notwendigen Einnahmen fehlen? Das Geschrei wäre groß, wenn man so kostenträchtige Einrichtungen/Posten wie Badehaus, Kulturhalle, Schillerhaus, Bürgerhaus Waldacker, Vereinsförderung, Straßenreinigung, Klimamanager, Forschungsprojekt im Jägerhaus……usw. schließt oder streicht.

Helfen uns Angebote für günstige Grundstücke an junge Familien?
1) Wo gibt es Einnahmen.
Die Grundsteuer. Anteil Einkommensteuer, Umsatzsteuer. Einkaufen in den Geschäften im Ortskern.
2) Wo sind die Ausgaben?
Kindergarten. Schule. Spielplatz. Jugendarbeit. Freizeitfläche für Jugendliche wie Bolzplatz, Skateanlage……
Da die preiswerten Grundstücke für junge Familien meist recht klein sind, ist auch nur ein recht kleines Haus möglich. Werden die Kinder erwachsen, müssen die aus Platzgründen ausziehen und Rödermark bleibt auf den unter 2) genannten Kosten sitzen.

Also, was denken Sie, ist besser für die zurzeit in Rödermark lebenden Bürger?
Gewerbe- oder Wohnbebauung oder nichts von dem?

Der Artikel ist nicht als Meinung, für oder gegen eine Bebauung zu verstehen. Der Artikel zeigt einige Fakten, die zum Nachdenken anregen sollen. Insbesondere sollen sich die angesprochen fühlen, die eine weitere Bebauung von Rödermark grundsätzlich ablehnend/zustimmend gegenüberstehen.
Zu den getätigten Aussagen sollen Sie sich Ihre eigene Meinung bilden.


Rödermark intern
Grundsteuer B ab 2028 mehr als 1700%?
Dem Haushaltssicheungskonzept kann man entnehmen, dass der Magistrat ab 2028 mit einer Grundsteuer B in Höhe von mehr als 1700% plant.

Schmuddel-Haus in Rödermark: Nachbarn haben genug

Schmuddel-Haus in Rödermark: Nachbarn haben genug

In Rödermark laufen Nachbarn Sturm: Auf einem verwahrlosten Grundstück werden Tiere unter katastrophalen Verhältnissen gehalten, aggressive Hunde sorgen für Angst und Schrecken. Die Probleme sind bekannt. Doch die Behörden greifen nicht ein. […]
Von Behörden im Stich gelassen
Die Nachbarn fühlen sich von den Behörden im Stich gelassen. Ihre Vermutung: Bürgermeister Roland Kern schütze die Nachbarin, weil man sich persönlich kenne. „Unsereins bekommt schon ein Schreiben, wenn die Äste in den Gehweg hängen. [..] Von Kristina Bräutigam.
Quelle und ganzer Artikel: Extratipp 30.10.2016

 
UNBEDINGT DIE KOMMENTARE LESEN!
 
Siehe auch
Ärger in Rödermark: Behörden messen mit zweierlei Maß


Rödermark intern
Grundsteuer B ab 2028 mehr als 1700%?
Dem Haushaltssicheungskonzept kann man entnehmen, dass der Magistrat ab 2028 mit einer Grundsteuer B in Höhe von mehr als 1700% plant.

So liebe Störche, für Euch ist gesorgt. Ihr könnt einziehen.

Es entsteht ein neuer Badesee für Frösche.

Störche, Quartier Kläranlage“ einzugsbereit“. Der Tisch wird bestens gedeckt sein, wenn ihr kommt. Hier entsteht ein Tümpel für eine gute Hauptmahlzeit.

Störche, der Tisch ist gedeckt. Frösche für die Störche.
Der Tisch ist gedeckt. Frösche für die Störche.

frosch1
Siehe auch
In de Kinnerschul. Storch = Stork.

Rödermark intern
Grundsteuer B ab 2028 mehr als 1700%?
Dem Haushaltssicheungskonzept kann man entnehmen, dass der Magistrat ab 2028 mit einer Grundsteuer B in Höhe von mehr als 1700% plant.

Erschreckende Zahlen zum Gewerbe. Rückgang der Gewerbesteuereinnahmen?

Nie war ein Spruch passender, als dieser zu dem Artikel - Nominierung des BM-Kandidaten der CDU -
Nie war ein Spruch passender, als dieser zu dem Artikel – Nominierung des BM-Kandidaten der CDU –

Liest man den Artikel zur Nominierung von Bürgermeister Carsten Helfmann bei OP-Online, wird einem der Lobgesang auf den wirtschaftlichen Erfolg in Eppertshausen nicht entgehen. Ebenso ist der Seitenhieb in Richtung Rödermark auf deren „Gewerbepolitik“ in den vergangenen Jahren ganz offensichtlich.

Alles das, was die Opposition von der unglückseligen Koalition (CDU, AL/Die Grünen) gefordert hat, wird nun in dem Artikel hervorgehoben.

» [..]vor allem einer deutlichen Steigerung der Gewerbesteuereinnahmen, so Helfmann.

» [..]Gewerbesteuereinnahmen von 350 Euro in sehr deutlich erhöht hätten (Anm. gemeint ist hier Eppertshausen), seien sie im gleichen Zeitraum in Rödermark von 280 Euro pro Kopf auf 275 gesunken. (Anm. Zeitraum ist nicht definiert. Ein Leser muss annehmen, dass der Zeitraum Jahr 2006 bis Jahr 2016 gemeint ist.)

» [..]verfüge über einen hohen wirtschaftlichen Sachverstand
Quelle: OP-Online.

Ich nehme ja schwer an, dass Herr Helfmann die genannten Zahlen für Rödermark von der CDU Spitze zur Verfügung gestellt bekommen hat.

Wenn ich die Zahlen der OP zugrunde lege, kann man sich leicht ausrechnen, wann die Stadt Rödermark unter einer Schwarz/Grünen Politik den Konkurs (geht aber nicht) anmelden muss.

Man muss sich das einmal auf der Zunge zergehen lassen. In Zeiten, in denen die Wirtschaft brummt, teilt der Bürgermeister der Stadt Eppertshausen uns mit „die Gewerbesteuer in Rödermark ist rückläufig.“

Ich, ein ahnungsloser Blogger aus Rödermark, habe für Rödermark die Gewerbesteuer pro Kopf auf ca. 360,00 Euro geschätzt. Aber ein Bürgermeisterkandidat der CDU, mit der stärksten Fraktion im Rücken, wird wohl die richtigen Zahlen zur Hand haben bevor, diese in die Presse gelangen.

Siehe auch
Zusammenfassung Bürgermeisterwahl 2017 in Rödermark.


Rödermark intern
Grundsteuer B ab 2028 mehr als 1700%?
Dem Haushaltssicheungskonzept kann man entnehmen, dass der Magistrat ab 2028 mit einer Grundsteuer B in Höhe von mehr als 1700% plant.