Bei der Eröffnung. Biergarten bei der TS-Ober- Roden

Bei der Eröffnung der Biergartensaison 2016 war auch der Bürgermeisterkandidat der FDP, Tobias Kruger, anwesend. Tiefgreifende Gespräche konnten sich nicht entwickeln, da man mehr der flotten Musik des Musikverein 03 zuhören wollte. Anschließend ergaben sich aber Fragen zur Ortspolitik. Es ging weniger gegen oder für eine Partei, sondern wie die Verwaltung / Stadtverordnetenversammlung organisiert ist.

Da gibt es leider viele Wissenslücken, die zu schließen sind. Es gibt Leute, die sind der Meinung, der Bürgermeister entscheidet ALLES. Wenn man sagt: „Der gehört dem Magistrat an“ hört man „Aha„. Fragt man denjenigen „ist Dir bekannt, was der Magistrat macht?“ kommt NIX bzw. wenig, aber dafür falsches.

Ganz kurz.
Der Magistrat ist Teil der Verwaltung. Der Magistrat besteht aus dem hauptamtlichen Bürgermeister und den Stadträten. Die meisten Stadträte sind Ehrenamtler; eine genaue Zahl will ich hier nicht nennen, da diese den Machtverhältnissen entsprechend angepasst wird. In Rödermark wird die Stelle des „Erstes Stadtrates“ hauptamtlich verwaltet; die Entscheidung, ob es einen hauptamtlichen Stadtrat gibt oder sogar mehrere (in größeren Städten) trifft die Stadtverordnetenversammlung. Der Bürgermeister und der Ersten Stadtrat sind also in Rödermark die hauptamtlichen Akteure.

Der Bürgermeister wird direkt von den Bürgern gewählt. Damit bleibt es den Bürger überlassen zwischen Bekanntheitsgrad oder Kompetenz zu wählen. Die Stelle des Ersten Stadtrat wird, wenn nicht der Amtsinhaber wiedergewählt wird bzw. werden soll, öffentlich ausgeschrieben. Da schon zum Zeitpunkt der Stellenausschreibung die Stelle gedanklich von der jeweilig regierenden politischen Mehrheit besetzt sein dürfte, ist die Ausschreibung wohl dem zu erwartenden Profil des Auserkorenen angepasst. Die Entscheidung, wer aus den Bewerbungen den Posten bekommt, trifft am Ende die Stadtverordnetenversammlung durch geheime Wahl. Vorher einigt sich ein nicht öffentliches Gremium („Wahlvorbereitungsausschuss“) aus Stadtverordneten auf den Ausschreibungstext und sichtet dann die eingegangenen Bewerbungen und spricht eine Empfehlung aus. Bei dieser „Postenvergabe“ kommt es meist weniger auf die Qualifikation an, sondern mehr auf das richtige Parteibuch oder die richtige Koalitionszugehörigkeit an.

Der ehrenamtliche Magistrat wird nach der Kommunalwahl von den Mitgliedern der Stadtverordnetenversammlung gewählt. Die Verteilung der ehrenamtlichen Magistratsmitglieder auf die jeweiligen Fraktionen ist vom Wahlergebnis der Kommunalwahl sowie den anschließenden Vereinbarungen der Fraktionen abhängig. Hier die Verteilung nach der alten Satzung OHNE die anschließende Erweiterung des Magistrats. Wenn das dann aber alles nicht so richtig im Sinne der Anzahl der vergebenen Pöstchen für eine Fraktion ist, einigt man sich dann auf eine Erweiterung des Magistrats. So geschehen in Rödermark 2016.

Machtverhältnisse zurzeit in Rödermark und Entscheidungswege.
Abgesehen von Personalentscheidungen ist die Stadtverordnetenversammlung bei Entscheidungen das Maß aller Dinge. Der Magistrat muss genau wie die Stadtverordneten ein Vorhaben in einem Antrag formulieren, der dann von der Stadtverordnetenversammlung abgesegnet werden muss.

Machtverhältnisse. Bürgermeister AL/Die Grünen. Ester Stadtrat CDU. Mehrheit im Magistrat CDU und AL/Die Grünen. Mehrheit in der Stadtverordnetenversammlung die Koalition aus CDU und AL/Die Grünen.

In Anbetracht der Machtverhältnisse verwundert es einem nicht mehr, dass fast alle Anträge vom Magistrat / Verwaltung auch die Zustimmung in der Stadtverordnetenversammlung erhalten. Sei es auch so …… Anträge wie einem Kommunisten eine Straße zu widmen oder in Ober-Roden einen Drogeriemarkt zu verhindern.

Kann ein Magistratsmitglied seiner Fraktion mit Informationen aus den Magistratssitungen weiterhelfen?

Da hab ich mir eine gute Frage gestellt. Eigentlich nicht. Die Magistratsmitglieder, als Beamte auf Zeit und Mitarbeiter der Verwaltung, sind zur Verschwiegenheit verpflichtet.

So, das war es. Wenn Sie mehr über die Gremien der Stadt wissen möchten, einfach eine Mail an webmaster-ÄTT-Patchworkmarkt.com. Ich werde die Frage dann weiterleiten.

Es gibt schon viele Fragen und Antworten.
Der Bürgermeisterkandidat (2017) der FDP Rödermark, Tobias Kruger, hat schon in 2010 eine ganze Reihe von Fragen beantwortet.
Als Beispiel habe ich einem 2 Fragen zum Magistrat aus „Etwas über die Arbeit von Stadtverordnete, Magistrat, Bürgerbegehren“ kopiert. Alle bisher gestellten Fragen mit Antworten können Sie hier einsehen.

Admin. Was macht der Magistrat?
Kruger. Man könnte analog zum Parlamentsvergleich den Magistrat mit der Landes- oder Bundesregierung vergleichen – er ist die Verwaltungsbehörde der Gemeinde und erledigt in seinen wöchentlichen Sitzungen die sogenannte „laufende Verwaltung“. Das ist alles, was praktisch so in der Verwaltung und im Kontakt zum Bürger anfällt. Die Tagesordnung und damit das Beratungsspektrum der Magistratssitzungen setzt der Bürgermeister als „Chef“ des Magistrat fest. Die Aufgaben des Magistrat („Gemeindevorstand“) finden sich in § 66 HGO. Dazu zählen insbesondere: Ausführung der Beschlüsse der STAVO, Personalangelegenheiten, Aufstellung des Haushalts, Verwaltung des Gemeindevermögens (wenn welches da ist), Verwaltung der öffentlichen Einrichtungen und die rechtliche Vertretung der Gemeinde. Praktisches Beispiel: Die STAVO entscheidet die Neugestaltung der Ortsmitte Ober-Roden … der Magistrat (mittels der Verwaltung) schreibt nach Maßgabe des Beschlusses aus, sucht ein Planungsbüro und schließt entsprechende Verträge ab. Er macht die Detailkommunikation mit den Planern sowie den sonst betroffenen und dann sichtet er die Vorschläge und leitet sie nach Beratung an die STAVO zurück.

Admin. Inwieweit hat die Parteizugehörigkeit Einfluss auf die Arbeit des Magistrat?
Kruger. Auch hier kann man wieder den Vergleich zu einer Regierung heranziehen. Je nach Proporz (ganz kurz gesagt) sind die Parteien nach Stimmverteilung bei der Wahl im Magistrat vertreten. Über die Größe des Magistrats entscheidet die STAVO – wie vor einer Woche geschehen. Normalerweise besteht der Magistrat in einer Stadt unserer Größe aus dem Bürgermeister, dem hauptamtlichen ersten Stadtrat und 5-7 ehrenamtlichen Stadträten. Natürlich üben die Parteien mittels ihrer Vertreter im Magistrat Einfluss aus. Sei es durch Informationsfluss oder direkte Absprache der Abstimmverhältnisse. Zwar arbeitet der Magistrat als Kollegialorgan wesentlich sachlicher als die STAVO und ungeachtet aller Parteizugehörigkeiten in vielen Fällen einstimmig, aber gerade bei den Knackpunkten sind ganz klar die Entscheidungen nach Parteilager zu erkennen. In den Fraktionen wird regelmäßig abgesprochen, wie im Magistrat zu bestimmten Themen abgestimmt oder votiert werden soll oder wurde. Beispiel: OD Waldacker, Flächennutzungsplan oder die Planungen für die Ortsmitte Ober-Roden.

Admin. Wie setzt der Magistrat die vom Stadtrat aufgetragene Aufgaben um
Kruger. Tja, da gibt es in Rödermark ein geflügeltes Wort: „Der Magistrat in seiner Weisheit …“. Es gibt hier keine Richtlinien über die HGO Vorschrift „Ausführen der Beschlüsse“ hinaus; dies geschieht in eigener Regie und Verantwortung. Praktisch gibt der Magistrat (Bürgermeister) meistens die Anträge der Parteien an die jeweils zuständige Fachverwaltung und bittet um Stellungnahme. Dann wird der Antrag i.d.R. direkt umgesetzt (Beispiel vor 2 Jahren: Gebührenpflicht in der Stadtbücherei) oder ein Konzept erarbeitet, was dann wieder über den Magistrat an die STAVO geht. Am Beispiel der Erweiterung des Magistrats wird nun die Fachverwaltung die Satzung schriftlich ändern und neu ausfertigen. Der Bürgermeister unterschreibt und die neue Satzung wird dann verkündet. Damit ist sie gültig und es müssen im Rahmen der nächsten STAVO zwei neue ehrenamtliche Stadträte vereidigt werden.

Weitere Fragen/Antworten gibt es hier.


Rödermark intern
Grundsteuer B ab 2028 mehr als 1700%?
Dem Haushaltssicheungskonzept kann man entnehmen, dass der Magistrat ab 2028 mit einer Grundsteuer B in Höhe von mehr als 1700% plant.

Rödermark-CDU setzt auf Rotter. SPD-Aspirant im Netz aktiv

Rödermark-CDU setzt auf Rotter „Tief verwurzelt“ – SPD-Aspirant im Netz aktiv
 
RÖDERMARK. Was Michael Gensert, der Vorsitzende der CDU-Fraktion im Stadtparlament, bereits in der Vorwoche im Gespräch mit der Dreieich-Zeitung angekündigt hatte („Jörg Rotter wird antreten“), ist nun auch offiziell auf den Weg gebracht worden. Der Vorstand und die Fraktion der Rödermärker Union haben einstimmig empfohlen, den amtierenden Ersten Stadtrat ins Rennen um die Nachfolge von Bürgermeis­ter Roland Kern (AL/Grüne) zu schicken.[…] Lesen Sie weiter bei der Dreieich Zeitung
 
Siehe auch
Bürgermeisterwahl 2017. Zusammenfassung


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Samuel Diekmann von Mensch zu Mensch in Rödermark unterwegs

Samuel Diekmann kommt an. Nicht nur im Wahlkampf.

Bürgermeisterkandidat der SPD Rödermark
Bürgermeisterkandidat der SPD Rödermark

Die Aktion „Samuel Diekmann von Mensch zu Mensch in Rödermark unterwegs“ wird zum viralen Hit im Internet. Bürgermeisterkandidat Samuel Diekmann lud am Dienstag, dem 6. Juni Bürger dazu ein, ihn – jenseits der politischen Agenda, sowie offiziellen Veranstaltungen – persönlich kennenzulernen. Auf seiner Homepage und Facebookseite bot er daher an zu privaten Grillpartys, Spaziergängen, Vorstandssitzungen von Vereinen usw. zu kommen und „von Mensch zu Mensch“ ins Gespräch zu kommen. Dazu hat der Rödermärker Bürgermeisterkandidat nicht nur einen kleinen Artikel geschrieben und online gestellt, sondern auch einen kleinen Videoclip produziert. Innerhalb von 24 Stunden wurde dieser Clip über 2000 Mal angesehen, „geliket“ und „geteilt“ heute steht der Videozähler bereits aus 4100 Videobesuchern (siehe Videoclip in Onlineartikel)  – Tendenz steigend.


„Ich habe bereits jetzt schon – wenige Tage nach der Veröffentlichung – Einladungen zu privaten Gartenfesten, Vereinen und Initiativen bekommen. Ich hätte nicht gedacht, dass das Video sich schnell verbreitet und so gut angenommen wird. Umso mehr freue ich mich darüber und hoffe alle Anfragen schnellstmöglich, befriedigend abarbeiten zu können. Mir war es  wichtig ein Zeichen dafür zu setzen, dass ich als Bürgermeisterkandidat mit den Menschen ins Gespräch kommen will, nur so kann ich für sie Politik machen. Eine Bürgermeisterwahl ist eine Vertrauenssache und Persönlichkeitswahl. Ich möchte die Menschen persönlich kennenlernen und sie sollen mich persönlich kennenlernen. Ich freue mich, dass wir es bereits jetzt geschafft haben, noch vor der ersten Kick-Off-Veranstaltung Menschen auf diesem Weg zu erreichen und zu begeistern“, so Samuel Diekmann.

„Ich hatte zweimal Dienst im Festzelt. Einmal beim Musikverein 06 in Urberach und einmal beim Ober-Rodener Kerbverein. Es ist schon verrückt, aber viele wollten nicht nur ein Bier haben, sondern ein Selfie mit dem zukünftigen Bürgermeister“, so Diekmann. Auch ältere Fans lesen regelmäßig seine Nachrichten. „Nach der Seniorenschifffahrt haben mich auf Facebook auch viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer angefragt, eine ältere Dame rief mir kürzlich laut, quer durch einen großen Einkaufsmarkt, hinterher, dass sie mir die Daumen drücken würde. Auf Nachfrage, wie sie auf mich aufmerksam wurde, hieß es nur: über Facebook natürlich. Das jetzt online gestellte Video hat aber alles noch mal getoppt!“


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Auf einer gemeinsamen Sitzung haben CDU-Vorstand und CDU-Fraktion der Mitgliederversammlung des CDU-Stadtverbandes empfohlen, Jörg Rotter als Kandidaten für die Bürgermeisterwahl Anfang 2017 zu nominieren. Lesen Sie weiter bei OP-Online .


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Ein kleiner Coup ist der FDP gelungen: Noch bevor die CDU ihren Kandidaten für die Bürgermeisterwahl im nächsten Frühjahr vorstellt, präsentierten die Liberalen am Montag ihren Kandidaten für die Nachfolge von Amtsinhaber Roland Kern (AL / Grüne). Tobias Kruger, Ortsvereins- und Fraktionsvorsitzender der Rödermärker Liberalen, tritt gegen Karl Schäfer von der Anderen Liste/Grüne und Samuel Diekmann von der SPD an. Lesen Sie weiter bei der Frankfurter Rundschau

Siehe auch
Bürgermeisterwahl 2017


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