Zur Erinnerung die Prognose der Opposition aus 2024 zum Haushaltsdefizit

2026
Rödermark ist nicht bankrott.
Das Haushaptsdefizit schon in 2026 13,8 Mio.

Einen Fehlbetrag von über 17 Millionen € in den nächsten fünf Jahren wies der am 5. Dezember des letzten Jahres eingebrachte Haushaltsentwurf von der für die städtischen Finanzen verantwortlichen Kämmerin Andrea Schülner aus. Ohne Einsparungen wäre Rödermark demnach in 2 Jahren schlicht bankrott.
Quelle: Gemeinsame Pressemeldung der SPD, FWR und FDP zum Doppelhaushalt 2024-2025

» Kommunen am Limit.


Rödermark intern
Grundsteuer B ab 2028 mehr als 1700%?
Dem Haushaltssicheungskonzept kann man entnehmen, dass der Magistrat ab 2028 mit einer Grundsteuer B in Höhe von mehr als 1700% plant.

Ja zur Konsolidierung. Nein zum Blindflug

Pressemeldung Freie Wähler Rödemark

Ja zur Konsolidierung, Nein zum Blindflug

Die FREIEN WÄHLER Rödermark (FWR) sehen im vorliegenden Haushaltsentwurf 2026 die ernste finanzielle Lage der Stadt bestätigt. Die anhaltenden Defizite, schwindende Rücklagen und der zunehmende Verlust finanzieller Handlungsspielräume machen deutlich, dass Rödermark vor grundlegenden Herausforderungen steht. Auch Bürgermeister Rotter hat jüngst von einer „noch nie dagewesenen Dramatik“ der kommunalen Haushaltslage gesprochen. Gleichzeitig betonen die FREIEN WÄHLER ihre Bereitschaft, konstruktiv an einer tragfähigen Lösung mitzuwirken. „Wir werden uns einer notwendigen Haushaltskonsolidierung nicht verweigern. Wer Verantwortung für unsere Stadt übernimmt, muss bereit sein, schwierige Entscheidungen zu treffen. Voraussetzung dafür ist jedoch ein ehrlicher, nachvollziehbarer und langfristig tragfähiger Kurs“, so der Fraktionsvorsitzende Björn Beicken.

Letztendlich muss das Stadtparlament noch im Juni die Grundsteuererhöhung beschließen, um diese rückwirkend für das Gesamtjahr 2026 wirksam werden zu lassen. Nur mit dieser Maßnahme sei, so die Finanzverwaltung, überhaupt ein genehmigungsfähiger Haushalt zu gestalten und dann in der gleichen Parlamentssitzung zu verabschieden.

Die Stadtverwaltung hat zuletzt selbst die außergewöhnliche Dramatik der kommunalen Finanzlage hervorgehoben und neben der geplanten Erhöhung der Grundsteuer umfangreiche Einsparungen innerhalb der Verwaltung angekündigt. Die FWR erkennen diese Konsolidierungsbemühungen ausdrücklich als notwendigen ersten Schritt an. Allerdings bildet dieser Haushaltsentwurf ebenso wie das überarbeitete Investitionsprogramm aus Sicht der FREIEN WÄHLER vor allem eine Summe von Einzelmaßnahmen ab. Weiterhin fehlt ein schlüssiges Gesamtkonzept, das die strukturellen Ursachen der finanziellen Schieflage wirksam angeht und einen nachvollziehbaren Weg aus der Krise aufzeigt.

„Den Verbindlichkeiten und Verpflichtungen kann sich die Stadt nicht entziehen, auch die finanzielle Ausstattung durch Land und Bund ist völlig unzureichend. Dennoch wurden aus politischen Gründen viele Möglichkeiten zur Verbesserung der Einnahmenseite in den letzten Jahren liegen gelassen. Wenn man die rasante Entwicklung des neuen Standorts des Unternehmens Schmoll betrachtet, will man sich gar nicht ausdenken, wo wir bereits mit „Germania Nord“ stehen könnten, wenn die Erschließung dieses Gewerbegebiets nach Beschlussfassung 2021 umgehend umgesetzt worden wäre“, ärgert sich Stefan Schefter, Vorsitzender der FWR.

Bürgermeister Rotter hat in den vergangenen Sitzungen den Eindruck vermittelt, die Stadtverordnetenversammlung habe den Magistrat mit einer Vielzahl von Investitionen überschüttet, welche nun größtenteils rückabgewickelt werden müssten. Dass er aber selbst aktiv Werbung vor allem für die förderungsfähigen Investitionen betrieben hat und die Beschlüsse allesamt auf Vorlagen des Magistrats beruhen, bleibt unerwähnt. „Vertrauen beruht auf Gegenseitigkeit. Man kann nicht erst die Stadtverordneten in die Pflicht nehmen, Förderungen abzugreifen, um sie dann genau dafür verantwortlich zu machen. Hier fehlt mir die Bereitschaft zu einer kritischen Selbstreflexion“, so Beicken.

Um die Belastung für die Bürgerinnen und Bürger abzufedern, sprechen sich die FWR für die Einführung einer Grundsteuer C aus. Baureife, aber unbebaute Grundstücke sollen stärker in die Verantwortung genommen werden. Dies schafft zusätzliche Einnahmen für die Stadt und setzt gleichzeitig Anreize zur Wohnraumentwicklung, ohne die breite Mehrheit der Grundstückseigentümer zusätzlich zu belasten.

Zudem fordern die FREIEN WÄHLER einen belastbaren Alternativplan, der aufzeigt, wie die Stadt spätestens ab 2028 ohne weitere Erhöhungen der Grundsteuer B auskommen kann. „Die Grundsteuer darf nicht dauerhaft zum automatischen Reparaturinstrument werden. Die jetzt vorgeschlagenen Maßnahmen können allenfalls der Einstieg in eine Konsolidierung sein. Die Stadt muss Wege aufzeigen, wie sie ihre Einnahmebasis auf Dauer verbreitern und ihre Ausgaben langfristig stabilisieren kann“, fordert Stefan Schefter.

Ein wesentlicher Schlüssel zur Verbesserung der Einnahmesituation liegt laut den FWR in der Stärkung des Wirtschaftsstandortes Rödermark. Die FREIEN WÄHLER fordern daher die konsequente und beschleunigte Erschließung neuer Gewerbeflächen, insbesondere des Projekts „Germania Nord“. Jahrelange Verzögerungen haben aus Sicht der FWR wertvolle Chancen gekostet. Neue Gewerbeansiedlungen schaffen Arbeitsplätze, stärken die Gewerbesteuereinnahmen und reduzieren langfristig die Abhängigkeit von Steuererhöhungen bei den Bürgerinnen und Bürgern.

Sollten Anpassungen der Grundsteuer B letztlich unvermeidbar sein, müssen diese transparent und planbar erfolgen. Die FREIEN WÄHLER schlagen deshalb eine nachvollziehbare Staffelung vor, die den Bürgerinnen und Bürgern frühzeitig Planungssicherheit gibt und plötzliche Belastungssprünge vermeidet. Gleichzeitig muss aber auch ein klarer Endpunkt der Erhöhung festgehalten werden, um aus einer kurz- fristigen keine dauerhafte Lösung zu machen. „Unser Ziel bleibt aber weiterhin: Keine Steuererhöhungen!“, betont Björn Beicken.

Die Leistungsfähigkeit der Verwaltung muss langfristig gesichert werden. Die FREIEN WÄHLER setzen dabei auf eine moderne Personalpolitik, die dem demografischen Wandel Rechnung trägt und gleichzeitig die Chancen der Digitalisierung konsequent nutzt. Die von der Verwaltung angekündigte stärkere Nutzung natürlicher Fluktuation und organisatorischer Flexibilität kann dabei ein Baustein sein. Digitale Prozesse können Verwaltungsabläufe beschleunigen, Bürgerdienste verbessern und mittelfristig Kosten reduzieren. Neue Stellen dürfen nicht isoliert betrachtet werden, sondern müssen Teil einer strategischen Organisationsentwicklung sein.

Schlussendlich teilen die FREIEN WÄHLER die Auffassung, dass die Kommunen insgesamt besser ausgestattet werden müssen. Die Stadt hat zu Recht darauf hingewiesen, dass Bund und Länder den Kommunen immer neue Aufgaben übertragen, ohne für eine ausreichende Finanzierung zu sorgen. Diese strukturelle Unterfinanzierung darf nicht dauerhaft auf dem Rücken der örtlichen Steuerzahler ausgetragen werden. Die FWR unterstützen deshalb ausdrücklich die Forderung nach einer deutlich besseren Finanzausstattung der Kommunen und unterstützen alle politischen und rechtlichen Möglichkeiten, um die Interessen Rödermarks gegenüber Bund und Land zu vertreten.

Die FREIEN WÄHLER Rödermark werden den weiteren Beratungsprozess sachlich und konstruktiv begleiten. Ziel bleibt ein Haushalt, der finanzielle Stabilität schafft, Investitionen ermöglicht und die Belastungen für Bürgerinnen und Bürger auf das notwendige Maß begrenzt. Dazu gehört jedoch mehr als die Bewältigung des aktuellen Haushaltsjahres: Rödermark braucht endlich ein verbindliches und langfristiges Konzept, das den Weg zurück zu dauerhaft ausgeglichenen Finanzen aufzeigt.

Björn Beicken, Pressesprecher FW

Kommunale Finanzen in massiver Schieflage

Städte und Gemeinden machen auf Notlage aufmerksam – Auch Rödermark braucht Hilfe bei Konsolidierungsbemühungen [..] Ein Aktionstag unter der Überschrift „Kommunen am Limit“, terminiert für den 22. Juni 2026, soll den gewaltigen Handlungsdruck ins öffentliche Bewusstsein transportieren. Auch die Stadt Rödermark wird sich beteiligen und Protest zum Ausdruck bringen. [..]
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Siehe auch
» Kommunen am Limit.


Rödermark intern
Grundsteuer B ab 2028 mehr als 1700%?
Dem Haushaltssicheungskonzept kann man entnehmen, dass der Magistrat ab 2028 mit einer Grundsteuer B in Höhe von mehr als 1700% plant.

KfW-Kommunalpanel: Sondervermögen fließt vor allem in Schulen und Straßen

[…] Wie aus der vom Deutschen Institut für Urbanistik (Difu) im Auftrag der KfW durchgeführten Befragung hervorgeht, rechnen 22 Prozent der Kommunen bereits 2026 mit positiven Auswirkungen des Sondervermögens auf ihre Investitionstätigkeit. Für das Jahr 2027 erwarten sogar 38 Prozent höhere Investitionen als ohne die zusätzlichen Bundesmittel. Bei der Verwendung der Gelder zeichnen sich klare Prioritäten ab. Rund jede zweite Kommune, die bereits mit Mitteln aus dem Sondervermögen plant, will diese in die Sanierung und Modernisierung von Straßen sowie in die Schulinfrastruktur investieren. [..] Quelle

Betreff:
» Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität des Bundes
» 9.524.013,00 für Rödermark.




Rödermark intern
Grundsteuer B ab 2028 mehr als 1700%?
Dem Haushaltssicheungskonzept kann man entnehmen, dass der Magistrat ab 2028 mit einer Grundsteuer B in Höhe von mehr als 1700% plant.

Wir haben alles richtig gemacht. Eine frustrierende Sitzung.

„Wir haben alles richtig gemacht.“
So oder so ähnlich begann die Rede der Ersten Stadträtin Frau Schülner. Alles, was danach kam, habe ich als eine deutliche Kritik an der aus ihrer Sicht unzureichenden Arbeit der Opposition verstanden. Ich hatte den Eindruck, dass sie sich über die fehlende Unterstützung zur Verbesserung des Haushalts beschwerte. So jedenfalls kam es bei mir an.

Zunächst. Offenbar war das nicht nur mein Eindruck.
Eine Gegenrede der SPD begann mit den Worten: „Was war denn das?
Auch die Rede des Fraktionsmitglieds der FW ähnelte inhaltlich derjenigen der SPD.

Zitieren aus meinen Notizen
Da ich mir inzwischen nicht mehr sicher bin, ob ich die Ausführungen der Ersten Stadträtin tatsächlich so verstanden habe, wie sie gemeint waren, verzichte ich darauf, aus meinen Notizen zu zitieren.
Wenn sich die Oppositionsfraktionen durch die Rede angesprochen oder kritisiert gefühlt haben, sollten sie ihre Sicht der Dinge selbst darstellen.
Falls dazu nichts zu hören oder zu lesen sein wird, muss ich wohl davon ausgehen, dass meine Wahrnehmung zu den Aussagen der ersten Stadträtin nicht ganz zutreffend war.

Es wäre nicht nur für mich sehr hilfreich, wenn Frau Schülner ihre abgelesene Rede veröffentlichen würde.


Die Gute Fee
Zur Rede des Bürgermeisters und den Hinweis auf die gute Fee

Rede von Bürgermeister Rotter zur Situation.
Mein Eindruck und meine Schlussfolgerung. Für mich klang die Rede von Herrn Rotter wie eine Bankrotterklärung. Sie vermittelte den Eindruck von Hilflosigkeit statt von Führung. In einem Unternehmen hätte eine solche Ansprache mit den Worten enden können: „Ich habe dem Vorstand meinen sofortigen Rücktritt angeboten.“

Die Rede wirkte auf mich alarmierend und
stark auf mögliche Einschnitte fokussiert. Der BM hat für mich keinen erkennbaren Punkt erwähnt, bei dem man darauf hoffen kann, dass es mit Rödermark zukünftig aufwärtsgehen könnte. Ganz im Gegenteil. Es wurde von Herrn Breustedt (Finanzen) bestätigt, dass laut Sicherungskonzept die Grundsteuer in 2028 auf über 1.700% ansteigen muss. Ich denke, dass ein Haushaltssicherungskonzept eine seriöse Vorschau ist, und nicht nur einfach mal so dahingeschrieben. Darum wird es wahrscheinlich auch so kommen.
Scheinbar ist das Thema Straßenbeitrag auch noch nicht abgehakt.

Eines muss klar sein: Die Stadtverordneten beschließen,
die Verwaltung setzt um. Allerdings lässt sich daraus nicht schließen, dass es um jeden Preis auch geschehen muss. Ist ein Beschluss finanziell nicht tragbar oder rechtswidrig, kann der Bürgermeister einschreiten und ihn beanstanden.
Deshalb überzeugt mich auch das ständige Klagen nicht, man müsse die Beschlüsse der Stadtverordneten schließlich umsetzen. Wer so argumentiert, demonstriert aus meiner Sicht eher fehlende Führungsstärke als Verantwortungsbewusstsein.

Was soll ich von der Aussage halten, die lautete:
In der Vergangenheit gab es noch die gute Fee.
Die gute Fee hat in der Vergangenheit mehrfach geholfen, den Haushalt zu retten.
Was heißt „Vergangenheit“? Noch nie gab es so viel Geld von dieser „guten Fee“ wie im vergangenen halben Jahr: 889.157 Euro Soforthilfe. Ist das etwa nichts?
Zugegeben: Bei unserem missratenen Haushalt sind die knapp 900.000 nur ein Tropfen auf den heißen Stein.

Und was ist mit den 9.524.051 Euro, (Siehe)
die für Investitionen genutzt werden können? Richtig: Diese Mittel kann die Stadtkämmerin nicht einfach verwenden, um den maroden Haushalt auszugleichen und gleichzeitig noch Rücklagen von 3,0 Millionen Euro zu bilden. Zum Glück. So wird man sich den wirklich wichtigen Projekten widmen müssen, zum Beispiel die (grundhaften) Sanierung der Straßen. Immerhin müssten wir hier laut Gutachten in den kommenden Jahren ca.21 Mio investieren. Jetzt würde das gehen und ein Straßenbeitrag wäre wohl abgewendet.

Und was ist mit den 1,7 Milliarden Euro,
die das Land Hessen ab 2028 nach einem noch festzulegenden Schlüssel an die Kommunen verteilen wird? Wenn bei einem Fördervolumen von 3 Milliarden Euro auf Rödermark 9,5 Millionen Euro entfallen sind, könnten es ab 2028 nochmals rund 4,2 Millionen Euro werden.

Warum wird immer nur davon geredet, dass
man fehlende Unterstützung einklagen will? Bisher alles nur Worthülsen?

Wie geht der Bürgermeister mit der Möglichkeit um,
Geld für zusätzliche Einnahmen über ein noch zu schaffendes Gewerbegebiet zu erzielen? Was ist mit Germania Nord. Still ruht der See. Was ist mit „Altes Gaswerk“? Wann haben die letzten Verhandlungen mit den Hamburgern stattgefunden? Bei mir waren die letzten Gespräche mit denen vor ca. zwei Jahren. Es gibt doch bestimmt Möglichkeiten, die Grundstücke rund um den Paramountpark so zu definieren, dass eine Grundsteuer C abfällt. Oder zahlt man da noch Grundsteuer B? Was ist mit dem Gelände Perlite und dem Hainchesbuckel?

Was war mit dem Zuschuss der Musikschule geplant
Dem Antrag sollte zugestimmt werden, der den Magistrat dazu ermächtigt hätte, der Musikschule 120.000 € auszuzahlen. Als ein Stadtverordneter der FW nachfragte, ob das dem Magistrat vorliegende Konzept, aus dem hervorgeht, warum dieses Geld überhaupt benötigt wird, eingesehen werden könne, lautete die Antwort nicht spontan: „Das Konzept wird umgehend zugestellt.“ Stattdessen musste sich die Fraktion beinahe als Bittsteller fühlen, um an die entsprechenden Unterlagen zu gelangen. Bei mir entstand der Eindruck, dass die Vorlage nicht ausreichend erläutert wurde und man von einer schnellen Zustimmung ausging.

Apropos Straßen:
Welche Brückenbauwerke, für die Rödermark aufkommen muss, verursachen Kosten in insgesamt zweistelliger Millionenhöhe? Ich meine mich an 70 Mio erinnern zu können, die Bürgermeister Rotter genannt hat.

Siehe auch
» 2026 Zum zweiten Mal in 2025 hat die gute Fee für Überraschungen gesorgt
» 2017 Die gute Fee hat sich gezeigt. Die Röderfee hat jetzt ein Gesicht.
» 06.2026 Dietzenbacher Stadtverordnete gegen die Grundsteuererhöhung von BM Lang.


Rödermark intern
Grundsteuer B ab 2028 mehr als 1700%?
Dem Haushaltssicheungskonzept kann man entnehmen, dass der Magistrat ab 2028 mit einer Grundsteuer B in Höhe von mehr als 1700% plant.