JuZ Ober-Roden. Der Drops ist wohl gelutscht

JUZ im alten Feuerwehrhaus Ober-Roden
JUZ im alten Feuerwehrhaus Ober-Roden

Jugendzentrum Ober-Roden.
Bald nur noch Geschichte?

Vorweg. Wie sich im Laufe der Sitzungen herausgestellt hat,
ist es nicht sicher, ob man am Badehaus überhaupt ein Jugendzentrum bauen darf. Stichwort Bebauung im Innenbereich bzw. Außenbereich, §34, §35 Baugesetzbuch. Man gibt sich zwar optimistisch, aber sicher ist es nicht.
Die grundsätzliche Planung „Spielpark am Badehaus“ ist nicht davon betroffen, weil das JuZ dort als „Platzhalter“ dargestellt wird.
Im weiteren Text gehe ich mal davon aus, dass die Verwaltung es richten wird und ein neues JuZ in Urberach gebaut werden darf. Man ist „verhalten optimistisch“.
Es ist auch nicht sicher, ob eine neues JuZ in Urberach überhaupt förderungswürdig ist.

Mein ganz persönlicher Eindruck.
Der Drops ist gelutscht. Das JUZ in Ober-Roden wird dicht gemacht und die Jugendlichen müssen ins „Jugendzentrum nach Urberach“. Gelegen zwischen dem Skatepark Urberach“ und dem „Badehaus in Urberach“. Was bleibt in Ober-Roden? Der Kletterturm!

Warum ich der Meinung bin, dass der Drops gelutscht ist?
Die unüberhörbare Schwärmerei, mit der Bürgermeister Rotter das Projekt „Sitzungsräume und Platz für Vereine […]“ im jetzigen Jugendzentrum OR vorgestellt hat, gepaart mit der zustimmenden Haltung der ausschlaggebenden Koalition, lässt schon jetzt das Ergebnis erahnen. Scheinbar schon weit gereifte Vorstellungen zu – Kultur- und Kunstveranstaltungen in die neuen Räumen und Vorplatz, alte Huther Pläne zu einem Heimatmuseum (historische Vitrine) wurden gedanklich wieder aktiviert, Vorstellungen über den Platz vor der Kulturhalle und die mögliche spätere Nutzung für Feste -, all das sagt viel darüber aus, dass weiter geführte Diskussionen wohl kaum ein anderes Ergebinis bringen werden. Ein Guss. Ein Konzept.
Ich denke, das Jugendzentrum Ober-Roden wird bald Geschichte sein.

Ein Festplatz für Kunst, Kultur und Volksfest.
Abgesehen davon, dass die Jugend nach der Umgestaltung in Ober-Roden kein JuZ mehr hat, sollte man einmal auf das Positive sehen. Ein Festplatz vor dem Eingang zur Kulturhalle hat was. Alleine schon das Vorhandensein der sanitären Anlagen in der Kulturhalle und dem neugestalteten Feuerwehrhaus, nehmen den Veranstaltern auf dem neugestalteten (Fest)Platz vor der Kulturhalle diesbezügliche Planungsarbeiten ab und senken die Kosten.
Bei Veranstaltungen könnte man mit dem Spruch werben: „Kulturhalle Rödermark. An einem Abend für jeden etwas. Draußen Rock. Drinnen Oper.“

Ober-Roden. Sollte das JuZ wegfallen, bietet sich für
die Jugendlichen in Ober-Roden zu ihrer Freizeitgestaltung/Treffpunkt weiterhin der Bolzplatz an der Seligenstädter Straße an. Es erging im Dezember 2021 ein Auftrag an die Verwaltung „Der Bolzplatz auf der Städtischen Liegenschaft in der Seligenstädter Straße ist grundsätzlich aufzuwerten.“ Der Magistrat wird beauftragt hierzu ein Konzept vorzulegen. Des Weiteren besteht immer noch die Hoffnung, dass man an der Spalt-Tablette wieder 2 Bänke und einen Tisch bekommt. Die seit Jahren versprochene Überdachung könnte man nochmal ins Spiel bringen. Wenn all das umgesetzt würde, hätte man in Ober-Roden den Jugendlichen, die dem Spielplatzalter entwachsen sind, auch etwas zu bieten. Ansonsten könnte man noch den Hinweis geben, dass ein wunderschöner Radweg entlang der Rodau nach Urberach führt.

Es wurde auch über Sanierungskosten gesprochen.
Nach der Bekanntgabe der Kosten (nach einer groben Schätzung) für die Sanierung, die sich auf über 2,0 Mio. € belaufen, kam sofort, „wir bezahlen aber nur 30% davon„. Richtig. Zuschuss gibt es über ISEK-Programm vom Bund. Da den neuen Räumlichkeiten dann aber noch die Möbel und die komplette technische Ausstattung fehlt, sollten die Fraktionen auch einmal diese Kosten erfragen.

Zu den im Ausschuss genannten Kosten von > 2,0 Mio.
Im ISEK (Integriertes Städtebauliches EntwicklungsKonzept Rödermark) sind Kosten von 2.870.000,00 Mio. aufgeführt. ISEK Ausgabe April 2019. Die Kostenschätzung ist im günstigsten Fall 3 Jahre alt. Eine kräftige Kostensteigerung ist zu erwarten.
» Teil B Stadtumbau Ober-Roden Seite 159

Urberach
Bei der Fortsetzung der BUSE Sitzung am Freitag wurden u.a. Pläne für die Neugestaltung des Geländes rund um das Badehaus, Entenweiher und den Rennwiesen vorgestellt.

Urberach. Der „Spielpark am Badehaus“
Was dort geplant ist, ist in der Tat bemerkenswert. Auf 11.600 qm Fläche am Badehaus soll ein Freizeitzentrum entstehen, das sich sehen lassen kann. Auch ich gerate ins Schwärmen. Ein Gelände der Superlative. Der „Spielpark am Badehaus“
Eine Beach-Area für Volleyball mit Verweilpunkte und Chillbereiche, eine Picknickwiese auch als Freifläche für Feste, ein Allwetterplatz für Ballspiele mit Kunststoffoberfläche der auch als Veranstaltungsraum nutzbar ist. Für Kommunikation ein Pavillon mit Graffiti Wände und Sitzgruppe, Parkour-Street und Freerunning-Elemente und nicht zu vergessen, der Skate-Plaza. Pläne/Skizze siehe hier

Urberach. Entenweiher
Was sich von der folgenden Aufzählung bereits am Entenweiher befindet, müsste ich mal nachsehen. Wenn alles umgesetzt wurde, wird sich dort befinden: ein Verweilpodest mit Hängematten, Bereiche zur sportlichen Nutzbarkeit, eine Picknickwiese, ein Spielraum mit Kletterelementen, Trampoline, eine Toilettenanlage. Das bestehende Schachbrett bleibt erhalten, weil hier auch Feste stattfinden können. Pläne/Skizze siehe hier

Urberach. Rennwiesen
Ein Bolzplatz mit Tribüne, Sitzgruppe und Podest, ein Sportgelände für Mountainbikern und BMX-Fahrern (Dirt-Park), ein Naturspielraum mit Flutgraben, ein Sinnespfad und Picknickbereich. Pläne/Skizze siehe hier

Auch der Plan. Arbeitsplätze von Ober-Roden
in die Bücherei des Urberacher Regierungsviertel zu verlegen und für die Bücherei ggf. neue Räume anzumieten, dürfte die Zustimmung erhalten. Damit werden Kräfte dort gebündelt, wo sie benötigt werden. Wie sagte Herr Rotter? – Die Kinderabteilung (Römkids) soll dort hinkommen, wo sie hingehört. In das Rathaus Urberach. Dort ist auch der Zugang für Mütter mit Kinderwagen besser geeignet, als in der jetzigen Anlaufstelle in Ober-Roden (altes Feuerwehrhaus erster Stock). –

Ein Thema auch für den Seniorenbeirat. Sitzungen Online.
Was ich aus den ersten Sitzungen mitnehme, die übers Internet gesendet wurden und damit allen interessierten Bürgern die Möglichkeit gab daran teilzunehmen: das sollte der Normalfall sein. Eine Ausgrenzung von bestimmten Personengruppen, damit sind nicht nur die älteren Personen gemeint, wäre damit nicht mehr gegeben.
Ein entsprechender Antrag wurde in der Sitzung zum wiederholten Mal eingereicht und wahrscheinlich auch wieder abgelehnt. Durch den Hinweis vom Bürgermeister, dass ein Antrag durch wiederholtes Einreichen nicht besser wird, soll sich die antragstellende Fraktion nicht entmutigen lassen und diesen wie ein Mantra immer wieder aufs neue einreichen. Ich bin sicher, dass sich irgendwann in der Stadtverordnetenversammlung eine Mehrheit finden wird, die den gegebenen Möglichkeiten, den Bürgern die Politik näherzubringen, aufgeschlossener sind. Im Durchschnitt sind bei einer Stadtverordnetenversammlung 26 Besucher anwesend. Auf die Wahlberechtigten gerechnet sind das mal gerade 0,121%. Quelle. Das ist nicht gerade berauschend.
Andererseits, wenn es viel mehr Besucher werden sollten, würde die Kapazität am bisherigen Tagungsort und auch an dem neu geplanten sehr schnell die Obergrenze erreichen. Dann werden neue Räume benötigt oder man nutzt wieder die Kulturhallle.
Eine Stadtverordnete, die sich gegen eine Videoübertragung der Sitzung ausgesprochen hatte, hatte aber keine Bedenken, wenn diese Übertragung ausschließliche als Audio-Übertragung stattfinden würde.
Es werden ausschl. Bilder vom Rednerpult gesendet. Jeder Redner kann VOR betreten des Rednerpults kundtun, dass die Übertragung nur als AUDIO erfolgen soll bzw. kein Video und auch kein Audio. Dann wird die Übertragung in der Redezeit das „Pausenbild“ (auf Wunsch mt/ohne Ton) zeigen.
Die Begründung im Ausschuss, dass mit einer Übertragung der Sitzung, das Bedürfnis zur Selbstdarstellung bestimmter Stadtverordneten befriedigt wird, halte ich für sehr flach. Selbst wenn es so wäre, wäre das kein Ablehnungsgrund.
Siehe auch: Liveübertragung der Stadtverordnetenversammlung Stavo

Fazit. Jugendzentrum Ober-Roden bald Geschichte?
Im Gespräch ist ein neues JuZ am Badehaus in Urberach zu erstellen. Ein alternativer Vorschlag für einen Standort Ober-Roden gab es nicht.
Die Begeisterung, mit der die Pläne vorgestellt wurden zeigt mir, dass einem schon der „Himmel auf den Kopf fallen muss“ (das könnte auch eine übergeordnete Behörde [UNB] sein) wenn das nichts werden sollte. Auch das Argument „wer soll das bezahlen“ braucht man in Anbetracht von „kostet uns ja nur ein Drittel“ nicht zu bringen.

Siehe auch
Feuerwehrhaus. [..] JUZ (Jugendzentrum) Prüfung: energetische + behindertengerechte Sanierung oder Abriss und Teilneubau […]
» Dokumentation Bürgerdialog
» Großprojekt hinterm Badehaus
» Von mir bisher ohne Erfog durchsuchte Quellen.


» 14.07.2016 Rödermark. Jugendtreff „Spalttablette“
» Spielplatzkonzept 2012


Nachtrag. Nachgereichte Unterlagen zur Ausschuss-Sitzung.
» Sachstand Erneuerung „Urberach-Nord“
» Erneuerung „Ortskern Ober-Roden“
» Machbarkeitsstudie Kulturhallenumgebung


» Förderantrag zu Klimaschutz und Klimaanpassung


Rödermark intern
Die Tilgung alter und neuer Darlehen kann nicht aus der laufenden Geschäftstätigkeit finanziert werden.


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