Betlehem und Rödermark: Keine Herberge für junge Familien

Pressemeldung der SPD Rödermark

Betlehem und Rödermark: Keine Herberge für junge Familien.
Rund eine halbe Million für Einfamilienhaus. Wohnraum wird auch in Rödermark immer teurer


Wohnraum wird auch in Rödermark immer teurer und knapper. Der bisherige Eindruck der SPD wird durch harte Fakten bestätigt.
In einer Anfrage an den Magistrat der Stadt wollten die Sozialdemokraten wissen, wie sich die Miet- und Kaufpreise in den letzten 10 Jahren in Rödermark entwickelt haben. Obwohl nicht alle Fragen beantworten werden konnten, stellt sich ein eindeutiger Trend dar: Wohnraum wird immer teurer und knapper.

Die Weihnachtszeit könnte so besinnlich sein, die letzte Stadtverordnetenversammlung in diesem Jahr ist beendet, auch politisch konnte der größte Knatsch beseitigt werden, schreiben die Rödermärker Sozialdemokraten in einer Erklärung. Wäre da nicht eine schriftliche Antwort des Magistrats auf eine Anfrage der SPD, die einigen politischen Sprengstoff berge.

Magistrat bestätigt Befürchtungen der SPD.
„Im Vorlauf unserer Anfrage an den Magistrat haben wir selbst einige Daten zusammengetragen und beispielsweise die neue Studie der Stiftung Warentest für den Preisanstieg von Eigentumswohnungen im Kreis Offenbach ausgewertet. Es wurde deutlich, dass Rödermark beispielsweise in führenden Online-Immobilienportalen zusammen mit Mainhausen die höchsten Mieten im Kreis Offenbach hat“, so der SPD Fraktionsvorsitzende Samuel Diekmann.
Diese Zahlen wollte der Magistrat in seiner Antwort nicht offiziell bestätigen, ihre „grundsätzlichen Aussagen“ aber auch „nicht anzweifeln“, gibt die SPD die Aussagen der Stadtregierung wieder. Rödermark habe wie fast alle Kommunen in Südhessen keinen Mietspiegel, da die Erstellung eines qualifizierten Zahlenspiegels aufgrund vielfältiger Einflussgrößen extrem aufwändig sei.
Der Magistrat berief sich in der Beantwortung der Fragen an die Sozialdemokraten auf den Immobilienbericht 2017 für den gesamten Kreis Offenbach. Hier seien in den letzten zehn Jahren die Kaufpreise bei Ein- und Zweifamilienhäuser um 34.7% auf 463.500,- EUR und bei Reihen.- und Doppelhäuser um 36,8% auf durchschnittlich 362.500,- EUR angestiegen.

Zahlen dürften für Rödermark noch höher liegen.
Für Rödermark dürften die Durchschnittszahlen aus dem Kreis Offenbach allerdings nach Einschätzung der SPD deutlich höher sein. Rödermark nimmt, so die SPD in ihrer Erklärung, sicher einen Spitzenplatz ein.
„Aber bleiben wir bei dem genannten Zahlen“, so Fraktionsvorsitzender Samuel Diekmann. „Der Kaufpreis bei neuen Eigentumswohnungen liegt aktuell pro qm bei 2.950,- EUR, im Bestandswohnungsmarkt bei 1.650,- EUR.“ Dies bedeute einen Anstieg alleine im letzten Jahr um 3,5% bei neuem bzw. bei schon länger bestehenden Wohnraum um 6,5%. Eine 100 qm Eigentumswohnung koste rund 300.000,- EUR, ein Einfamilienhaus rund 500.000,- EUR!
„Wer soll das bezahlen?“ fragt Diekmann.
Die Sozialdemokraten zeigten sich in ihrer Pressemitteilung frustriert darüber, dass vor allem mit der AL/ die Grünen wenig neue Flächen für Wohnraum zu realisieren seien. Bei dem letzten Mini-Baugebiet mit 3,3 Hektar Fläche am ehemaligen Festplatz in Ober-Roden habe der Magistrat in seiner Not das Los über die zahlreichen Bewerber für Bauland entscheiden lassen müssen.
„Selbstverständlich müssen wir mit unseren Ressourcen achtsam umgehe. Aber als eine der wenigen Kommunen im Kreis, die noch Flächen hat, sollten wir diese auch bedacht nutzen. Unsere jungen Leute werden sonst ihre Stadt verlassen müssen, wenn sie den Traum von einem kleinen Haus verwirklichen wollten. Selbst ein sozial- ökologisches Flächenkonzept, wie es die SPD im Sommer als Änderungsantrag zur Kapellenstraße vorgeschlagen hat, wurde abgelehnt“, so Diekmann.

Koalition hat andere Prioritäten in der Stadtentwicklung.
Auch die CDU zeigte sich in den Ausschusssitzungen immer wieder offen um beispielsweise Flächen für junge Familien bereit zu stellen.
„Bisher war das aber nur Gerede in den, übrigens öffentlichen, Ausschüssen Wenn es konkret wurde und wir Flächen vorschlugen, dann wurden unsere Anträge von der Koalition abgeschmettert“, so der SPD Fraktionsvorsitzende.
Die Koalition habe zwar, auch mit Unterstützung der Opposition, einige Wohnraumprojekte auf dem Weg gebracht, diese seien aber alle unter dem Credo „Innenstadtverdichtung vor Außenentwicklung“ einzuordnen und nur ein Tropfen auf den heißen Stein, führt Diekmann weiter aus. Die CDU/ AL würde lieber neue Gewerbeflächen (rund 20ha) bereitstellen, als sich dem Thema Flächenbereitstellung für Wohnraum zu öffnen.
„Wir befürchten, dass man so die Preisentwicklung und den Wohnraummangel nicht stoppen kann. Im Gegenteil, die Situation wird sich in den nächsten Jahren sogar noch verschärfen!“, sieht Diekmann voraus.
Äußerst positiv bewerten die Sozialdemokraten in ihrer Erklärung hingegen, dass die Koalition den Änderungsantrag der SPD für eine verbindliche Quote von 20% im Bereich sozialer Wohnungsbau bei Neubaugebieten zustimmte. Zukünftig muss jeder Investor in Rödermark diese Quote erfüllen. „Wir begrüßen dieses Festlegen ausdrücklich und werden die zukünftige Preisentwicklung bei Miet- und Kaufobjekten weiter im Augen behalten“, so Diekmann abschließend.
Der von allen Fraktionen geplante Rödermarkplan müsse dieser Entwicklung Rechnung tragen.

 
Hier die PM im .PDF Format
 
» Beantwortung Magistrat Anfragen STAVO 05.12.2017
— Mietpreis- und Kaufpreisentwicklung
 

Interaktiver Haushalt (Bürgerhaushalt) Rödermark

 
Nachtrag
Jetzt zu erreichen. Interaktiver Haushalt (Bürgerhaushalt) Rödermark
 

Interaktiver Haushalt Grießheim
Interaktiver Haushalt Grießheim

Am 14.12.2017 soll für die Bürger von Rödermark ein „interaktiver Haushalt“ im Internet zur Verfügung gestellt werden. Viele Kommunen setzen hierbei auf die Dienstleistung von ikvs.de. Sollte der „interaktive Haushalt“ von Rödermark über den gleichen Dienstleister bereitgestellt werden, können Sie schon einmal einen Blick darauf werfen, was geboten wird. Interaktiver Haushalt der Stadt Griesheim.

Ankündigung „interaktiver Haushalt“. Punkt 4.
 

Haushalt ausgeglichen?
Haushalt ausgeglichen? (Vergrößern? Bild anklicken)

Für den schnellen Überblick, ob die Stadt Rödermark einen ausgeglichenen Haushalt hat bzw. plant.

Haushaltsplan 2017/2018
Haushaltsplan 2017/2018 (Vergrößern? Bild anklicken)

So stehen die Zahlen im Haushaltsplan. (Seite 37)
Im Haushaltsplan muss in der letzten Zeile ein Minuszeichen vor dem Ergebnis stehen. Dann haben wir einen ausgeglichenen Haushalt.


Rödermark intern
Stadtverordnetenversammlung 10.12.2025:
Der Magistrat legt den Entwurf des Haushaltsplanes 2026 vor.
Kurz und bündig:
Im Ergebnishaushalt (Entwurf) fehlen 13.751.305,00 Euro.
Im Finanzhaushalt (Entwurf) fehlen 12.115.541,00 Euro.

Was eine Platzverschwendung. REWE Nieder-Roden.

REWE Nieder-Roden
REWE Nieder-Roden

Ich war heute im neuen REWE-Markt im Rodgau. Toller Laden auf einer riesigen Fläche.
Ist es nicht reine Platzverschwendung, wenn man sich die Dachfläche anschaut? Zwischen den ganzen Abluftrohren könnte man doch wunderbar Eigentumswohnungen oder Mietwohnungen bauen. Und die paar Euro Zusatzkosten für den Marktbetreiber, der wegen der aufgesetzten Wohnungen eine vollkommen andere Statik für das Dach benötigt, müssen doch wohl aufzubringen sein. Durch gute Vorplanung könnte man auch evtl. Erweiterungen gleich berücksichtigen.

Die Mieter haben es dann nicht weit für ihren Einkauf. Ein Wecker ist auch nicht erforderlich, weil man durch die netten Anlieferer früh am Morgen geweckt wird. Bis spät in den Abend haben die Mieter auch keine Langeweile. Markttreiben bietet bis spät in den Abend hinein gute Unterhaltung.

Für die Sonntage könnte man auf dem großen Parkplatz durch einen Flohmarkt für weitere Unterhaltung der Mieter sorgen.

REWE Nieder-Roden
REWE Nieder-Roden

Siehe auch
» 21.11.2017 REWE. Vier Fraktionen haben Stellung bezogen.
» 06.11.2017 CDU Rödermark. PM zur REWE Kapellenstraße
» 05.10.2017 Rödermark Kapellenstraße. Ich war heute bei REWE

Rödermark intern
Stadtverordnetenversammlung 10.12.2025:
Der Magistrat legt den Entwurf des Haushaltsplanes 2026 vor.
Kurz und bündig:
Im Ergebnishaushalt (Entwurf) fehlen 13.751.305,00 Euro.
Im Finanzhaushalt (Entwurf) fehlen 12.115.541,00 Euro.

Presseerklärung DLRG, MTV-Synchronschwimmer und VFS Rödermark

Badehausentgelt für Vereine steigt dramatisch
Badehausentgelt für Vereine steigt dramatisch

Nachtrag: MTV-Synchronschwimmer sammeln in Südkorea Medaillen


Presseerklärung DLRG, MTV-Synchronschwimmer und VFS Rödermark zum Beschluss der StaVo der Stadt Rödermark am 5.12.2017

Schwimmen lernen und Schwimmsport nur noch für Besserverdienende?
Wir, die Schwimmsport treibenden Vereine DLRG, MTV Synchronschwimmen und VFS Rödermark, nehmen wie folgt zur Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung vom 5. Dezember Stellung:

Die Stadtverordnetenversammlung hat eine Erhöhung der Nutzungsentgelte für die Nutzung des Badehauses durch die Schwimmsport treibenden Vereine in Rödermark beschlossen, durch die die Vereine an die Grenzen der Belastbarkeit stoßen.
Die Gebühren für die Nutzung des Badehauses für die Vereine sollen zum 1. Januar 2018 um 40 % von 5 auf 7 € je Bahnstunde steigen, zum 1. Januar 19 um einen weiteren € auf 8 €. Das bedeutet für uns eine Steigerung von 60 % innerhalb eines Jahres – also dreimal so stark wie für die das Badehaus nutzende Öffentlichkeit, die eine 20%ige Erhöhung bereits zum Jahresbeginn bekam. Bürgermeister Roland Kern und 1. Stadtrat Jörg Rotter hatten im Juni 2017 den Schwimmsport treibenden Vereinen die Zusage für eine Festschreibung dieser Gebühren für 4 Jahre gegeben. Jetzt wird für die genannten Sätze nur eine Festschreibung bis Ende 2019 gegeben. Die Entscheidung stellt die betroffenen Vereine vor große Probleme mit noch nicht absehbaren Folgen.

Vereinsschwimmen in Rödermark genießt weit über die Stadtgrenzen hinaus hohes Ansehen. Die Angebote der DLRG, des VFS und der Synchronschwimmer/-innen des MTV sind nachgefragt und überlaufen. Die Erfolge der Schwimmer/-innen und die Ausrichtung von Wettkämpfen sind ein Aushängeschild für die Stadt Rödermark. DLRG und Hessischer Schwimmverband verweisen auf steigende Zahlen von tödlichen Schwimmunfällen und sehen eine Ursache in den sinkenden Möglichkeiten, richtig schwimmen zu lernen. Richtig schwimmen lernen konnte man in Rödermark bislang. DLRG und VFS bilden jährlich etwa 150 – 200 Menschen zu Schwimmern/-innen aus. Sollte das Vereinsangebot entfallen, kann das Badehaus diesen Bedarf nicht decken, vor allem nicht zu den Konditionen, die die Vereine bieten. Schwimmen lernen darf nicht nur denen vorbehalten sein, die sich das finanziell auch leisten können. Die Schwimmvereine in Rödermark bieten auch für sozial Schwächere, vorrangig für Kinder, Schwimmkurse zu sehr günstigen Konditionen an. Das wird sich vermutlich jetzt ändern müssen. Darüber hinaus unterstützen sie Kitas bei deren Wassergewöhnungsmaßnahmen, Schulen bei der Schwimmausbildung und die städtischen Ferienprogramme. Etwa 500 Schwimmer/-innen nutzen die weiteren Angebote der drei Vereine jede Woche. Rödermark war bisher gut aufgestellt. Soll sich das demnächst ändern?

Für die Vereinsverantwortlichen bleibt völlig unverständlich, warum die Erhöhung für den öffentlichen Badebetrieb zum Beginn des Jahres bei 20 % lag, ausgerechnet gemeinnützige Vereine jetzt aber bis Anfang 2019 den dreifachen Prozentsatz Aufschlag zahlen sollen. Der vorgebrachte Grund der allgemeinen Preisentwicklung ist für die Vereine nicht nachvollziehbar. Die durchschnittliche Preissteigerung der letzten 11 Jahre seit der Festsetzung der jetzigen Gebühren betrug 1,9 %. Das übersteigt die genannten 20% nur minimal. Eine gerade mal kleine fünfstellige Mehreinnahme kann zur grundsätzlichen Situation des Badehauses aus Vereinssicht wenig beitragen, bringt die Vereine aber an die Belastungsgrenze. Hier wird an der falschen Stelle gespart. Jeder Nichtschwimmer, der durch die Vereine zum sicheren Schwimmer (nur noch ca. 50% der Kinder, die die Grundschule verlassen sind sichere Schwimmer!) ausgebildet wird, ist ein potentieller Besucher des Badehauses. Die Situation des Badehauses zu verbessern, bedarf es anderer
kreativer Überlegungen. Dazu würden die Vereine gerne beitragen.

Manuela Eder Uwe Prehl Anne v. Soosten-Höllings
(MTV Synchronschwimmen) (DLRG Rödermark e. V.) (VFS Rödermark e. V
Quelle: Presseerklärunng vfs-roedermark
 
 
Siehe auch
» 21.12.2017 Rödermark. Schwimmsportler in Rage
» 07.12.2017 Badehausentgelt für Vereine steigt dramatisch
» 05.12.2017 Badehaus – Nutzungsentgelt für Vereine
» 05.12.2017 Badehaus – Nutzungsentgelt für Vereine
» 30.06.2017 Rödermark VFS Vorbildliche Integration
» 13.06.2017 Schwimmen lernen wird in Rödermark teurer.
» 10.06.2017 Presseerklärung von DLRG, VFS und MTV-Synchronschwimmerinnen


Rödermark intern
Haushaltskompetenz
In einer Sitzung, in der über Spielapparatesteuer diskutiert wurde, fiel folgender Spruch eines Stadtverordneten: Sinngemäß. „Wir sind alle Ehrenamtler und keine Finanzexperten. Wir verlassen uns ganz auf die Fachleute der Verwaltung.