Rödermark und die Auskunftsbereitschaft. Hier Badehaus.

Vorausschicken möchte ich zunächst.
Es ist schon erstaunlich, dass sich um dieses banale Anliegen fast ausschl. Bürgermeister Kern gekümmert hat/kümmern musste.
Wahl hin und Wahl her. Vielen Dank, Herr Kern. Wenn es dann, wie in der letzten Mail aufgeführt, klappt.
 
 

Eine Unternehmensberatung verglich die Wirtschaftlichkeit von 33 kommunalen und privaten Bädern in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Das Badehaus belegt in diesem Ranking Platz drei. Quelle: op-online.de

 
Mail am 22.01.2011 mit der Bitte um Einsichtnahme in Unterlagen bezügl. Badehaus

Bitte auch weiterleiten an Herrn Wofgang Mieth.
CC: Herr Kern, Herr Sturm

Sehr geehrter Herr Nothhelfer,
ich hätte gerne einmal Einblick in die folgenden Gutachten.
1.) Zukunftskonzept
http://www.roedermark.de/index.php?id=93&tx_ttnews%5Btt_news%5D=1101&tx_ttnews%5BbackPid%5D=1&cHash=c47c470a33
2.) Die am 21.01.2011 von Herrn Sturm in der OP erwähnte Gutachten
– Deutsche Gesellschaft für das Badewesen –

Genau kann ich die Titel der Gutachten nicht benennen. Evtl. sind es sogar 3.
Das unter 1.) genannte Gutachten wurde in einer Presseerklärung der Stadt Rödermark am 5.11.2009 erwähnt.

Es kann sich meiner Meinung in beiden Fällen nicht um die Gutachten von – Deutsche Gesellschaft für das Badewesen – Teil 1 Stand im Mai 2010 zur Verfügung.
Der Teil 2 stand dann seit November 2010 zur Verfügung.

Webseite Deutsche Gesellschaft für das Badewesen
ÜÖBV Reporte 2009

Für das Vergleichsjahr 2009 wurden zwei Befragungen durchgeführt. Das Ergebnis der Kurzbefragung (Report 2009 ÜÖBV ????? Teil II ?????) stand im Mai 2010 zur Verfügung und gab frühzeitig erste Anhaltspunkte dafür, die Wirtschaftlichkeit des eigenen Bades zu beurteilen.
Das Ergebnis der Langbefragung (Report 2009 ÜÖBV ????? Teil II ?????? ) steht seit November 2010 zur Verfügung und enthält Basisdaten der beteiligten Bäder, Daten und Kennwerte, Diagramme sowie Langzeittabellen zu den Kennzahlen aus den Bereichen Personal, Heizenergie, Strom und Wasser.

Es wäre nett, wenn Sie mir einen Termin zur Einsicht nennen würden.

Schöne Grüße aus dem Breidert
Karl-Otto Donners.
webmaster@patchworkmarkt.com

 
 
Antwort von Herrn Nothhelfer auf meine 1. Mail

Sehr geehrter Herr Donners,

vielen Dank für Ihr Interesse an einer hoffentlich sachlichen Auseinandersetzung mit den Themen des Badehauses Rödermark.
Die Entscheidung über die öffentliche Einsicht in vertrauliche Unterlagen der Stadt Rödermark kann ich nicht treffen und kann Ihnen daher bzgl. Ihrer Anfrage nicht weiter helfen.
Um jedoch Klarheit in die verworrene öffentliche Diskussion um Gutachten zum Badehaus Rödermark zu bringen, möchte ich Ihnen zumindest die zeitlichen Abfolgen erläutern.

Das letzte Gutachten einer Unternehmensberatung im Auftrag der Stadt Rödermark zum Badehaus Rödermark wurde Ende 2008 erstellt.
Der unter Punkt 1 von Ihnen genannte Zusammenhang ist nur ein kleiner Teil dieses Gutachtens.

Alle weiteren Erkenntnisse und Erhebungen zu Kennzahlen beruhen auf branchenüblichen allgemeinen Betriebsvergleichen der größten Deutschen Vereinigungen von Bäder- und Saunabetrieben.
Das Badehaus Rödermark hat sich demnach mit seinen Kennzahlen für das Jahr 2009 an zwei bundesweiten Vergleichen für Bäder beteiligt.
Diese wurden Anfang 2010 von einer privaten Unternehmensberatung und der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen e.V. durchgeführt. Der erste Teil der Auswertung der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen e.V. lag im Mai 2010 vor, der zweite, umfangreichere und detailiertere Teil im November 2010. Der Vergleich von Kennzahlen zur Branche der Bäder einer privaten Unternehmensberatung lag im April 2010 vor. Außerdem nahm das Badehaus Rödermark Anfang 2010 an einer Erhebung zur konjunkturellen Lage für 2009 für Saunabetriebe des Deutschen Sauna Bundes e.V. teil. Das Ergebnis dieser Umfrage lag im September 2010 vor und war unter anderem auch Teil eines Beitrages einer Fachzeitschrift. (Sauna & Bäder Praxis 02/2010)

Beste Grüße
Simon Nothhelfer

 
 
Anfrag an den Bürgermeister Roland Kern

Guten Tag Herr Nothhelfer,
vielen Dank für Ihre Antwort.
>>Die Entscheidung über die öffentliche Einsicht in vertrauliche Unterlagen der Stadt Rödermark kann ich nicht treffen und >>kann Ihnen daher bzgl. Ihrer Anfrage nicht weiter helfen

Vertraulich kann man die Gutachten der Gesellschaft für das Badewesen wohl nicht bezeichnen. Als Privatperson kann ich diese für ca. 500,00 Euro erwerben.

Guten Tag Herr Kern,
da Herr Nothhelfer die Genehmigung zur Einsicht in die Unterlagen nicht geben kann, bitte ich Sie um eine Entscheidung.

Schöne Grüße aus Rödermark,
Karl-Otto Donners

 
 
Erneute Anfrage an den Bürgermeister Roland Kern

Guten Tag Herr Kern,
ich will ja nicht drängeln, aber es kann doch nicht so schwer sein, mir einen Termin zur Einsicht in die gewünschten Unterlagen zu nennen.

Wenn dieser Bitten nicht entsprochen werden kann, bitte ich um eine kurze Begründung.

Schöne Grüße aus dem Breidert
Karl-Otto Donners

 
 
Antwort von Herrn Bürgermeister Kern.

Sehr geehrter Herr Donners,

ich habe gerade nochmal mit Herrn Ersten Stadtrat Sturm, dem Vorsitzenden der Betriebskommission und zuständigen Dezernenten, gesprochen. Demnach muss beachtet werden, daß die Stadt nur Befragungsbeteiligte war, nicht aber Auftraggeberin des Gutachtens ist und deshalb auch nicht über die Herausgabe befinden kann. Hierzu müssten Sie sich tatsächlich an den Bäderverband wenden. Die Stadt Rödermark hätte gegen eine Herausgabe jedenfalls keine Bedenken.
Eventuell kann Ihrem informatorischen Anliegen aber dadurch entsprochen werden, daß Sie gezielte Fragen an uns richten und diese Fragen dann beantwortet werden.

Mit freundlichem Gruß
R. Kern, Bgm.

 
 
Anfrage an Deutsche Gesellschaft für das Badewesen

Schönen guten Tag,

ich bin ein Bürger der Stadt Rödermark.
Ich habe schriftlich bei der Stadt Rödermark um einen Termin gebeten bei dem ich Einsicht in den ÜÖBV-Report Teil und Teil 2 erhalte.

Nun bekomme ich von dem Bürgermeister der Stadt Rödermark folgende Antwort.

[….]Auftraggeberin des Gutachtens ist und deshalb auch nicht über die Herausgabe befinden kann. Hierzu müßten Sie sich tatsächlich an den Bäderverband wenden. Die Stadt Rödermark hätte gegen eine Herausgabe jedenfalls keine Bedenken,,

So wie ich das interpretiere, benötigt die Stadt Rödermark von Ihnen die Erlaubnis, dass ICH Bürger in diese Unterlagen einsehen darf.

Ist das wirklich so?

Schöne Grüße aus Rödermark
Karl-Otto Donners
webmaster@PatchworkMarkt.com

 
 
Antwort der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen

Sehr geehrte Frau Nothhelfer,

ich wurde von Herrn Donners per Mail am 1.02.2011 angeschrieben (siehe unten). Er hätte gern Einblick in Ihren ÜÖBV-Report 2009.
Aus unserer Sicht kann er gern Einsicht in den Report bekommen. Wir wollen nur nicht das Kopien des Reports unkontrolliert im Lande herumschwirren, deshalb bitten wir um Einsicht in der Verwaltung.

Mit freundlichen Grüßen
i. A.
CC Webmaster@PatchworkMarkt.com
Diese Mail habe ich Herrn Bürgermeister Kern zur Kenntnis zugestellt.

 
 
Erneute Anfrage an den Bürgermeister der Stadt Rödermark

Guten Tag Her Kern,

damit man mir nicht nachsagen kann, ich hätte irgendetwas vergessen zu fragen.
Ich nehme ja an, da NICHTS mehr gegen eine Einsichtnahme der Berichte
— Deutsche Gesellschaft für das Badewesen (Teil1 und Teil2) — spricht,
ich von einem Ihrer Mitarbeiter einen Termin zur Einsichtnahme genannt bekomme.

Schöne Grüße aus dem Breidert
K.-O.Donners

 

3.2.2011 – Hallo Herr Kern,
wird jetzt auf stur geschaltet oder wie kann ich den Vorgang jetzt verstehen?
Keine Mail, kein Termin von Ihnen, Herrn Nothhelfer oder ?????.

Noch eine Anmerkung zu einem Angebot einer früheren Mail von Ihnen.
>>daß Sie gezielte Fragen an uns richten und diese Fragen dann beantwortet werden.

Nicht gegen Sie gerichtet. Wenn ich schreibe, warum ich keine schriftliche Anfrage von einem Ihrer Mitarbeiter beantwortet haben möchte, würde es euphemistisch gesagt, nicht gerade freundlich klingen.

Schöne Grüße aus dem Breidert
Karl-Otto Donners

Antwort von Bürgermeister Roland Kern

3.2.2011 Sehr geehrter Herr Donners,

ich hatte gestern hierzu noch einen Telefonanruf von einem Herrn Oxenberger von der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen, Essen, erhalten, der mir ebenfalls bestätigt hat, daß gegen eine Einsichtnahme durch Sie keine Bedenken bestehen.

Ich gehe deshalb davon aus, daß jetzt ein Termin zur Einsichtnahme mit Ihnen vereinbart werden kann.

Mit freundlichem Gruß
Roland Kern
Bürgermeister

03.02.2011
Sehr geehrter Herr Kern,
schönen Dank für die schnelle Antwort,

Karl-Otto Donners

Erneute Anfrage an den Bürgermeister am 8.2.2010

08.02.2010
Guten Tag Herr Kern,

Zwischenstand in der Angelegenheit
— Einsicht in die Statistikdaten —

Still ruht der See.

Was ist der Grund?
Hat jemand Angst, dass er als Lügner zu identifiziert werden kann?

Schöne Grüße aus Rödemark
Karl-Otto Donners.

Bürgermeister Kern am 8.2.2011 um 22.40 h

Sehr geehrter Herr Donners,

es gibt nur menschlich-profane Gründe für das Ruhen des Sees: Herrn Sturm liegt das Gutachten nicht komplett vor, Herr Mieth ist erkrankt, Herr Nothhelfer war 10 Tage in Urlaub und ist ab Donnerstag wieder erreichbar.
Herr Sturm geht davon aus, dass dann auch ein Termin vereinbart werden kann.

Wenden Sie sich der Einfachheit halber am Donnerstag direkt an Herrn Nothhelfer.

Mit freundlichem Gruß
Roloand Kern
Bürgermeister

Vielen Dank Herr Kern,
wie sagt der Kaiser: „Schaun mer mal, dann sehn mer scho!“

Schöne Grüße aus dem Breidert,
Karl-Otto Donners

Man beachte die Aussage von Herrn Nothhelfer in der ersten Mail.

[…]vielen Dank für Ihr Interesse an einer hoffentlich sachlichen Auseinandersetzung mit den Themen des Badehauses Rödermark.

Wie ist das möglich, wenn man keine Auskunft bekommt?
Durch fehlende Informationen kann man lustig spekulieren. Das hat auch etwas für sich. Badehaus Rödermak. Kostenschubserei.
Allerdings muss beachtet werden, was fehlende Informationen bei den Bürgern für ein Ergebnis bringen kann.
RIP. Gestaltungssatzung.
 
 
Bis zum 8. Februar 2011 hat die Stadt keinen Terminvorschlag gemacht!
 
Nachtrag 08.02.2011. Aussage von Bürgermeisterkandidat Hans Gensert:

Weniger Verwaltung und mehr Eigenverantwortung des Einzelnen – das muss unser gemeinsames Ziel sein. Ich stehe dabei für ein Höchstmaß an Transparenz. Quelle: FDP-Rödermark

 
 
Was auch noch von starkem Interesse ist:
1.) Wie ist die Kostenaufteilung zwischen Schwimmbad und Sauna?

2.) Wie viel Mitarbeiter stehen auf der Kostenstelle Sauna und wie viel Mitarbeiter auf der Kostenstelle Schwimmbad?

3.) Werden die Kosten für Personal und Energie im Eingangsbereich aufgeteilt?

4.) Gibt es eine Kostenaufteilung (Sauna/Schwimmbad) im Schwimmbadbereich für Bademeister, Reinigung, Aufsichtspersonal ………?

5.) Werden dem Schwimmbad pro Saunabesucher mindestens 5,00 Euro als Einnahme gutgeschrieben? Für die, die es nicht wissen. Im Eintrittspreis der Sauna ist der Schwimmbadbesuch eingeschlossen.

6.) Da es eine Kundendatei gibt, kann sicherlich Auskunft darüber erteilt werden, wie viele der AKTIVEN Kunden (Sauna) aus Rödemark kommen.

7.) Arbeitet die Sauna kostendeckend?

8.) Ist es richtig, dass der Betreiber des Blockheizkraftwerke (BKWH) im Badehaus vertragswidrig keine preiswerte Energie mehr liefert? Und wenn ja, was gedenkt die Stadt zu unternehmen.
 

Badehaus Rödermark. Preiswerter Besuch in der Sauna.

Werbung ist immer gut und auch die Idee, Besucher für das Badehaus über Groupon zu gewinnen ist vom Ansatz her zu begrüßen. Wenn jeder neu gewonnene Kunde dazu beiträgt, das Defizit des Badehauses zu senken, kann man eine regelmäßige Wiederholung dieser Aktion nur befürworten.
 
Quelle: http://www.groupon.de/deals/saarbruecken/massage/146866

Gutschein für die Sauna im Badehaus
Gutschein für die Sauna im Badehaus

Nachtrag 02.01.2011
Ich muss mich bei allen Lesern dafür entschuldigen, dass ich die Werbeaktion des Badehaus Rödermark (Besucher über Groupon anzulocken) für GUT befunden habe.
 
Rödermärker, macht Euch selber ein Bild.

Siehe: Ruinös preiswerter Saunabesuch Rödermärker, Ihr werdet verarscht

 
Nachtrag 06.02.2011
Rödermark. Kennen Sie die Eintrittspreise vom Badehaus?

Bahnhof Rödermark. Unverkäuflich? Dann lassen wir den mal verrotten.

Wenn wir den Bahnhof in Rödermark anscheinend nicht verkaufen können, dann lassen wir den halt verrotten. Evtl. kauft uns einer dann die Ruine für 1 Euro ab.
 
Es wäre doch gelacht, wenn wir die Außenmauer und das Fundament nicht ordentlich gewässert bekommen.
 
Nachtrag 05.06.2012
Es hat geklappt. Nach 2,5 Jahren unermüdlicher Arbeit. Der Käufer ist abgesprungen.

Bahnhof Rödermark Ober-Roden
Bahnhof Rödermark Ober-Roden

Siehe auch
» Rödermark. Bahnhof Ober-Roden. Zusammenfassung
 

Rödermark und die abgelehnte Gestaltungssatzung.

Die Gestaltungssatzung wird vorerst nicht kommen.

Das Thema in letzter Zeit war zweifelsohne die geplante Gestaltungssatzung für den alten Ortskern Rödermark. Es geht hier in der Hauptsache um den Bereich Fränkischer Rundling (heute genannt: rechtsfreie Zone Ortskern)

Evtl. kennen die dortigen Anwohner ja den Text des Entwurfs der Gestaltungssatzung. Für diejenigen, die überhaupt nicht wissen, worum es geht, können sich den Text des Entwurfs hier abholen.

Bei allem, was ich jetzt noch dazu schreiben würde, wäre das eine Wiederholung dessen, was Herr Rüdiger Werner bereits geschrieben hat. Lesen Sie seinen Artikel zur Gestaltungssatzung.

Warum der Umgang mit der Gestaltungssatzung eine Abkehr vom bisherigen politischen System bedeutet

 
Lesen Sie auch: RIP. Gestaltungssatzung.
 


http://www.diplom.de/e-book/226546/erarbeitung-einer-gestaltungssatzungunterstuetzt-
durch-visualisierungen


#KF

RIP. Gestaltungssatzung.

Vor etwas mehr als zwei Jahren geboren von dem unbefleckten Mehrzweckraum der Halle Urberach. Die Väter, vier an der Zahl, wurden unterstützt von 41 Knechten.
 
Nach der schmerzfreien und ohne Komplikation verlaufenden Geburt wurde sie gleich ihrem Adoptivvater zur weiteren Ausbildung übergeben. Dieser kümmerte sich dann auch ganz reizend um den jüngsten Spross. Dieser (jüngste Spross) sollte zum Messias des Ortskern-Ober-Roden herangezogen und ausgebildet werden.
 
Nichts war zu teuer. Es wurden Professoren zu ihrer Erziehung hinzugezogen. Sie wurde von Gruppen in Einzelunterricht auf die kommenden Aufgaben vorbereitet. Es wurde ein dickes Buch angefertigt, welches die Objekte aufzeigt, an dem sie geschult wurde. Sie lernte das Hessische Baugesetz auswendig. Es wurden, so wie es sich für einen Messias gehört, Gebote aufgestellt.
 
Von dieser Erziehung und von dem, was da heranwächst, wurde den betroffenen Bürgern der Stadt nicht so richtig bekannt gegeben. Darunter hatte sie zu stark zu leiden. In ihren jungen Jahren litt sie schon unter starken Depressionen.
 
Auch die Tatsache, dass keiner ihrer Väter sich nach der Geburt einmal intensiv mit ihr beschäftigt hat, stimmte sie sehr traurig. Trotz vier Väter und weiteren 41 Knechten kam sie sich vor wie ein Waisenkind. Keiner fragte mal nach, wie es ihr denn so geht.
 
Ihre Väter haben in der Adoptivurkunde vermerken lassen, dass ihr neuer Vater dafür Sorge zu tragen hat, sie der Öffentlichkeit vollumfänglich vorzustellen. Wie sich später herausstellte, ist das wohl nicht so geschehen. Aber sie macht nicht nur ihren Adoptivvater dafür verantwortlich.
 
Warum haben ihre vier Väter und die 41 Knechte nicht einmal ihren Adoptivvater zu Einhaltung seiner Pflichten aus der Adoptivurkunde hingewiesen?
 
Aber die knallharte und sehr teure Ausbildung ließ meisten keine Zeit zum Nachdenken.
 
Dann, Ende 2010 wurde sie von ihrem Adoptivvater zu einem gemeinsamen Essen in seine Residenz nach Urberach eingeladen. Nach dem üblichen Stammessen in Urberacher Privathaushalten (wenn sich Besucher angesagt haben) „Ewe hou mer abgeroumt *1)“ setzten sie sich ins Wohnzimmer und bei einem schönen Glas Rödermärker Streuwiesen Apfelwein offenbarte der Adoptivvater ihr die Zukunft.

Du wirst jetzt ganz offiziell der Öffentlichkeit vorgestellt und bekommst einen Platz für alle Zeiten in der Stadtverwaltung von Rödermark.

Sie hat sich riesig darauf gefreut. Die Ausbildung ist vorbei und sie wird einen von allen anerkannten Platz in der Verwaltung bekommen. Da hat sich jeder Euro, den die Ausbildung gekostet hat, gelohnt. Alle Mühen und Entbehrungen der letzten zwei Jahre waren vergessen. Die wunderschöne und auch bestimmt sündhaft teure Dokumentation ihres Heranwachsens, wird der Bevölkerung auch sicherlich gefallen.
 
Was dann geschehen ist, hat sie dann wahrscheinlich in den Suizid getrieben. Plötzlich wendeten sich drei von vier Vätern von ihr ab und wünschten, sie wäre nicht geboren worden. Auch fast die gesamte Verwandtschaft wollte nichts mehr von ihr wissen. Obwohl sie bei der Verwandtschaft/Knechten nicht sicher war, ob diese sie überhaupt noch kennt.
 
Die Bevölkerung lehnte sie durchweg ab. Ein Großteil der Bürger lehnten sie ab, ohne sie überhaupt zu kennen. Sie bekam auch nicht die Möglichkeit, ihr Wissen und die Vorteile den betroffenen Bürgern darzulegen. Ihr wurde ganz klar gesagt, in dieser Stadt ist kein Platz für dich. Schleich dich.
 
Völlig alleine und plötzlich von allen verhasst ist sie dann einsam am 27.01.2011 verstorben. Ihre Ruhestätte hat sie im Archiv des Rathauses gefunden. Direkt neben den reservierten Plätzen Badehaus und Mühlengrund.
 
1*) Eben haben wir abgeräumt