Der Vorsitzende des Seniorenbeirats, Heinz Weber, lädt ein zur nächsten öffentlichen Sitzung des Gremiums am Dienstag, dem 12. April, ab 18 Uhr im Rathaus Urberach, Raum Tramin. Auf der Tagesordnung stehen Themen wie „Betreutes Wohnen“, „Die barrierefreie Stadt“ oder „Wohnen und Leben im Alter in Rödermark“. …Siehe Webseite der Stadt Rödermark.
Rödermark nach der Wahl
Nach der Wahl …
Der Pulverdampf hat sich verzogen. Sektkorken hier und tränengetränkte Taschentücher dort sind aufgekehrt und Aberhunderte von Plakaten wurden im Altpapier beigesetzt. Der Wähler hat entschieden und bekanntlich ist 18:01 Uhr am Wahlsonntag zugleich nach und schon wieder vor der Wahl. Doch was passiert jetzt eigentlich nach der Wahl genau? Was machen die Rödermärker Kommunalpolitiker dieser Tage, nachdem Sektlaune, Egohöhenflüge und Katerstimmung wieder dem Alltag gewichen sind? Zwar handeln und organisieren naturgemäß alle Parteien die Zeit nach der Wahl etwas unterschiedlich – im Großen und Ganzen passiert aber folgendes:
Konstanten
Durch die Stimmanteile bei der Wahl sind alte Mehrheiten verschwunden und neue Konstellationen denkbar. Nichts ist mehr so, wie es vor der Wahl war. Doch es gibt einige Konstanten, die das weitere Vorgehen der Kommunalpolitik wesentlich beeinflussen. So ist beispielsweise klar, dass die neue Stadtverordnetenversammlung der Stadt Rödermark am Montag, dem 02. Mai 2011 zu ihrer konstituierenden Sitzung zusammentritt. Daran gibt es nichts zu rütteln, denn der Gesetzgeber schreibt vor, in welchem Zeitrahmen nach der Wahl diese Konstituierung stattzufinden hat und was dabei inhaltlich zu geschehen hat. Dazu später mehr. Eine weitere Konstante hat der Wähler dahingehend geschaffen, dass der alte auch der neue Bürgermeister ist und Roland Kern heißt. Es ist demokratisch legitim, dies gut zu finden – oder eben auch nicht. Die Meinung des Verfassers dieser Zeilen dazu dürfte wenig überraschen, aber gehört jetzt nicht hierher. Weitere Konstanten sind z.B. dass ein Magistrat gewählt werden muss, dass eine oder ein Stadtverordnetenvorsteher/-in gewählt werden muss und dass Rödermark für die neue fünfjährige Legislaturperiode eine „Regierung“ mit Mehrheit in der Stadtverordnetenversammlung braucht. Da keine Partei allein über eine absolute Mehrheit (20 Stimmen) verfügt, wird es unumgänglich sein, dass sich eine Koalition findet und bildet. Und genau diese Frage beschäftigt aktuell die Führungsriegen der Rödermärker Kommunalpolitik.
Denkbare Mehrheiten
Auf Basis des Wahlergebnisses vom 27.03. sind folgende Koalitionskonstellationen zum Erreichen der Mehrheit realistisch denkbar (nicht abschließend, Reihenfolge unsortiert und ohne Wertung):
„Regierung“ Opposition
Parteien Sitze
CDU + SPD 22
CDU + AL/Grüne 29
CDU + FDP + FW 20
AL/Grüne + SPD + FDP 21
AL/Grüne + SPD + FW 21
AL/Grüne + FDP + FW 17
SPD + FDP + FW 10
AL/Grüne + SPD 19
CDU + FW 18
CDU + FDP 18??
Weitere Konstellationen sind zwar denkbar (z.B. „Schwampel“ CDU-SPD-FDP oder „Jamaika“ CDU-AL/Grüne-FDP) aber aufgrund der Sitzverteilung eher unwahrscheinlich.
Sondierungsgespräche
Jede Partei wird in der Woche nach der Wahl im Rahmen einer Vorstandssitzung oder Mitgliederversammlung eine Wahlnachlese vorgenommen und zugleich ein Verhandlungsteam eingesetzt haben, welches nun die Sondierungsgespräche mit potenziellen Koalitionspartnern aufnimmt. Hier gibt es ein paar ungeschriebene Regeln. So lädt z.B. immer der größere Sondierungspartner den kleineren zum Gespräch und eröffnet auch die Runde. Auch ist es demokratischer Brauch, dass alle potentiellen Partner ergebnisoffen miteinander sprechen – unabhängig davon, wie viel Chancen der jeweiligen Konstellation intern eingeräumt werden. Nachdem alle Parteien zuerst einmal alleine miteinander gesprochen haben, wird sich nach parteiinterner Analyse der Sondierungsgespräche dahingehend festgelegt, welche Konstellation am sinnvollsten, verlässlichsten, stabilsten und inhaltlich tragfähigsten erscheint und – nicht zu vergessen – auch hinsichtlich der handelnden Personen erfolgversprechend erscheint. Dieser Weg wird dann zeitnah weiter beschritten. Entweder setzen sich gleich alle Beteiligten gemeinsam an den Verhandlungstisch oder es gibt nochmal eine kleine Runde separater Vorgespräche.
Koalitionsverhandlungen
Sobald klar ist in welche Richtung die Koalitionsreise geht, beginnen die Koalitionsverhandlungen. Hierbei geht es sowohl um Inhalte (wo herrscht Konsens, wo gibt es abweichende Positionen, welche Themenschwerpunkte werden für die kommenden Jahre gesetzt, was ist nicht verhandelbar und was wird als „no go“ ausgeklammert?), um strukturelle Fragen (wie viele Fachausschüsse soll es geben, wie viele Mitglieder im ehrenamtlichen Magistrat sitzen, eventuelle Korrekturen von Hauptsatzung und Geschäftsordnung) und natürlich auch um personelle Fragen (Stadtverordnetenvorsteher/-in, Ausschussvorsitze, Magistratsmitglieder, etc.). Am Ende dieser Verhandlungen steht dann der Koalitionsvertrag, welcher i.d.R. nach Beschlussfassung durch die Mitgliederversammlungen der beteiligten Parteien durch Unterschrift der Parteivorsitzenden in Kraft tritt.
Konstituierende Sitzung
Am 02.05.2011 tritt sodann die neu gewählte Stadtverordnetenversammlung zu ihrer konstituierenden Sitzung zusammen. Da die neue Stadtverordnetenversammlung nach der Wahl noch keine/-n Vorsitzende/-n hat, lädt der Bürgermeister zur ersten Sitzung ein und eröffnet diese. Nach Eröffnung und Feststellung der Beschlussfähigkeit ermittelt der Bürgermeister „das an Jahren älteste Mitglied“ der Stadtverordnetenversammlung und übergibt die Sitzungsleitung dann an den „Alterspräsidenten“. Dieser leitet die Sitzung bis zur Wahl der/des Vorsitzenden der Stadtverodnetenversammlung welche nun unmittelbar ansteht. Nachdem die Personalvorschläge aus der Mitte der Versammlung vorgetragen wurden, beginnt die eigentliche Wahl. Diese kann offen durch Akklamation stattfinden, was aber i.d.R. nicht passiert. Verlangt nur ein Mitglied der Stadtverodnetenversammlung geheime Wahl, so muss mittels Stimmzettel geheim gewählt werden. Erst mit dieser Wahl und der Annahme der Wahl durch die/den neu gewählte/-n Vorsitzenden hat sich die Stadtverordnetenversammlung konstituiert. Nach Feststellung des Wahlergebnisses und dessen Annahme durch die/den gewählte/-n übergibt der „Alterspräsident“ die Sitzungsleitung an die oder den neuen Stadtverodnetenvorsteher/-in. Danach werden die Stellvertreter der/des Vorsitzenden gewählt sowie die Schriftführer der Stadtverordnetenversammlung. Letztes werden in aller Regel immer städtische Mitarbeiter und traditionell ist erster Schriftführer und rechte Hand der/des Vorsitzenden immer der Hauptamtsleiter. Danach gilt es, weitere Formalie abzuarbeiten. Es müssen Fachausschüsse gebildet (nur der Haut- und Finanzausschuss wird von der Gemeindeordnung gefordert – Zahl und Zuschnitt weiterer Ausschüsse obliegt allein der Stadtverordnetenversammlung), die Hauptsatzung eventuell geändert und über die Gültigkeit der Kommunalwahl Beschluss gefasst werden. Letzter wichtiger Punkt ist die Wahl und danach Einführung und Verpflichtung der ehrenamtlichen Stadträte. Sachanträge sind zwar zulässig, aber unüblich im Rahmen der konstituierenden Sitzung. Die Sacharbeit beginnt in aller Regel nach der konstituierenden Sitzung und Klärung aller wesentlichen organisatorischen und personellen Fragen.
Rödermark intern
Grundsteuer B ab 2028 mehr als 1700%?
Dem Haushaltssicheungskonzept kann man entnehmen, dass der Magistrat ab 2028 mit einer Grundsteuer B in Höhe von mehr als 1700% plant.
Kommunalwahl Rödermark. Bürgermeister vs. Partei
Nehmen wir einmal die Zahlen der Kommunalwahl ein wenig auseinander.
Ergebnis Trend Kommunalwahl 2011 Rödermark
Partei Stimmen Wähler
CDU 84591 2169
SPD 35997 923
FDP 11349 291
AL 88881 2279
Freie 11349 291
5953 Wähler haben nicht panaschiert oder kumuliert.
Bei dem ersten vorläufigen Endergebnis sind nur die Wahlzettel ausgewertet worden, bei denen ein Kreuz im Kopf gemacht wurde.
Es wurde eine Partei gewählt und der Wahlvorschlag der Partei wurde übernommen. Sie können das auch daran erkennen
» Die Stimmen sind ohne Rest durch 39 teilbar.
Betrachte ich mir jetzt einmal die Bürgermeisterwahl unter dem Aspekt des Trendergebnis
Kandidat Endergebnis% Gewählt/Kandidat Gewählt/Partei
N. Rink 30,6 1.821 2169 (84%)
R. Kern 59,1 3.518 2279 (154%)
S. Jung 4,6 273 923 (29%)
H. Gensert 3,7 220 291 (75%)
M. Rädlein 2 119 291 (40%)
Bei 2169 CDU Wählern haben 1821 Norbert Rink gewählt. Das sind 84% der CDU-Wähler.
Bei 2279 Grüne Wählern haben 3518 Roland Kern gewählt. ? Das sind 100% + 54% der AL/Die Grünen-Wähler.? ???
Bei 923 SPD Wählern haben 273 Stefan Junge gewählt. Das sind 29% der SPD-Wähler.
Bei 291 FDP Wählern haben 220 Hans Gensert gewählt. Das sind 75% der FDP-Wähler.
Bei 291 Freie Wähler haben 119 Manfred Rädlein gewählt. Das sind 40% der Freien Wähler.
Bei dem Ergebnis sollte sich ein Kandidat von dem Amt des Parteivorsitzenden zurückziehen. ????Es scheint ja so, als habe dieser in seiner eigenen Partei nicht mehr das anfängliche Vertrauen. Auch der Fraktiosvorsitzende sollte es sich einmal überlegen, ob eine neue Führungsspitze der SPD nicht gut stehen würde.
Das hier ist ja nur der Trend. Beim vorläufigen Endergebnis wird es noch schlimmer. Hat nur der Kandidat Schuld für das schlechte Abschneiden bei der Bürgermeisterwahl? Glaube ich kaum. Ich glaube die Partei hat viel ihrer Glaubwürdigkeit vor einem Jahr verloren, als diese sich an die CDU verkauft hat. Der Bürgermeisterkandidat hat das jetzt auszubaden.
Nachtrag 4.4.2011
Hier wurde das Ergebnis des Bürgermeisters und nicht der Partei betrachtet. Natürlich ist es bei dem schlechten Ergebnis der CDU auch an der Zeit, sich einmal über die Führungsspitze Gedanken zu machen. (Eingefügt wegen einem Kommentar)
??+.+.+.+.+.+.+.+.+.+.+.+
Vorläufige Endergebnis Kommunalwahl 2011 Rödermark
Partei Stimmen Wähler
CDU 156147 4003
SPD 59392 1522
FDP 18975 486
AL 127603 3271
Freie 18728 480
9765 gültige Stimmen (Wähler). 943 ungültige Stimmen (Wähler).
Jetzt auch wieder die Betrachtung zur Bürgermeisterwahl.
Hier ist aber zu berücksichtigen:
Nicht die Wähler der Partei können hier aufgeführt werden, sondern nur die Anzahl der Stimmen für diese Partei.
Kann z.B. bedeuten, ein Wähler hat 15 Stimmen der CDU und 14 Stimmen der SPD gegeben.
Kandidat Endergebnis% Gewählt/Kandidat Gewählt/Partei
N. Rink 30,6 2988 4003
R. Kern 59,1 5771 3271
S. Jung 4,6 449 1522
H. Gensert 3,7 361 486
M. Rädlein 2 195 480
Bei 4003 CDU Wählern haben 2988 Norbert Rink gewählt.
Bei 3271 Grüne Wählern haben 5771 Roland Kern gewählt.
Bei 1522 SPD Wählern haben 449 Stefan Junge gewählt.
Bei 486 FDP Wählern haben 361 Hans Gensert gewählt.
Bei 480 Freie Wähler haben 195 Manfred Rädlein gewählt.
Siehe auch
» Zusammenfassung Kommunalwahl 2016
Rödermark intern
Grundsteuer B ab 2028 mehr als 1700%?
Dem Haushaltssicheungskonzept kann man entnehmen, dass der Magistrat ab 2028 mit einer Grundsteuer B in Höhe von mehr als 1700% plant.
Bürgermeisterwahl in Rödermark muss wiederholt werden.
Die Bürgermeisterwahl in Rödermark muss wiederholt werden. Als neuer Termin ist der 15.05.2011 oder der 22.05.2011 vorgesehen.
Bürgermeister Roland Kern wurde mit sofortiger Wirkung und von oberster Stelle nach Berlin beordert. Er wird (muss) sich dort einer 40-köpfigen Kommission zur Reaktorsicherheit als Vertreter der Grünen anschließen. Die Kommision wird für die nächsten 4-5 Jahren Bestand haben. Diese Kommission bewertet nicht die technische Seite, sondern wird (Auszug):
» Bedenken der Bürger aufarbeiten und bewerten.
» Rechtliche Seite betrachten (Darum wurde u.a. R. Kern ausgewählt)
» Standorte bewerten und Pläne zur Evakuierung überprüfen/neu erstellen.
» Grenzwerte bei Lebensmittel bestimmen. (Unter Nichbeachten der EU-Richtlinen)
» Vorschläge erarbeiten zur Stromversorgung ohne AKW.
» Flächen für Windparks ausweisen.
» Vorschläge zu: Strom aus Wasserkraft in der BRD.
» Vorschläge zu: Kohlekraftwerke.
» Was passiert mit einem stillgelegten AKW? Beispiel: Zurückbau Karlstein.
Für solche Fälle, wo ein neu gewählter Bürgermeister sein Amt noch nicht angetreten hat, sieht die HGO §14 Abs. 2 Neuwahlen innerhalb von 2 Monaten vor.
Rödermark Kommunalwahl. Verluste / Gewinne einmal anders
Bei den Vergleichen der Kommunalwahlen ist in Rödermark zu beachten: „Wir haben das Stadtparlament um sechs Abgeordnete verkleinert“. Vorher 45 Jetzt 39. Des Weiteren haben wir nicht vier Parteien, die sich zur Wahl gestellt haben, sondern vier Parteien und eine Wählervereinigung.
Betrachten wir jetzt einmal das Wahlergebnis vom 27.04.2011 so als wären 45 Abgeordnete zu wählen. Ist zwar eine Milchmädchenrechnung, bringt aber in die Diskussion um Sitzgewinne-/verluste ein wenig mehr Wahrheit.
CDU 19 Sitze // Minus 2
SPD 7 Sitze // Minus 1
AL Die Grünen 15 Sitze // Plus 2
FDP 2 Sitze // Minus 1
Freie Wähler 2 Sitze // Plus 2
Siehe: Rödermark. Ab 2011 nur noch 39 Stadtverordnete.
Rödermark intern
Grundsteuer B ab 2028 mehr als 1700%?
Dem Haushaltssicheungskonzept kann man entnehmen, dass der Magistrat ab 2028 mit einer Grundsteuer B in Höhe von mehr als 1700% plant.