Der Weg zum Festplatz Bulau. Schwere Kost.

Rödermark. Der Weg zum Festplatz Bulau. Schwere Kost.
Ich bin viel in für mich fremden Gegenden unterwegs, um mir dort auch die per Hinweisschild angekündigten Sehenswürdigkeiten anzusehen. Mittlerweile gebe ich den Städten Punkte, wenn die Wegeleitung mich auch zum Ziel führt. Vielfach ist es aber so: „Man wird auf eine Sehenswürdigkeit aufmerksam gemacht. Es geht an der nächsten Kreuzung links ab. Und das war es dann.“ Teilweise ist die großartige Sehenswürdigkeit für mich nicht auffindbar. Nach längerer Suche, einigen sinnlos verfahrenen KM und verbrauchtem Sprit, waghalsigen Wendemanövern habe ich die Schnauze voll. Ich schimpfe noch herzhaft auf die Vollpfosten, die eine Beschilderung nur für Ortskundige aufstellen und fahre weiter.

Ich komme nach einer solchen Tour jetzt wieder in Rödermark an. Nehmen wir einmal an, ich wäre ortsfremd und wollte zu einer Veranstaltung auf das Festgelände Bulau.

Kommend von Dreieich sehe das Hinweisschild zum „Festplatz Bulau“.

Suche den Waldfestplatz Bulau
Suche den Waldfestplatz Bulau

Dann der erste Ärger mit der Frau: „Hast Du nicht gesehen? Hier geht es ab zur Bulau!“ Ich dann: „Da steht nichts von Festplatz.“
WaldfestplatzBulau2

An der Kreuzung geht der Ärger weiter: „Siehst Du. Hier steht nichts mehr von Bulau oder Festplatz!“ Ich muss meine Frau recht geben. Es wird auf dieser Straße halsbrecherisch gewendet und zurück. Oben auf der Bulau angekommen ein großer Parkplatz und ein Hotel. Nix zu sehen von einem Festplatz. Der nette Hotelier, den wir fragten, machte uns auf unser Missgeschick aufmerksam. „Ihr seid falsch.“ Wir sollten an der Kreuzung, an der auch KEINE Schilder zum Festplatz mehr stehen, links abbiegen. Dann käme schon ein Hinweisschild.
WaldfestplatzBulau3

Wir den Weg zurück, an der Kreuzung links und dann das Hinweisschild zum Festplatz gesucht. Im allerletzten Moment entdeckte meine Frau das verträumte, auch noch auf der linken Seite stehende Schild. Wieder ein halsbrecherisches Wendemanöver und dann hat es aber geklappt.

Suche den Waldfestplatz Bulau
Suche den Waldfestplatz Bulau

Ich finde, eine solche Beschilderung sollte man entfernen. Eine Besserung ist wahrscheinlich nicht zu erwarten.
Siehe auch Rödermark. 50. Breitengrad.


Rödermark intern
Grundsteuer B ab 2028 mehr als 1700%?
Dem Haushaltssicheungskonzept kann man entnehmen, dass der Magistrat ab 2028 mit einer Grundsteuer B in Höhe von mehr als 1700% plant.

Bürger werden von einigen Stadtverordneten bei der Stavo ausgelacht.

Nachtrag

Es sind jetzt fast 3 Monate ins Land gegangen und eine Entschuldigung an die Bürger von Rödermark steht weiter aus. Ich habe den Eindruck, die Stadtverordnetenvorsteherin Frau Beldermann (AL/Die Grünen), hat auch wirklich NIX verstanden oder Ihr fehlt der Mut, sich im Namen der Stadtverordneten für diesen Eklat zu entschuldigen.


Rödermark. Bürger werden von einigen Stadtverordneten bei der Stavo (Stadtverordnetenversammlung) ausgelacht.
Zunächst dachte ich, die Presse wird nicht über diese Ungeheuerlichkeit bei der Stadtverordnetenversammlung am 21.07.2015 berichten. Die Dreieich Zeitung tat es am 6.8.2015.

Was war am 21.07.2015 passiert.

[..]Der Bürgermeister berichtete auch darüber, dass es 7 Bürger (noch nannte man keine Namen) gegeben hat, die gegen den Grundsteuer B Bescheid Widerspruch erhoben haben. Der Bürgermeister hat nicht nur die absolute Zahl genannt (evtl. war die ihm dann doch zu hoch) und schob gleich den Promillebereich nach was zur allgemeinen Aufheiterung beitrug. Der Knaller war, als er die Zahl 5 nannte. Das (die 5) war die Anzahl der Bürger aus Waldacker die den Widerspruch eingelegt haben. Jetzt brachen alle Dämme bei einigen in der Stadtverordnetenversammlung und man lachte, insbesondere die Seite wo AL/Die Grünen sitzen, recht laut (Bestätigte Aussage). Die anwesenden Bürger aus Waldacker waren entsetzt und fühlten sich total verarscht. Meine Meinung: „Ich als Zuschauer hätte schmunzeln dürfen, was mir allerdings mein Anstand verbietet.“ Von einem Teil der Stadtverordneten ausgelacht zu werden ist ein ungeheuerlicher Vorgang“. Quelle: Blog für Rödermark.


So schreibt die Dreieich Zeitung

10.700 Steuerbescheide, doch nur 7 Widersprüche Kritik an Kern: „Zieht Thematik ins Lächerliche“
[..]Die Reaktion bei mehreren Stadtverordneten: Süffisantes Grinsen, das sich unschwer deuten ließ. Frei nach dem Motto: „Naja, in Waldacker ist eben auch einiges zu holen. Kein Wunder, dass gerade dort am stärksten protestiert wird.“

Auf den für interessierte Bürger reservierten Plätzen war die Stimmung weniger entspannt. Mit Befremden und Verärgerung, so ein Augenzeuge, der sich nach dem Sitzungsabend telefonisch bei der DZ-Redak­tion meldete, hätten er und andere Besucher die Kern’schen Angaben zur Zahl der Widersprüche pro Stadtteil zur Kenntnis genommen.

Kommentar des Anrufers: „Das war nicht in Ordnung. Der ­Bürgermeister hat damit billigend in Kauf genommen, dass die Thematik ins Lächerliche gezogen wird und dass ein Teil des Stadtgebietes stigmatisiert wird.“[..] Quelle: Dreieich Zeitung

Herr Köhler, es war kein „süffisantes Grinsen“ oder „Schmunzeln“. Es war ein „herzhaftes und lautes Lachen“!

Alle anderen Aussagen sind unwahr oder man hat gewaltig was an den Ohren.
 
Natürlich sieht es keiner der fröhlich lachenden Stadtverordneten für nötig an, sich bei den Bürgern zu entschuldigen. Es waren ja auch nur fünf aus Waldacker, die gemeint waren.


Rödermark intern
Grundsteuer B ab 2028 mehr als 1700%?
Dem Haushaltssicheungskonzept kann man entnehmen, dass der Magistrat ab 2028 mit einer Grundsteuer B in Höhe von mehr als 1700% plant.

Frage an einen Bürger

Denkbar in einer kleinen Stadt in Hessen.

Frage an einen Bürger.

Unser Reporter Tige stellt einem Bürger nur eine Frage.

Wie bewerten Sie den Stand Ihrer Stadt (Infrastruktur/Finanzen/Politik/?
Zu meiner Person. Berufstätig in Frankfurt. Abteilungsleiter Forschungsbereich. Verheiratet. Zwei Kinder. Frau berufstätig als Personalchef bei einem Computerunternehmen. Eigenes Haus.
Hobbys, Theater, Musik, Fernreisen, Lesen.
Zu der Frage. Ich habe für die Beantwortung eigentlich keine Zeit. Da ich Herrn Tige persönlich kenne, habe ich mir etwas Zeit genommen.

Infrastruktur.
Da ich es mir beruflich nicht erlauben kann, mit S-Bahn oder Bus zu meiner Arbeitsstelle nach Frankfurt zu fahren, ist es mir untersagt, etwas zum öffentlichen Nahverkehr zu sagen. Wäre für mich auch zu unbequem. Alleine die Umsteigerei würde mich krank machen. Damit man meine Familie nicht gleich als Umweltsünder abstempelt, weil  ich die öffentlichen Verkehrsmittel meide, habe ich erst in diesem Jahr für meine Frau und mich Autos mit modernster und spritsparender Technik angeschafft. BMW Active Hybrid 7.

Straßen
Zu den Straßen kann ich aber berichten. Die Straßen in unserer Stadt sind stark reparaturbedürftig. Es ist unerträglich zu hören, dass in den nächsten Jahren keine Besserung zu erwarten ist. Warum wird nicht endlich eine Straßenbeitragssatzung eingeführt? Eine Jahresgebühr von 200,00 Euro p. Jahr dürfte doch nicht zu viel sein. Ich habe das Gefühl, man will die nächsten Wahlen  abwarten und dann die überfällige Gebühr einführen. Wahltaktik nennt man das wohl.

Finanzen
Die scheinen ja in Ordnung zu sein, wie meine Bekannten berichten. So wie ich hörte, wird man das Ziel, ausgeglichener Haushalt, bald erreicht haben.

Rettungsschirm.
Da in der überregionalen Presse viel vom Rettungsschirm berichtet wurde, kenne ich mich damit etwas aus. Ich finde, es war geschickt, unter den Rettungsschirm zu schlüpfen. Hiermit wurde ein Teil der kommunalen Schuld auf die Schultern aller Hessen verteilt. Unsere Stadt deshalb als „Schmarotzer“ zu bezeichnen, ist falsch. Die Verwaltung muss immer das Wohl der Kommune betrachten. Und wenn man das Angebot vom Land bekommt, muss man zugreifen. Und das beherrschen die Verantwortlichen hier doch recht gut. Ansonsten habe ich keine weiteren Informationen zu den Finanzen der Stadt. Ist mir auch völlig Wurst.

Kultur.
Das Kulturangebot beurteile ich, für eine so kleine Stadt, als hervorragend. Mir ist auch bewusst, dass ich für dieses Angebot Steuer und Gebühren zahlen muss. Ich frage mich aber, wie kann eine so kleine Stadt ein solches ambitioniertes Angebot und die dafür notwendigen Immobilien finanzieren? Eine Kulturabgabe von 100,00 Euro pro Jahr halte ich für angemessen. Damit zeigt man auch den Bürgern, wie wenig man für das großartige Kulturangebot aufwenden muss.

Wer nicht bereit ist, für ein solches Angebot seinen Obolus zu zahlen, muss dann selber singen, malen oder sein eigenes Theaterstück aufführen.

Umwelt.
Ich habe das Glück, dass vor meinem Haus die Stadt die Straße kehrt und die Bepflanzung schneidet. Da weder meine Frau noch ich keine Zeit bzw. Lust für diese Arbeit habe, müsste ich einen privaten Hausmeisterdienst beauftragen. In diesem Zusammenhang vermisse ich einen von der Stadt organisierten Winterdienst. In der Zeit von September bis Ende März sollte die Stadt die Verpflichtung übernehmen, den Bürgersteig Schnee- und Eisfrei zu halten. Das würde den Bürgern eine Menge Arbeit ersparen und bei einem Unfall aus der Haftung nehmen.

Schule
Das Schulangebot scheint ja recht gut zu sein. Nachdem ich mich etwas intensiver mit der Schulform auseinandergesetzt habe, haben wir dennoch entschieden, unsere Kinder in einem Internat unterzubringen.

Politik
Ich kenne nicht einmal den Namen vom Bürgermeister. Zur Wahl werde ich jedenfalls nicht gehen. Ich bezahle meine Steuer und Gebühren und dann will ich meine Ruhe haben.

Siehe
» 05.08.2015 Interview im Sommerloch 2015. Teil 1
» 06.08.2015 Interview im Sommerloch 2015. Teil 2
» 07.08.2015 Interview im Sommerloch 2015. Teil 3
» 08.08.2015 Interview im Sommerloch 2015. Teil 4
» 09.08.2015 Interview im Sommerloch 2015. Teil 5


Rödermark intern
Grundsteuer B ab 2028 mehr als 1700%?
Dem Haushaltssicheungskonzept kann man entnehmen, dass der Magistrat ab 2028 mit einer Grundsteuer B in Höhe von mehr als 1700% plant.