Von wieviel Mitarbeiter wird man sich trennen?

Aktualisiert: 18.10.2025 23:00h

Die Stadtverordnetenversammlung beschließt die als Anlage zu dieser Drucksache beigefügte „Satzung zur Auflösung des Eigenbetriebs „Kommunale Betriebe Rödermark“ der Stadt Rödermark und zur Aufhebung der Betriebssatzung für den Eigenbetrieb „Kommunale Betriebe Rödermark“ der Stadt Rödermark“. Quelle:

Die Hessische Landesregierung hat in ihrem Leitfaden „Haushaltskonsolidierung“ (insbesondere den ehemaligen Schutzschirmkommunen) die Rückführung der Eigenbetriebe und öffentlichen Unternehmen in den Kernhaushalt empfohlen, um Ressourcen in der Verwaltung und somit Kosten einzusparen.Quelle

Rödermark will sich den Kommunen anschließen, die ihre Eigenbetriebe bereits in den Kernhaushalt zurückgeführt haben. Das ist für die Übersicht sicherlich ein Vorteil, da es dann ab 2026 nur noch einen Haushalt geben wird.


Es folgen Fragen, die möglicherweise im Finanzausschuss zur Sprache kommen


Von den im Antrag aufgeführten Punkte, die zur Kostensenkung beitragen können, ist eigentlich nur der Punkt -Personalkosteneinsparung- erwähnenswert, da sich die Einsparung hier direkt bei den Personalkosten ablesen lässt.
Die Kosten für die Betriebskommission und den Jahresabschluss KBR betragen ca. 19.000,00 € (siehe weiter unten)


Personalkosteneinsparungen durch die Auflösung von Doppelstrukturen nach
Eingliederung in bestehende Strukturen und Hierarchien der Kernverwaltung.


Bedeutet das Vorgenannte, dass sich die Kommunalen Betriebe Rödermark (KBR) von Mitarbeitenden trennen werden – etwa schon ab dem 1. Januar 2026? Im Jahr 2024 waren durchschnittlich 104,25 Mitarbeitende beschäftigt. (Seite 58)
 
Die Mitarbeiter stellen die wichtigste Ressource des Eigenbetriebes KBR dar und tragen maßgeblich zu dessen Erfolg bei.Um einen langfristigen Unternehmenserfolg zu erzielen ist eine dauerhaft angelegte Personalentwicklung unumgänglich. Diese trägt auch zur Motivation der Mitarbeiter bei (Seite 63)


1)Die Betriebsleitung stellt zum 31. Dezember 2025 den Jahresabschluss und den
Lagebericht auf (§ 27 EigBGes). 2)Der Jahresabschluss nach Satz 1 ist zugleich die Schluss- und Auflösungsbilanz des Eigenbetriebes


Das bedeutet wohl, dass im Haushaltsplan 2026 der Stadt Rödermark bereits die Finanzdaten der KBR enthalten sind. Möglicherweise werden auch neue Fachbereiche aufgenommen?
 
– Wann wird die KBR ihre Finanzdaten für das Jahr 2025 so aufbereitet haben, dass die Stadt Rödermark diese in ihren Haushaltsplan 2026 übernehmen kann?
– Ist es aufgrund der hohen allgemeinen Rücklagen der KBR möglich, dass die Stadtkämmerin einen ausgeglichenen Haushalt für 2026 vorlegt?
– Wird der Haushalt 2026 noch vor der kommenden Kommunalwahl verabschiedet bzw. wird ein Haushatsplanentwurf vorliegen?
 
Anmerkung:
Vor der Kommunalwahl 2026? Wenn die Rücklagen der KBR genutzt werden können, wäre dies denkbar.
Die Rücklagen (ordentliches Ergebnis) im Kernhaushalt der Stadt dürften am 1. Januar 2025 etwa 1,7 Mio. € betragen und bis zum 31. Dezember 2025 auf 0,00 € abgeschmolzen sein.

KBR

  • Rücklagen (Allgemeine) 21.312.006,86 € (Seite 36)
  • Rücklagen (Zweckgebundene) 6.052.590,18 €
  • Verbindlichkeiten 7.769.481,90 (Seite 47)
  • Zehn Sitzungen der Betriebskommission statt. Hierfür wurden EUR 3.977,85 an Sitzungsgeldern erstattet (Seite 51)
  • Das vom Abschlussprüfer für das Wirtschaftsjahr berechnete Honorar für die gesetzlich vorgeschriebene Abschlussprüfung beträgt TEUR 15 (Seite 53)
  • Der Wirtschaftsplan 2025 für die Kommunalen Betriebe Rödermark sieht einen Jahresverlust von EUR 3.272.620 vor. (Seite 62)
  • Abfallbeseitigung 53.775,09
    Abwasserentsorgung 440.600,29
    Badehaus -655.341,20
    Betriebshof -752.700,43
    Gebäudewirtschaft -202.970,18 (Seite 98)
  • Die Städte und Gemeinden haben sicherzustellen, dass die Vorgaben des KAG eingehalten und regelmäßig Voraus- und Nachkalkulationen erstellt werden. Dabei ist zu empfehlen, die Möglichkeit eines mehrjährigen Kalkulationszeitraum zu nutzen. Daraus resultiert der Vorteil, dass nicht in jedem Jahr erneut Gebührenkalkulationen erstellt werden müssen und somit personelle Ressourcen im Bereich der Finanzverwaltung gebunden werden.Quelle
     
    Nach der Eingliederung in den Kernhaushalt der Stadt Rödermark wird doch wohl eine neue Gebührenkalkulation auf Basis des neuen Betriebs (Kernhaushalt) notwendig sein.
    Sind nach einer der Eingliederung in den Kernhaushalt Gebührenerhöhungen zu befürchten?

    a) Gab es verlustbringende Geschäfte, die für die Vermögens- und Ertragslage von Bedeutung waren, und was waren die Ursachen der Verluste?
    Das Badehaus ist ein dauerdefizitärer Betrieb. Der Wesentliche Teil des Verlustes des Betriebshofes würde ausgeglichen, wenn die internen Leistungsverrechnungen mit den anderen Betriebszweigen einbezogen würden.

    b) Wurden Maßnahmen zeitnah ergriffen, um die Verluste zu begrenzen, und um welche Maßnahmen handelt es sich?
    Maßnahmen zur Verlustbegrenzung werden fortlaufend initiiert. Im Bereich Badehaus wird ein breites Angebot von Schwimmkursen für Vereine und Schulen geschaffen. Von der Stadt Rödermark wird weiterhin jährlich eine Verlustabdeckung in Höhe von TEUR 300,0 gezahlt (Seite 99)


    Haushalt Stadt Rödermark. Kernhaushalt.
    Aus dem Jahresabschluss 2024

    Die folgenden Kennzahlen zeigen wenig Gutes.

    Hessenkasse
    Beitrag zur Hessenkasse konnte 2020 nicht vollständig gezahlt werden. Für 5 Jahre wird ein erhöhter Betrag gezahlt.

    Verbindlichkeiten (Kreditinstitute).
           2019 || 13.604.273,00. Anfang 2019. Seite 68
           2024 || 25.709.297,22. Ende 2024. Seite 63

    Zinsen und Tilgung.1.1.xxxx
          Jahr || Zinsen || Tilgung
           2019 || 729.643,00 || 1.518.524,00 (in 2019. Seite 73, 106)
           2024 || 842.969,00 || 2.586.187,00 (in 2024. Seiten 69, 113)

    Verschuldungsgrad
    Die Kennzahl zeigt die Höhe des Fremdkapitals an. Je höher die Verschuldung, umso höher ist die zu tragende Kapitallast.
    Bemerkung Jahresabschluss 2024
    Der Verschuldungsgrad hat sich im Vergleich zu den Vorjahren um mehr als 6% erhöht. Aufgrund des geringeren wirtschaftlichen Eigenkapital und weiter ausbleibenden Steuereinnahmen wird sich der Verschuldungsgrad auch in den nächsten Jahren nicht verbessern
          Jahr || %
            2019 || 63 %
            2020 || 64,3 %
            2021 || 60,8 %
            2022 || 64,1 %
            2023 || 64,7 %
            2024 || 70,4 %
     
    Berechnung: Fremdkapital / Wirtschaftl. Eigenkapital
    Fremdkapital: Bilanz Passiva 3) Rückstellungen 4) Verbindlichkeiten 5) Rechnungsabgrenzng
    Wirtschaftliches Eigenkapital: Bilanz Passiva 1) Eigenkapital 2) Sonderposten

    Anlagenintensität
    Die Anlagenintensität ermittelt den Anteil des Anlagevermögens am Gesamtvermögen der Kommune. Die Kennzahl liefert eine Aussage über den Vermögensaufbau. Eine hohe Anlagenintensität führt zu hohen Abschreibungen und geringerer Liquidität, da das Kapital langfristig gebunden ist. Bei Kommunen ist der Wert regelmäßig sehr hoch, da man aufgrund des Infrastrukturvermögens immer einen anlageintensiven Bereich hat.
          Jahr || %
            2019 || 92,5 %
            2020 || 87,3 %
            2021 || 87,6 %
            2022 || 85,4 %
            2023 || 85,0 %
            2024 || 86,1 %

    Anlagendeckungsgrad
    Der Anlagendeckungsgrad gibt an, wie viel Prozent des Anlagevermögens mit wirtschaftlichem Eigenkapital finanziert wird. Bei einer Quote von 100 Prozent wäre das Anlagevermögen vollständig mit dem wirtschaftlichen Eigenkapital finanziert. Je geringer der Prozentsatz ist, umso höher ist die Fremdfinanzierung
          Jahr || %
            2019 || 66,3 %
            2020 || 69,7 %
            2021 || 71 %
            2022 || 71,3 %
            2023 || 71,5 %
            2024 || 68,2 %

    Eigenkapitalquote II
    Die Eigenkapitalquote II zeigt das Verhältnis zwischen wirtschaftlichem Eigenkapital und der Bilanzsumme an. Je niedriger die Eigenkapitalquote, umso höher die Fremdfinanzierung. Hieraus resultieren ein höherer Zinsaufwand und eine sinkende Kreditwürdigkeit.
          Jahr || %
            2019 || 61,4 %
            2020 || 60,8 %
            2021 || 62,2 %
            2022 || 60,9 %
            2023 || 60,7 %
            2024 || 58,7 %
     
    Berechnung: Wirtschaftl. Eigenkapital / Bilanzsumme
    Wirtschaftliches Eigenkapital: Bilanz Passiva 1) Eigenkapital 2) Sonderposten
    Bilanzsumme: Lezte Sumenzeile.

    Die Eröffnungsbilanz (Doppik) weist unter 1 Eigenkapital bei 1.1 von 92.945.466,17 aus. Dürfte „Einlage“ oder „Anfangskapital“
    In der Bilanz steht in der Bilanz seit mindestens 2018 74.287.863,12€.
     
    Das Eigenkapital (1.1) hat sich seit der Eröffnungsbilanz auf knapp 19 Mio. € in 2024 verringert. Wird sich der Betrag 2025 erneut vermindern, weil die Rücklagen und das Stiftungskapital den Fehlbetrag wohl nicht mehr ausgleichen können? Bis zu welcher Höhe darf die Einlage bzw. das Anfangskapital abgesenkt werden? Oder kommt die KBR zur rechten Zeit mit ihren hohen Rücklagen?
    2024. Das Eigenkapital hat sich aufgrund des Jahresfehlbetrages in Höhe von 4.862 T€ stark reduziert. Seite 92

    Siehe auch
    » Satzung. Auflösung KBR
    » KBR Stadtverordnetenbeschluss
    » KBR Jahresabschluss 2024
    » Jahresabschluss 2024. Kernhaushalt
    » Konsolidierungsbuch für 2025
    » Erklärungen zum Jahresabschluss 2024
     
    #Kommunalwahl2026
    Kommunalwahl 2026

    Bauplatz für einen REWE

    Beschlussvorschlag:
    Die Stadtverordnetenversammlung beschließt gemäß § 2 Abs. 1 Baugesetzbuch auf Antrag des Vorhabenträgers – REWE Markt GmbH/ Rosbach – das Verfahren zur Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans/ Vorhaben- und Erschließungsplans gemäß § 12 Baugesetzbuch einzuleiten. Quelle: Aktenmappe BUSE 22.10.2025

     

    Sieha auch
    » 22.10. Aktenmappe BUSE (Bauausschuss)
    » 23.10. Aktenmappe HFuW (Finanzausschuss)
    » 04.11. Stavo (Stadtverordnetenversammlung)

     


    Rödermark intern
    Grundsteuer B ab 2028 mehr als 1700%?
    Dem Haushaltssicheungskonzept kann man entnehmen, dass der Magistrat ab 2028 mit einer Grundsteuer B in Höhe von mehr als 1700% plant.

    Transparenz? Fehlanzeige auch bei den Antworten!

    Da geht man zur Stavo und interessiert sich für Antworten, die sich aus den Fragen der Fraktionen ergeben, um dann ohne Antworten, wieder den Heimweg anzutreten.

    Dass die Verwaltung die Antworten nicht im Allris veröffentlicht, bemängle ich schon seit geraumer Zeit. Doch im Grunde interessiert das kaum jemanden. Verständlich ist das schon, denn weniger als 1 % der wahlberechtigten Bürger nehmen an einer Stadtverordnetenversammlung teil. Das heißt, nur einem sehr kleinen Teil der Bevölkerung fällt überhaupt auf, dass Transparenz in Rödermark klein geschrieben wird.


    Siehe: Niederschrift Stavo 23.09.2025


    Rödermark intern
    Grundsteuer B ab 2028 mehr als 1700%?
    Dem Haushaltssicheungskonzept kann man entnehmen, dass der Magistrat ab 2028 mit einer Grundsteuer B in Höhe von mehr als 1700% plant.

    Veröffentlicht unter Stavo

    Anworten zu Fragen bei der Stavo 17.06.2025

    Hier nur drei von vier Anfragen bei der Stavo 17.06.2025
    » Sicherstellung Liquiditätsreserve
    » Fragen zum Quartalsbericht 1/2025
    » Kosten für Aufwertung und Neugestaltung des Parks am Entenweiher


    Kurzfassung.

  • Die Liquiditätsreserve in der Haushaltsplanung ist im derzeitigen Stadium irrelevant, da zunächst alle Ein- und Auszahlungen des Haushaltsjahres 2026 bekannt sein müssen,
  •  

  • Die abgebildeten Budgetwerte entsprechen der Beschlusslage zum Doppelhaushalt 2025/2025 (!sic) vom 05.03.2024.
    Gestiegene Kreisumlage nicht im Quartalsbericht berücksichtigt.
    Der Finanzplanungserlass vom 11.11.2024 ist außerhalb der Haushaltsplanung irrelevant
  •  

  • Kosten für Aufwertung und Neugestaltung des Parks am Entenweiher: 955.004.30
  •  

    Die Frage zu der Liquiditätsreserve hätte man nicht stellen müssen, weil eh alles egal ist.
    Im Finanzplanungserlass vom 11.11.2024 unter Nr. 7 angeführt, dass keine aufsichtsbehördliche Beanstandung erfolgt, wenn die Voraussetzungen des § 106 HGO zur Bildung einer Liquiditätsreserve nicht bzw. nicht vollständig erfüllt werden können.

    Ansonsten bin ich von der Finanzplanung der Stadt Rödermark begeistert. Zu den Antworten fällt mir nichts mehr ein

     
    Siehe auch
    » Niederschrift Stavo 17.06.2025
    » Quartalsbericht. Erstes Quartal

    #Kommunalwahl2026
    Kommunalwahl 2026

     


    Rödermark intern
    Grundsteuer B ab 2028 mehr als 1700%?
    Dem Haushaltssicheungskonzept kann man entnehmen, dass der Magistrat ab 2028 mit einer Grundsteuer B in Höhe von mehr als 1700% plant.