Preiswerte Wohnungen bauen statt Erbsen zählen

Pressemeldung SPD
Pressemeldung SPD

Pressemeldung der SPD Rödermark
Überall im Rhein-Main-Gebiet übersteigt eine enorme Nachfrage nach Wohnungen
aller Kategorien das schmale Angebot.

Darauf machte die SPD aktuell aufmerksam, was ausgerechnet AL/Die Grüne zu einer Erwiderung auf den Plan rief. Doch statt sich mit der Wohnungsnot, verstärkt durch den wachsenden Siedlungsdruck in unserem Ballungsraum zu befassen, wird detailversessen jeder Neubau der letzten Jahrzehnte akribisch addiert, auch wenn nur ein verschwindend geringer Teil davon das Problem berührt, um das es der SPD ging und weiter gehen wird: Erschwinglicher Wohnraum für junge Familien und andere mit eher geringen Einkünften.

Denn vor allem junge Familien suchen hier eine Bleibe. Die Möglichkeit, Arbeiten im Home Office zu erledigen, wird das dauerhaft verstärken. Eine gute Infrastruktur und Verkehrsanbindung machen Rödermark für weiteren Zuzug attraktiv. Das hat sich in steigenden Preisen für Bauland, Eigentums- und Mietwohnungen niedergeschlagen. Die Wohnungsbaupolitik auch der jüngeren Vergangenheit – die mit grüner Mitverantwortung also – hat wenig dazu beigetragen, den besonders von steigenden Kosten fürs Wohnen Betroffenen weiterzuhelfen. Allein Rödermark verzeichnet mittlerweile 286 Wohnungssuchende, die sogar teilweise von Obdachlosigkeit bedroht sind, da
die in unserer Stadt geforderten Mieten von Durchschnittsverdienern kaum noch zu bezahlen sind, von der Schaffung von Wohneigentum gar nicht zu reden. Die Anzahl derjenigen, die eine bezahlbare Bleibe suchen, wächst unerbittlich an. Das Problem ist nicht mehr prekären Lebensverhältnissen vorbehalten, sondern hat die Mitte unserer Gesellschaft erreicht.

Die SPD übersieht keinesfalls, was im neuen Jahrtausend neu gebaut wurde, und stellt nicht in Abrede, was in Planung befindlich ist und bald umgesetzt werden könnte. Aber das Franziskushaus mit 40 Wohneinheiten beispielsweise wurde 2010/2011 von der damaligen CDU/SPD-Kooperation in Rödermark auf den Weg gebracht. Die dortigen 17 Sozialwohnungen wurden mit Sozialbindung erstellt. Und: Seniorenresidenzen hier und privater Häuslebau dort sind, so die SPD, eben nicht der Wohnbau, der die aktuellen, schon gar nicht die zukünftigen Probleme nur ansatzweise löst. In der Planung sind offenbar derzeit rund 200 Wohneinheiten in Ober Roden und ein Wohngebiet in der Nähe des Urberacher Bahnhofs. Auch die 10 Sozialwohnungen, die im Rahmen des Bauvorhabens Dieburger Str. (Ex-Citroën-Werkstatt) entstehen sollen, seien „mit Blick auf den steigenden Bedarf nur ein Tropfen auf den heißen Stein“, so Petra Wilde, Kandidatin der SPD für die Kommunalwahl.

Die AL/Die Grüne zeige aber in ihrer Erwiderung auf die SPD-Pressemeldung keinerlei Wege auf, wie sie der steigenden Nachfrage nach preisgünstigem Wohnraum begegnen will. Ebenso nicht, wie sie dem Problem fehlender Sozialwohnungen in Rödermark in Zukunft begegnen möchte.

Neu gebaut werden überwiegend (ungeförderte) Einfamilienhäuser mit relativ hohem Flächenbedarf. Mehrfamilienhäuser mit Sozialwohnungen sparen Fläche und bieten mehr Menschen Wohnraum: Im Einfamilienhaus leben im Schnitt 1,5 Personen je Wohnung, im Reihenhaus 1,7 Personen und in Geschossbau-Wohnungen 2,5 Personen.

Deshalb plädiert die SPD für einen Geschosswohnungsbau auch in Rödermark. Auf der gleichen Grundfläche kann mehr Zuhause entstehen, was alleine schon die Kosten senkt. Und der Gesetzgeber spielt dem Geschossbau in die Karten: die geplante Reform der Baugesetze wird insbesondere in Ballungsgebieten einen nachhaltigeren Umgang mit Bauflächen vorschreiben. Auch die energetischen Vorgaben setzen immer höhere Hürden und verlangen somit aktives Handeln.

Die parlamentarische Beratung des „Baulandmobilisierungsgesetzes“ hat Mitte Januar 21 begonnen. Die SPD begrüßt weitere Schritte zu einem sozialeren Bodenrecht: Stärkung der Vorkaufsrechte von Kommunen, Erleichterung von Baugeboten und der neue sektorale Bebauungsplan. So können Kommunen auch in Innenstadtbereichen bestimmen, dass ein Mindestanteil an bezahlbaren Wohnungen und Sozialwohnungen gebaut werden muss. Das jedenfalls wären aus Sicht der SPD konkrete Lösungsansätze, die drängenden Probleme zu meistern. „Handlungsfähigkeit setzt jedoch Kompromissfähigkeit voraus“, so die SPD-Spitzenkandidatin Anke Rüger. Diese erhofft sie sich von allen Rödermärker Parteien nach der Kommunalwahl. „Wir sollten uns ernsthaft Lösungen zuwenden – und zwar gemeinsam!“ so Rüger abschließend.

HFuW. Haupt-, Finanz- und Wirtschaftsförderungsausschuss

HFuW 28.01.2021
Der Aussschussvorsitzende des HFuW

28.01.2021 HFW (HFuW) 28.01.2021
Haupt-, Finanz- und Wirtschaftsförderungsausschuss
Vorbereitende Sitzung für die Stadtverordnetenversammlung

Haushalt 2021.
Sollte einer die Hoffnung hegen, etwas über den Haushalt 2021 zu erfahren, den muss ich enttäuschen. Meine Vermutung: » Der Haushalt kommt bestimmt erst NACH der Kommunalwahl.« Andere Kommunen im Kreis Offenbach sind da schon weiter.

REWE, Edeka.
Alter Seeweg. A48 Bebauungsplan War da nicht mal ein „Großflächiger Einzelhandel wie EDEKA oder REWE angedacht? Laut Bebauungsplan dürfte das nicht möglich sein. Top 16 in der Aktenmappe.
Der „Großflächige Einzelhandel“ könnte jetzt seine Heimat „nördl.Germania“ finden.
Die Stadtverordnetenversammlung spricht sich dafür aus, einen Bereich nördlich des Germania-Sportplatzes als Sondergebiet für großflächigen Einzelhandel und als Gewerbegebiet zu entwickeln. Der Magistrat wird beauftragt, einen Vorschlag für eine Gebietsabgrenzung und für den Geltungsbereich des zukünftigen Bebauungsplanes vorzulegen.“ Siehe Top 21 (Aktenmappe)

Gut nachverhandelt Herr Bürgermeister.
In dem Anschreiben des Investors vom 6.1.2021 kann man lesen:
„Gemäß Vorabstimmung mit der Stadtverwaltung verpflichten wir uns bereits jetzt, mindestens 20 % der entstehenden Wohnungen als Sozialwohnungen zu errichten und der Stadt ein verbindliches Vorschlagsrecht für die Wohnungsbelegung einzuräumen.“ Quelle: TOP 19 Anlage 6 in der Aktenmappe.
 
Dem Flyer der CDU zur Kommunalwahl vom Dezember 2020 kann man entnehmen, dass durch Nachverhandlungen von Bürgermeister Rotter von den 24 geplanten Wohnungen 10 (Anm. das wären 40%) als Sozialwohnung genutzt werden sollen.

Sitzung. Was steht nach der Begrüßung an?

  • Verleihung der Bezeichnung Ehrenbürgermeister an Bürgermeister a. D. Roland Kern.
  • Neufassung der Feuerwehrgebührensatzung
  • Änderung der Kostenbeitragssatzungen zur Kinderbetreuung während der Einschränkungen zur Eindämmung des Corona-Virus
  • Beteiligungsbericht 2019
  • KommPakt – Das Beteiligungsmodell der Entega
  • Stadtwald Rödermark: Förderantrag auf Bundeswaldprämie
  • Verkauf des Grundstücks Gemarkung Urberach Flur 8 Flurstück 2/2, Rudolf-Diesel-Straße
  • Anordnung zur Durchführung einer Baulandumlegung für das „Gewerbegebiet Kapellenstraße“ in Rödermark / Ober-Roden
  • Gewerbegebiet Kapellenstraße;Aufstellungsbeschluss gemäß § 2 Abs. 1 Baugesetzbuch
  • Urbanes Gebiet Odenwaldstraße;Aufstellungsbeschluss gemäß § 2 Abs. 1 Baugesetzbuch
  • B5.1 Vorhabenbezogener Bebauungsplan/ Vorhaben- und Erschließungsplan „Wohnquartier südlich der Darmstädter Straße“ im Stadtteil Urberach;Behandlung/ Abwägung der im Rahmen der öffentlichen Auslegung gemäß § 3 Abs. 2 Baugesetzbuch sowie der Beteiligung der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange gemäß § 4 Abs. 2 Baugesetzbuch eingegangenen Stellungnahmen
  • B5.1 Vorhabenbezogener Bebauungsplan/ Vorhaben- und Erschließungsplan „Wohnquartier südlich der Darmstädter Straße“ im Stadtteil Urberach;Beschluss des Durchführungsvertrags gemäß § 12 Abs. 1 Baugesetzbuch
  • B5.1 Vorhabenbezogener Bebauungsplan/ Vorhaben- und Erschließungsplan „Wohnquartier südlich der Darmstädter Straße“ im Stadtteil Urberach;Satzungsbeschluss gemäß § 10 Baugesetzbuch
  • A48 Bebauungsplan „Südlich des Alten Seewegs“;Behandlung der Stellungnahmen/ Äußerungen aus der frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit gemäß § 3 Abs. 1 Baugesetzbuch sowie der Beteiligung der Behörden und sonstigen Trägern öffentlicher Belange gemäß § 4 Abs. 1 Baugesetzbuch
  • A48 Bebauungsplan „Südlich des Alten Seewegs“;Beschluss über die Beteiligung der Öffentlichkeit gemäß § 3 Abs. 2 Baugesetzbuch (öffentliche Auslegung) sowie der Beteiligung der Behörden und sonstigen Trägern öffentlicher Belange gemäß § 4 Abs. 2 Baugesetzbuch
  • A67 Vorhabenbezogener Bebauungsplan/ Vorhaben- und Erschließungsplan „Dieburger Straße Süd“ im Stadtteil Ober-Roden;Behandlung/ Abwägung der im Rahmen der öffentlichen Auslegung gemäß § 3 Abs. 2 Baugesetzbuch sowie der Beteiligung der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange gemäß § 4 Abs. 2 Baugesetzbuch eingegangenen Stellungnahmen
  • A67 Vorhabenbezogener Bebauungsplan/ Vorhaben- und Erschließungsplan „Dieburger Straße Süd“ im Stadtteil Ober-Roden;Beschluss des Durchführungsvertrags gemäß § 12 Abs. 1 Baugesetzbuch
  • A67 Vorhabenbezogener Bebauungsplan/ Vorhaben- und Erschließungsplan „Dieburger Straße Süd“ im Stadtteil Ober-Roden;Satzungsbeschluss gemäß § 10 Baugesetzbuch
  • Grundsatzbeschluss Jägerhaus/ Rathausplatz Ober-Roden
  • Grundsatzbeschluss zur Prüfung eines Sonder- und Gewerbegebiets nördl. Germania und einer Verkehrsspange Ober-Roden Nord
  • Jahresabschluss 2019 der Kommunalen Betriebe der Stadt Rödermark
  • Bestellung eines Prüfers für den Jahresabschluss 2020 des Eigenbetriebes „Kommunale Betriebe der Stadt Rödermark“
  • Ermittlung der Abwassergebühren für die Jahre 2021 bis 2023, getrennt nach Schmutzwasser- und Niederschlagswassereinleitung
  • Änderung der Betriebssatzung für den Eigenbetrieb „Kommunale Betriebe Rödermark“
  • Antrag der SPD-Fraktion: Kontrolle des fließenden Verkehrs
  • Antrag der SPD-Fraktion: Schulsozialarbeit an Grundschulen
  • Antrag der SPD-Fraktion: Umbau des Eppertshäuser Knotens
  • Antrag der SPD-Fraktion: Lärmmessung Rodaustraße
  • Antrag der SPD-Fraktion: Beseitigung des S-Bahnübergangs in Ober-Roden
  • Antrag der SPD-Fraktion: Sozialer Wohnungsbau in Rödermark
  • Antrag der FDP-Fraktion: Geänderte Fassung: Grünflächenpflege in Rödermark nach ökologischen Kriterien
  • Antrag der Fraktion FWR: Corona-Hilfe für Vereine
  • Einschlägige Punkte zur Sitzung der Stadtverordnetenversammlung
  • Mitteilungen und Anfragen

Hier die Aktenmappe zur Sitzung. (ca. 70 MB)
 
Siehe auch
» Alter Seeweg. Bebauungsplan A48. Noch stimmt der Alter-Mix nicht. OP-Printausgabe 22.02.2021.

Wieviel Sozialwohnungen hat Rödermark eigentlich?

Sozialer Wohnungsbau in Eppertshausen.7,05€ qm
Sozialer Wohnungsbau in Eppertshausen.7,05€ qm

[..] Insgesamt erhöhte sich der Bestand der kommunalen Wohnungen, auf die die Gemeinde bei Vergabe und Preisgestaltung direkten Einfluss hat, durch den Neubau in der Mozartstraße von 62 auf 76. Quelle OP-Online.

Rödermark.
Auf dem Gelände des ehemaligen Autohauses Lieb in Rödermark sind zwei Wohn- und Geschäftshäuser mit 24 Wohnungen geplant. 10 Wohnungen sollen als Sozialwohnungen genutzt werden.