22 Tagesordnungspunkte gab es in dieser Stadtverordnetenversammlung zu beraten und 9 Anfragen zu beantworten (darunter 1 Antrag und 3 Anfragen der FDP-Fraktion) – dass sie dennoch eine der kürzesten der letzten Jahre wurde, ist der Einigkeit der Fraktionen geschuldet, viele Punkte ohne Aussprache zu beschließen – und dem krankheitsbedingten Ausfall einer Fraktionssprecher. Am Ende wurden nur 3 Tagesordnungspunkte beraten und 2 davon nur, weil die FDP eine abweichende Meinung vom Rest des Hauses hatte. Weiter bei der FDP Rödermark
Rödermark intern Haushaltskompetenz
In einer Sitzung, in der über Spielapparatesteuer diskutiert wurde, fiel folgender Spruch eines Stadtverordneten:
Sinngemäß. „Wir sind alle Ehrenamtler und keine Finanzexperten. Wir verlassen uns ganz auf die Fachleute der Verwaltung.
Steigerung der Ausgaben in 2022
von 68.492.648 auf 84.081.494 in 2026. Laut Entwurf Haushaltsplan 2023 rechnet man, trotz der hohen Steigerung, in der Planung 2026 mit einem Fehlbedarf von nur 459.859,00€. Planung 2023 695.482,00€. Siehe Entwurf Haushaltsplan 2023 Seite 39.
Natürlich muss man auch die steigenden Einnahmen
beachten. Bei den Einnahmen dürfte die Höhe nur bei der Grundsteuer relativ sicher sein. Und genau dieser Posten ist in der Planung –Grundsteuer A 11.000,00 auf und Grundsteuer B auf 7.676.000,00€– eingefroren worden. Man hat sich wohl noch nicht getraut, in der Planung z.B. beginnend ab 2024 mit einer gestiegenen Grundsteuer A oder B zu kalkulieren. Man setzt auch auf eine steigende Gewerbesteuer. Rechnet man in 2023 mit 16.000.000,00€ so sollen es in 2026 17.200.000,00€ sein.
Mit der Ansiedlung umsatzstarker Gewerbebetriebe können
wir in Rödermark mangels Gewerbeflächen nicht rechnen. Die Hoffnung bei der Steigerung der Gewerbesteuer dürfte auf Umsatzsteigerung der vorhandenen Gewerbesteuerzahler beruhen. Es ist ein Unding, dass ein Gewerbebetrieb mit knapp 130 Mitarbeiter deshalb nach Dietzenbach umzieht, weil in Rödermark keine Gewerbefläche zur Verfügung stand.
Steigerungen der Ausgaben ist nichts ungewöhnliches.
Bedenken Sie alleine die Lohnkosten und die Inflation. Auch ist es vorbei mit dem Niedrigzins. Steigerung der Ausgaben. Im Haushalt 2016 geplant waren es 53.168.387,00 und in 2020 66.648.831,00. Eine Steigerung in fünf Jahren von 13.480.444,00€. Ebenfalls in 5 Jahren, von 2022 bis 2026 wird mit einer Steigerung von 16.748.727,00€ kalkuliert.
Die Grundsteuer B betrug im Jahr 2015 540 Prozentpunkte. 2022 sind es 715 Prozentpunkte.
Fehlende Gewerbebetriebe ist nur ein Baustein,
um für ein besseres Haushaltsergebnis zu sorgen. Die – ich nenne es einfach Prunk und Protz Projekte – andere nennen es – Färz (Dialekt) – sind zu überdenken. Man sollte sich auf das Wesentliche konzentrieren und auch so dazu beitragen, dass die vorhanden Mitarbeiter stressfrei ihre Arbeit erledigen können und so auch der Ruf nach mehr Personal ausbleibt.
Ich bin gespannt, wie die Fraktionen den Entwurf des Haushaltsplans und besonders die Entwicklung bis 2026 kommentieren werden.
Herr Gensert (CDU).
In der Dreieich Zeitung (Februar 2021) konnte man zu Gewerbegebieten eine Aussage von Ihnen lesen:
„Wir müssen uns künftig besser anstrengen und bei diesem Thema mehr Mumm zeigen.“
Mir gab diese Aussage, von Ihnen vor der Kommunalwahl getroffen, Hoffnung für die folgende Legislaturperiode. Es konnte ja nur besser werden. Ich warte seit der Kommunalwahl auf diesen Mumm. Bisher bin ich nur enttäuscht worden. Schade.
Unser Stadtkämmerin zur Zukunft. Nur zwei Passagen.
» Die Tilgung alter und neuer Darlehen kann nicht aus der laufenden Geschäftstätigkeit finanziert werden. Dafür müssen die Rücklagen herhalten.
» Auf der Ausgabenseite sind die Personalkosten der größte Posten: Sie werden sich um 1,1 Millionen auf 23,6 Millionen Euro erhöhen.
Quelle: Haushalt 2023. Im Ergebnishaushalt fehlen …..
Rödermark intern Haushaltskompetenz
In einer Sitzung, in der über Spielapparatesteuer diskutiert wurde, fiel folgender Spruch eines Stadtverordneten:
Sinngemäß. „Wir sind alle Ehrenamtler und keine Finanzexperten. Wir verlassen uns ganz auf die Fachleute der Verwaltung.
Die Entwicklung des „Park45“ ist eine der größten Eppertshäuser Erfolgsgeschichten in diesem Jahrtausend. OP-Online
Dringend benötigte Gewerbegebiete ausweisen.
In Eppershausen darf die CDU so etwas. In Rödermark nicht.
Die Eppershäuser CDU plant unter dem Arbeitstitel „Park45 2.0“ das Gewerbegebiet um sechs Hektar auszudehnen. Genügend Platz für Unternehmen in Rödermark, die zusätzliche Gewerbeflächen benötigen. Quelle: OP-Online
Der unbedingte Wille der CDU Rödermark vor der Kommunalwahl zu einem benötigten neuen Gewerbegebiet, wurde mit dem Koalitionsvertrag, der nach der Kommunalwahl geschlossen wurde, zum Entsetzen vieler begraben. Siehe „Klartext: Fakten zur REWE“ Nach der Kommulanwahl „darf die CDU nicht mehr„.
Rödermark intern Haushaltskompetenz
In einer Sitzung, in der über Spielapparatesteuer diskutiert wurde, fiel folgender Spruch eines Stadtverordneten:
Sinngemäß. „Wir sind alle Ehrenamtler und keine Finanzexperten. Wir verlassen uns ganz auf die Fachleute der Verwaltung.
Rücklagen sichern finanzielle Handlungsfähigkeit
Haushaltseinbringung
Kämmerin Andrea Schülner
Ein sechsstelliges Defizit, finanzielle Handlungsfähigkeit aber dank erheblicher Rücklagen gesichert, Investitionen möglich, Steuererhöhungen nicht notwendig – so lauten die Kernaussagen zum Haushalt 2023, den Kämmerin Andrea Schülner zur Sitzung der Stadtverordneten am vergangenen Dienstag (13.) im Parlament einbrachte. Der Etatentwurf wird jetzt in den Parlamentsgremien beraten und im neuen Jahr verabschiedet.
Die Kennzahlen: Im Ergebnishaushalt, der die laufende Geschäftstätigkeit beziffert, stehen Ausgaben von rund 78,6 Millionen Euro etwas mehr als 77,9 Millionen Euro an Einnahmen gegenüber. Das Defizit beträgt 695.000 Euro. Im Finanzhaushalt, der die Investitionstätigkeit abbildet, fehlen bei einem Volumen von 10,1 Millionen rund 450.000 Euro. Schülner machte vor allem ein Ausgabenproblem aufgrund des Ukraine-Krieges und der damit einhergehenden Verteuerung der Energie sowie die damit zusammenhängenden Auswirkungen der Inflation als Grund für das Minus aus. Ihre komplette Haushaltsrede kann man hier herunterladen.
Der Haushaltsplan 2023 mit dem dazugehörigen Finanzplan 2023 bis 2026 ist dennoch ausgeglichen. Dies sei aufgrund der guten Vorjahresergebnisse möglich, so Schülner. Die Stadtkasse sei mit ausreichender Liquidität zum Ausgleich der im Finanzplanungszeitraum fehlenden Mittel ausgestattet. „Die gesetzlichen Anforderungen an die Genehmigungsfähigkeit eines Haushaltsplanes sind nach meiner Einschätzung erfüllt.“ Das bedeutet auch, dass kein Haushaltssicherungskonzept erforderlich ist. Ebenso könne die Stadt dringend notwendige Investitionen finanzieren. „Dies zeigt: Wir haben unsere Hausaufgaben in der Vergangenheit gemacht“, betonte Schülner.
Auf der Einnahmenseite deutet sich eine erfreuliche Entwicklung an: Schülner kann im Vergleich zum Vorjahr mit einem Plus von knapp 1,2 Millionen Euro bei der Einkommensteuer rechnen (insgesamt 21,9 Millionen Euro), bei der Gewerbesteuer hat sie Mehreinnahmen von 2 Millionen Euro angesetzt (16 Millionen Euro), die Schlüsselzuweisungen steigen aufgrund des steuerschwachen Haushaltsjahrs 2021 um 5,7 Millionen Euro.
Auf der Ausgabenseite sind die Personalkosten der größte Posten: Sie werden sich um 1,1 Millionen auf 23,6 Millionen Euro erhöhen. Knapp 50 Prozent davon entfallen auf das Personal der Kinderbetreuungseinrichtungen. Mit einer „noch nie dagewesenen Kostensteigerung“ sei bei den Aufwendungen für die Sach- und Dienstleistungen zu rechnen: Mehrausgaben von 3,7 Millionen Euro bei jetzt insgesamt 15,8 Millionen Euro sind zu erwarten, ein Plus von rund 30 Prozent. Weitere gravierende Kostensteigerungen seien bei den Aufwendungen für Zuweisungen und Zuschüsse zu verzeichnen, so Schülner. „Auch die Einrichtungen der freien Träger leiden unter der hohen Inflationsrate.“ Darüber hinaus muss eine weitere, dringend benötigte Kinderbetreuungseinrichtung, nämlich die der Bethanien- Diakonissen-Stiftung, finanziert werden.
Für die Finanzierung der geplanten Investitionen wird die Stadt nach den Plänen der Kämmerin Darlehen in Höhe von 7,8 Millionen Euro aufnehmen. Die fünf wesentlichen Ausgabeposten des Finanzhaushalts im Jahr 2023:
• 3,2 Millionen Euro für die Maßnahmen des Programms „Stadtumbau Hessen“,
• 1,1 Millionen Euro für den Erwerb von Grundstücken,
• 1,1 Millionen Euro für Maßnahmen des Programms Stadtgrün,
• 1,4 Millionen Euro für Maßnahmen aus dem Straßenbau sowie
• 684.000 Euro für den Bau der Brücke Zilliggarten/Rodaustraße.
Die Tilgung alter und neuer Darlehen kann nicht aus der laufenden Geschäftstätigkeit finanziert werden. Dafür müssen die Rücklagen herhalten. Schülner: „Die enorme Zusatzbelastung im Ergebnishaushalt ist ursächlich dafür, dass die vollständige Erwirtschaftung des Schuldendienstes zunächst nicht abgebildet werden kann. Am Beispiel des Planansatzes für die Tilgung 2023 bedeutet dies: 2,2 Millionen Euro sind zu erwirtschaften, davon fehlen 450.000 Euro.“ Bis zum Jahr 2026 summiert sich der Fehlbedarf auf 2,3 Millionen Euro.
Das Fazit der Kämmerin: „Wir stehen vor der Herausforderung, zahlreiche Aufgaben zusätzlich erledigen zu müssen. Das ist natürlich mit einem erheblichen finanziellen Mehraufwand verbunden – ich nenne hier Kinderbetreuung, Unterbringung und Begleitung von geflüchteten Menschen, enorm gestiegene Kosten aufgrund der Ukraine-Krise sowie die damit verbundenen Mangellagen. Das müssen wir alle gemeinsam schaffen!“
Nach Druck der Haushaltspläne und dem Artikel auf der Website der Stadt Rödermark hat sich der Fehlbetrag im Ergebnishaushalt um 58.118,00€ erhöht.
Ich gehe davon aus, dass es sich um eine Steigerung handeln muss. Einen Artikel anzupassen, ist im Gegensatz zur Änderung einer gedruckten Ausgabe, eine Kleinigkeit.
Unser Stadtkämmerin zur Zukunft. Nur zwei Passagen.
» Die Tilgung alter und neuer Darlehen kann nicht aus der laufenden Geschäftstätigkeit finanziert werden. Dafür müssen die Rücklagen herhalten.
» Auf der Ausgabenseite sind die Personalkosten der größte Posten: Sie werden sich um 1,1 Millionen auf 23,6 Millionen Euro erhöhen.
Rödermark intern Stadtverordnetenversammlung 10.12.2025:
Der Magistrat legt den Entwurf des Haushaltsplanes 2026 vor.
Kurz und bündig:
Im Ergebnishaushalt (Entwurf) fehlen 13.751.305,00 Euro.
Im Finanzhaushalt (Entwurf) fehlen 12.115.541,00 Euro.
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